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Kapitel 166

Author: Tana Sil
Julians Stimme war kühl: „Jasper hat nur Spezialitäten aus Seestadt bestellt – alles schwer, scharf und fettig. Willst du dir das wirklich antun?“

Nein. Genau deshalb hatte sie vorhin kaum etwas angerührt.

Was geht ihn das an?

Julian griff bereits zum Telefon: „Bringen Sie etwas Leichtes in Separee B88. In zehn Minuten.“

Luna starrte ihn an. Er bestellte gerade … extra für sie etwas zu essen?

„Da fühle ich mich ja regelrecht geehrt.“ Sein Stimmungswechsel war noch unberechenbarer, als sie g
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    Lennarts eine Gesichtshälfte steckte im Schutt, die andere unter Eriks Schuhsohle. Er spuckte wutentbrannt aus: „Du Hurensohn! Bring mich doch um, wenn du dich traust! Sonst schwör ich dir – für mein Bein wirst du bezahlen!“Erik verzog keine Miene. Sein Ausdruck blieb gelassen, doch sein Fuß drückte fester – bis Lennarts Gesicht noch einen Zentimeter tiefer in den Boden sank.Er war in Ruhe mit seinen Messungen beschäftigt gewesen, als Lennart aus einem Versteck heraus versucht hatte, ihn zu überfallen.Mit einem gebrochenen Bein war er ihm allerdings nicht gewachsen gewesen. Erik hatte ihn mühelos niedergedrückt – wie Dreck unter der Sohle.Normalerweise hätte Erik sich bei hellichtem Tag und vor aller Augen nicht auf so etwas eingelassen. Sein Ruf als Professor war ihm wichtig genug.Aber wer ihm ausgerechnet heute in die Quere kam, war selbst schuld.Seit dem Vorabend, seit er das Gespräch zwischen Julian und Luna mit angehört hatte, lag eine Düsternis über ihm, die nicht wei

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    Vor der Tür stand Erik. Er wollte gerade hineingehen, doch die Stimmen aus dem schlecht isolierten Zimmer ließen seine Hand in der Bewegung erstarren.Er senkte leicht die Lider. Seine Brillengläser reflektierten das Licht, sodass man die Regung in seinen Augen nicht erkennen konnte. Nur eine stille Niedergeschlagenheit umgab ihn.Die Blume, von der er geglaubt hatte, sie würde unter seiner Pflege zu keimen beginnen – es war wohl nur Einbildung gewesen. Der Samen war nie aufgegangen.Einen Moment lang stand er still. Dann drehte er sich um und ging lautlos davon.Julian schnaubte leise.Luna wischte die letzte Stelle sauber, richtete sich auf und sagte kühl: „Tu nicht so, als würdest du mich durch und durch kennen. Ich habe Erik nicht um Hilfe gebeten, weil der Zeitpunkt noch nicht gekommen ist. Wenn es so weit wäre, müsste ich gar nichts sagen – er würde mir von sich aus helfen.“Julians Miene verfinsterte sich. „Ist er in deinen Augen wirklich so gut?“Luna sagte ohne Umschwei

  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 224

    Luna drehte sich zu ihm um.Julian reichte ihr das Handtuch und hob leicht die Brauen. „Ich habe es nicht eilig. Wenn du dir auch Zeit lassen willst – umso besser.“Wie konnte Luna keine Eile haben? Solange ihre Mutter nicht gesund war, hing sie in der Schwebe.Nur – jedes Mal, wenn sie Corinna anrief, sagte ihre Schwester, Renates Zustand sei stabil. Das nahm die schlimmste Anspannung, und Luna hatte noch Zeit, alles gründlich abzuwägen.Sie wollte nicht auf Julian angewiesen sein. Deshalb suchte sie nach anderen Wegen.Schweigend nahm sie das Handtuch, ging ins Bad, spülte es noch einmal durch, wrang es aus und brachte es zurück.Julian verlagerte sein Gewicht. „Wisch mir den unteren Rücken ab. Da klebt eingetrocknetes Blut. Es juckt.“Luna setzte an: „Ich kann nicht –“„Die Kunstherz-Technologie ist im Ausland weiter. Nur: In dem Zustand, in dem deine Mutter jetzt ist, verträgt sie keinen langen Flug mehr. Und du wärst dort allein, ohne Kontakte, völlig aufgeschmissen.“Lun

  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 223

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