MasukVerstoßen. Verraten. Zum Tode verurteilt. Raven Moonshadow war die Luna von Ironclaw – bis ihr Gefährte, Alpha Lucan, sie fallenließ und ihre Schwester in sein Bett holte. Schwanger und verzweifelt flieht sie in feindliches Gebiet und ätzt sich das Rudelmal mit Säure vom Hals, um zu überleben. Versteckt als Scarlett Bane im erbarmungslosen Bloodfang-Rudel, ist sie nun nichts weiter als eine machtlose Fremde. Bis zu jener Nacht, in der sie dem einen Mann das Leben rettet, der ihren Tod wollen müsste. Alpha Dimitri von Bloodfang erwacht und blickt auf eine vernarbte, rothaarige Heilerin hinab, die über ihm kniet – dieselbe Frau, die beschuldigt wird, ihn vergiftet zu haben. Ihre verbotene Berührung holt ihn vom Rande des Todes zurück, und in einem unwiderruflichen Moment beansprucht er sie als seine persönliche Heilerin. Nun sitzt Raven im Herzen des Feindeslandes fest, trägt das Kind eines anderen Alphas unter dem Herzen, während der gefährlichste Mann von Bloodfang sie mit grünen Augen beobachtet, die viel zu viel sehen. Ein falscher Schritt, und er wird all ihre Geheimnisse enthüllen.
Lihat lebih banyakAlpha Dimitris SichtIch war auf halbem Weg die Treppe hinunter, als die Stimme der Frau an mein Ohr drang.„… und ehe man sichs versieht, liegt man rücklings mit gespreizten Beinen auf der Küchenanrichte, während er sich daranmacht, einen nach Strich und Faden zu vernaschen.“Ich verlangsamte den Schritt.Das … klang ganz gewiss nicht nach einer gewöhnlichen Unterhaltung.Ich nahm die letzten Stufen und trat in das Foyer.„Scarlett“, rief ich, wild entschlossen, was immer das hier war, augenblicklich zu unterbinden.Sie fuhr zu mir herum, als hätte ich sie auf frischer Tat bei einem Verbrechen ertappt. Ihr Telefon hielt sie noch immer krampfhaft in der einen Hand, ihr Gesicht so flammend rot, dass es mit ihrem Haar konkurrierte. Jeder Zentimeter Haut, der über dem Schal sichtbar war, glühte vor Scham, und sie sah aus, als würde sie im nächsten Moment im Boden versinken, wenn man ihr nur die Gelegenheit dazu gäbe.Hinter dem Empfangstresen bemerkte mich die Frau und grinste nur noch b
Ravens / Scarletts SichtIch wachte vor ihm auf.Der Raum lag bereits im hellen Licht, als ich die Augen aufschlug. Alpha Dimitri schlief noch immer auf seiner Seite des Bettes, einen Arm unter dem Kopf angewinkelt, sein Atem ruhig und gleichmäßig.Einen Moment lang sah ich ihm einfach nur beim Schlafen zu.So wirkte er friedlicher. Weniger wie der furchteinflößende Alpha, der ein ganzes Rudel mit einem einzigen Blick befehligen konnte, und mehr wie ein Mann, der sich endlich einmal Ruhe gönnte.Ehe ich noch länger starren konnte, glitt ich vorsichtig unter der Decke hervor und achtete peinlich genau darauf, die Matratze nicht in Bewegung zu versetzen.Behutsam bewegte ich mich durch das Zimmer.Das Badezimmer schenkte mir ein paar ungestörte Momente, um mich für den Tag fertig zu machen. Nach der Dusche zog ich frische Kleidung an, putzte mir die Zähne und schlang mir aus reiner Gewohnheit den Schal sicher um den Hals.Als ich den Blick zu meinem Spiegelbild hob, blickten mir dasselb
Ravens / Scarletts SichtDas Licht war gelöscht.Ich lag auf meiner Seite des Bettes, die Decke bis zu den Schultern hinaufgezogen, und starrte in die Dunkelheit. Die Matratze war breit genug, dass wir einander nicht berührten, und doch war ich mir seiner Anwesenheit nur wenige Schritte entfernt quälend bewusst. Jedes noch so leise Rascheln der Laken schien in der Stille des Zimmers lauter widerzuhallen. Selbst sein gleichmäßiger Atem ließ sich unmöglich ignorieren.Er beobachtete mich.Ich konnte seine Augen in der Finsternis nicht sehen, aber ich wusste es einfach. Seine Art zu schweigen gab mir die unumstößliche Gewissheit. Alpha Dimitri wartete darauf, dass ich einschlief, ehe er sich selbst Ruhe gönnte – genau wie in unserer ersten Nacht hier.Dieses Wissen machte es nur noch schwerer, mich zu entspannen.Ich kniff die Augen fest zusammen.Unter der Decke ballten sich meine Hände zu Fäusten, bis sich die Fingernägel tief in meine Handflächen bohrten. Der schneidende Schmerz war d
Ich hielt den Blick starr auf den Bildschirm gerichtet.Halt die Klappe.Ich mag es, wenn sie in unserer Nähe ist, gestand Zedd schamlos.Ich würdigte diese Bemerkung keiner Antwort.Sie ist ruhig. Sie riecht gut. Sie bringt dich zum Lachen.Ich lache nicht.Zedds Lachen hallte tief und amüsiert durch meinen Verstand.Lügner.Indem ich ihn vollkommen ignorierte, half ich Scarlett weiter durch die verbliebenen Einrichtungsschritte.Als der Startbildschirm schließlich aufleuchtete, blickte sie einen Moment lang auf das Telefon hinab, ehe sie die Augen hob und meinen Blick suchte. Die Erleichterung auf ihren Zügen war unmöglich zu übersehen.Es war bloß ein Telefon. Und doch sah sie aus, als hätte ich ihr etwas von unschätzbarem Wert überreicht.Sobald alles eingerichtet war, stand ich auf und trat vom Bett zurück. „Fertig“, sagte ich. „Nutz es, um mir Nachrichten zu schreiben, wenn du etwas brauchst. Halt den Akku geladen.“Sie nickte augenblicklich, hielt das Gerät behutsam mit beiden

















