ANMELDENDas Letzte, was mein Mann tat, war zu lächeln, als er mich vor dem Schutzraum aussperrte. Die Welt stand in Flammen. Die Temperaturen hatten tödliche Werte erreicht, das Stromnetz brach zusammen, und die Infizierten lernten, die Stimmen unserer Liebsten nachzuahmen. Ich hatte Jahre damit verbracht, mich auf Katastrophen vorzubereiten. Ich baute Notkühlsysteme, finanzierte Schutzräume und vertraute den Menschen, die ich als meine Familie bezeichnete. Dieses Vertrauen wurde mir zum Verhängnis. Mein Mann, Adrian, stahl mir meine Firma und zog meine beste Freundin mir vor. Sogar meine eigene Mutter stellte sich auf seine Seite. Und das kleine Mädchen, das ich wie meine eigene Tochter großgezogen hatte, sah zu, wie sie mich wortlos im Stich ließen. Ich starb in dem Glauben, alles verloren zu haben. Dann wachte ich zwölf Tage vor der Apokalypse auf. Dieses Mal würde mir niemand mein Vermögen, meine Ressourcen oder meine Zukunft stehlen. Ich würde mir meinen eigenen Zufluchtsort errichten, jede Lüge aufdecken und meine Verräter dafür büßen lassen, dass sie mich dem Tod überlassen hatten. Doch etwas kam mit mir zurück. Ich kann Bruchstücke der unausgesprochenen Gedanken der Menschen hören, und manches, was ich höre, ist schrecklicher als die Lügen, die sie mir erzählen. Meine Suche nach Antworten führt mich zu Damian Cross, einem skrupellosen Kommandanten, dessen mächtige Familie einige der fortschrittlichsten Überlebensanlagen der Welt kontrolliert. Er ist stark genug, um das zu schützen, was von der Zivilisation übrig geblieben ist, doch seine Familie verbirgt möglicherweise die Wahrheit über deren Untergang. Er will meine Technologie. Ich will seine Ressourcen. Keiner von uns vertraut dem anderen. Während die Hitze unerträglich wird und es immer schwieriger wird, die Infizierten zu erkennen, stelle ich fest, dass der Verrat meines Mannes nur der Anfang war. Was, wenn meine einzige Überlebenschance bei der Familie liegt, die ich vielleicht vernichten muss?
Mehr anzeigenSerenas POV
„Adrian! Bitte! Mach die Tür auf!" Ich schlug beide Hände gegen das verstärkte Glas und ignorierte den Schmerz, der durch meine Handflächen schoss. Der Asphalt unter meinen Füßen war heiß genug, um die Sohlen meiner Schuhe zu schmelzen. Meine Haut fühlte sich an, als hätte jemand eine Flamme dagegen gehalten, und jeder Atemzug kratzte wie Glasscherben durch meine Kehle. Rauch erstickte die Straßen und trug den widerlichen Geruch brennender Gebäude und schmelzenden Plastiks mit sich. Hinter den Türen des Schutzbunkers lebten Menschen. Mein Ehemann. Meine beste Freundin. Meine Mutter und Amara, das kleine Mädchen, das ich wie meine eigene Tochter großgezogen hatte. Sie waren sicher, und zwar meinetwegen. Ich hatte Jahre damit verbracht, Vale Climate Solutions zu einem Unternehmen aufzubauen, das Menschen am Leben erhalten konnte, wenn die Welt sich gegen uns wandte. Ich hatte Millionen in Notkühlsysteme gesteckt, verstärkte Schutzräume finanziert und Vorräte für die Menschen angelegt, die ich liebte. Ich hatte geglaubt, dass wir uns dem gemeinsam stellen würden, wenn alles zusammenbrach. Stattdessen stand ich vor der Tür und flehte darum, in den Ort gelassen zu werden, den mein Geld mitgebaut hatte. „Adrian!" Ich schlug erneut gegen das Glas. „Ich weiß, dass du mich hören kannst!" Hinter den getönten Scheiben bewegten sich Schatten. In der Ferne rief jemand etwas, aber niemand kam. Dann erschien mein Ehemann. Adrian trug ein sauberes weißes Hemd, sein dunkles Haar war ordentlich gekämmt, trotz der Katastrophe, die draußen tobte. Er sah irritierend normal aus, wie ein Mann, der gerade aus einem Geschäftstermin kam, und nicht wie einer, der den Zusammenbruch der Zivilisation mit angesehen hatte. Zwischen seinen Fingern ruhte eine Zugangskarte. Die Karte, die mich retten konnte. Die Erleichterung überflutete mich so heftig, dass meine Knie beinahe nachgaben. „Gott sei Dank." Ich lehnte meine Stirn gegen das Glas. „Adrian, mach die Tür auf. Bitte. Ich kann hier draußen nicht atmen." Er blickte auf die Karte, dann auf mich. Er griff nicht nach dem Scanner. „Du machst eine Szene, Serena." Einen Moment lang dachte ich, die Hitze hätte mein Gehör geschädigt. „Was?" „Die Leute hier drinnen versuchen, ruhig zu bleiben. Hör auf, gegen die Tür zu hämmern." Ich starrte ihn an. „Aber ich werde hier draußen sterben!" „Dann hättest du daran denken sollen, bevor du mir Schwierigkeiten gemacht hast." Seine Worte ergaben keinen Sinn. Ich schluckte schmerzhaft, meine Zunge klebte an meinem Gaumen. „Wovon redest du? Adrian, das ist nicht lustig. Ich habe das Kühlsystem in diesem Bunker entworfen. Die Notbatterien werden die aktuelle Last nicht mehr lange tragen. Du musst die Energie umverteilen, bevor das System überhitzt." Ich kannte jede Komponente hinter diesen Wänden. Ich hatte die Installation persönlich überwacht, die Notstromgeneratoren getestet und schlaflose Nächte damit verbracht zu berechnen, wie lange die Anlage ihre Bewohner bei einem längeren Netzausfall versorgen konnte. Wenn sie meinen Anweisungen folgten, hatten sie eine Chance. „Lass mich einfach hinein", flehte ich. „Ich kann dir helfen, alle am Leben zu halten." Adrians Miene verhärtete sich. „Du hast immer auf alles eine Antwort, nicht wahr?" Ich blinzelte ihn an. „Adrian …" „Weißt du, wie anstrengend es ist, mit einer Frau zu leben, die glaubt, die ganze Welt würde ohne sie zusammenbrechen?" Meine Finger rutschten am Glas ab. Der Mann, der mich ansah, war mein Ehemann. Der Mann, dem ich mein Zuhause, mein Unternehmen und meine Geheimnisse anvertraut hatte. Und doch sprach er, als wäre mein Leid eine Unannehmlichkeit. „Was auch immer ich getan habe", flüsterte ich, „wir können später darüber reden. Bitte. Ich bin deine Frau." Sein Mund verzog sich. „Nicht mehr." Die Worte trafen härter als die Hitze. Ich schüttelte den Kopf. „Was soll das heißen?" Er warf einen Blick über die Schulter, um zu prüfen, ob jemand zuhörte. Dann sah er wieder mich an. „Es heißt, dass Vale Climate Solutions in keinem wesentlichen Sinne mehr dir gehört. Deine Konten wurden übertragen. Dein Zugang wurde gesperrt. Die Leute, die früher dir geantwortet haben, antworten jetzt mir." Mein Magen sackte ab. „Nein." „Ich war großzügig genug, dich weiter glauben zu lassen, du hättest die Kontrolle." „Nein." Ich schüttelte den Kopf noch heftiger, verzweifelt bemüht, seine Worte in etwas weniger Monströses zu verwandeln. „Ich habe dir Zugriff auf diese Konten gegeben, weil ich dir vertraut habe. Du hast gesagt, die Überweisungen seien nur vorübergehend." „Und du hast es mir geglaubt." Sein kaltes Lachen drang durch das Glas. Etwas in mir wurde entsetzlich still. Drei Wochen zuvor hatte ich ungewöhnliche Überweisungen von einem unserer Notfallreservekonten entdeckt. Adrian hatte sie als Umstrukturierungskosten abgetan. Ich hatte ihn zur Rede gestellt, und er hatte mich auf die Stirn geküsst, versprochen, alles in Ordnung zu bringen, und mich daran erinnert, unter welchem Druck wir beide standen. Ich hatte ihm glauben wollen. Also hatte ich es auf sich beruhen lassen. Jetzt, vor einem Bunker stehend, während die Welt brannte, verstand ich endlich. Sein Verrat hatte nicht erst mit der Apokalypse begonnen. Er hatte mein Leben zerstört, lange bevor die erste Stadt ihren Strom verlor. „Du hast mein Unternehmen gestohlen", sagte ich. „Ich habe die Kontrolle über das übernommen, was du aus Sentimentalität nicht zu schützen vermochtest." Ich hatte dieses Unternehmen aus dem Nichts aufgebaut. Ich hatte Investoren ertragen, die über meine Vorschläge lachten, hatte Nächte durchgearbeitet, in denen meine Augen kaum offen bleiben konnten, und dafür gekämpft zu beweisen, dass Notkühltechnologie Leben retten konnte. Adrian wusste, was diese Jahre mich gekostet hatten. Er wusste genau, was er da nahm, und er hatte diesen Moment gewählt, um sicherzustellen, dass ich es mir nie zurückholen konnte. Eine Bewegung hinter ihm erregte meine Aufmerksamkeit. Vanessa trat vor. Meine beste Freundin sah makellos aus in einer hellen Bluse, ihr Haar ordentlich hinter dem Kopf zusammengebunden. Jahrelang war sie die Person gewesen, die ich anrief, wenn ich nicht schlafen konnte, die Frau, die meine Ängste kannte und meinen Geheimnissen lauschte. Sie war auch Amaras leibliche Mutter. Als Vanessa Mühe gehabt hatte, ihre Tochter großzuziehen, hatte ich angeboten zu helfen. Schließlich wurde ich die rechtliche Adoptivmutter des Kindes und gab ihr das Zuhause, die Geborgenheit und die Liebe, die jedes Kind meiner Überzeugung nach verdiente. Ich hatte es nie bereut. Bis jetzt, als Vanessa sich neben meinen Mann stellte und ihre Hand auf seinen Arm legte. Ich starrte die beiden an. „Sag mir, dass ich das falsch verstehe." Vanessas Blick huschte zu den Leuten, die von drinnen zusahen. Für einen Augenblick dachte ich, sie könnte sich schämen. Dann hob sie das Kinn. „Du hast immer geglaubt, dass andere dir Loyalität schulden, weil du ihnen geholfen hast." Ich spürte, wie die Worte sich tief in mir niederließen. „Ich habe dir ein Zuhause gegeben", flüsterte ich. „Ich habe deine Tochter großgezogen." „Und ich habe dich nie gebeten, dich unentbehrlich zu machen." Ein bitteres Lachen entfuhr mir, obwohl an dem, was sie gesagt hatte, nichts lustig war. Sie hatte um Geld gebeten. Um Hilfe. Um Schutz, wann immer ihr Leben schwierig wurde. Sie hatte in meinen Armen geweint und mich die einzige Person genannt, der wirklich etwas an ihr lag. Ich hatte ihr alles gegeben, weil ich sie liebte. Offenbar hatte mich das nur nützlich gemacht. Dann sah ich meine Mutter! Evelyn stand einige Schritte hinter Vanessa, die Arme vor der Brust verschränkt. Selbst jetzt wirkte sie gefasst, ihr Gesichtsausdruck sorgfältig arrangiert. „Mama!" Ich schlug erneut gegen das Glas. „Bitte! Du musst etwas sagen!" Ihre Augen trafen meine. Für einen zerbrechlichen Moment wartete ich darauf, dass die Frau, die meine Hand gehalten hatte, als ich ein Kind war, zu mir gelaufen käme. Stattdessen wandte sie den Blick ab. Ich fand nicht einmal die Kraft, noch einmal ihren Namen zu rufen. Dann sah ich Amara. Sie stand neben Vanessa und umklammerte die Hand ihrer Mutter. Ihre dunklen Locken umrahmten ihr kleines Gesicht, und ihre braunen Augen waren auf den Boden gerichtet. „Amara, Schatz." Meine Stimme brach. „Komm her, mein Liebling." Sie blickte auf. Hoffnung stieg so schnell in mir auf, dass es wehtat. „Bitte", flüsterte ich. „Mama hat Angst." Amaras Finger schlossen sich fester um Vanessas Hand. Sie machte keinen Schritt auf mich zu. Ich konnte nicht sagen, ob sie verängstigt war, verwirrt, oder ob sie etwas wusste, das ich nicht verstand. Sie war erst acht. Was auch immer die Erwachsenen getan hatten, welche Lügen sie ihr auch erzählt hatten, ich hatte immer geglaubt, meine Liebe würde ausreichen, damit sie mich wählte. „Amara?" Sie senkte den Blick. Niemand öffnete die Tür. Hinter ihnen blinkten Warnlichter auf der Schalttafel des Bunkers. Ein Alarm begann zu heulen, gefolgt vom panischen Ruf eines Mannes. „Die Notstromversorgung fällt ab!" Ich zwang mich aufzurichten. „Adrian! Hör mir zu! Du musst die Kühllast sofort umverteilen. Schalte die Hilfsaggregate in den Sektionen drei und vier ab und leite die verbleibende Energie zum zentralen System um. Wenn du das nicht tust, wird die gesamte Anlage überhitzen!" Adrian warf kaum einen Blick auf die Tafel. „Schafft sie vom Eingang weg", befahl er den Wachen. Zwei Männer kamen von drinnen heran. „Nein!" Ich schlug mit der Faust gegen das Glas. „Ihr versteht nicht! Ich habe dieses System gebaut. Ich weiß, was passiert, wenn …" Sie packten meine Arme durch die geöffnete Seitentür und stießen mich vom Eingang weg. Meine Beine gaben nach. Ich schlug so hart auf dem Asphalt auf, dass es mir die Luft aus den Lungen trieb. Die Hitze verschluckte mich sofort. Meine Handflächen schürften über das Pflaster, als ich versuchte, zurück zum Bunker zu kriechen. Durch das Glas sah Adrian zu. Er sah nicht aus wie der Mann, den ich geheiratet hatte. Vielleicht war er es nie gewesen. Meine Sicht verschwamm. Mein Körper war zu schwer geworden, um sich zu bewegen, und jeder Atemzug fühlte sich an, als könnte er mein letzter sein. Ich hatte mein Leben damit verbracht, jemand zu werden, auf den sich alle verlassen konnten. Ich hatte geglaubt, dass die Menschen, die ich liebte, mich niemals im Stich lassen würden, wenn ich nur genug liebte, genug gab, genug opferte. Ich hatte mich geirrt. Sie hatten mir mein Geld genommen, meine Arbeit, mein Vertrauen und jeden Teil von mir, den ich freiwillig angeboten hatte. Jetzt nahmen sie mir mein Leben. Als die Dunkelheit sich an den Rändern meines Blickfelds ausbreitete, blieb ein Gedanke zurück. ~Wenn ich noch eine Chance hätte, würde ich niemals denselben Fehler wieder machen. Die Welt verschwand. Dann … PIEP. PIEP. PIEP. Ich schnappte nach Luft und fuhr hoch. Meine Hände flogen zu meinem Gesicht. Keine Blasen. Kein Blut. Keine brennende Haut. Neben mir schrillte ein Handywecker. Ich griff danach und starrte auf das Datum auf dem Display. Meine Lippen öffneten sich, unter dem Datum stand eine Countdown-Benachrichtigung, die ich vor Monaten erstellt und vergessen hatte. ZWÖLF TAGE BIS ZUM UNTERGANG.Serenas POVIch starrte auf das Foto, bis mein Handydisplay sich verdunkelte.Jemand hatte mich beobachtet.Schlimmer noch, jemand wusste, dass ich Fragen über die Familie Cross stellte.Ich zwang mich zu atmen, bevor die Angst die Kontrolle übernehmen konnte. Panik würde mich nicht schützen, und ich hatte bereits gelernt, was geschah, wenn ich den falschen Menschen vertraute.Ich speicherte die Nachrichten, notierte die Nummer und leitete das Foto an meinen Sicherheitskontakt weiter, mit der Anweisung herauszufinden, wo es aufgenommen worden war. Dann kehrte ich zu meinem Laptop zurück.Die Familie Cross kontrollierte private Schutzräume, medizinische Einrichtungen und Infrastrukturprojekte in mehreren Großstädten. Vor der Apokalypse hatten sie sich als Pioniere der Katastrophenvorsorge präsentiert.Ihre Anlagen rühmten sich unabhängiger Stromsysteme, fortschrittlicher Kühltechnologie und genügend Vorräten, um ausgewählte Bevölkerungsgruppen durch lang anhaltende Notlagen zu bringen.
Serenas POVMeine Mutter erschien ohne Einladung in meinem Haus und trug dieselbe Handtasche, von der sie einst darauf bestanden hatte, dass ich sie kaufte, weil sie zur Tochter einer erfolgreichen Geschäftsfrau passte.Sie ging in mein Wohnzimmer, nahm ihre Sonnenbrille ab und sah mich an, als wäre ich ein schwieriges Kind, das sie in der Öffentlichkeit blamiert hatte.„Setz dich, Serena. Wir müssen reden."Ich blieb neben dem Sofa stehen. Evelyn hatte es nie gemocht, wenn man ihr nicht gehorchte. Noch weniger mochte sie es, wenn die Person, die sich ihr widersetzte, die Tochter war, der sie jahrelang beigebracht hatte, sich schuldig zu fühlen, weil sie Grenzen hatte. Ihre Lippen wurden schmal.„Musst du denn alles so schwierig machen?"Ich hätte fast gelacht. In zwölf Tagen würde die Welt im Chaos versinken. Die Straßen würden zu Backöfen werden, das Stromnetz würde ausfallen, und Menschen würden für eine Flasche Wasser töten.Mein Ehemann würde zusehen, wie ich hinter einer verstär
Serenas POVMeine Hände flogen zu meiner Kehle, als ich rückwärts wegrutschte und mit verbrannter Haut, unerträglicher Hitze und der erstickenden Dunkelheit rechnete, die mich vor dem Bunker verschluckt hatte. Stattdessen sanken meine Finger in kühle Bettlaken.Ich erstarrte, als die Klimaanlage leise über mir summte. Sonnenlicht fiel durch cremefarbene Vorhänge und beleuchtete die vertrauten Möbel in meinem Schlafzimmer.Mein Handy lag auf dem Nachttisch und lud neben einem halb leeren Wasserglas. Ich starrte darauf, unfähig zu begreifen, was ich sah.Das war nicht möglich.Ich war gestorben. Jetzt, ich erinnerte mich an den brennenden Asphalt unter meinen Knien. An Adrians Gesicht hinter dem verstärkten Glas. An Vanessas Hand auf seinem Arm. An die Weigerung meiner Mutter, mich anzusehen.Am schmerzhaftesten erinnerte ich mich daran, wie Amara den Blick senkte, als ich sie anflehte, mich zu retten. Ich presste meine Handflächen gegen meine Wangen.Meine Haut war glatt, mit zitternde
Serenas POV„Adrian! Bitte! Mach die Tür auf!"Ich schlug beide Hände gegen das verstärkte Glas und ignorierte den Schmerz, der durch meine Handflächen schoss.Der Asphalt unter meinen Füßen war heiß genug, um die Sohlen meiner Schuhe zu schmelzen. Meine Haut fühlte sich an, als hätte jemand eine Flamme dagegen gehalten, und jeder Atemzug kratzte wie Glasscherben durch meine Kehle.Rauch erstickte die Straßen und trug den widerlichen Geruch brennender Gebäude und schmelzenden Plastiks mit sich. Hinter den Türen des Schutzbunkers lebten Menschen.Mein Ehemann. Meine beste Freundin. Meine Mutter und Amara, das kleine Mädchen, das ich wie meine eigene Tochter großgezogen hatte. Sie waren sicher, und zwar meinetwegen.Ich hatte Jahre damit verbracht, Vale Climate Solutions zu einem Unternehmen aufzubauen, das Menschen am Leben erhalten konnte, wenn die Welt sich gegen uns wandte.Ich hatte Millionen in Notkühlsysteme gesteckt, verstärkte Schutzräume finanziert und Vorräte für die Menschen











