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109: Der Anfang vom Ende

Author: Dark Gold
last update publish date: 2026-10-26 20:38:54

Asher

Das Feuerlicht flackerte in meinem Augenwinkel, doch mein Blick blieb auf das flache Grab gerichtet. Keiner von uns sprach. Wir hatten alle beschlossen, draußen zu bleiben und unser Lager neben der Ritualstätte aufzuschlagen, wo Willow im Mondlicht begraben lag. Jeder von uns trug eine Last, die mit jeder Sekunde schwerer wurde.

Daniel und Ella waren früher aufgewacht und hatten nach ihrer Mutter gefragt. Jetzt schliefen sie wieder, aber es hatte viel Überzeugungsarbeit gekostet, ihnen
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    WillowIch erwachte langsam, und als ich die Augen aufblinzelte, fiel eine Last von mir ab. Nur … das waren nicht meine Augen. Sie waren schärfer, wacher. Die Farben um mich herum waren blendend, die Welt eine Leinwand aus ätherischem Licht und wechselnden Farbtönen. Gold-, Blau- und Lavendelsträhnen wogten durch die Luft und verschmolzen zu Formen und Mustern, die lebendig zu sein schienen. Ich versuchte, mich zu bewegen, und stellte fest, dass ich nicht in meiner menschlichen Gestalt war. Meine Pfoten drückten gegen den weichen Boden unter mir, mein silbernes Fell schimmerte wie flüssiges Mondlicht. Meine Wolfssinne waren geschärft wie nie zuvor. Die Luft summte vor Energie, jedes Geräusch und jeder Geruch war intensiver, als ich es für möglich gehalten hätte. Wo war ich? Als ich mich umsah, wurde mir klar, dass dies nicht die Welt war, die ich kannte. Dieser Ort war nicht die Erde, es war etwas ganz anderes. Es traf mich wie ein Donnerschlag: Das war das Mondreich. Die Geschi

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    AsherDas Feuerlicht flackerte in meinem Augenwinkel, doch mein Blick blieb auf das flache Grab gerichtet. Keiner von uns sprach. Wir hatten alle beschlossen, draußen zu bleiben und unser Lager neben der Ritualstätte aufzuschlagen, wo Willow im Mondlicht begraben lag. Jeder von uns trug eine Last, die mit jeder Sekunde schwerer wurde. Daniel und Ella waren früher aufgewacht und hatten nach ihrer Mutter gefragt. Jetzt schliefen sie wieder, aber es hatte viel Überzeugungsarbeit gekostet, ihnen glaubhaft zu machen, dass Willow ihnen etwas holen gegangen war und nicht von ihrem Vater gefangen genommen worden war.Axel ging ein paar Fuß entfernt auf und ab, seine Stiefel knirschten auf dem frostbedeckten Gras. Aiden saß im Schneidersitz und zeichnete gedankenverloren mit einem Stock Muster in den Boden. Kingston lehnte mit verschränkten Armen an einem Baum und beobachtete das Grab wie ein Wächter. Ich saß auf dem Boden, die Knie an die Brust gezogen, und versuchte, mich nicht von der n

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    Lina Das Feuer prasselte leise im Kamin und warf flackernde Schatten an die Wände des Wohnzimmers. Alle waren schon vor Stunden zu Bett gegangen, aber an Schlaf war jetzt überhaupt nicht zu denken. Meine Hände umklammerten die Ränder der Decke, die über mir lag, während mir die zweifelnden Stimmen von vorhin immer wieder durch den Kopf gingen.„Unausgereifte Pläne“, hatte Axel gesagt. „Weißt du überhaupt, was du da tust, Lina?“ Asher sprach zwar leiser, aber seine Stimme klang genauso scharf.Es war nicht das erste Mal, dass sie meine Fähigkeiten als Wolfsseherin in Frage stellten, doch heute traf es mich tiefer als je zuvor. Ich war nicht nur ein Teil dieses Rudels, ich war ihre Führerin, ihre Beschützerin. Zu hören, wie sie an mir zweifelten, ließ mich kleiner fühlen als je zuvor. Ich beugte mich vor und starrte in die Glut, als ob sie die Antworten enthielte, nach denen ich suchte. Die Wahrheit war: Ich hatte nicht alle Antworten, noch nicht. Aber ich würde sie haben. Ich wa

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    WillowIm Haus herrschte eine beunruhigende Stille – jene Art von Stille, die jedes Knarren der Dielen und jedes Flüstern des Windes noch verstärkt erscheinen ließ. Das schwache Licht des Fernsehers flackerte durch den Raum und beleuchtete die angespannten Gesichter der Menschen um mich herum. Es fühlte sich an, als würden wir auf etwas Unvermeidliches warten, etwas, das wir nicht aufhalten könnten, selbst wenn wir es wollten. Asher saß am nächsten am Fernseher, die Arme verschränkt und den Kiefer fest zusammengebissen. Aiden beugte sich vor, die Ellbogen auf den Knien, und seine übliche ruhige Fassade brach unter der Last der Situation zusammen. Axel ging am Fenster auf und ab, und von ihm ging eine unruhige Energie aus wie von einem Sturm, der kurz davor stand, loszubrechen. Lina und ich saßen zusammen auf dem Sofa, und ihre beständige Präsenz war ein Trost, von dem ich nicht wusste, dass ich ihn brauchte. Wir warteten auf die Sendung. Wir warteten auf Thane. Die Kinder waren

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    WillowDie Stille im Haus fühlte sich bedrückender an als die Wände, die uns umschlossen. Alle schienen in ihren eigenen Gedanken versunken zu sein, belastet von der Ungewissheit darüber, was noch kommen würde. Im Laufe des Tages saß ich schließlich mit Lina im Schneidersitz auf dem Boden in einer ruhigen Ecke des Hauses. Ihr Blick war intensiv, ihre Stimme fest, doch ihre Worte waren wie scharfe Pfeile, die direkt auf mein Herz zielten. „Du weißt, dass du dem nicht ausweichen kannst, Willow“, sagte Lina in einem Ton, der keinen Raum für Widerrede ließ. „Je länger du wartest, desto mächtiger wird Alpha Thane. Er wird sich nicht nur auf das Rudel beschränken. Er strebt nach völliger Vorherrschaft. Du hast ihn gehört: Er wird nicht aufhören. Sobald er hier unten war, würde er weiterziehen, während Jason seinen Platz einnimmt.“ Ich seufzte und lehnte meinen Kopf gegen die kühle Wand. „Du lässt es so einfach klingen, als könnte ich einfach eines Tages aufwachen und beschließen, dass i

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