Ich lehne meinen Gefährten ab für den Mann, der mich hasst

Ich lehne meinen Gefährten ab für den Mann, der mich hasst

last updateLast Updated : 2026-10-28
By:  Missy GreenUpdated just now
Language: Deutsch
goodnovel16goodnovel
Not enough ratings
6Chapters
4views
Read
Add to library

Share:  

Report
Overview
Catalog
SCAN CODE TO READ ON APP

Sieben Jahre lang führte Carrie eine Ehe, die nach außen perfekt schien. Doch dann endet ihr Leben durch die Hand ihres Gefährten, Alpha Kaiden, und seine unkontrollierbaren Wutausbrüche. Doch das Schicksal gewährt ihr eine zweite Chance. Sie reist sieben Jahre in die Vergangenheit zurück, nur einen Tag nach ihrer Verlobung, und schwört, ihr Schicksal zu ändern. Diesmal wird sie einen Mann heiraten, der unter ihrem Stand ist, Kaiden aus dem Weg gehen und alles tun, um zu überleben. Ihre beste Wahl? Alpha Soren – ein mittelloser, aber brillanter Mann, der dazu bestimmt ist, innerhalb von fünf Jahren ein Milliardenimperium im Technologiesektor aufzubauen. Carrie hat das Geld, um seine Träume zu finanzieren, doch es gibt ein Problem: Er verabscheut sie. Für Soren ist sie reich, eitel, arrogant und alles, was er nicht ausstehen kann. Wird das Versprechen auf Erfolg ausreichen, um ihn dazu zu bringen, die Frau zu heiraten, die er hasst? Doch hinter ihrem gegenseitigen Hass verbergen sich Geheimnisse. Diese Vertragsehe könnte komplizierter werden, als beide je erwartet hätten. Kann Carrie ihr Schicksal ändern, ohne ihr Herz zu verlieren, oder ist sie dazu verdammt, die Vergangenheit zu wiederholen?

View More

Chapter 1

1.

„Hilfe … bitte …“, flüstere ich dem Wind entgegen, obwohl ich weiß, dass niemand da ist, der mir helfen könnte.

Ich hatte versucht zu fliehen, als Kaiden das Bewusstsein verlor, doch alles, was ich schaffte, war, die Balkontür aufzustoßen, nachdem ich durch eine Lache meines eigenen Blutes gekrochen war. Ich weiß nicht, wie lange ich schon auf dem Boden liege. Als ich das goldene Licht durch die hauchdünnen Vorhänge des Wohnzimmers scheinen sah, dachte ich, es wäre bereits Morgen. Doch jetzt, da ich draußen liege, erkenne ich, dass es nur der Mond ist.

Ein goldener Mond.

Der erste seit tausend Jahren.

Warum würde die Mondgöttin mir einen Gefährten schenken, der mein Leben beenden würde?

Kaiden war liebevoll gewesen. Er liebte mich sogar mehr, als ich ihn liebte. Zumindest dachte ich das. Doch irgendwann im Laufe unserer sieben Ehejahre verwandelte er sich in einen völlig anderen Menschen.

Alkohol, Drogen, Partys …

Ich hätte gehen sollen, als er zum ersten Mal die Hand gegen mich erhob. Ich hätte nicht zu Mutter gehen dürfen. Ich hätte mich nicht von ihr überzeugen lassen sollen, ihn weiter zu ertragen, nur weil der Himmel unsere Verbindung vorherbestimmt hatte. Ich hätte mich nicht von den neidischen Blicken an diesen Ort fesseln lassen sollen. Ich hätte zulassen sollen, dass sie ihn mitnahmen. Wenn sie ihn so sehr lieben, hätten sie ihn doch selbst heiraten sollen. Warum habe ich so verzweifelt darum gekämpft, ihn zu behalten?

Alles, was ich jemals wollte, war backen … Ich wollte malen …

Ein Hustenanfall überkommt mich und erschüttert meinen ohnehin geschwächten Körper.

Mondgöttin, dieser Mond ist das Schönste, was ich je gesehen habe. Gold … was für eine wunderschöne Farbe.

Meine Sicht verschwimmt, während meine Hand schlaff zu Boden sinkt.

In meinem nächsten Leben möchte ich frei sein … so frei wie ein Vogel, der hoch oben am Himmel seine Kreise zieht.

Tod, ich heiße dich willkommen. Welches neue Abenteuer hältst du für mich bereit?

—

BRRRRT! BRRRRT! BRRRRT!

Ich schlage nach dem Telefon, das neben meinem Kopf klingelt. Um mich herum wird alles still, doch ein pochender Kopfschmerz droht, meinen Schädel zu sprengen. Schwankend bewege ich mich durch den verschwommenen Raum und versuche, dem Schmerz zu entkommen.

„Ugh … Ich hatte seit meiner Verlobungsfeier keine so schlimmen Kopfschmerzen mehr …!“

Ich breche mitten im Satz ab.

Vor mir steht ein Spiegel, und der Anblick darin verschlägt mir die Sprache.

Ich bin es … in meinem Zimmer nach der Verlobungsfeier. Dieselben grünen Augen, dieselben lockigen Haare mit karamellfarbenen und blonden Strähnen … Ich trage das kurze rosa Kleid, das ich verbrannt habe, nachdem ich es einmal getragen hatte. Dieselben Mascara-Spuren laufen über mein Gesicht. Das Zimmer ist immer noch ein einziges Chaos voller Luftschlangen und schlaffer Luftballons.

Und das Schlimmste von allem … Der große Diamantring an meiner Hand funkelt bei jeder Bewegung, als wollte er mich verhöhnen.

„Was zum Teufel? Ist das echt?“

Langsam bewege ich meine Glieder und beobachte, wie mein Spiegelbild jede Bewegung nachahmt. Dann renne ich zum Fenster und reiße die Vorhänge auf.

„Dieselbe Aussicht … die Rudelstadt Orchid. Träume ich?“

KLOPF! KLOPF!

„Miss Llothair, Ihre Mutter ist hier, um Sie zu sehen“, ertönt die Stimme einer Bediensteten.

„Sie können gehen. Carrie Llothair! Öffne diese Tür sofort!“, dröhnt die befehlende Stimme meiner Mutter.

Bevor ich mich selbst aufhalten kann, bewege ich mich bereits auf die Tür zu. Als sie aufgeht, begrüßt mich ihr gewohnter kalter Blick, begleitet von einem nur allzu vertrauten Ausdruck der Enttäuschung.

Sie mustert meinen Zustand, schüttelt den Kopf und drängt sich an mir vorbei ins Zimmer.

Mrs. Acacia Llothair, meine leibliche Mutter.

„Carrie, ich verstehe ja, dass du dich über deine Verlobung freust, aber was soll das hier bitte bedeuten?“

Ihre eisigen rosa Augen wandern über das Chaos in meinem Zimmer. Leere Champagnerflaschen, leere Snackverpackungen und Federn aus einem zerrissenen Kissen.

„Ich habe … gefeiert …“, bringe ich schließlich hervor.

„Natürlich. Lass das das letzte Mal gewesen sein!“, befiehlt sie.

„Du bist eine Llothair, also benimm dich auch so. Die Verlobte des ältesten Sohnes der Familie Jackson sollte ihre Stellung nicht vergessen.“

Sie redet weiter, doch ich blende ihre Worte aus und beobachte sie stattdessen.

Diese hoch erhobenen Schultern, die sich für niemanden senken – außer für meinen älteren Bruder. Und diese scharfen Augen, die nur bei meiner Schwester milder zu werden scheinen.

Selbst jetzt, wo ich ihr durch meine Verlobung mit dem Sohn von Alpha Jackson die Gelegenheit verschafft habe, sich mit dieser Familie zu verbünden, steigt sie nicht von ihrem hohen Ross herab, um mir zu gratulieren.

Wie ironisch …

Ist das also die Frau, deren Anerkennung ich mit meinem Leben bezahlen musste?

„Carrie, ich rede mit dir!“

„Entschuldigung, was hast du gesagt?“

Sie starrt mich an, verdreht die Augen und murmelt etwas vor sich hin.

„Räum auf, pack deine Sachen. Wir fahren nach Hause!“

Damals, als das zum ersten Mal geschah … Habe ich meine Sachen gepackt und bin ihr gefolgt?

Oh, jetzt erinnere ich mich. Genau das habe ich getan.

Während der Fahrt nach Hause hörte sie nicht auf, über mein Gewicht, Kinder und meine Pflichten in der Ehe zu reden.

Nicht mit mir!

Das mache ich ganz bestimmt kein zweites Mal durch. Vielleicht läuft gerade einfach mein ganzes Leben vor meinen Augen ab. Eine Rückkehr in die Vergangenheit gibt es nicht. Und selbst wenn doch, will ich nicht noch einmal wie eine Kuh zur Schlachtbank geführt werden.

„Nein …“, flüstere ich mit gesenktem Kopf.

„Was hast du gesagt?“

Werwölfe haben ein ausgezeichnetes Gehör. Ich bin mir also sicher, dass sie mich gehört hat.

Mein Herz hämmert gegen meine Brust, während ich meine feuchten Hände zu Fäusten balle und meinen Entschluss fasse. Ich werde mich nicht länger von meiner Angst beherrschen lassen.

„Nein. Ich komme nicht mit.“

„Was?“

Der Druck ihres Blickes überwältigt mich. Meine zerbrechliche Courage zerfällt augenblicklich, und ich wende den Blick ab.

„Ich habe zu viel getrunken, um jetzt eine längere Autofahrt zu machen. Ich komme später vorbei. Außerdem geht es mir nicht gut, also werde ich hier noch ein bisschen aufräumen.“

„Hm.“ Mutter lässt ihren Blick durch das Zimmer schweifen und nickt schließlich.

„Ja, das solltest du tun! Vielleicht lernst du dadurch endlich etwas Anstand.“

Sie geht zur Tür.

„Und komm nicht zu spät. Nur weil du verlobt bist, werde ich dir kein Fehlverhalten durchgehen lassen.“

„Ja, Mutter.“

Kaum fällt die Tür ins Schloss, geben meine Knie nach.

„Das …“, flüstere ich atemlos.

Die Kälte des Marmorbodens brennt auf meiner unbedeckten Haut.

„Das ist echt.“

Langsam lege ich mich hin und passe auf, meine Kopfschmerzen nicht erneut zu verschlimmern.

„Ich bin in der Zeit zurückgereist.“

Wow … Wie konnte das passieren?

Aber egal. Selbst wenn ich dem Tod irgendwie entkommen bin, wie soll ich Mutter entkommen?

Kann ich diesmal wirklich ein anderes Leben führen?

Expand
Next Chapter
Download

Latest chapter

More Chapters
No Comments
6 Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status