LOGINNach dem Gespräch mit der Lehrerin nahmen sie auf deren Hinweis Platz.Kaum saßen sie, kamen etliche Eltern herüber, um Maximilian und Clara zu begrüßen und Visitenkarten zu überreichen.Clara und Maximilian standen beide auf, schüttelten Hände und wechselten ein paar Worte.Nachdem sie eine Weile mit den anderen geplaudert hatten, begann die Lehrerin, die Kinder für die Feier zum Schulbeginn aufzustellen.Clara strich Sophie über den Kopf. „Geh nur.“Sophie nickte. „Ja.“Dabei sah sie zu Maximilian, dann zu Clara.Ihr war natürlich aufgefallen, dass die beiden seit dem Zusammentreffen kaum ein Wort miteinander gewechselt hatten.Irgendwann war ihr aufgefallen, dass die beiden auch sonst kaum miteinander sprachen, wenn sie sich sahen …Früher hatte sie nur nicht darauf geachtet.Sophie ging, wie von der Lehrerin angeleitet, zur Feier. Maximilian und Clara blieben mit den anderen Eltern stehen und sahen dem unbekümmerten, lauten Treiben der Kinder zu.Bei diesem Wiedersehen f
Clara: „Ja, Mama hat am Ersten Zeit.“Tatsächlich hatte sie Sophies Schulbeginn keineswegs vergessen.Da Sophie Clara bei der Feier zum Schulbeginn dabeihaben wollte, würde Clara natürlich hingehen, sofern sie Zeit hatte.Als Sophie hörte, dass Clara Zeit hatte, wurde sie etwas fröhlicher. „Dann ist das abgemacht.“Clara: „Ja.“Sophie zögerte kurz. „Dann … tschüss, Mama.“Früher hatte Sophie ihr nach solchen Anliegen immer noch von ihrem Alltag erzählt oder gefragt, ob Clara viel zu tun habe. Sie hatte nie wie in diesen beiden Gesprächen nur das Nötigste gesagt.Und in ihrem Ton lag eine gewisse Fremdheit.Clara fragte nicht nach und sagte nur: „Gut.“Dann legte sie auf.An diesem Abend ging Sophie früh schlafen, so wie Maximilian es gesagt hatte. Am nächsten Morgen setzte sie sich zum Frühstück, und erst nach einer Weile sagte sie zu Maximilian, der ihr gegenübersaß: „Mama kommt zur Feier zum Schulbeginn.“Maximilian: „Hm. Papa weiß Bescheid.“Als Maximilian und Sophie am
Maximilian: „Hm.“Nach diesem Seufzer schwieg Victoria eine ganze Weile, bevor sie das Thema wechselte.Nach dem Essen setzte sich Florian neben Maximilian.Was am Abend von Dr. Lindemanns Empfang geschehen war, wusste er bereits.Er hatte zwar immer gehört, dass Maximilian jemanden liebte, aber erst an jenem Abend hatte er erfahren, dass diese Person die Rennfahrerin CC war, die er selbst so vergöttert hatte.Als er das alles erfuhr, verstand er auch, warum Maximilian ihm nie ein signiertes Foto von Elena für sein Zimmer besorgt hatte …Als Florian sich zu ihm setzte, sah Maximilian ihn an. „Was willst du sagen?“Florian zögerte einen Augenblick, dann sagte er: „Maximilian, ich finde Clara wirklich toll.“Früher hatte er CC tatsächlich sehr gemocht. Aber seit er wusste, dass CC, ihre Mutter und ihre ganze Familie diejenigen waren, die Clara und ihrer Familie so viel Leid zugefügt hatten, konnte er sie nicht mehr mögen.Und selbst ohne all das hätte er zwischen Clara und Elena
Als Elena nach Hause kam, war es ebenfalls schon gegen neun Uhr abends.Als Heinrich sie sah, fragte er: „In der Firma ist alles in Ordnung?“„Im Moment ja.“Aber wenn die Investoren erfuhren, dass Richter Technologies Velox in Mitleidenschaft gezogen hatte, war das keine Kleinigkeit mehr.Auch Heinrich war klar: Wenn die Angelegenheit von Richter Technologies nicht bald gelöst wurde, konnte sie Velox mit in den Abgrund reißen.Er hatte die ganze Zeit intensiv mit Efficio verhandelt, aber Efficio war keinesfalls bereit, seine Bedingungen zu lockern.Und die Entschädigung, die Efficio verlangte, konnten sie nicht aufbringen, selbst wenn sie alles verkauften …Mit Maximilian an ihrer Seite hätten sie die Chance auf einen Neuanfang gehabt. Dafür hätten sie sogar Richter Technologies aufgegeben. Aber von Maximilian kam einfach keine Reaktion …Nach all diesen Tagen konnten sie noch immer nicht einschätzen, was Maximilian eigentlich dachte.Yolanda sagte ruhig: „Warten wir noch ab.
Was zwischen ihr und Maximilian vorging und was in der Firma passiert war, galt es unter den gegebenen Umständen so weit wie möglich geheim zu halten.Sie ließ Direktor Kessler eine Besprechung einberufen und kümmerte sich anschließend um einige andere Angelegenheiten.Als sie fertig war, war es bereits Mittag.Sie nahm den Autoschlüssel und fuhr los. Kurz darauf hielt ihr Wagen gegenüber dem Von Falken Konzern.Es war Mittagspause, und vor dem Gebäude gingen Scharen von Mitarbeitern ein und aus. Noch vor zehn Tagen hätte sie dort ein- und ausgehen können, wie sie wollte. Aber wenn sie sich jetzt beim Von Falken Konzern zeigte, würde die Nachricht wohl im selben Augenblick im Netz landen.Elena saß im Wagen und sah zum Gebäude hinüber. Erst nach einer ganzen Weile fuhr sie davon.Dass ihre privaten Konten eingefroren waren, wäre an sich nicht so schlimm gewesen. Aber jetzt war Velox betroffen, und wenn die Nachricht vom Einfrieren der Velox-Anteile die Runde machte …Mit diesem
Bis zum nächsten Morgen hatte Elena immer noch keine Antwort erhalten.Maximilian hatte nicht geantwortet. Als die alte Frau Richter beim Frühstück sah, dass Elena ihre Handtasche nahm und offenbar ausgehen wollte, stockte sie und fragte: „Elena, wo willst du hin?“Alle sahen herüber.Elena: „In die Firma.“Die alte Frau Richter: „… Ach so. Auch gut.“Als jetzige Chefin von Velox konnte es nie schaden, wenn Elena sich mehr um die Firma kümmerte.Allerdings wäre es ihnen natürlich lieber gewesen, sie wäre zu Maximilian gegangen statt zu Velox.Denn so wertvoll Velox im Moment auch sein mochte – verglichen mit Maximilian war es nichts.Aber sie wussten auch: Wenn Elena Maximilian jetzt nicht sofort aufsuchte, hatte sie ihre Gründe, und sie wollten sie nicht zu sehr drängen.In diesem Moment sagte eine Hausangestellte, die sie beim Frühstück beobachtet hatte: „Frau Richter, Sie haben über ein Dutzend Pakete seit Tagen nicht geöffnet. Wenn Sie noch länger warten, verpassen Sie wom
Sophie von Falken sprang aus dem Bett: „Wirklich?!“„Ja.“„Warum hat Tante Elena mir das dann gerade nicht gesagt?“„Die Sache ist gerade erst klar geworden, sie weiß es noch nicht.“Sophie war außer sich vor Freude: „Papa, dann sag es Tante Elena noch nicht. Lass uns ihr eine Überraschung mache
Jonas Wagner war einer von Maximilian von Falkens persönlichen Sekretären.Als er ihr Kündigungsschreiben sah, war er äußerst überrascht.Er gehörte zu den wenigen im Unternehmen, die von der Beziehung zwischen Clara und Maximilian wussten.Jeder, der Maximilian kannte, wusste, dass sein Herz nic
Gegen neun Uhr abends kamen Maximilian von Falken und seine Tochter nach Hause.Sophie von Falken klammerte sich an den Saum von Maximilians Jacke und stieg nur zögernd aus dem Auto.Weil ihre Mutter da war, wollte sie heute Abend eigentlich gar nicht nach Hause.Aber Tante Elena hatte gesagt, Ma
Als Clara von Falken am Flughafen von Alpenstein ankam, war es bereits nach neun Uhr abends.Heute war ihr Geburtstag.Beim Einschalten ihres Handys empfing sie eine Flut von Geburtstagsglückwünschen.Alle kamen von Kollegen und Freunden.Von Maximilian von Falken dagegen keine einzige Nachricht.Cl







