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Kapitel 29

last update publish date: 2026-06-09 01:11:00

Der Rest des Wochenendes fühlte sich an, als würde ich auf Wolken treiben, als würde sich alles nur noch um diesen Moment auf dem Berg drehen. Wir waren danach kein einziges Mal mehr allein, und keiner von uns sprach darüber, was passiert war, doch die Art, wie wir uns ansahen, verriet mir, dass sich etwas verändert hatte.

Es war, als würde uns ein Geheimnis umhüllen — eine stille Vertrautheit, die mich daran zweifeln ließ, ob das, was ich fühlte, die Erinnerung an das w
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  • Fasziniere Mich   Epilog

    PAUL„Und?“, fragte eine raue, gelassene Stimme aus der Dunkelheit.Paul zündete sich eine Zigarette an. Der orangefarbene Schein zeichnete für einen kurzen Augenblick die Konturen seines Gesichts nach, bevor es wieder von den Schatten verschluckt wurde.„Sie wird es tun“, antwortete er mit einer Ruhe, die nicht natürlich wirkte, sondern sorgfältig einstudiert war.„Was macht dich so sicher?“, fragte der Mann und trat einen Schritt näher.Paul stieß den Rauch langsam aus und beobachtete, wie er sich in der feuchten Luft auflöste.„Sie ist genau wie ihre Mutter“, sagte er mit gespielter Wehmut. „Voller Hoffnung und Mitgefühl. Ich bin bei ihr aufgetaucht, obwohl sie mich nicht sehen wollte, und bin trotzdem mit einem Geschenk gegangen. Sie hat mir einen Platz in einer Entzugsklinik besorgt und es Susan Porters letzte Gefälligkeit g

  • Fasziniere Mich   Kapitel 66

    Paul holte tief Luft, als hätte er das, was er sagen wollte, schon seit Langem einstudiert.„Camila… die Dinge sind außer Kontrolle geraten. Ich wollte dir nicht wehtun, und ganz sicher wollte ich nicht, dass dir jemand anderes etwas antut.“Ich sah ihn ruhig an, ohne das Bedürfnis zu verspüren, ihn sofort zu unterbrechen oder zu korrigieren. Stattdessen ließ ich seine Worte einen Moment zwischen uns stehen – unbeholfen, unvollständig und vollkommen unzureichend.„Darin steckt keine Entschuldigung“, sagte ich schließlich. Meine Stimme war ruhig, ohne Vorwurf, als würde ich lediglich eine Tatsache aussprechen.Unbehagen zog über sein Gesicht. Er runzelte die Stirn und nickte einmal, als wäre diese kleine Geste bereits genug.„Ich sah keinen anderen Ausweg“, beharrte er. „Ich war in die Enge getrieben.“„Und deshalb hast du b

  • Fasziniere Mich   Kapitel 65

    „Guten Tag, Jacob“, sagte Paul von der Tür aus und hielt eine Kappe in den Händen, als wäre sie eine nutzlose Verlängerung seines schlechten Gewissens. Seine Finger bewegten sich unruhig über den Stoff, und seine Stimme klang auf eine Weise, die kein Mitgefühl in mir weckte, sondern nur Ablehnung. „Es tut mir leid, dass ich unangekündigt komme, aber… ich würde gern mit Camila sprechen. Bitte.“Das Schweigen, das darauf folgte, war so dicht, dass es beinahe körperlich spürbar wurde.Jacob holte langsam Luft. Seine Beherrschung war so vollkommen, dass ich förmlich spüren konnte, wie viel Kraft es ihn kostete, nicht so zu reagieren, wie sein Körper es verlangte. In ihm lag etwas Wildes, eine gerechte Wut, die er nur deshalb zurückhielt, weil ich da war.„Du kannst nicht hier sein, Paul“, sagte er schließlich, ohne die Stimme zu heben und auch nur e

  • Fasziniere Mich   Kapitel 64

    Lange Zeit war ich überzeugt gewesen, dass die Zeit mein Feind war – eine endlose Abfolge von Tagen, die sich nicht mehr nach meinem Leben anfühlten, und Stunden, die nur existierten, um mich daran zu erinnern, was ich verloren hatte.Doch die Zeit erwies sich, wie so vieles im Leben, als weitaus komplizierter. Sie gab mir nicht zurück, was man mir genommen hatte. Sie löschte die Wunde nicht aus. Aber sie tat etwas viel Leiseres, viel Entscheidenderes: Sie hörte auf, sie bei jedem Atemzug wieder aufzureißen.Sie war noch da. Empfindlich. Lebendig. Aber sie blutete nicht mehr wie früher.Ich hatte Dinge überlebt, die mir zu einem anderen Zeitpunkt meines Lebens unmöglich erschienen wären.Ich war nicht unversehrt daraus hervorgegangen. Ich war nicht mehr dieselbe. Aber ich war auch nicht die zerbrochene Version meiner selbst geblieben, für die ich mich so lange gehalten hatte.Ich hatte g

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