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Kapitel 68

作者: Ellie💕
last update 公開日: 2026-10-21 08:47:11

Öffentliche Rivalität

Der Ehevertrag lag auf dem Mahagonitisch wie eine giftige Schlange, seine Seiten noch warm von Elenas zitternden Fingern. Valentinas elegante Schrift verspottete sie aus der letzten Notiz: Manche Verträge enden nie wirklich. Frag deine Frau, was ihr Vater wirklich für seine Schulden eingetauscht hat. Die Wahrheit kommt, Liebling.

Sandro hatte seit dem Lesen kein Wort gesprochen. Er hatte die Papiere einfach mit bedachter Sorgfalt zusammengefaltet, als könnte eine zu grobe
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  • EIN VERTRAG MIT DEM TEUFEL   Kapitel 69

    Tödlicher VerdachtDas Telefon fühlte sich in Elenas Hand an wie ein glühendes Stück Kohle.Sie drückte nicht auf „Abspielen“. Das musste sie auch nicht. Das eingefrorene Bild genügte. Sandro, jünger, mit vor Gewalt lodernden Augen, umgeben von einem Gemetzel, das direkt aus einem Albtraum stammen konnte. Das goldene Licht der Gala wirkte plötzlich grell und höhnisch, als würde es den zerbrechlichen Frieden verspotten, den sie sich noch vor wenigen Augenblicken in diesem Badezimmer gestohlen hatten.Sandros Hand schloss sich sanft, aber bestimmt um ihre und nahm ihr das Telefon ab. Sein Gesicht blieb eine Maske kontrollierter Wut, doch sie bemerkte das Flackern in seinen Augen. Wiedererkennen. Resignation.„Nicht hier“, sagte er leise und führte sie mit einer Hand an ihrem unteren Rücken von der flüsternden Menschenmenge fort. Sie gingen die Weinbergpfade entlang, der schwere Duft zerdrückter Trauben hing in der Luft, bis sie eine abgeschiedene steinerne Nische erreichten, die auf die

  • EIN VERTRAG MIT DEM TEUFEL   Kapitel 68

    Öffentliche RivalitätDer Ehevertrag lag auf dem Mahagonitisch wie eine giftige Schlange, seine Seiten noch warm von Elenas zitternden Fingern. Valentinas elegante Schrift verspottete sie aus der letzten Notiz: Manche Verträge enden nie wirklich. Frag deine Frau, was ihr Vater wirklich für seine Schulden eingetauscht hat. Die Wahrheit kommt, Liebling.Sandro hatte seit dem Lesen kein Wort gesprochen. Er hatte die Papiere einfach mit bedachter Sorgfalt zusammengefaltet, als könnte eine zu grobe Berührung die Vergangenheit in die Gegenwart bluten lassen. Doch Elena sah den Sturm in seinen Augen, denselben, der sie vor kaum einer Stunde in der Dusche eingenommen hatte. Dieses zärtliche, anbetende Inbesitznehmen fühlte sich jetzt wie ein ferner Traum an.„Wir werden heute Abend auf dem Gala der Villa erwartet“, sagte er schließlich mit tiefer, rauer Stimme. „Alte Verbündete. Europäische Partner. Du wirst an meiner Seite stehen, Ehefrau.“Elena wollte ablehnen. Die Worte Ich hasse dich lag

  • EIN VERTRAG MIT DEM TEUFEL   Kapitel 67

    Heilende BerührungDie sizilianische Nacht erstreckte sich dunkel und endlos hinter den Fenstern. Doch innerhalb der Villa begann der eigentliche Sturm gerade erst.Elena lag im Bett, die Laken noch warm von ihrer gemeinsamen Hingabe. Der sanfte Liebesakt hatte ihr einen flüchtigen Moment des Friedens geschenkt, doch er konnte die Beklemmung, die sich in ihrem Magen zusammenzog, nicht vertreiben.Valentina setzte gerade zu ihrem bislang größten Spiel an. Die Frau, die versucht hatte, Sandro beim Abendessen zu verführen und ihren Geist mit Halbwahrheiten vergiftet hatte, verlangte nun eine private Unterredung im Herzen des Rossi-Territoriums. Das Timing war zu perfekt. Zu gefährlich.Sie konnte nicht im Bett bleiben. Die Villa fühlte sich zu still an, zu einengend, während das Gewicht ihrer Entdeckungen auf ihre Brust drückte, bis ihr das Atmen schwerfiel. Sie zog einen leichten Morgenmantel über und wanderte durch die Flure. Der Marmorboden war kühl unter ihren nackten Füßen. Das Anwe

  • EIN VERTRAG MIT DEM TEUFEL   Kapitel 66

    Chemisches VermächtnisSandro stand in der Tür, seine Augen scharf, während sie den Raum musterten. „Du bist seit dem Vorfall im Innenhof so still. Was verheimlichst du jetzt schon wieder vor mir?“Die Luft zwischen ihnen wurde schwer von unausgesprochenen Anschuldigungen. Elena erwiderte seinen Blick, während das Gewicht ihrer Entdeckungen sie wie Steine niederdrückte. Der Mann, den sie liebte, war ein Monster. Und ihr gingen langsam die Orte aus, an denen sie die Wahrheit noch verstecken konnte.„Ich kann das nicht länger“, sagte sie mit zitternder Stimme, die jedoch zunehmend an Stärke gewann. „Die Lügen. Die Halbwahrheiten. Die Art, wie du mich ansiehst, als wäre ich gleichzeitig jemand, den du beschützen und kontrollieren musst. Ich habe weitere Akten gefunden, Sandro. Claires Blutwerte – es geht nicht nur um ihre Behandlung. Sie stehen mit alten Rossi-Operationen in Verbindung. Mit der Arbeit meines Vaters. Du hast ihren Zustand die ganze Zeit als Druckmittel benutzt, nicht wahr

  • EIN VERTRAG MIT DEM TEUFEL   Kapitel 65

    Zerbrochene LoyalitätDie sizilianische Nacht drückte gegen die Fenster, wunderschön und gleichgültig. Doch irgendwo in den Schatten bewegten sich neue Spieler. Neue Messer wurden geschärft. Und das fragile Bündnis zwischen Elena und Sandro, aufgebaut auf Blut, Lügen und verzweifelter Liebe, war nur noch eine Enthüllung vom vollständigen Zusammenbruch entfernt.Elena konnte nicht schlafen. Das Bild des Eindringlings, dessen Körper zu Boden sackte, spielte sich jedes Mal hinter ihren geschlossenen Augenlidern ab. Der metallische Geruch von Blut hing noch immer in ihrer Erinnerung und vermischte sich mit dem nachklingenden Ziehen zwischen ihren Schenkeln von Sandros ursprünglicher Inbesitznahme. Vorsichtig schlüpfte sie aus dem Bett, ließ Sandros schlafende Gestalt in den Laken zurück und wanderte wie ein Geist durch die mondbeschienenen Flure der Villa, der sein eigenes Gefängnis heimsuchte.Luca fand sie im Ostgarten, als hätte er auf den richtigen Moment gewartet. Er stand in der Näh

  • EIN VERTRAG MIT DEM TEUFEL   Kapitel 64

    Zeugin des BlutesSandros Hand lag noch immer auf ihrem Arm, seitdem er über den Innenhof zu ihr gekommen war, um sie nach dem Schuss an sich zu ziehen. Der Körper des Eindringlings lag nur wenige Meter entfernt, während sich langsam Blut über die uralten Steine ausbreitete. Doch Elena konnte den Blick kaum von Sandros Gesicht lösen. Seine Augen brannten vor beschützendem Zorn, der ihr einen Schauer über den Rücken jagte – nicht nur aus Angst, sondern wegen etwas Dunklerem, Verdrehtem. Der Mann, der sie in der vergangenen Nacht so zärtlich gehalten hatte, hatte eben ohne zu zögern getötet.Für sie.Das Grauen traf sie wie ein körperlicher Schlag. Ihr Magen verkrampfte sich, Galle stieg ihr in die Kehle, während sich der metallische Geruch von Blut in der warmen sizilianischen Luft ausbreitete. Sie hatte Gewalt schon zuvor gesehen – flüchtige Schatten aus Sandros Welt, die Folgen seiner Bestrafungen –, aber niemals so. Niemals so nah, dass sie sehen konnte, wie das Licht aus den Augen

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