INICIAR SESIÓNKapitel 2
Aus Sophies Sicht Als ich im Krankenhaus ankam, sah ich Isabella vor dem Notfallraum warten. „Sophie!“ rief sie aus, Tränen in den Augen. „Wie geht es ihr?“ fragte ich mit zitternder Stimme. „Sie stabilisieren sie gerade, der Arzt kommt gleich heraus.“ Ich nickte und versuchte, ruhig zu bleiben. Genau in diesem Moment trat der Arzt heraus, sein Gesicht ausdruckslos. „Wie geht es meiner Mama?“ fragte ich, während mir die Tränen drohten. „Sind Sie ihre Tochter?“ fragte er. Ich nickte bestätigend. „Warum haben Sie sie all die Tage nicht gebracht?“ Der Ton des Arztes war sanft, aber von Sorge durchzogen. „Ich… ich wusste nicht, dass es so ernst ist“, stammelte ich. „Ihre Mutter hat ein Nierenzellkarzinom im Stadium IV, eine Form von Nierenkrebs. Es ist aggressiv und erfordert sofortige Aufmerksamkeit.“ Meine Welt brach zusammen. „Doktor, was muss getan werden?“ fragte Isabella mit brüchiger Stimme. „Wir müssen eine Nephrektomie durchführen, um die betroffene Niere zu entfernen. Aber es ist komplex und kostspielig.“ „Eine Operation?“ flüsterte ich. Der Arzt nickte. Ich spürte, wie sich ein Kloß in meinem Hals bildete. „Wie viel?“ fragte ich und fürchtete die Antwort. „Ich muss zwar noch einige Tests machen, aber ungefähr fünfzig Millionen Dollar, vorerst“, antwortete er. Ich keuchte auf. „Das… das ist unmöglich“, stammelte ich. „Wo soll ich das herbekommen?“ „Ich rate Ihnen, innerhalb von drei Tagen das Geld zu beschaffen, wenn Sie Ihre Mutter nicht verlieren wollen“, sagte er und ging weg. Ich taumelte, Isabella ergriff meine Hand und bot mir Halt. „Was soll ich nur tun? Woher soll ich das Geld nehmen?“ Die Tränen flossen ungebremst, während ich zum Notfallraum stolperte, verzweifelt danach, Mama zu sehen. Isabella versuchte, mich zu trösten, aber ich schüttelte sie ab. „Ich muss sie sehen“, schluchzte ich. Drinnen lag Mama regungslos, Sauerstoffschläuche in der Nase, Maschinen piepten um sie herum. Mein Herz zersplitterte. „Mama…“, flüsterte ich und ergriff ihre gebrechliche Hand. Sie reagierte nicht. Ich brach neben ihrem Bett zusammen, Tränen strömten über mein Gesicht. Wie konnte das nur passieren? Die Worte des Arztes hallten in meinem Kopf wider: „Fünfzig Millionen Dollar… drei Tage…“ Unmöglich. Ich blieb an Mamas Seite, hielt ihre Hand und betete um ein Wunder. Ich wusste, dass ich nach einer Lösung suchen musste, dass ich einen Weg finden musste, das Geld aufzutreiben. Aber wie? „Sollen wir all das Geld abheben, das ich habe?“ fragte Isabella und unterbrach meine Gedanken. „Wie viel kannst du aufbringen? Ich glaube, ich habe bis zu einer Million Dollar. Wir legen deins dazu und geben es dem Arzt, damit wenigstens etwas angefangen werden kann“, sagte sie und reichte mir ihre Bankkarte. „Eine Million Dollar?“ flüsterte ich. „Es ist alles, was ich habe“, sagte Isabella, Tränen traten in ihre Augen. Ich nickte und fühlte mich dankbar. „Ich sollte auch bis zu einer Million Dollar haben“, sagte ich und nahm ihre Karte. „Lass mich das abheben“, sagte ich. „Ich bin gleich zurück.“ „Ich bleibe bei ihr“, versprach Isabella mit Tränen in den Augen. Ich eilte zum Geldautomaten, meine Hände zitterten, als ich die Karte einführte. Der Automat surrte und gab das Geld aus. Ich hob auch alles Geld von meinem eigenen Konto ab. Ich sammelte das Geld zusammen – es waren drei Millionen Dollar. Ich rannte zurück zum Krankenhaus, die drei Millionen Dollar fest umklammert, in der Hoffnung, dass sie einen Unterschied machen würden. Isabellas Augen weiteten sich, als ich ihr das Geld reichte. „Drei Millionen!“ rief sie aus. Ich nickte hoffnungsvoll. „Lass uns den Arzt suchen“, sagte ich. Wir fragten eine Krankenschwester nach dem Aufenthaltsort des Arztes. „Folgen Sie mir“, antwortete sie und führte uns zum Büro des Arztes, wo ein Mann saß. „Ich habe drei Millionen Dollar mitgebracht, Doktor.“ Er warf einen Blick auf das Geld. „Drei Millionen Dollar?“ höhnte er. „Das ist nichts. Ein Tropfen auf den heißen Stein.“ Der sitzende Mann durchbohrte mich mit seinem Blick. Er sagte nichts. In diesem Moment wünschte ich mir, er würde mir helfen. Aber wenn Wünsche Pferde wären, würden Bettler reiten. „Und Sie erwarten, dass wir sie mit dieser lächerlichen Summe retten?“ sagte der Arzt mit strengem Blick. Ich spürte einen Anflug von Verzweiflung. „Bitte, Herr Doktor. Es ist alles, was wir haben“, mischte sich Isabella ein. „Ich rate Ihnen, besser nach mehr Geld zu suchen.“ Wir verließen das Büro des Arztes, besiegt. Draußen war es bereits dunkel geworden. „Isabella, ich denke, du solltest jetzt nach Hause gehen“, sagte ich. „Bist du sicher?“ fragte sie. „Ja, ich bleibe heute Nacht bei Mama und gehe morgen zu meinem Arbeitsplatz, um zu sehen, ob sie mir mein Gehalt geben können.“ „Okay, ich komme morgen und bleibe bei ihr, während du nach Geld suchst“, sagte Isabella. „Okay, danke so sehr, Izzy“, antwortete ich. Isabella nickte. Ich sah ihr nach und fühlte mich allein. Das Krankenhauszimmer wirkte leerer als zuvor. Ich setzte mich neben Mama, Tränen strömten über mein Gesicht. Wie konnte das nur passieren? Zuerst den Job verloren, dann Alex’ Verrat, und jetzt Mamas Krankheit. Warum war das Leben so grausam? Ich verfluchte Alex in Gedanken. Warum hatte ich ihn jemals geliebt? Meine Gedanken wanderten zu Mama. „Bitte, Gott, nimm sie mir nicht weg. Sie ist alles, was ich habe“, betete ich. Ich betete die ganze Nacht hindurch. Ich musste siebenundvierzig Millionen Dollar finden. Meine Augen blieben die ganze Nacht geöffnet. **** Morgens strömte Licht durch die Krankenhausfenster. Isabella kam früh an, Sorge in ihrem Gesicht. Ich machte mich gegen 8 Uhr auf den Weg zu meinem ehemaligen Arbeitsplatz, während Isabella bei Mama blieb. Ich traf meinen Vorgesetzten draußen, als er gerade ins Büro ging. Ich erklärte ihm den Zustand meiner Mutter und dass ich Geld brauchte. Sein Gesichtsausdruck war mitfühlend, aber bestimmt. „Tut mir leid, Sophie. Ich bin nicht befugt, Gelder freizugeben.“ Besiegt kehrte ich zum Krankenhaus zurück und eilte zur Toilette, überwältigt. Die Tränen flossen ungebremst. Ich weinte, bis die Erschöpfung mich übermannte. Ich betrat Mamas Krankenzimmer und sah einen Mann neben ihrem Bett sitzen, Isabella stand neben ihm. Ich erkannte den durchdringenden Blick – er war der Mann, der bei dem Arzt gewesen war, als wir das Geld gebracht hatten. Im Büro des Arztes hatte ich ihn nicht richtig sehen können. Aber jetzt konnte ich schwören, dass mir beim Anblick von ihm der Speichel im Mund zusammenlief. Er war perfekt, mit seinen markanten Gesichtszügen, den durchdringenden blauen Augen und dem makellos gestylten braunen Haar. Seine scharfe Kieferlinie und die vollen Lippen formten ein dezentes Lächeln, das Selbstbewusstsein und Charme ausstrahlte. Seine breiten Schultern und der maßgeschneiderte Anzug vermittelten Macht und Raffinesse. Als er aufstand, zog seine hohe Statur alle Blicke auf sich. „Oh, Sie sind Sophie, richtig?“ fragte er. Ich spürte ein Flattern in meiner Brust, als seine sanfte Stimme erklang. Ich nickte, weil ich nicht wollte, dass meine Stimme mich verriet. „Ich sollte das nicht tun, während meine Mama hier um ihr Leben kämpft“, dachte ich und versuchte, die unerwünschte Anziehung abzuschütteln. „Ich bin Julian“, sagte er. „Ich habe auf Sie gewartet.“ Mein Verstand raste. Was wollte er? Warum war er hier? „Wollen Sie Ihre Mutter retten?“ fragte er und sah mir in die Augen. Was für eine Frage war das? Warum sollte ich das nicht wollen? „Ja“, sagte ich fast im Flüsterton. „Ich werde alle Krankenhausrechnungen Ihrer Mutter und alle Schulden, die Sie möglicherweise haben, bezahlen“, sagte Julian, sein Blick unverwandt. Was hatte ich gerade gehört? Spielten mir meine Ohren einen Streich? Ich schaute zu Isabella und sah, dass auch sie schockiert war. „Aber es gibt eine Bedingung“, fügte Julian hinzu, seine Stimme abgemessen. Mein Herz setzte einen Schlag aus. „Welche?“ fragte ich. Ich war bereit, alles für Mama zu tun. „Sie müssen einen Vertrag unterschreiben“, sagte er und reichte mir einen Umschlag. „Was steht in dem Vertrag?“ fragte ich, während meine Gedanken rasten. Ich öffnete ihn und fand ein Papier darin. Ich nahm es heraus, mein Verstand zitterte. Ich starrte auf das Papier und erstarrte, bevor ich den Kopf hob, um ihn anzusehen. Ich beobachtete, wie er den Mund öffnete und die Worte sagte, die ich gefürchtet hatte. „Sei mein persönliches Spielzeug!“Liebe wundervolle Leserinnen und Leser, Wow. Was für eine Reise das war! Vom allerersten Kapitel bis zu diesem letzten Moment wart ihr bei mir, habt jede Seite umgeblättert, jedes Gefühl mitgefühlt und jeden Twist und jede Wendung an der Seite von Sophie und Julian miterlebt. Dieses Buch zu schreiben war eine unglaubliche Erfahrung, aber was sie wirklich besonders gemacht hat, wart ihr – die Leserinnen und Leser, die daran geglaubt, es unterstützt und bis ganz zum Ende begleitet haben. Eure Liebe, eure Kommentare, eure Edelsteine, eure Begeisterung und sogar eure Theorien haben mich weitergebracht. Ich bin jedem Einzelnen von euch unendlich dankbar. Eure Zeit, eure Emotionen und eure Hingabe bedeuten mir die Welt. Ob diese Geschichte euch zum Lächeln, Weinen, Keuchen oder Schwärmen gebracht hat – ich hoffe, sie hat einen Abdruck in eurem Herzen hinterlassen, genau wie ihr einen in meinem hinterlassen habt. Das ist nicht nur meine Geschichte – das ist unsere Geschichte. Und obwohl w
Sechs Jahre späterAus Sophies Sicht„Guten Morgen, Schönheit.“ Eine tiefe, vertraute Stimme durchbrach meinen friedlichen Schlaf, und ich spürte eine warme Präsenz neben mir. Langsam schlug ich die Augen auf und gewöhnte mich an das Morgenlicht, das durch die Vorhänge fiel. Julian stand neben dem Bett, ein sanftes Lächeln auf den Lippen, und hielt ein Frühstückstablett in den Händen.„Guten Morgen, Schatz“, murmelte ich, streckte mich träge und setzte mich auf. Eine Welle der Wärme erfüllte mich beim Anblick vor mir – eine Scheibe goldbrauner Toast, ein perfekt gebratenes Ei und eine dampfende Tasse Tee. Mein Magen knurrte anerkennend, und ich lächelte.Julian stellte das Tablett behutsam auf das Bett und setzte sich an den Rand, beobachtete mich. „Ich habe Frühstück für dich gemacht.“Ich blickte ihn an, das Herz schwoll vor Liebe. „Danke, Schatz.“Sein Lächeln wurde breiter, und ohne Vorwarnung beugte er sich vor, neigte den Kopf, um mich zu küssen. Ich drehte das Gesicht schnell w
Kapitel 118Sicht von SophieEs waren drei verdammt lange Tage vergangen, seit Julian ins Koma gefallen war. Sein Gesicht, einst so lebendig und voller Energie, war nun blass und eingefallenen; die Sauerstoffschläuche waren zwar entfernt worden, aber an seiner Hand war immer noch ein Infusionsschlauch angeschlossen. Seine Lippen waren leicht geöffnet, und seine Brust hob und senkte sich schwach unter dem Krankenhaushemd, aber es gab sonst keine Anzeichen von Bewegung. Ich saß neben ihm, meine Finger mit seinen verschränkt, unfähig, den Blick von seiner regungslosen Gestalt abzuwenden.Ich drückte seine Hand noch fester, meine Stimme kaum mehr als ein Flüstern. «Julian, kannst du mich hören?»Keine Reaktion. Meine Kehle schnürte sich zu, als ich schwer schluckte und eine weitere Welle der Verzweiflung unterdrückte. Ich wünschte mir auch nur das schwächste Zeichen einer Bestätigung. Ich vermisste ihn – sein Lachen, seine Wärme, seine Stimme, alles, was ihn ausmachte.«Erinnerst du dich
Kapitel 117Sicht von SophieDie Türen des Rettungswagens schlugen zu, und wir rasten durch die Stadt, während die Sirenen heulten. Meine Hände zitterten, als ich Julians Hand klammerte; seine Haut war kalt und feucht. Sein Gesicht war viel zu blass, seine Lippen leicht geöffnet, während er nach Luft rang.«Bleib bei mir, Julian», flehte ich, meine Stimme bebte. «Bitte, schließ nicht die Augen.»Er versuchte zu lächeln, aber es war kraftlos. Seine Lider flackerten, sein Körper hielt sich nur noch mit Mühe fest.«Nein, nein, nein», wucherte ich und presste meine Stirn gegen seine. «Du hast es mir versprochen. Du hast gesagt, du würdest mich nicht verlassen. Du kannst dein Versprechen jetzt nicht brechen.»Die Sanitäter arbeiteten hektisch, pressten Gaze auf seine Wunde, überwachten seine Vitalwerte. «Er verliert zu viel Blut», murmelte einer von ihnen.«Tut doch etwas!», schrie ich.«Wir tun alles, was wir können», versuchte ein anderer Sanitäter mich zu beruhigen.Ich schluckte meine
Kapitel 116Sicht von SophieDas Geräusch des Schusses hallte in meinen Ohren nach, ohrenbetäubend. Mein Körper spannte sich an, mein Atem stockte, und für einen Moment hätte ich geschworen, mein Herz hätte aufgehört zu schlagen.Aber da war kein Schmerz.Ich war nicht getroffen worden!Langsam öffnete ich die Augen, mein Körper zitterte, mein Atem ging abgehackt. Mein Herz hämmerte so laut, dass es fast alles andere übertönte. Celine – oder vielmehr Victoria – stand da, ihr Gesicht vor Wut verzerrt. Aber ihr Griff um die Waffe war schwächer geworden, ihre Hände zitterten leicht.Dann fiel mir auf – jemand hatte sie von der Seite umgeworfen. Der Schuss hatte sich gelöst, aber nicht auf mich gerichtet. Mein Atem ging in kurzen, ungleichmäßigen Zügen, als mein Blick auf die Person fiel, die sie zu Fall gebracht hatte.Julian.Er war da, packte Victorias Handgelenk und drehte es schmerzhaft, während sie vor Frustration aufschrie. Die Waffe klapperte auf den Boden und schlitterte über das
Kapitel 115Sicht von Sophie«Wie sehe ich aus?», fragte ich und drehte mich zu Julian um, während ich den Stoff meines roten, schulterfreien Kleids glättete. Das seidige Material schmiegte sich perfekt an meine Kurven und floss elegant bis zu meinen Füßen.Julians Blick weichte sich, als er näher trat, seine Lippen verzogen sich zu einem liebevollen Lächeln. «Du siehst wie immer atemberaubend aus», murmelte er und strich mir eine verirrte Haarnähne hinters Ohr. Seine Berührung war zärtlich und liebevoll, und als er sich vorbeugte, um mir einen Kuss auf die Stirn zu hauen, breitete sich Wärme in mir aus. Dann küsste er mich leicht auf die Mundwinkel, was mein Herz einen Takt aussetzen ließ.«Danke, Schatz», flüsterte ich. «Du hast das möglich gemacht. Du hast alles möglich gemacht. Wenn mir vor einem Jahr, als ich hierher kam, jemand gesagt hätte, dass alles so ausgehen würde, hätte ich ihn gebeten, den Mund zu halten.»Julian kicherte und hob mit den Fingern mein Kinn an, damit ich s







