MasukArias POV:
Ich war zu spät. Nicht auf eine modische Art. Nicht dramatisch. Gerade so spät, dass mein Herz raste, als ich klopfte. Wolfe antwortete nicht. Natürlich nicht. Das wäre ja auch zu einfach gewesen. In den letzten Tagen hatte ich viel zu viel an ihn gedacht. In jener Nacht hatte ich mir vorgestellt, wie er mich so berührte, wie ich es wollte, und mich dort fickte, wo ich es wollte. Ich versuchte, die Türklinke herunterzudrücken. Nicht abgeschlossen. Drinnen war sein Büro leer – bis auf den Umschlag, der auf seinem Schreibtisch lag und auf dem mein Name in schwarzer Kalligrafie geschrieben stand. Noch ein Umschlag. Noch ein Spiel. Diesmal zögerte ich nicht. Ich öffnete ihn mit zitternden Fingern. Ich wollte etwas Aufregenderes als beim letzten Mal, etwas, das ihn dazu bringen würde, mich zu berühren. Ich wollte spüren, wie seine Hände meinen ganzen Körper erkundeten. „Geh in Raum 207. Sofort. Nicht klopfen. Nicht sprechen. Gehorche.“ Das war alles. Eine einzige Zeile. Keine Unterschrift. Ich wusste, wo Raum 207 lag. Mein Körper setzte sich bereits in Bewegung, bevor mein Verstand Einspruch erheben konnte. Mein Puls hämmerte in meinen Ohren, während ich die Marmorstufen des Ostgebäudes hinaufstieg. Raum 207 lag ganz am Ende eines stillen Flurs. Die Tür sah gewöhnlich aus, dunkel und aus Holz. Ich starrte sie einen Moment lang an, bevor ich die Klinke drehte. Drinnen war es dämmrig. Die Vorhänge waren zugezogen. In der Mitte stand ein langer Tisch. Keine Stühle. Und er – er stand am Kopfende, die Hände hinter dem Rücken verschränkt. Wolfe. „Schließ die Tür“, sagte er, ohne sich umzudrehen. Ich gehorchte. „Schließ ab.“ Das Klicken des Schlosses klang lauter, als es hätte sein sollen. „Zieh dich aus.“ Mein Herz blieb stehen. „Was?“ Wollte er tatsächlich, dass ich nackt war? Langsam drehte er sich um. Sein Blick glitt von meinem Kopf abwärts über meinen Körper und verweilte einen Moment lang bei meinen Brüsten. Ich freute mich darüber, wie er mich ansah, ließ mir aber nichts anmerken. Mit meinen Händen bedeckte ich meine Brustwarzen. Bei dieser Geste verzog er den Mund zu einem Grinsen. „Aria …“, sagte er und leckte sich über die Lippen. Sein Blick verweilte auf meiner Muschi, und ich konnte nicht anders, als mir zu wünschen, dass es stattdessen seine Zunge wäre. „Ich sagte, zieh dich aus. Heute bist du nicht als Studentin hier. Du bist hier als mein Versuchsobjekt.“ „Versuchsobjekt“, wiederholte ich. Meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. „Ich habe dir gesagt, dass es weitergehen würde. Das ist deine erste Prüfung.“ Ich blickte zur Tür und dann wieder zu ihm. Dann gehorchte ich. Einen Knopf nach dem anderen. Eine Schicht nach der anderen. Bis ich schließlich nur noch mit meiner nackten Haut und meiner Angst vor ihm stand. Einen Moment lang sagte er nichts. Er sah mich einfach nur an. Nicht wie ein Mann, der ein Mädchen anstarrte, sondern wie ein Meister, der seine Leinwand begutachtete. „Komm her“, sagte er lustvoll. Ich ging auf ihn zu. Er berührte mich nicht – und doch sehnte sich mein Körper nach seiner Berührung, während mein Verstand nach der Hitze seiner Hände verlangte. Dieser Mann war alt genug, um mein Vater zu sein, aber trotzdem war es mir egal. Er umrundete mich einfach. Seine Stimme war ein tiefes, kontrolliertes Summen. „Scham bringt dich nicht weiter, Aria. Angst wird dir vorerst dienen. Aber irgendwann werde ich dir auch diese nehmen.“ Er griff in eine Schublade und holte ein Lederhalsband heraus. „Das ist kein Symbol der Besitzergreifung“, sagte er. „Es ist ein Symbol der Entscheidung. Deiner Entscheidung.“ Ich starrte es an. „Leg es an“, sagte er. Meine Finger zitterten, aber ich tat es. Das Leder fühlte sich kühl an meinem Hals an. Das Klicken des Verschlusses klang endgültig. „Braves Mädchen.“ Das Lob traf mich härter als die Gerte. Ich hätte nicht erwartet, dass es sich wie ein Sieg anfühlen würde. Er trat hinter mich. „Leg die Hände flach auf den Tisch.“ Ich gehorchte. Dann kam der erste Schlag. Mit der flachen Hand, direkt auf meinen Hintern. Ich keuchte auf, blieb aber an Ort und Stelle. Ich hatte erwartet, Schmerz zu spüren, doch stattdessen – genoss ich es auf seltsame Weise. Das Geräusch. Die Feuchtigkeit seiner Hand auf meinem Hintern. Ich hielt es kaum aus. Ich wollte mehr. Noch ein Schlag. Härter. Dann schob er zwei Finger zwischen meine Schenkel, streifte mich nur ganz leicht und glitt hinunter zu meiner Muschi. Er hielt einen Moment inne. Gerade lange genug, um mich erneut nach Luft schnappen zu lassen. „Ich habe es dir gesagt“, murmelte er. „Du kannst dich nicht länger vor mir verstecken.“ Er beugte sich zu mir, seine Lippen streiften mein Ohr. „Beim nächsten Mal wirst du betteln.“ Er trat zurück und ließ mich zitternd zurück. „Zieh dich an. Du bist entlassen.“ Einfach so? Ich konnte meinen Ohren nicht trauen. Was war das für ein Psycho? Anziehen? Oder hatte ich ihn falsch verstanden? War die Lektion schon vorbei? Ich verließ Raum 207, das Halsband noch immer um meinen Hals. Und ich nahm es nicht ab. Ich trug es die ganze Nacht. Nicht aus Trotz. Nicht aus Angst. Sondern weil ich mir mit dem Abnehmen hätte eingestehen müssen, was aus mir wurde. Ich schlief kaum. Mein Körper summte wie ein unter Strom stehender Draht. Jeder Nerv spielte den Klang seiner Stimme, das Brennen seiner Handfläche und die Hitze seines Atems an meinem Hals erneut ab, als er gesagt hatte: „Beim nächsten Mal wirst du betteln.“ Allein der Gedanke daran ließ Hitze zwischen meinen Schenkeln aufsteigen. Ich war wieder feucht und sehnte mich nach mehr, ohne jemandem die Schuld geben zu können außer meinem eigenen Verlangen. Ich war mir nicht sicher, ob ich schreien oder kommen sollte. Am Morgen musterte Jules mich, als wären mir Hörner gewachsen. „Alles okay?“, fragte sie und nippte an ihrem schwarzen Kaffee. „Gut.“ „Du hast diesen Glanz. Den Ich-bin-von-einem-Milliardär-dominiert-worden-Glanz.“ Ich antwortete nicht. Sie stellte ihre Tasse ab. „Versprich mir nur eine Sache.“ „Was?“ „Wenn er jemals eine Grenze überschreitet – sie wirklich überschreitet –, dann machst du ihn fertig.“ Ich erwiderte ihren Blick. „Das ist ja das Problem, Jules. Ich glaube, ich weiß selbst nicht mehr, wo die Grenze verläuft.“ ⸻ Er hatte mich gebeten, ihn wieder im selben Raum zu treffen, aber diesmal war Raum 207 dunkler. Nur eine einzige rote Glühbirne spendete Licht und ließ die Schatten lebendig wirken. Natürlich wartete er bereits. „Zieh dich aus“, sagte er, noch bevor die Tür überhaupt geschlossen war. Ich gehorchte. Ohne zu zögern. „Braves Mädchen.“ Das Lob wärmte mich. Es machte süchtig, wie eine Droge. „Steig auf den Tisch.“ Ich tat es. Das kalte Holz biss sich in meine Haut. „Leg dich zurück. Die Arme über den Kopf.“ Er fesselte meine Handgelenke mit weichen Lederfesseln und befestigte sie an den Ecken des Tisches. Dann trat er zurück, um sein Werk zu bewundern. „Du lernst dazu“, murmelte er. „Aber jetzt testen wir, wie weit du gehen wirst.“ Er griff in einen kleinen schwarzen Koffer und holte einen schlanken Stahlstab heraus. Mir stockte der Atem. „Ich werde dir nicht wehtun“, sagte er. „Außer, du willst es.“ „Wenn du mir gehorchst.“ Der Stab erwachte in seiner Hand mit einem tiefen, bedrohlichen Summen zum Leben. „Sieh mich an.“ Ich gehorchte. Er ließ ihn über meinen Bauch gleiten und brachte mich damit zum Schaudern. „Du darfst nicht kommen“, sagte er. Ich wimmerte. „Nicht, bevor ich es sage.“ Er drückte die Spitze zwischen meine Schenkel, und ich war kurz davor, die Kontrolle zu verlieren. Die Lust durchströmte mich, intensiv und scharf. Doch jedes Mal, wenn ich kurz davor war, zog er sich zurück. Er reizte mich. Quälte mich. Bis ich weinte. „Bitte“, keuchte ich. „Sebastian … bitte.“ Er erstarrte. „Du hast noch nie meinen Namen gesagt.“ Ich erwiderte seinen Blick, Tränen in den Augen. „Dann bestrafe mich dafür.“ Seine Selbstbeherrschung zerbrach. Er löste die Fesseln und zog mich aufrecht, bevor er mich auf seinen Schoß zog und sich in den Ledersessel zurücklehnte. „Reite mich“, sagte er und öffnete den Reißverschluss seiner Hose. Ich zögerte nicht. Er war dick, hart und bereits feucht. Langsam ließ ich mich auf ihn sinken und stöhnte, als er mich ausfüllte. „Sieh mich an“, wiederholte er. Zunächst bewegte ich mich langsam, dann schneller, als seine Hände meine Hüften umklammerten, meine Bewegungen lenkten, mich dazu zwangen und blaue Flecken hinterließen. „Spürst du das?“, knurrte er. „Das gehört mir.“ „Ja“, keuchte ich. Er stieß härter nach oben, strafend, Besitz ergreifend. „Ich habe gesagt, du darfst nicht kommen, bevor ich es sage.“ „Dann sag es!“, schrie ich und verlor mich völlig. Er packte mein Kinn. „Komm.“ Ich zerbrach daran. Mein Körper sank zitternd in seinen, aufgewühlt, wund und lebendig. Einen Moment lang hielt er mich fest. Dann flüsterte er: „Wir brauchen kein Safeword. Nicht mehr.“Perspektive der Autorin:„Es ist eine Weile her, nicht wahr?", schnurrte Selene, die Worte eine samtene Falle über einem Nagelbett.Lancaster zog scharf den Atem ein, sein Blick folgte unwillkürlich der verführerischen Kurve ihrer Hüfte am Türrahmen. Er wappnete sich, der Muskel in seinem Kiefer spannte sich an.„Ich habe keine Zeit für deine Spielchen, Selene", stieß er hervor und legte eine Strenge in seine Stimme, die er nicht empfand. Er ging an ihr vorbei, seine Schulter streifte ihre mit bewusster Härte und drückte sie gegen den Türpfosten, während er in ihr Haus marschierte.„Hoppla", lachte sie, ein tiefes, kehliges Geräusch, während sie sich fing, die Tür noch immer weit offen hinter ihr. „Da hat es aber jemand eilig."„Hör … hör einfach … auf, okay?" Die Worte wurden hervorgepresst, Frustration zeichnete Linien in sein Gesicht. Er fuhr sich mit der Hand über den Mund, dann machte er damit eine scharfe, schneidende Bewegung. „Schluss mit deinem Unsinn. Um Himmels willen, wir
Aus der Sicht des Autors:Die Nachricht leuchtete auf dem Bildschirm, eine digitale Falle.Selene: „Du wirst wohl selbst herkommen und es löschen müssen, Mr. Lancaster.“„Dieses Miststück“, murmelte Lancaster. Seine Worte waren ein tiefes Knurren in der Stille seines Büros. Er ließ das Handy auf das polierte Holz fallen, als wäre es giftig, und presste dann die Handballen gegen seine Schläfen, während er die Worte anstarrte, bis sie vor seinen Augen verschwammen.Er fuhr sich mit den Händen über das Gesicht, eine Geste purer, erschöpfter Frustration.Und dann …BAMM!Seine Faust krachte auf den Schreibtisch, sodass das Handy hochsprang. Diese plötzliche Gewalttätigkeit vermochte den Sturm in seinem Kopf nicht im Geringsten zu beruhigen.Mit einer ruckartigen Bewegung riss er eine Schublade auf, holte eine Zigarette heraus und zündete sie mit einem scharfen Schnippen seines Feuerzeugs an. Er nahm einen langen, verzweifelten Zug, hielt den Rauch in seinen Lungen, bevor er eine dichte, a
Aus der Sicht des Autors:5 Stunden zuvorLange bevor Leon wutentbrannt in Wolfes Wohnung auftauchte und nur wenige Augenblicke, nachdem Carlos und Lancaster ihren waghalsigen Plan, die SIM-Karte zu stehlen, endgültig beschlossen hatten, wurde bereits eine ganz andere Bombe zur Detonation vorbereitet.Keiner von ihnen ahnte, dass ihr sorgfältig ausgeklügelter Plan schon bald von einem Skandal weitaus … persönlicherer Natur in den Schatten gestellt werden würde.Lancasters POV:Der metallische Geschmack des Plans lag mir noch immer frisch auf der Zunge, ein gefährlicher, aber notwendiger Beigeschmack, nachdem Carlos und ich ihn ausgeheckt hatten. Ein Hoffnungsschimmer hatte sich durch meine unablässige Sorge um Aria gekämpft. Wenn Carlos seine Rolle sorgfältig spielte, standen die Chancen gut, dass wir Aria in kürzester Zeit finden würden.Ich griff nach einer Zigarette. Das Aufflammen des Streichholzes war ein kurzer, heller Stern in dem dämmrigen Raum, als ich mich dem Chaos zuwandte
Aus der Sicht des Autors:Wolfe hatte aufgehört zu trinken. Sein Blick galt weder Carlos noch seinem Glas. Er war auf den Couchtisch gerichtet.Dort lag, deutlich sichtbar auf dem dunklen Holz, das kleine metallische Auswurfwerkzeug.Das, das Carlos benutzt hatte.Das, das vorher noch nicht dort gelegen hatte.„Warte.“ Wolfe hielt inne und senkte sein Glas langsam von den Lippen. Seine Augen verengten sich, während er den Couchtisch fixierte. „Lag das schon da, als wir reingekommen sind?“„Wovon redest du?“, fragte Carlos, sein Gesicht eine Maske unschuldiger Verwirrung.„Davon“, erwiderte Wolfe und deutete mit seinem Glas auf das kleine metallische Auswurfwerkzeug, das auf dem Holz lag.„Oh.“ Carlos spielte Überraschung vor und riss die Augen auf, während er Wolfes Blick folgte. Er streckte die Hand aus und hob das Werkzeug mit zwei Fingern vom Tisch. Er hielt es hoch und drehte es hin und her, als würde er ein merkwürdiges Insekt untersuchen. „Du meinst das hier?“Wolfe leerte sein
Aus der Sicht des Autors:Carlos’ Besuch war eine sorgfältig inszenierte Vorstellung, die Lancaster höchstpersönlich eingefädelt hatte. Unter dem Vorwand eines einfachen Besuchs hatten die beiden einen Plan ausgeheckt, ein waghalsiges Unterfangen, um herauszufinden, ob Wolfe wusste, wo Aria sich aufhielt.„Bin immer noch überrascht, dass du mich besuchen gekommen bist, kann ich nicht leugnen“, bemerkte Wolfe mit einem trockenen Lachen und lehnte sich gegen die verspiegelte Wand des Aufzugs.Seine Augen verrieten jedoch einen Anflug von Vorsicht, während er Carlos aufmerksam beobachtete.„Ich konnte unsere Freundschaft nicht einfach so sterben lassen, Mann“, erwiderte Carlos gelassen und verschränkte locker die Arme vor der Brust. Er wirkte wie jemand, der sich ganz ungezwungen Sorgen machte. „Du und Lancaster wart verdammt noch mal beste Freunde, weißt du?“„Ich weiß, Mann.“ Wolfe fuhr sich mit der Hand durchs Haar, eine Geste, die reumütige Verlegenheit ausdrücken sollte. „Ich habe M
Wolfs POV:Der Ledersitz knarrte, als ich mich zu dem Jungen auf dem Rücksitz umdrehte. „Gibt es Neuigkeiten über Aria?“„Noch nicht, Sir“, antwortete er und rutschte unter meinem Blick unruhig hin und her. „Aber bald. Ich komme der Quelle immer näher.“„Gute Arbeit.“ Ich atmete langsam aus, während meine Hände über das glatte Leder des Lenkrads strichen. Ich griff zum Armaturenbrett, holte einen schlichten, prall mit Bargeld gefüllten Umschlag heraus und reichte ihn ihm wortlos.„Das ist für deine Mühen“, sagte ich und beobachtete sein Spiegelbild im Rückspiegel.Seine Augen weiteten sich, als er den Umschlag aufriss. „Was zum …?“, hauchte er und starrte auf den Stapel Geldscheine, als hätte er noch nie so viel Geld gesehen.Meine Stimme sank zu einem tiefen, bedächtigen Ton, während ich seinen Blick im Spiegel festhielt. „Du bekommst das Doppelte, sobald du mir genau sagst, wo Aria ist und wie ich zu ihr gelangen kann.“Er schluckte schwer, sein Adamsapfel hüpfte auf und ab. „J, ja,







