LOGIN### KAPITEL 2
SCHEIDUNG OHNE EINEN CENT Eine Scheidung? Floras Gesicht wurde blass und farblos. Ihr Verstand war noch ganz benommen von der farbenfrohen und meistbesprochenen Hochzeit, die sie erst letzten Monat gefeiert hatten. Unkontrollierbare Tränen begannen aus den Winkeln ihrer Augen zu strömen. „Nein, Richard, bitte hör mir zu. Wir können das wieder hinbekommen! Ich schwöre bei Gott, ich bin unschuldig!“, schrie sie und wollte verzweifelt hinter ihm herrennen, aber sie konnte es nicht. Sie ist immer noch nackt und hat keine andere Wahl, als unter der dicken Hotelbettdecke verdeckt zu bleiben. Plötzlich spürte sie, wie eine Hand sie grob und mit Gewalt stieß, bis sie fast mit dem Kopf gegen den Bettrahmen stieß. Es war Frau Henya. „Mama!“, schrie Flora, während ihre Stimme vor Angst zitterte. „Du hast jedes Recht verloren, mich bei diesem Namen zu nennen, du ehebrecherische Frau!“, fluchte Henya. „Wie kannst du es wagen, hinter dem Rücken meines Sohnes zu gehen und ihn zu betrügen? Deine teuflische Mission ist es, Schande über meine Familie zu bringen, richtig? Nun lass mich dir eines sagen: Die Wilsons werden ein solches Schlampenverhalten niemals dulden! Und du wirst teuer für diesen Schlamassel bezahlen!“ „Mutter, alles ist erledigt!“, hallte Claras Stimme stolz wider, während sie ihr Mobiltelefon an ihre Brust drückte. „Gut.“ Henya nickte mit einem Lächeln, das rasch durch ein Stirnrunzeln ersetzt wurde, bevor sie sich Flora zuwandte. „Nun hör mir zu, du unverschämte Schlampe! Wenn du weißt, was gut für dich ist, lass dich sofort von meinem Sohn scheiden, sonst schicke ich diese Bilder an prominente Internet-Blogger und hole mir einen Anwalt, um dich auf Scheidung zu verklagen“, warnte Henya. In Richards neuestem BMW-Modell saß eine schlanke Dame auf dem Beifahrersitz. Sie hat ein kleines, ovales Gesicht mit schönen und zarten Zügen, wobei ihre helle Haut und ihr langes blondes Haar ihr glamouröses Aussehen unterstrichen, während sie sanft grinste und ihren Körper drehte, während sie darauf wartete, dass Richard einstieg. „Richard, war der Plan erfolgreich?“, fragte sie. Richard lächelte, legte seine Hände sanft auf den schmalen Schlitz ihres schwarzen Seidenkleides, während seine Finger fast die Spitze ihrer Klit berührten. Er beugte langsam seinen Kopf, griff nach ihrem Hinterkopf und begann, sie sanft zu küssen, bis es wild wurde. Nach einem langen und feurigen Kuss hielt Richard ihre Handflächen, lächelte, während er ihr in die Augen blickte, und flüsterte: „Endlich werde ich dich bald heiraten können, Debby. Du brauchst nur ein wenig Geduld, bis sie die Scheidung unterschreibt“, versicherte er. . „Nun, sie tut mir leid, aber es ist höchste Zeit, dass ich mir hole, was rechtmäßig mir gehört. Ich habe so lange darauf gewartet, dass du das sagst, Richard.“ Debby schmollte und hob dann ihren Kopf, um einen weiteren Kuss anzustimmen. Flora lag auf dem Bett, ihr Körper schwach und ihre Augen rot und verquollen von den vielen Tränen. Sie hielt ihr Telefon und wählte zum neunundzwanzigsten Mal Debbys Nummer, doch es gab immer noch keine Antwort. Sie weiß, dass Debby in einem Finanzinstitut arbeitet, aber heute ist Wochenende. ‚Sollte sie nicht zu Hause sein?‘, dachte Flora. Unglücklicherweise ist Debby die einzige vertraute Freundin, die sie in der Stadt hat. Und im Moment ist sie die Einzige in der besten Position, um ihr eine Schulter zum Anlehnen zu geben. Flora kämpfte immer noch mit ihren Gedanken und versuchte sich zu erinnern, wie sie den Blick von Debby und Clara verließ und mit einem anderen Mann in einem Hotel landete, aber all ihre Gedanken blieben erfolglos. „Oh, ich bin ruiniert!“, jammerte sie. In einer blitzschnellen Bewegung stand sie vom Bett auf, hob zögerlich die verstreuten Kleider vom Boden auf und schritt zum Badezimmer. Dort stand sie vor dem Spiegel, hielt ihren Unterkörper und weinte laut vor Schmerz, bevor sie einen Schwamm nahm und sich gewaltsam abschrubbte. Sie sorgte dafür, dass sie hart schrubbte, als würde sie die Sünde des Ehebruchs und die Verunreinigung, die der fremde Mann auf ihrer Haut hinterlassen hatte, wegwaschen. Bei Sonnenuntergang kehrte Flora in das Anwesen der Wilsons zurück, ihr Gesicht immer noch verstört von dem Vorfall, der sich am Morgen zugetragen hatte. Richard saß auf der langen Couch und sah aus wie ein Dämon, vor ihm standen sein Lieblingswhisky und ein Glas. Er überkreuzte die Beine und starrte aufmerksam auf den Fernseher, auf dem sein Lieblings-Actionfilm lief. Seine Wut war in seinen dunklen Augen sehr deutlich zu erkennen. Als sie sich näherte, veränderte sich plötzlich sein Atem und seine Finger begannen zu zucken, während seine roten Augen sie anstarrten, als würde er sie in der nächsten Sekunde erwürgen. Flora konnte sich nicht dazu bringen, sich noch einmal zu entschuldigen. Alles, was passiert war, war ein verheerender Schlag ins Gesicht. Sie weiß, dass es zwecklos ist, sich zu erklären, weil sein Entschluss bereits feststeht. Sie holte tief Luft und hielt inne, ihre Stimme sanft und zitternd, als sich ihre Blicke trafen. „Richard, ich akzeptiere die Scheidung, aber ich will 40 % der Anteile meines Großvaters zurück. Du kannst die restlichen 10 % als meine Entschädigung an dich behalten.“ ‚Hmmm.‘ Richard biss sich auf die Oberlippe. „Wie bitte? Das muss wohl ein schlechter Scherz sein, Flora“, spottete er. Sofort wurde seine Miene durch ein tödlicheres Stirnrunzeln ersetzt. Niemals könnte er dem zustimmen! Er war gerade erst zum Gouverneur von Wilsons Swift Holdings befördert worden, nachdem er ihre Anteile konsolidiert hatte. Wenn er also zustimmt, dass sie 40 % der Anteile nimmt, wären sein Ruf und seine Macht gefährdet, und er könnte wahrscheinlich vom Posten des Gouverneurs degradiert werden. Richard steckte seine beiden Hände in die Taschen, während er aufstand, richtete einen kalten Blick auf sie und biss sich mit einem teuflischen Lächeln auf die Oberlippe. „Ist das dein Ernst, Flora?“, spottete er. „Was lässt dich glauben, dass du mich kühn um die Anteile bitten kannst und ich deinen Bedingungen dummerweise zustimme?“ „Du hast mich betrogen und die Gelübde gebrochen, die wir am Altar abgelegt haben, und doch glaubst du, du kannst mich einfach mit nur 10 % der Anteile deines Großvaters servieren?“ „Aber 10 % sind immer noch mehr als eine Million Dollar wert, Richard! Diese Anteile gehörten meinem Großvater, bevor er starb. Warte, behauptest du, dass eine Million Dollar Entschädigung nicht ausreicht? Außerdem habe ich dich nie betrogen!“, argumentierte Flora. Richard senkte den Kopf und grinste hämisch. Seine Augen verdunkelten sich vor Hass, als er seine Hände herauszog, einen Schritt nach vorne machte und sie abrupt am Hals packte. Sie kämpfte um Atem und versuchte, sich aus seinem festen Griff zu befreien, aber sie war zu schwach, um sich loszureißen. „Flora, du bist wirklich unverschämt, nicht wahr? Blitznachricht… du hast im Moment keine andere Wahl, als dich von mir scheiden zu lassen! Und wenn du versuchst, das vor Gericht zu ziehen, ich schwöre, wirst du dir wünschen, vor der Zeit tot zu sein, die Gott für dich bestimmt hat!“ Floras Wangen waren tränenüberströmt. Sie hielt ihren Hals und blickte ungläubig auf die große Gestalt, die vor ihr stand. Seine tödlichen Augen und sein kaltherziges Gesicht ließen ihn für sie wie einen völlig Fremden wirken. Sie konnte nicht glauben, dass er derselbe liebevolle Mann war, mit dem sie vier Jahre lang zusammen war und den sie erst vor einem Monat geheiratet hatte. All seine Empathie und Zärtlichkeit waren plötzlich durch egoistische Begierden und das Streben nach ehrgeizigem Wachstum ersetzt worden. Aber das sind die Anteile ihres Großvaters. Sie kann nicht einfach weggehen und sie den Wilsons überlassen! „Richard, ich verlange nicht zu viel. Bitte gib mir einfach die Anteile meines Großvaters zurück!“, wimmerte sie. „Und sie gehören jetzt komplett mir, Flora. Du kannst sie mir nicht wegnehmen! Entweder du unterschreibst die Papiere und verduftest, oder ich sorge dafür, dass du völlig vom Erdboden verschwindest!“, drohte er und stieß sie abrupt auf den Boden, nahm dann einen Umschlag vom Tisch und warf ihn nach ihr. „Unterschreib es und verschwinde!“, wies er an. „Ich unterschreibe gar nichts!“, platzte Flora heraus. ‚Erwartet er wirklich von mir, dass ich meine Ehe verliere und trotzdem mit nichts gehe?‘, murmelte sie im Stillen. Richard beugte seinen Rücken nach unten, seine Hände auf den Knien platziert. Er starrte intensiv in ihre selbstbewussten Augen und flüsterte: „Wenn du nicht unterschreibst, wirst du am Ende nicht nur die Anteile verlieren, sondern auch dein Ansehen und wahrscheinlich dein Leben! Wähle weise, liebste Flora!“KAPITEL 98DER PREIS DER WAHRHEITDas Krankenhauspersonal wartete bereits am Schalter auf Natasha. Auf einem Metalltablett lag ein versiegelter brauner Umschlag.„Bitte unterschreiben Sie hier“, sagte der Mann und schob ihr den Umschlag zu.Natasha holte tief Luft und nahm den Umschlag mit beiden Händen entgegen.Sie öffnete ihn nicht im Labor. Stattdessen ging sie nach draußen, stieg in ihr Auto und verriegelte alle vier Türen. Dann saß sie fast fünf Minuten lang da, den Umschlag auf den Knien, und lauschte ihrem eigenen Atem.Schließlich schob sie ihren Daumen unter die Lasche und riss den Umschlag auf.Das Papier darin war dünn und weiß. Es war mit Tabellen und Zahlen gefüllt, die sie nicht verstand. Doch ganz unten stand in einem dicken Rahmen ein kurzer Satz in schwarzen Buchstaben. Es war der abschließende Kommentar des Arztes, und Natasha verstand ihn sehr gut.„Wahrscheinlichkeit, dass Herr Smith der biologische Vater der weiblichen Person ist: 99,99 %. Wahrscheinlichkeit, das
KAPITEL 97EIN KLUGER SCHACHZUGNatasha stieß einen tiefen Seufzer der Erleichterung aus, als sie sich auf den Fahrersitz ihres Autos setzte.„Endlich. Ich habe die Hälfte geschafft“, sagte sie zu sich selbst. Mit einem strahlenden Lächeln betrachtete sie die Haare und die Tasse, die sie von Mr. Smith mitgenommen hatte.Doch Adrians Probe zu bekommen, würde schwieriger werden, denn Adrian vertraute ihr überhaupt nicht.Sie wartete bis zum Nachmittag, als sie sicher war, dass er in seinem Büro sein würde, und betrat mit einem dicken Umschlag in der Hand den Empfangsbereich.Zwei Sekretärinnen versuchten, sie aufzuhalten, doch sie erklärte ihnen mit klarer Stimme, dass sie gekommen sei, um eine gerichtlich angeordnete Zahlung zu leisten. Keine von beiden wagte es, weiter zu widersprechen.Adrian saß hinter seinem großen Schreibtisch. Neben ihm stand eine Tasse Kaffee, als es an der Tür klopfte.„Herein“, sagte er.Sobald sie eintrat und sich ihre Blicke trafen, wandte er seine Aufmerksa
KAPITEL 96VERZWEIFELT AUF DER SUCHE NACH DER WAHRHEITAls Natasha an diesem Abend nach Hause kam, war sie zu erschöpft, um mit ihrer Familie am Esstisch zu Abend zu essen. Deshalb ging sie direkt in ihr Zimmer und schloss die Tür ab.„Lopez, ich beginne, Angst vor unserer Tochter zu bekommen. Ich habe Angst, dass sie uns beiden etwas verheimlicht“, sagte Mrs. Lopez, während sie Natasha die Treppe hinaufgehen sah.„Das habe ich dir schon früher gesagt, aber du wolltest mir nicht glauben. Ich wusste schon lange, dass sie etwas im Schilde führte“, antwortete Mr. Lopez.„Es tut mir leid, dass ich an dir gezweifelt habe, Schatz. Ich wusste nicht, dass es so ernst war. Ich begann erst, sie zu verdächtigen, als mir auffiel, dass sie mir kaum noch in die Augen sah, wie sie es früher getan hatte. Natasha ist sehr still geworden, Lopez. Bitte unternimm etwas. Ich habe Angst, meine Tochter zu verlieren“, sagte sie mit zitternder Stimme und Tränen in den Augen.Mr. Lopez streckte seine Hand über
CHAPITRE 95D’ENNEMIS À UNE FAMILLE« Assieds-toi, Adrian. Je ne suis pas venu pour me disputer ni pour faire une scène », déclara M. Smith.Son regard parcourut lentement la pièce : les portraits accrochés au mur, les fleurs, la lumière éclatante du matin qui entrait par les grandes fenêtres, puis Flora, qui s’était figée comme une statue en serrant son fils contre elle. Le petit garçon semblait déjà effrayé.« Bonjour, madame Smith », salua le vieil homme.Il prononça ce titre lentement et avec précaution, comme s’il cherchait encore à savoir s’il lui convenait.Vient-il vraiment de m’appeler madame Smith ? se demanda Flora.« Bonjour, monsieur », répondit-elle d’une voix à peine audible.« J’ai lu les journaux », déclara le vieil homme en s’installant dans le fauteuil le plus proche avec un petit grognement. « J’ai lu que des hommes d’affaires très respectés faisaient de la contrebande. J’ai aussi lu des articles sur des menaces et sur un homme qui accuse les autres après le naufra
KAPITEL 94DAS KIND SEINES FEINDES BESCHÜTZEN„Genug von Flora, Debby!“„Sag mir nicht, dass ich still sein soll!“, erwiderte Debby wütend. „Diese Frau lässt uns vor der ganzen Stadt wie Verbrecher aussehen, und du sitzt einfach da, als ob …“Sie brach mitten im Satz ab, weil ihre Handtasche von ihrer Schulter rutschte und ihr Handy auf die harten Fliesen fiel. Als es auf dem Boden aufschlug, leuchtete der Bildschirm auf.Richard blickte nach unten, und sofort veränderte sich etwas in ihm.Auf dem Bildschirm war das Foto eines kleinen Jungen in einer blauen Schuluniform zu sehen. Er lachte und trug eine Schultasche über der Schulter. Unter dem Bild stand eine noch nicht abgeschickte Nachricht:„Beim nächsten Mal bleibt es nicht nur beim Parken des Autos.“Debby begann zu zittern, als sie bemerkte, dass Richard auf den Bildschirm starrte. Trotzdem versuchte sie, sich nichts anmerken zu lassen und ihre Angst zu verbergen.Schnell bückte sie sich, um das Handy aufzuheben. Doch bevor ihre
KAPITEL 93EINE NOCH GEFÄHRLICHERE ART DER RACHEFlora hatte das Gefühl, als würde sich der Boden unter ihren Füßen neigen. Adrian trat hinter sie und legte einen Arm um ihre Schultern.„Du hast genau das Richtige getan, mein Sohn“, sagte er und ging in die Hocke, um auf Dans Augenhöhe zu sein. „Von jetzt an wirst du einen neuen Freund haben, der dich zu Fuß zur Schule begleitet. Er heißt Mr. Carter. Er ist sehr groß und sehr lustig. Ist das in Ordnung?“„Ein Bodyguard?“ Dans Augen weiteten sich vor Aufregung. „So einer wie in den Filmen?“„Ganz genau. Genau wie in den Filmen.“Dan grinste, und für diesen einen Moment grinste Adrian zurück. Doch als der kleine Junge sich umdrehte, um seinen Freunden zum Abschied zuzuwinken, verschwand Adrians Lächeln allmählich. Der Ausdruck in seinen Augen war so düster, dass sogar der Fahrer den Blick abwandte. Er hatte seinen Herrn noch nie so am Boden zerstört gesehen wie an diesem Tag.An diesem Abend, nachdem Dan endlich eingeschlafen war und Mr







