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Kapitel 9

Author: Honigtau
Als mir die Qual der vergangenen Nacht durch den Kopf schoss, unbeschreiblich quälend und doch bis zum Äußersten lustvoll, zuckte ich zusammen und konnte nur kraftlos und gedemütigt den Kopf schütteln.

Erst als Adrian Hartmann sah, wie vollständig fügsam ich geworden war, zog er zufrieden seine Hand zurück, drehte sich um und fuhr zur Arbeit in die Firma.

Von da an wurden meine Tage in der Firma zu einer langen, verborgenen Folter.

Nach außen blieb Adrian weiterhin der strenge, kalte Herr Hartma
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  • Gemeinsam im Abgrund   Kapitel 11

    Sogar auf der diesjährigen Branchengala, als Adrian Hartmann mit mir am Arm den Saal betrat, kamen von den Wirtschaftsgrößen um uns herum großzügige Komplimente.„Herr Hartmann und Frau Sommer sind wirklich ein Traumpaar, talentiert und schön, wie füreinander geschaffen.“„Ja, die beiden nebeneinander, das passt einfach unbeschreiblich gut.“Wann immer er solche Schmeicheleien hörte, nickte Adrian höflich und beherrscht. Die Augen hinter den Brillengläsern waren tief und ruhig, als wäre er tatsächlich ein untadeliger Ehrenmann.Doch nur wir beide wussten genau, was für krankhafte, verdrehte und doch unvergleichlich passende Seelen sich unter dieser äußerst anständigen Hülle verbargen.Während dieser Vertreter der Geschäftselite im tadellosen Anzug lächelnd mit den anderen anstieß, drückte er leise auf die Fernbedienung in seiner Tasche.Und unter dem eleganten, edlen Abendkleid biss ich die Zähne zusammen, zwang mich, die Wellen hochfrequenter Vibrationen auszuhalten, die einem die Bei

  • Gemeinsam im Abgrund   Kapitel 10

    „Fertig angesehen?“Ich fuhr herum.Adrian Hartmann, der eigentlich tausend Kilometer entfernt auf Geschäftsreise sein sollte, lehnte in diesem Augenblick träge im Türrahmen der Dunkelkammer. Langsam und unangestrengt lockerte er seine Krawatte, in seinen Augen funkelte der Triumph eines Mannes, dessen Beute endlich ins Netz gegangen war.Also hatte er die Zugangskarte absichtlich in der Schublade liegen lassen.Er hatte meinen Plan zum Gegenschlag längst durchschaut und mich wie eine Katze mit einer Maus in diese Falle gelockt, an den tiefsten Ort, der ganz von seinem Blick erfüllt war.Er dachte wohl, ich würde schreien, in die Knie gehen und um Gnade flehen.Doch als ich die ganze Wand voller Fotos sah, siegte in diesem Augenblick jenes geheime, tief in meinen Knochen sitzende Verlangen nach Blicken vollständig über die Vernunft.Ich hatte nicht nur keine Angst, ich lachte sogar plötzlich kurz auf.„Adrian, weißt du, wie du wirkst? Wie ein Feigling. Du kannst dich nur hinter einem T

  • Gemeinsam im Abgrund   Kapitel 9

    Als mir die Qual der vergangenen Nacht durch den Kopf schoss, unbeschreiblich quälend und doch bis zum Äußersten lustvoll, zuckte ich zusammen und konnte nur kraftlos und gedemütigt den Kopf schütteln.Erst als Adrian Hartmann sah, wie vollständig fügsam ich geworden war, zog er zufrieden seine Hand zurück, drehte sich um und fuhr zur Arbeit in die Firma.Von da an wurden meine Tage in der Firma zu einer langen, verborgenen Folter.Nach außen blieb Adrian weiterhin der strenge, kalte Herr Hartmann.An mich, die Neue, stellte er extrem hohe Anforderungen. In der Abteilungsbesprechung konnte er meinen Entwurf sogar gnadenlos in der Luft zerreißen.„So etwas voller Lücken wagen Sie mir vorzulegen?“Kalt warf er die Unterlagen auf den Tisch, sein Blick eisig und ohne jede Wärme.Alle Kollegen sahen mitleidig zu, wie ich mit gesenktem Kopf die Standpauke ertrug. Doch niemand wusste:Während er mich mit strengstem Ton zurechtwies, spielte die Hand in seiner Anzughosentasche völlig unauffälli

  • Gemeinsam im Abgrund   Kapitel 8

    Das kühle Metall strich immer wieder über meine empfindlichste Stelle. Ich wurde so gequält, dass ich beinahe kraftlos zusammensackte, meine Hände krallten sich in seinen Unterarm, und Tränen traten mir in die Augen.Er aber bewahrte die ganze Zeit die gelassene Haltung eines Mannes, der oben stand.„Mm ... bitte ... Herr Hartmann ... gib, gib es mir ...“Unter dieser Reizung war ich fast völlig erschöpft.Erst als ich meine Würde vollständig wegwarf und ihn weinend anflehte, füllte er ohne jede Gnade meine Leere.Dabei hob er mein Kinn an und betrachtete zufrieden meine Tränen.Er quälte mich, bis ich unaufhörlich wimmerte, und erst dann ließ er mich los.Noch in derselben Nacht schleppte ich meinen Körper, der fast auseinanderzufallen schien, zurück in mein Apartment.Als ich im Spiegel die roten Spuren auf meinem ganzen Körper sah, stieg in mir eine heftige Angst auf.Adrian Hartmann war zu bösartig, zu gefährlich.Er kannte die Schwachstellen in meinem Kopf besser als ich selbst. S

  • Gemeinsam im Abgrund   Kapitel 7

    Doch gerade als ich die Unterlagen geordnet hatte und zum Konferenzraum gehen wollte, vibrierte plötzlich das Handy in meiner Tasche.Eine SMS.„Kommen Sie ins Treppenhaus von gestern.“Der Absender war wieder Adrian Hartmann.Als ich die Zeile auf dem Bildschirm sah, ging mein Atem sofort schneller.In zehn Minuten begann das Führungskräftemeeting, das er persönlich leiten sollte. Warum rief er mich jetzt in den Fluchtweg?Als ich die schwere Tür zum Fluchtweg aufstieß, lehnte Adrian an der Wand und spielte zwischen seinen langen Fingern mit einem eigentümlich geformten, schwarzen Miniaturspielzeug.„Setzen Sie es ein.“Er hielt mir das Ding hin. Sein Ton war so nüchtern, als würde er mir eine Kopieraufgabe erklären.Mein ganzer Körper bebte, und instinktiv wich ich zurück.„Nein ... Herr Hartmann, das Meeting beginnt gleich ...“„Machen Sie es selbst, oder soll ich Ihnen persönlich helfen?“Er verengte leicht die Augen hinter den Brillengläsern, und plötzlich lag Gefahr in der Luft.

  • Gemeinsam im Abgrund   Kapitel 6

    Adrian Hartmann wusste genau, wie man Beute jagt.Er wusste immer genau, wie weit er gehen konnte, und brachte mich mit genau der richtigen Intensität an den Rand des Zusammenbruchs.Auf dem Schreibtisch drehte sich der teure Füllfederhalter zwischen seinen langen Fingern.Mal schabte er nur leicht darüber, mal drückte und drehte er langsam.Der kühle Schaft stand in scharfem Gegensatz zu der brennenden Hitze in meinem Inneren. Sehr bald hielt ich es nicht mehr aus.„Nein ... Herr Hartmann ... bitte ...“Das Schluchzen drang unkontrolliert aus meiner Kehle. Mit beiden Händen krallte ich mich so fest an die Tischkante, dass meine Knöchel weiß wurden, doch meine Beine öffneten sich gegen meinen Willen noch weiter.Die Gier war vollständig entfacht. Mein Verstand löste sich auf.Erst als er genug gespielt hatte, zog er den Füller gemächlich zurück. Seine Stimme blieb kühl.„Gehen Sie zum bodentiefen Fenster und ziehen Sie alles aus.“Ich erstarrte.Das bodentiefe Fenster lag der Pracht de

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