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KAPITEL 65: Die Riegel

مؤلف: Romance Addict
last update تاريخ النشر: 2026-09-29 19:20:46

Emmas Perspektive

Die kleine Pappschachtel liegt auf dem Ledersitz zwischen Julian und mir und summt mit der stetigen Vibration des Wagens.

Darin befinden sich vier Rohlinge für Generalschlüssel und ein Messingschlüssel, der aus einer schmutzigen Pfütze in der Rue de Grenelle geborgen wurde. Sie fühlen sich schwerer an als Metall. Sie fühlen sich an wie der physische Beweis dafür, wie zerbrechlich die Wände um meine Kinder geworden sind.

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  • Ich kam als seine Chefin mit Drillingen zurück   KAPITEL 65: Die Riegel

    Emmas PerspektiveDie kleine Pappschachtel liegt auf dem Ledersitz zwischen Julian und mir und summt mit der stetigen Vibration des Wagens.Darin befinden sich vier Rohlinge für Generalschlüssel und ein Messingschlüssel, der aus einer schmutzigen Pfütze in der Rue de Grenelle geborgen wurde. Sie fühlen sich schwerer an als Metall. Sie fühlen sich an wie der physische Beweis dafür, wie zerbrechlich die Wände um meine Kinder geworden sind.Henri fährt mit beiden Händen fest auf zehn und zwei Uhr, seine Augen prüfen ständig den Rückspiegel. Er stellt keine Fragen. Er nimmt die Kurven geschmeidig, meidet die großen Boulevards und steuert uns durch ein Labyrinth aus ruhigen Wohngassen zurück zur Rue de Verneuil.Auch Julian spricht nicht. Seine Hand liegt flach auf seinem Knie, zwei Zentimeter von meiner entfernt, nah genug, dass ich die Wärme spüre, die durch seine Hose abst

  • Ich kam als seine Chefin mit Drillingen zurück   KAPITEL 64: Das Vakuum

    Liams PerspektiveDie roten Rücklichter von Henris Wagen verschwinden um die Ecke der Rue de Grenelle, ihre Reflexion blutet wie frische Tinte auf dem nassen Asphalt. Der Auspuff dampft in der kalten Luft, eine kurze, blasse Wolke, die drei Sekunden lang über dem Kopfsteinpflaster hängt, bevor der Wind sie fortweht.Ich stehe noch immer vor dem Laden des Schlüsseldienstes.Der Regen setzt wieder ein, dünn und nadelcharf, und tippt auf die Schultern meines Mantels. Ich ziehe meinen Kragen nicht hoch. Ich bewege mich nicht. Meine Hände stecken noch immer in meinen Taschen, meine Finger in den Futterstoff zu festen, starren Fäusten geballt.Marcus tritt neben mich. Er hält einen schwarzen Regenschirm und neigt ihn leicht, um mich vor dem Nieselregen zu schützen, sein Gesicht vollkommen ausdruckslos. Er fragt nicht, ob es mir gut geht. Er bietet weder ein Glas Wasser noch einen Platz im Auto an. Marcus ist schon lange genug bei mir, um zu wissen, wann die Stille in meiner Brust zu schwer

  • Ich kam als seine Chefin mit Drillingen zurück   KAPITEL 63: Der Austausch

    Emmas PerspektiveDie Worte hängen in der grauen Luft zwischen uns, kalt und scharf.Das Fenster des Kinderzimmers.Meine Hand zittert nicht. Ich erlaube es ihr nicht. Aber das Pflaster unter meinen Stiefeln fühlt sich plötzlich instabil an, als würde der Boden selbst nachgeben. Vor meinem inneren Auge sehe ich den kleinen weißen Rahmen des Fensters am Ende des Flurs... dasjenige, das auf den ruhigen Innenhof blickt... dasjenige, an dem Willa in ihrem Schlafanzug steht, um dem Regen zuzusehen.Ich sehe eine Hand, die durch das Glas greift.Ich sehe den Hasen auf den Boden fallen.Eine Hitzewelle steigt in meinem Nacken auf, heiß und gewaltsam, direkt gefolgt von einer Kälte, die die kleinen Härchen auf meinen Armen unter dem Mantel hochstehen lässt.Neben mir bewegt sich Julian. Er schreit nicht. Er nimmt seine Hände nicht aus den Taschen. Er macht einfach einen Schritt nach vorne, s

  • Ich kam als seine Chefin mit Drillingen zurück   KAPITEL 62: Der Schlüssel

    Liams PerspektiveTalias Finger bleibt drei Sekunden lang erhoben.Sie zeigt direkt auf das Fenster... direkt auf uns. Ihre Sonnenbrille spiegelt den grauen Himmel wider, und ihr Mund ist zu einer schmalen, harten Linie verzogen, die ich von Dutzenden Abendessen in Los Angeles kenne – der Gesichtsausdruck, den sie trug, kurz bevor sie beim Nachtisch den Ruf von jemandem zerstörte.Dann senkt sie die Hand. Sie nimmt die Lederreisetasche von der Balkonbrüstung. Sie dreht sich um, geht zurück in die Wohnung, und die grünen Fensterläden schwingen hinter ihr mit einem scharfen, hölzernen Knall zu, der durch die schmale Straße hallt.Emma senkt das Fernglas. Ihr Gesicht ist vollkommen ruhig, aber ihre Atmung hat sich verändert – kurz und kontrolliert durch die Nase."Sie weiß, dass wir hier sind", sagt Julian. Er hat sich nicht vom Fenster wegbewegt. Seine Hand liegt flach auf dem Glas, sein Körper leicht vor Emma geschoben."Sie weiß es, seit wir rein gegangen sind", sagt Emma. "Sie beobac

  • Ich kam als seine Chefin mit Drillingen zurück   KAPITEL 61: Das gegenüberliegende Fenster

    Liams PerspektiveMarcus legt sein Tablet auf den Glastisch und wischt zum Live-Feed."Team Zwei meldet, dass Henris Wagen die Rue de Verneuil vor zwölf Minuten verlassen hat", sagt Marcus, während sein Finger die Route auf der digitalen Karte nachverfolgt. "Richtung Süden über den Fluss. Team Eins bestätigt, dass Emma auf der Rückbank sitzt. Julian Beaumont befindet sich nicht im Fahrzeug."Ich blicke auf die Karte. Der blaue Punkt, der Henris Wagen darstellt, kriecht den Boulevard Saint-Germain entlang."Wo ist Beaumont?", frage ich.Marcus wischt zu einem zweiten Feed. Ein körniges Foto auf Straßenhöhe zeigt einen Mann im grauen Mantel, der ein Steingebäude am linken Seine-Ufer betritt."Er hat die Wohnung zwanzig Minuten vor Emma verlassen", sagt Marcus. "Zu Fuß. Er ist zur Rue des Saints-Pères gegangen und hat das Gebäude mit der Nummer vierzehn betreten. Zweiter Stock

  • Ich kam als seine Chefin mit Drillingen zurück   KAPITEL 60: Das Verhör

    Emmas PerspektiveDie schwere Eichentür fällt hinter uns mit einem Klacken ins Schloss.Ich setze mich nicht. Ich stehe hinter meinem Schreibtisch, die Hände flach auf das polierte Holz gepresst, mein Gewicht nach vorne verlagert. Lucas bleibt in der Nähe des Ledersessels gegenüber von mir stehen. Er hält sein Plastik-Lanyard in der rechten Hand, sein Daumen gleitet auf dem geprägten Logo meiner Firma hin und her."Lucas.""Ja, Ms. Bellamy?"Er wirkt vollkommen entspannt. Seine Körperhaltung ist locker, der Kopf leicht zur Seite geneigt, sein Mund zu demselben höflichen, hilfsbereiten Ausdruck geformt, den er trägt, wenn er ein Kurierpaket an meinen Schreibtisch bringt."Sie haben letzte Woche die Sicherheitsrechnungen für mein Wohngebäude bearbeitet...""Das habe ich", sagt er. "Sie wurden am Dienstagmorgen in meine Warteschlange geleitet. Ich habe die Einzelpositionen mit dem Lieferantenvertrag abgeglichen und die Zahlung genehmigt. Gibt es ein Problem mit dem Betrag?""Nein", antwo

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