LOGINSieben Jahre lang führte Carrie eine Ehe, die nach außen perfekt schien. Doch dann endet ihr Leben durch die Hand ihres Gefährten, Alpha Kaiden, und seine unkontrollierbaren Wutausbrüche. Doch das Schicksal gewährt ihr eine zweite Chance. Sie reist sieben Jahre in die Vergangenheit zurück, nur einen Tag nach ihrer Verlobung, und schwört, ihr Schicksal zu ändern. Diesmal wird sie einen Mann heiraten, der unter ihrem Stand ist, Kaiden aus dem Weg gehen und alles tun, um zu überleben. Ihre beste Wahl? Alpha Soren – ein mittelloser, aber brillanter Mann, der dazu bestimmt ist, innerhalb von fünf Jahren ein Milliardenimperium im Technologiesektor aufzubauen. Carrie hat das Geld, um seine Träume zu finanzieren, doch es gibt ein Problem: Er verabscheut sie. Für Soren ist sie reich, eitel, arrogant und alles, was er nicht ausstehen kann. Wird das Versprechen auf Erfolg ausreichen, um ihn dazu zu bringen, die Frau zu heiraten, die er hasst? Doch hinter ihrem gegenseitigen Hass verbergen sich Geheimnisse. Diese Vertragsehe könnte komplizierter werden, als beide je erwartet hätten. Kann Carrie ihr Schicksal ändern, ohne ihr Herz zu verlieren, oder ist sie dazu verdammt, die Vergangenheit zu wiederholen?
View More„Hilfe … bitte …“, flüstere ich dem Wind entgegen, obwohl ich weiß, dass niemand da ist, der mir helfen könnte.
Ich hatte versucht zu fliehen, als Kaiden das Bewusstsein verlor, doch alles, was ich schaffte, war, die Balkontür aufzustoßen, nachdem ich durch eine Lache meines eigenen Blutes gekrochen war. Ich weiß nicht, wie lange ich schon auf dem Boden liege. Als ich das goldene Licht durch die hauchdünnen Vorhänge des Wohnzimmers scheinen sah, dachte ich, es wäre bereits Morgen. Doch jetzt, da ich draußen liege, erkenne ich, dass es nur der Mond ist.
Ein goldener Mond.
Der erste seit tausend Jahren.
Warum würde die Mondgöttin mir einen Gefährten schenken, der mein Leben beenden würde?
Kaiden war liebevoll gewesen. Er liebte mich sogar mehr, als ich ihn liebte. Zumindest dachte ich das. Doch irgendwann im Laufe unserer sieben Ehejahre verwandelte er sich in einen völlig anderen Menschen.
Alkohol, Drogen, Partys …
Ich hätte gehen sollen, als er zum ersten Mal die Hand gegen mich erhob. Ich hätte nicht zu Mutter gehen dürfen. Ich hätte mich nicht von ihr überzeugen lassen sollen, ihn weiter zu ertragen, nur weil der Himmel unsere Verbindung vorherbestimmt hatte. Ich hätte mich nicht von den neidischen Blicken an diesen Ort fesseln lassen sollen. Ich hätte zulassen sollen, dass sie ihn mitnahmen. Wenn sie ihn so sehr lieben, hätten sie ihn doch selbst heiraten sollen. Warum habe ich so verzweifelt darum gekämpft, ihn zu behalten?
Alles, was ich jemals wollte, war backen … Ich wollte malen …
Ein Hustenanfall überkommt mich und erschüttert meinen ohnehin geschwächten Körper.
Mondgöttin, dieser Mond ist das Schönste, was ich je gesehen habe. Gold … was für eine wunderschöne Farbe.
Meine Sicht verschwimmt, während meine Hand schlaff zu Boden sinkt.
In meinem nächsten Leben möchte ich frei sein … so frei wie ein Vogel, der hoch oben am Himmel seine Kreise zieht.
Tod, ich heiße dich willkommen. Welches neue Abenteuer hältst du für mich bereit?
—
BRRRRT! BRRRRT! BRRRRT!
Ich schlage nach dem Telefon, das neben meinem Kopf klingelt. Um mich herum wird alles still, doch ein pochender Kopfschmerz droht, meinen Schädel zu sprengen. Schwankend bewege ich mich durch den verschwommenen Raum und versuche, dem Schmerz zu entkommen.
„Ugh … Ich hatte seit meiner Verlobungsfeier keine so schlimmen Kopfschmerzen mehr …!“
Ich breche mitten im Satz ab.
Vor mir steht ein Spiegel, und der Anblick darin verschlägt mir die Sprache.
Ich bin es … in meinem Zimmer nach der Verlobungsfeier. Dieselben grünen Augen, dieselben lockigen Haare mit karamellfarbenen und blonden Strähnen … Ich trage das kurze rosa Kleid, das ich verbrannt habe, nachdem ich es einmal getragen hatte. Dieselben Mascara-Spuren laufen über mein Gesicht. Das Zimmer ist immer noch ein einziges Chaos voller Luftschlangen und schlaffer Luftballons.
Und das Schlimmste von allem … Der große Diamantring an meiner Hand funkelt bei jeder Bewegung, als wollte er mich verhöhnen.
„Was zum Teufel? Ist das echt?“
Langsam bewege ich meine Glieder und beobachte, wie mein Spiegelbild jede Bewegung nachahmt. Dann renne ich zum Fenster und reiße die Vorhänge auf.
„Dieselbe Aussicht … die Rudelstadt Orchid. Träume ich?“
KLOPF! KLOPF!
„Miss Llothair, Ihre Mutter ist hier, um Sie zu sehen“, ertönt die Stimme einer Bediensteten.
„Sie können gehen. Carrie Llothair! Öffne diese Tür sofort!“, dröhnt die befehlende Stimme meiner Mutter.
Bevor ich mich selbst aufhalten kann, bewege ich mich bereits auf die Tür zu. Als sie aufgeht, begrüßt mich ihr gewohnter kalter Blick, begleitet von einem nur allzu vertrauten Ausdruck der Enttäuschung.
Sie mustert meinen Zustand, schüttelt den Kopf und drängt sich an mir vorbei ins Zimmer.
Mrs. Acacia Llothair, meine leibliche Mutter.
„Carrie, ich verstehe ja, dass du dich über deine Verlobung freust, aber was soll das hier bitte bedeuten?“
Ihre eisigen rosa Augen wandern über das Chaos in meinem Zimmer. Leere Champagnerflaschen, leere Snackverpackungen und Federn aus einem zerrissenen Kissen.
„Ich habe … gefeiert …“, bringe ich schließlich hervor.
„Natürlich. Lass das das letzte Mal gewesen sein!“, befiehlt sie.
„Du bist eine Llothair, also benimm dich auch so. Die Verlobte des ältesten Sohnes der Familie Jackson sollte ihre Stellung nicht vergessen.“
Sie redet weiter, doch ich blende ihre Worte aus und beobachte sie stattdessen.
Diese hoch erhobenen Schultern, die sich für niemanden senken – außer für meinen älteren Bruder. Und diese scharfen Augen, die nur bei meiner Schwester milder zu werden scheinen.
Selbst jetzt, wo ich ihr durch meine Verlobung mit dem Sohn von Alpha Jackson die Gelegenheit verschafft habe, sich mit dieser Familie zu verbünden, steigt sie nicht von ihrem hohen Ross herab, um mir zu gratulieren.
Wie ironisch …
Ist das also die Frau, deren Anerkennung ich mit meinem Leben bezahlen musste?
„Carrie, ich rede mit dir!“
„Entschuldigung, was hast du gesagt?“
Sie starrt mich an, verdreht die Augen und murmelt etwas vor sich hin.
„Räum auf, pack deine Sachen. Wir fahren nach Hause!“
Damals, als das zum ersten Mal geschah … Habe ich meine Sachen gepackt und bin ihr gefolgt?
Oh, jetzt erinnere ich mich. Genau das habe ich getan.
Während der Fahrt nach Hause hörte sie nicht auf, über mein Gewicht, Kinder und meine Pflichten in der Ehe zu reden.
Nicht mit mir!
Das mache ich ganz bestimmt kein zweites Mal durch. Vielleicht läuft gerade einfach mein ganzes Leben vor meinen Augen ab. Eine Rückkehr in die Vergangenheit gibt es nicht. Und selbst wenn doch, will ich nicht noch einmal wie eine Kuh zur Schlachtbank geführt werden.
„Nein …“, flüstere ich mit gesenktem Kopf.
„Was hast du gesagt?“
Werwölfe haben ein ausgezeichnetes Gehör. Ich bin mir also sicher, dass sie mich gehört hat.
Mein Herz hämmert gegen meine Brust, während ich meine feuchten Hände zu Fäusten balle und meinen Entschluss fasse. Ich werde mich nicht länger von meiner Angst beherrschen lassen.
„Nein. Ich komme nicht mit.“
„Was?“
Der Druck ihres Blickes überwältigt mich. Meine zerbrechliche Courage zerfällt augenblicklich, und ich wende den Blick ab.
„Ich habe zu viel getrunken, um jetzt eine längere Autofahrt zu machen. Ich komme später vorbei. Außerdem geht es mir nicht gut, also werde ich hier noch ein bisschen aufräumen.“
„Hm.“ Mutter lässt ihren Blick durch das Zimmer schweifen und nickt schließlich.
„Ja, das solltest du tun! Vielleicht lernst du dadurch endlich etwas Anstand.“
Sie geht zur Tür.
„Und komm nicht zu spät. Nur weil du verlobt bist, werde ich dir kein Fehlverhalten durchgehen lassen.“
„Ja, Mutter.“
Kaum fällt die Tür ins Schloss, geben meine Knie nach.
„Das …“, flüstere ich atemlos.
Die Kälte des Marmorbodens brennt auf meiner unbedeckten Haut.
„Das ist echt.“
Langsam lege ich mich hin und passe auf, meine Kopfschmerzen nicht erneut zu verschlimmern.
„Ich bin in der Zeit zurückgereist.“
Wow … Wie konnte das passieren?
Aber egal. Selbst wenn ich dem Tod irgendwie entkommen bin, wie soll ich Mutter entkommen?
Kann ich diesmal wirklich ein anderes Leben führen?
„Ich bin selbst überrascht, dass ich zugestimmt habe.“Da sind wir schon zu zweit.„Dein Angebot ist praktisch“, fährt er fort. „Deine Ressourcen würden mir eine beträchtliche Menge Zeit ersparen. Ich würde die nächsten Jahre lieber damit verbringen, mein Unternehmen aufzubauen, als sie mit einem alten Groll zu verschwenden.“Er macht eine kurze Pause.„Auch wenn dieser Groll ausgesprochen befriedigend ist.“Ich senke den Blick.Da ist es wieder.Die Verbitterung, die ich schon früher bei ihm gehört habe. Die Wunde, die meine Familie hinterlassen hat und die noch immer so frisch ist, dass er sie in einen Scherz verpacken kann, ohne dass es sich wie einer anhört.Ich weiß nicht, was ich sagen soll.Eine Entschuldigung kann ihm weder die verpassten Chancen noch den Elternteil zurückgeben, den er verloren hat. Sie kann die Jahre nicht auslöschen, in denen er darum kämpfen musste, etwas aufzubauen, das ihm von Anfang an hätte zustehen sollen.Und sie kann ganz sicher nicht ändern, dass me
Für einen langen, verwirrenden Moment vergesse ich, wie man atmet.Soren Wystern küsst mich.Derselbe Soren Wystern, der mich bisher immer angesehen hat, als wäre ich der nervigste Mensch, dem er jemals das Pech hatte zu begegnen. Derselbe Mann, von dem ich beinahe sicher war, dass er mir meinen Vertrag ins Gesicht werfen würde.Und jetzt liegen seine Lippen auf meinen.Seine Hand ruht fest an meiner Taille und hält mich so nah bei sich, dass ich das gleichmäßige Heben und Senken seiner Brust spüren kann. Mit der anderen Hand stützt er mein Kinn und neigt mein Gesicht seinem entgegen. Er küsst mich mit einer Selbstsicherheit, die vermuten lässt, dass wir das schon tausendmal getan haben, während ich absolut keine Ahnung habe, was ich eigentlich tun soll.Meine Finger krümmen sich instinktiv gegen seine Brust.Der schwarze Stoff seines Hemdes fühlt sich unter meinen Handflächen weich an und spannt sich über einem Körper, der genauso kräftig ist, wie er aussieht. Soren war schon immer u
Heute Abend trifft sich Kaiden mit einigen Freunden, um die Eröffnung seiner neuesten Ausstellung zu feiern. Seine Gemälde sollen Hunderte Millionen Dollar einbringen, wobei ein Teil des Erlöses an wohltätige Organisationen und den Bau von Krankenhäusern geht.Auf dem Papier ist Kaiden Jackson der Traummann schlechthin. Er ist reich, gutaussehend, kreativ und sogar fürsorglich. Er ist geradezu perfekt … zumindest nach außen hin.Männer wollen so sein wie er, Frauen wollen mit ihm zusammen sein. Verdammt, sogar ich habe mich von ihm blenden lassen … bis ich starb, versteht sich.„Dachlounge“, sage ich in die Spracherkennung des Aufzugs.Kaiden hatte mir gesagt, ich solle Schwarz tragen, damit wir farblich zusammenpassen. Doch stattdessen habe ich mich für Weiß entschieden. Eine passende Farbe für die Wiedergeburt von Carrie Llothair, oder nicht?Das Kleid hat hauchdünne Träger und einen tiefen Ausschnitt, der mein Dekolleté vollständig zur Geltung bringt. Für meinen Geschmack ist es ei
Eine Woche späterIch gehe eine ruhige Wohnstraße entlang, die von hochgewachsenen Eichen und Ahornbäumen gesäumt wird. Ihre breiten Äste werfen vereinzelte Schatten auf die Gehwege. Hinter ordentlich gepflegten Rasenflächen stehen bescheidene Häuser und kleine Wohngebäude. An einigen blättert die Farbe von den Wänden ab, während in den Einfahrten alte Autos parken. Einige Rudelmitglieder gehen unter der hellen Nachmittagssonne ihren täglichen Beschäftigungen nach.Es ist nicht gerade die vornehmste Gegend, aber sauber, bewohnt und auf ihre eigene Weise gemütlich.Ganz anders als das luxuriöse Leben, das ich gewohnt bin.„Nein!“KNALL!Soren schlägt mir die Haustür direkt vor der Nase zu.„Hä?“ Verblüfft bleibe ich in meiner sorgfältig zusammengestellten Verkleidung stehen. Ein teurer Schal bedeckt meinen Kopf, eine dieser großen Brillen verbirgt mein Gesicht, und ich trage einen luxuriösen Jogginganzug. Ich wollte einfach lässig aussehen.„Aber ich habe doch noch gar nichts gesagt!“











