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Kapitel 8 — Er

last update Zuletzt aktualisiert: 18.02.2026 21:02:34

CLARA

Ich habe nicht geschlafen.

Das Bett ist zerwühlt, die Laken tragen noch die Spuren dessen, was wir waren. Mein Körper ist schwer, erschöpft und doch steht jeder Nerv noch in Flammen.

Julien ist geblieben.

Nicht, um mich zuzudecken.

Er ist geblieben, um mich anzusehen. Um mich weiter zu besitzen auf eine andere Weise. Er berührt mich kaum noch. Er wartet. Und genau das ist das Grausamste.

»Du atmest schnell, Clara.«

Ich nicke, ohne zu sprechen. Seine Stimme fließt mir wie ein stiller Befe
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    CLARADie Stille ist zurückgekehrt. Aber es ist nicht mehr dieselbe.Sie hat die Konsistenz eines Abgrunds. Kalt. Tief. Schneidend.Ich schaffe es nicht, mich zu bewegen. Meine Beine sind schwer, wie in Zement gegossen. Und doch schreit alles in mir danach, Marc hinterherzulaufen. Ihn einzuholen. Zu schreien. Alles zu erklären.Aber was genau?Dass ich mich in einen Mann verliebt habe, ohne zu wissen, dass er mit meinem Bruder verbunden ist?Dass ich blind geliebt habe, wie man sich ins Leere stürzt, im Glauben, man könne fliegen, bevor man den Boden berührt?Julien kommt langsam näher.Er sagt nichts. Er versucht nicht, mich an sich zu drücken.Und vielleicht ist es das, was ich jetzt, in diesem Moment, an ihm liebe.Dieses respektvolle Schweigen. Diese Zurückhaltung, voller Spannung.— Willst du, dass ich gehe?, flüstert er.Ich schüttle den Kopf, zu schnell, fast panisch.— Nein. Bleib.Meine Stimme bricht am Ende.Und alles in mir droht, diesem Beispiel zu folgen.Ich sinke auf da

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