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Chapter 4: Rettet mein Baby

Autor: Crystal L.C
last update Data de publicação: 2026-08-31 00:23:34

Der Raum versank in völliger Stille. Es war so still, dass ich fast jeden Herzschlag hören konnte, und jedes Augenpaar war auf mich gerichtet.

Aber mich interessierte nur Taylors Reaktion. Sein Kiefer spannte sich an, seine Nasenflügel blähten sich, während er mich anstarrte und nach irgendeinem Anzeichen suchte, dass ich lügen könnte.

„Ja“, flüsterte ich, meine Stimme zitterte, während ich ihm direkt in die Augen sah. „Es ist wahr. Ich habe es gestern erfahren. Deshalb habe ich dich so oft angerufen. Ich wollte dir die Nachricht sagen, aber du hast nicht abgenommen. Und als ich geschrieben habe, habe ich gesagt, es sei etwas Wichtiges. Das wollte ich mit dir teilen.“

Mein Herz hämmerte, während ich wartete, hoffte, betete, dass er mir glauben würde. Sein Blick erweichte sich, nur einen Bruchteil, als er mein Gesicht absuchte, und ich wagte zu hoffen. Vielleicht, nur vielleicht, würde er die Wahrheit in meinen Augen sehen.

Aber bevor er antworten konnte, durchschnitt Veronicas Stimme den Raum, tropfend vor Gift. „Du kannst das doch nicht wirklich glauben, Taylor. Nach allem, was diese Frau getan hat, glaubst du wirklich, du könntest einem Wort aus ihrem Mund trauen? Sie lügt! Sie sagt das nur, um dich davon abzuhalten, dich von ihr zu scheiden.“

„Ich lüge nicht!“ sagte ich heftig, meine Stimme zitterte, während ich die Tränen zurückhielt. „Als ich es erfahren habe, habe ich es Sarah gesagt. Sie weiß es!“

Sarahs Gesicht verzog sich vor Verachtung, als sie scharf antwortete: „Hör auf, mich in deine Lügen hineinzuziehen, Nicole. Du hast mir nichts von einer Schwangerschaft erzählt.“

Der Verrat in ihrer Stimme war wie ein physischer Schlag, und obwohl ich es nach allem halb erwartet hatte, war der Schmerz nicht weniger heftig. Sie war meine beste Freundin gewesen, meine Vertraute, und jetzt wandte sie sich gegen mich, zusammen mit den anderen.

Taylors Gesicht verhärtete sich, sein Blick verwandelte sich zurück in diese kalte, unleserliche Maske. Seine Stimme war eisig, als er schnauzte: „Raus aus meinem Haus, Nicole.“

Mein Atem stockte mir im Hals, und ich konnte kaum sprechen. „Taylor, ich habe dir gerade gesagt, dass ich schwanger bin. Wirfst du mich wirklich raus?“

Sein Lachen war kalt und hohl. „Ich habe genug von deinen Lügen. Ich will dich aus meinem Leben. Ich hasse dich nicht nur, Nicole, ich verachte dich.“

Die Worte schnitten durch mich wie Messer, und ich biss fest zusammen, um nicht zu weinen. „Gut“, sagte ich und wischte mir die Augen, während ich mich zwang, aufrechter zu stehen. „Gib mir die Papiere. Ich unterschreibe sie.“

Schweigend stieß Taylor mir einen Stift entgegen, ohne mich auch nur in die Augen zu sehen. Ich griff danach, ging zum Tisch in der Mitte und unterschrieb die Scheidungspapiere an jeder Stelle, die er markiert hatte.

Der Schmerz fühlte sich schärfer an als alles, was ich je gekannt hatte, aber ich weigerte mich, ihm die Genugtuung zu geben, mich zerbrechen zu sehen.

Als ich fertig war, reichte ich die Papiere zurück und blickte ihm ein letztes Mal in die Augen. „Hier“, sagte ich, meine Stimme flach, leer von jeder Emotion. „Du hast bekommen, was du wolltest.“

Taylor nahm die Papiere, sein Ausdruck unleserlich. „Lass mich wissen, wohin ich deine Sachen schicken soll.“

Er drehte sich um und ging fort, ohne auch nur einmal zurückzublicken. Ich stand da, allein, umgeben von den zufriedenen Gesichtern seiner Familie, außer Sarah, die meinen Blick nicht einmal traf.

„Was machst du hier noch?“ höhnte Tyler. „Es ist vorbei. Johnson, schaff sie hier raus.“

Der Sicherheitsmann trat auf mich zu und griff nach meinem Arm, aber ich riss mich los, den Kopf hoch erhoben. „Ich kenne den Weg hinaus.“

Ich ging zur Tür, ignorierte ihre Blicke, aber als ich Veronica erreichte, packte sie meinen Arm und beugte sich so nah heran, dass nur ich sie hören konnte. „Glaubst du wirklich, ich lasse dich diesen Bastard behalten und ihn als meinen Enkel ausgeben?“

Ein Schauer lief durch mich, und obwohl ich antworten wollte, fühlte ich mich zu schwach, zu erschöpft, um zurückzuschlagen. Ich riss meinen Arm frei und ging aus dem Haus, das ich einst mein Zuhause genannt hatte.

Draußen wirkte das Anwesen kalt und fern, und alles, was ich spürte, war Taubheit. Zwei Jahre, in denen ich Taylors Distanz und Veronicas Verachtung ertragen hatte, während ich versuchte, meine Ehe zum Funktionieren zu bringen, und jetzt hatte ich nichts vorzuweisen. Nichts außer einem gebrochenen Herzen und einer ungewissen Zukunft.

Während ich die leere Straße hinunterging, verloren in meinen Gedanken, bemerkte ich die Gestalt, die mir folgte, erst, als es zu spät war.

Eine Hand packte meinen Arm von hinten und zerrte mich in eine schmale Gasse zwischen zwei Gebäuden. Ich versuchte zu schreien, aber eine raue, behandschuhte Hand legte sich über meinen Mund und erstickte den Laut.

„Denk nicht einmal daran zu schreien“, warnte eine tiefe, bedrohliche Stimme. Panik wallte in mir auf, als ich in die Augen eines Mannes blickte, der hinter einer schwarzen Maske verborgen war.

Mein Herz hämmerte, während ich gegen ihn ankämpfte, aber sein Griff war unnachgiebig. Nein, dachte ich verzweifelt. Nicht so.

Mit aller Kraft, die ich hatte, biss ich fest in seine Hand. Er fluchte und zuckte zurück, was mir einen Moment gab, mich loszureißen. 

Aber bevor ich entkommen konnte, schleuderte er mich gegen die Wand, drückte seinen Arm gegen meine Kehle, sein Gesicht nur Zentimeter von meinem entfernt.

„Du hättest es besser wissen sollen“, höhnte er. „Leute wie du gehören nicht an solche Orte. Sie haben klar gemacht, dass sie dich weghaben wollen.“

Ich keuchte, Entsetzen krallte sich an mich, während ich versuchte, mit ihm zu reden. „Bitte, ich will keinen Ärger. Ich bin schwanger. Lass mich einfach gehen, bitte.“

Ein verzerrtes Lächeln breitete sich über sein Gesicht. „Schwanger, was? Das macht es noch besser. Sie werden erfreut sein zu wissen, dass ich die Botschaft rübergebracht habe.“

Bevor ich reagieren konnte, traf seine Faust meinen Bauch, und ein scharfer, stechender Schmerz schoss durch meinen Unterleib. Ich krümmte mich zusammen, umklammerte meinen Bauch, während die Welt um mich zu kreisen schien.

„Hör auf!“ würgte ich hervor, der Schmerz machte es schwer zu atmen. „Bitte, hör auf.“

Er lachte, ein grausames, hohles Geräusch. „Warum sollte es mich kümmern?“

Ein weiterer Schlag auf meinen Bauch ließ mich keuchen und um aufrecht zu bleiben kämpfen. 

Der Schmerz war überwältigend, und als er mich zu Boden stieß, wusste ich, dass ich keine Chance gegen ihn hatte. Tränen strömten über mein Gesicht, während ich meinen Bauch umklammerte, verzweifelt bemüht, das winzige Leben in mir zu schützen.

Aber er kam weiter, jeder Tritt schärfer, brutaler als der letzte. Jedes Mal, wenn ich flehte, schien er härter zuzuschlagen, ignorierte meine Schreie, bis er schließlich aufhörte. 

Das Geräusch seiner Schritte verklang und ließ mich allein und zerbrochen zurück.

Es dauerte einen Moment, bis ich begriff, dass er fort war. Mein ganzer Körper schmerzte, aber der stechende Schmerz in meinem Unterleib war das Schlimmste. 

Eine kalte Furcht legte sich über mich, als ich etwas Warmes und Feuchtes an meinen Beinen hinunterrinnen spürte. Ich blickte hinab und war entsetzt, Blut durch meine Kleidung sickern zu sehen.

Nein, dachte ich, Panik übernahm die Kontrolle. Mein Baby!

Mit aller Kraft, die mir noch blieb, kroch ich aus der Gasse, meine Sicht verschwamm, während ich schwach rief: „Helft mir… bitte, jemand helft mir.“

Eine Frau, die vorbeiging, erstarrte, als sie mich sah, ihre Augen weiteten sich vor Entsetzen. „Bitte“, flüsterte ich und streckte die Hand aus. Aber sie drehte sich um und rannte, ließ mich allein in der kalten Straße zurück.

Ich versuchte erneut zu rufen, aber meine Stimme war kaum ein Flüstern. 

Meine Sicht verdunkelte sich, die Welt kreiste um mich, während ich nach vorn sackte, meine Hand immer noch um meinen Bauch geklammert.

Und dann wurde alles schwarz.

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