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Ich will sie zurück (Ihre Alpha-Drillinge)
Ich will sie zurück (Ihre Alpha-Drillinge)
Author: Dark Gold

1: Verrat (Der unerwünschte Partner)

Author: Dark Gold
last update publish date: 2026-09-07 00:43:06

Crescent Moon Pack

Willow

„Kumpel!“, hörte ich ein lautes Knurren, das mich aus dem Schlaf riss. Mein Blick traf den der Drillinge, die mich so intensiv anstarrten wie noch nie zuvor. Asher näherte sich mir langsam, dicht gefolgt von Aiden und Axel.

„Meins!“, knurrten sie erneut. Ich dachte, ich hätte mich beim ersten Mal verhört, aber meine Ohren spielten mir keinen Streich. Ich hatte richtig gehört. Allen war bewusst, dass sie heute Geburtstag hatten. Eine riesige Vorbereitung, bei der ich mitgeholfen hatte, war in vollem Gange. Sie hatten ihre Wölfe bekommen, und ich war ihre Gefährtin. Mein Herz hämmerte wie wild. Ich rückte auf meinem kleinen Bett ein Stück zur Seite, als ich sah, wie sie näherkamen.

Ashers Hände, die sanft meinen Oberschenkel streichelten, brachten meine Gedanken völlig durcheinander. Ich brachte es nicht über mich, ihnen allen in die Augen zu sehen. Es sollte ein Verbrechen sein, wenn Menschen so perfekt aussehen. Aiden hob mein Kinn mit seinen Händen an. Sobald mein Blick auf ihre ozeanblauen Augen traf, schmolz ich dahin.

„W… wir sollten das nicht tun“, stammelte ich. Sie hatten mich nie gemocht. Wenn der Alpha und die Luna zulassen würden, dass jemand wie ich mit ihren Söhnen schläft, würde ich großen Ärger bekommen.

„Wer sagt, dass wir das nicht dürfen? Du bist unsere Gefährtin und wir können tun, was wir wollen“, antwortete Axel mit rauer Stimme. Jegliche Vernunft war wie weggeblasen. Die Wahrheit war, dass ich schon seit sehr langer Zeit total in sie verknallt war – und nun war ich ihre Gefährtin? Es fühlte sich an wie ein wahr gewordener Traum. Asher begann, mir mein Nachthemd auszuziehen. An ihren Blicken erkannte ich, was sie wollten, und ich wollte sie auch. Das hatte ich schon immer. Als sich ihre Lippen auf meine legten, fühlte ich mich wie auf dem Gipfel der Welt.

******

Am nächsten Morgen wachte ich mit einem Lächeln auf. Ich sah mich um, aber die Thane-Brüder waren verschwunden. Mein Lächeln verschwand. Ich war ein bisschen niedergeschlagen, aber ich verstand, dass sie sich für ihre Geburtstagsparty fertig machen mussten. Mein Körper schmerzte von den Aktivitäten der letzten Nacht, aber ich war glücklich. Mein Innerstes war von mehr Freude erfüllt, als ich begreifen konnte, denn mein erstes Mal hatte ich mit den Drillingen erlebt, genau wie ich es mir immer erträumt hatte.

„Du faules Mädchen! Ist es nicht schon Zeit, dich an die Arbeit zu machen?“ Die laute Stimme riss mich aus meinen Träumereien. Es war die Obermagd. Wenn ich noch mehr Zeit verschwendete, würde ich ernsthaft bestraft werden. Ich stand auf und zog mir hastig meine Kleidung über, faltete das blutbefleckte Laken von letzter Nacht zusammen und warf es zu meinen Sachen in den beengten Keller, nachdem ich mir im Stillen vorgenommen hatte, es zu waschen, sobald ich mit meinen Aufgaben fertig war. Ich eilte aus dem Zimmer und fuhr mir mit den Händen durch die Haare.

„Eure Königliche Hoheit, wie ich sehe, habt Ihr Euch entschlossen, uns mit Eurer Anwesenheit zu beehren“, spottete die Oberzofe.

Ich blieb abrupt stehen und blickte auf meine Füße hinab. „Es tut mir … leid …“

„Behalte Deine nutzlosen Entschuldigungen für dich. Ich muss eine Party planen und möchte einen guten Start hinlegen. Ich werde nicht zulassen, dass du mir die Laune verdirbst“, erklärte sie. Ich nickte.

„Na dann, warum stehst du da und zitterst wie Espenlaub? Verschwinde mit deiner dreckigen Person aus meinen Augen, bevor ich es mir anders überlege!“, schrie sie mich an. Ich eilte aus ihrer Gegenwart hinaus und machte mich auf den Weg in die Küche. Ich fühlte mich immer noch ein bisschen erschöpft von gestern. Es war eine ziemlich wilde Nacht gewesen und ich war müde, aber das wollte ich niemandem sagen. Ich schaute mich immer wieder nach den Drillingen um, konnte sie aber nirgendwo entdecken.

„Oh, schau mal, die Dicke ist da“, rief eine Dienstmagd wie ich den anderen zu. Sie wischten sich alle die Hände mit Handtüchern ab und ließen die Arbeit liegen, die sie gerade erledigt hatten, bevor ich kam.

„An die Arbeit“, murmelte sie mit einem Grinsen. Ich warf einen Blick auf den Berg an Geschirr und mir blieb der Mund offen stehen.

„Das schaffe ich unmöglich alles“, murmelte ich.

„Glaubt ihr etwa, das interessiert uns? Nutzt dein Gewicht und deine Kraft sinnvoll“, entgegnete sie. Sie stieß mich mit dem Arm an, bevor sie davonging. Die anderen folgten ihr und ließen mich ganz allein zurück. Man könnte meinen, dass ich mich nach Jahren, in denen ich als „Fett“, „Schwein“ und „übergewichtig“ beschimpft worden war, langsam daran gewöhnen würde. Das habe ich nie. Es tat jedes Mal noch immer weh. Ich machte mich auf den Weg zum Geschirr, bevor die Obermagd mich wiederfinden würde.

In der Meute schauten alle auf mich herab. Ich wurde sogar von den Omegas selbst schlechter behandelt als ein Omega. Es verging kein Tag, an dem man mich nicht daran erinnerte, dass ich nur dank der Großzügigkeit des Alphas noch am Leben war. Mein Vater war der Beta des Alphas – zumindest so lange, bis er beschuldigt wurde, den Alpha verraten und einen Putsch geplant zu haben, um dessen Position einzunehmen. Mein Vater wurde zusammen mit meiner Mutter als Verräter gebrandmarkt. Beide wurden als Strafe für ihre Verbrechen getötet, während ich verschont blieb. Man forderte mich auf, dankbar zu sein, dass ich nicht wie sie getötet worden war.

Mein Leben war jedoch schlimmer als die Hölle. Ich wurde von allen gemobbt. Seit meiner Kindheit wurde ich in der Schule wegen meines Gewichts gemobbt. Nach dem Tod meiner Eltern wurde es nur noch schlimmer. Ich wurde in der Schule und im Rudelhaus gemobbt. Der einzige Ort, an dem ich mich sicher fühlen und Zeit für mich haben konnte, war mein kleines Zimmer im Keller. Ich hatte sogar Gedanken daran, nach der Oberstufe wegzulaufen, weil ich es einfach nicht mehr aushalten konnte. Doch all das sollte sich bald ändern. Die Drillinge waren nun meine Seelenverwandten. Ich hätte nie gedacht, dass ich meinen Seelenverwandten finden würde, aber jetzt hatte ich ihn gefunden, und es war das beste Gefühl der Welt.

Sobald ich mit dem Abwasch fertig war, begann ich, das Rudelhaus zu putzen. Alle waren damit beschäftigt, das Rudelhaus für den achtzehnten Geburtstag der Drillinge vorzubereiten. Im Haus herrschte reges Treiben, aber ich hatte sie immer noch nirgendwo gesehen. Ich traute mich nicht, in ihr Zimmer zu gehen. Ich wusste, dass wir jetzt eine Verbindung hatten, aber es war immer noch nicht möglich. Es gab einen riesigen Unterschied in unserem Status. Sie waren die Söhne des Alphas, während ich die Tochter einer Verräterin war – schlimmer noch als eine Omega. Die Mondgöttin hatte uns zusammengeführt. Ich war mir sicher, dass sie mich vor allen als ihre Gefährtin anerkennen würden, genau wie es der Brauch verlangte.

Als ich mit dem Putzen fertig war, wurde es langsam dunkel und die Gäste trafen nach und nach ein. Ich eilte in mein Zimmer und duschte. Ich zog mein Lieblingskleid an, stylte meine Haare und schminkte mich sogar. Ich lächelte strahlend in den Spiegel. Wenn sie mich vor allen Anwesenden als ihre Gefährtin anerkennen würden, musste ich auch entsprechend aussehen.

Ich ging hinaus in den Garten, der so wunderschön geschmückt war wie nie zuvor. Voller Ehrfurcht sah ich mich um, bis ich mit jemandem zusammenstieß. Das Glas, das sie in der Hand hielt, fiel ihr aus den Händen.

„Es tut mir leid. Das war ein Versehen“, entschuldigte ich mich hastig. Ich erkannte sie, denn sie gehörte zu den Schülerinnen, die mich in der Schule gemobbt hatten.

„Deine Existenz ist ein Fehler! Wie kannst du es wagen, mich anzufassen!“, schrie sie und zog damit die Aufmerksamkeit der anderen auf sich. Ich wusste, wohin das führen würde, und ich hatte keine Zeit dafür. Ich wollte mich nur mit den Drillingen treffen, und wie es die Göttin so wollte, traf mein Blick den ihren, nur ein kleines Stück entfernt. Ich lächelte und ging auf sie zu. Mir war sehr wohl bewusst, dass alle Blicke auf mich gerichtet waren.

„Was glaubst du, was du da tust?“, Asher hielt mich mit seinem kalten Tonfall auf. Das Lächeln verschwand aus meinem Gesicht. Irgendetwas stimmte nicht. So hatten sie mich mitten in der Nacht nicht angesehen.

„Sieht so aus, als hätte das Schwein einen Schwarm“, rief jemand mit singender Stimme. Sie alle lachten mich aus.

„Schaut euch doch mal ihre Klamotten an. Sie sieht aus wie ein Clown“, fügte ein anderer hinzu. Ich blickte zu den Drillingen hinüber, und sie hatten ein Lächeln auf den Gesichtern. Ich brachte kein Wort heraus. Die Aufmerksamkeit aller galt mir, und ich war nur zu ihrer Belustigung hier.

„Hat sie denn kein Schamgefühl? Verräterische Tochter!“

„Wie kann sie es wagen, ein Auge auf unsere zukünftigen Alphas zu werfen? Widerliches Stück Scheiße!“

Ihre Worte taten mir weh, aber ich interessierte mich mehr dafür, was mit den Drillingen los war. Ich holte tief Luft und fasste den Entschluss, etwas zu sagen. Gerade als ich den Mund öffnete, um zu sprechen, kam mir Axel zuvor.

„Glaubst du, du bist es wert, bei uns zu sein? Glaubst du, du bist es wert, unsere Partnerin zu sein? Das ist unmöglich. Wir werden niemals eine Partnerin wie dich akzeptieren. Ich, Axel Thane …“

„Ich, Aiden Thane …“

„Und ich, Asher Thane – wir alle lehnen dich als unsere Partnerin ab. Dein Platz ist in der Gosse, wo du hingehörst. Nicht bei uns“, erklärten sie kalt. Ihre Worte trafen mich wie eine Tonne Steine. Ich traute meinen Ohren nicht. Jemand stieß mich zu Boden, und ich fiel mit einem dumpfen Aufprall hin und stieß mir das Knie auf. Ich zuckte zusammen.

„Partner? Glaubt sie wirklich, sie sei eure Partnerin? Was für ein Witz!“, lachte jemand und schüttete mir sein Getränk über den Kopf.

„A... aber ich dachte...“, stammelte ich mit Tränen in den Augen. Ich dachte, zwischen uns wäre etwas Besonderes.

„A… aber… aber“, ahmte mich jemand nach, und sie lachten erneut.

„Hey Nina, du wolltest doch vorhin Schweinefleisch. Warum auf das Schwein warten, wenn wir sie doch schon haben?“, fragte Axel und zeigte auf mich, woraufhin sie alle lachten. Ihr Gelächter hallte in meinen Ohren wider, während immer mehr Getränke über mich gegossen wurden. Mein Herz war in Millionen Stücke zerbrochen. Träume werden wahr? Eher ein Albtraum.

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