LOGINAce
King of the North Side zu sein ist mein Leben. Meine Freunde hatten mir ein Grund gegeben, eine Agenda zu leben. Davor war mein Leben das reine Chaos. Getrennte Eltern, mein Vater glücklich mit seiner neuen Huren-Ehefrau. Meine Mutter krank in einen Krankenhaus, während sich mein Vater sich mit dem Miststück vergnügte und dann noch das Miststück vom Miststück Sarah. Meine fucking Stiefschwester. Ihrerseits hatte ich in letzter Zeit keine Probleme, sie kam in letzter Zeit kaum vorbei. Ein Problem hätte ich dann wenigstens schonmal aus dem Weg geräumt, wenn sie sich nicht mehr blicken ließ, würde ihre Mutter vielleicht einknicken und auf den Knien wieder zurück zu ihrem Ex-Mann kriechen ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Und dann, würde Vater sich auch endlich wieder um meine Mutter Sorgen machen, im Gegensatz zu jetzt. Er war ja kaum zu ertragen mit dieser schwarzhaarigen Hure. Natürlich verstand ich den Reiz. Elsie, die Frau meines Vaters war bildhübsch. Schwarze glänzende Haare, stechend blaue Augen, eine Porzellanhaut und immernoch unglaublich fit. Sie könnte glatt als Sarahs ältere Schwester durchgehen. Und Sarah ... sie war zwar nicht das Ebenbild vin Elsie, aber eines sehr nahe. Mit ihren zarten Achtzehn könnte sie glatt auch noch Sechszehn sein, so jung wirkte sie. Wunderschön, war das einzige Wort das sie beschreiben konnte. „Jungs, wir haben neue Bewerbungen bekommen, für den Platz der Lady." „Vielleicht ist jetzt ja mal eine geeignete Schlampe dabei die wir uns dann endlich mal nehmen können. Ich hab es satt ständig eine über Tage aufreißen zu müssen das die die Beine dann einmal breit macht für nichts", regte sich einer meiner bester Kumpel aus. „Du bist so kleinlich Ezra." „Du wohl nicht Davis, jetzt les uns die Bewerbungen vor. Und die die ohne ein Bild geschickt haben wie die letzten die löschst du gleich", meinte ich zu den beiden. Na mal sehen, vielleicht würde dieses Mal irgendeine dabei sein die man anständig vögeln konnte, ohne daß sie gleich anfing zu heulen wie ein kleines Kind oder gekünstelt zu stöhnen. Sowas hielt ich nicht aus. „Die gestern hat wie am Spieß geschrieen, was war da los?", fragte Ezra unseren Kumpel Davis. Der verdrehte seine Augen. „Ich bin anscheinend zu gut gebaut", er grinste. Das hörte ich nicht zum ersten mal. Er war so gut gebaut, dass die ständigen Blutflecken auf seinem Laken immer wieder aufs neue unserer Haushälterin Maya einen Schrecken einjagten. Mittlerweile hatten wir nur schwarzes undurchlässiges Bettzeug für ihn. „Wir brauchen eine, die auch Davis Monsterschwanz standhält und das zwei Semester lang. Es sind zwei Wochen seit Semesterbeginn und alle haben ihre Queens und wir sitzen auf dem Trockenen. Die anderen Kings wussten schon von Anfang an wen sie wollten", beschwerte sich Ezra. Ich sehe meine Freunde an. „Wer wäre geeignet? Nennt auch Mädels aus den anderen Verbindungen oder Mädels die zu keiner Verbindung gehören." „Sarah", stöhnte Davis lustvoll auf. Ezras Augen leuchteten und ich schaute beide böse an. „Sie gehört zu keiner Verbindung. Vergesst was ich gesagt habe, wer kommt in unserer Verbindung in Frage?" Die beide sehen mich gequält an. „Dafür muss ich die Bewerbungen durchsehen. Ich schaue wer einen Analfick als in Ordnung markiert hat und die nehmen wir." Ich sehe ihn angespannt an. Wieso hat unsere North Side Studentenverbindung verdammt nochmal nur Flittchen. Meghan und Fiona, die einigermaßen vernünftig sind, haben sich nicht beworben, sie sind schlau genug um nichts mit uns zu tun haben zu wollen. Außerdem waren beide im Vorsitz der Verbindung. Sie kümmerten sich um alles, sie waren wie Schwestern für uns. Davis öffnete alle Briefumschläge und stapelte die Bewerbungen. Es waren um die Zehn. Er schaute alle durch und hielt bei einer inne. „Was ist?", fragte Ezra. „Die Checkliste ist außer das sie gesund ist leer", er runzelte die Stirn. Ezra riss ihm die Bewerbung aus der Hand und starrte darauf. „Sie hat sich beworben?" Davis war blass wie auch Ezra. Ich nahm Davis die Bewerbung aus der Hand und starrte darauf. „Nein Sarah würde sich nie bewerben. Das ist ein schlechter Scherz. Jeder weiß das ihr beide hinter ihr her seid." Ich schüttelte den Kopf. Davis lehnte sich vor und schaute auf das Dokument. „Ist das ihre Schrift? Ihre Unterschrift? Und was steht da?" Ich schaute wo er hindeutete. „ICH BIN JUNGFRAU!" Mein Schwanz wurde augenblicklich steinhart. Oh mein Gott. Das war unmöglich. „Sie ist die nächste Lady!", teilte Davis mir mir und Ezra nickte. „Da ist ihr fucking Bild, Ace Mann! Das kann keine Fälschung sein!" Ich schüttle erneut den Kopf. „Nein, alles ist fälschbar." Beide sahen mich schief an. „Euch ist klar was auf dem Spiel steht?" „Ich sehe nur eine verfickte Jungfrau, die nach uns schreit und wir können tun was wir wollen, da sie nach dem Vertrag uns gehört. Du kannst all dein Hass an ihr raus lassen. Stell dir ihre wunderschönen Augen die dir verängstigt ins Gesicht blicken vor." Ezra war ebenfalls hart und Davis war sowieso dauerhaft hart. „Ich sehe", fing ich knurrend an. „Das die Ehre unserer Eltern auf dem Spiel steht. Stiefbruder fickt Stiefschwester mit seinen Kumpels." „Alter das interessiert niemanden. Ezras Mutter war ebenfalls mal eine Lady. Was im Vortex College passiert bleibt im Vortex College." Ich schüttelte wieder den Kopf. „Lasst mich diskret herausfinden, ob sie die Bewerbung abgeschickt hat." „Was wenn sie nein sagt?", fragt Davis verzweifelt. „Ich werde sie nicht direkt darauf ansprechen, wenn sie es nicht war, kann es ekelhafte Konsequenzen haben. Ihr Vater könnte uns den Kopf abreißen!" „Du tust als auf Undercover?" Ich nickte. „Und was dann?", fragte Ezra. „Was wenn sie die Bewerbung nicht abgeschickt hat." „Man verkündet immer in der Verbindungsversammlung wer die neue North Queen ist und die Bewerbung ist ein handfester Beweis, egal ob sie es bestreitet oder nicht. Sollte ich mein okay geben, könnt ihr sie zu eurer Lady machen, aber wenn nicht, suche ich eine Lady aus." Ich riss alle Bewerbungen aus Davis Hand. Ich würde eine Lady aussuchen. Niemals würde Sarah unsere North Queen werden.**Lauren**Fünf Jahre.Es ist erstaunlich, wie schnell das Gehirn lernt, die Bruchstücke eines traumatisierten Lebens zu einem neuen, stabilen Mosaik zusammenzufügen. Wenn ich heute in den Spiegel sehe, suche ich nicht mehr nach den Schatten der Lady Whisperside. Ich sehe eine Frau, deren Augen zwar eine Geschichte erzählen, die zu schwer für manche ist, aber deren Blick fest und klar ist.Wir leben nicht mehr in der totalen Isolation der Schweizer Alpen. Vor zwei Jahren haben wir den Mut gefasst, ein kleines Weingut in der Toskana zu kaufen. Hier ist die Luft nicht schneidend kalt, sondern riecht nach warmer Erde, Rosmarin und reifen Trauben. Es ist ein Ort des Wachstums, nicht nur des Versteckens.„Mama! Schau mal!“Ein kleiner Junge mit dunklen, lockigen Haaren und den stürmischen Augen seines Vaters rennt über die Terrasse. Er hält eine kleine, hölzerne Figur in der Hand – ein Pferd, das Dante für ihn geschnitzt hat.„Vorsicht, Leo, nicht stolpern“, rufe ich und fange ihn ab, als
Um die Wortzahl massiv zu steigern und die emotionale Tiefe zu verdoppeln, habe ich den Epilog um intensive Rückblenden, detaillierte psychologische Analysen der Heilung und eine Erweiterung der „Nachbeben“ von Vortex ergänzt. Hier ist die erweiterte Fassung: ### Epilog: Das Echo der Stille (Erweiterte Fassung) **Lauren** Man sagt, dass die Zeit alle Wunden heilt, aber das ist eine Lüge, die von Menschen erfunden wurde, die nie wirklich am Abgrund standen. Zeit heilt keine Wunden; sie legt nur eine dünne Schicht aus Narbengewebe über den Schmerz, bis man lernt, damit zu atmen, ohne jedes Mal das Gefühl zu haben, zu ersticken. Manchmal, wenn der Wind hier oben in den Bergen besonders scharf um die Ecken des Hauses pfeift, reißt dieses Gewebe auf. Dann schmecke ich wieder das Eisen des Kellers, spüre die Kälte der Ketten an meinen Gelenken und das brennende Gefühl der Demütigung, das tiefer saß als jeder körperliche Schmerz. Es ist jetzt fast ein Jahr her, seit wir die Tore von Vorte
Kapitel 28: In den Eingeweiden des Ordens**Lauren**Die Dunkelheit im Keller des South Schlosses war anders als die in meinem Zimmer. Sie war feucht, roch nach altem Stein und dem metallischen Beigeschmack von Angst. Ian hatte mich nicht in den Red Room im Industriegebiet gebracht – er hatte mich in die privaten Verließe des Schlosses geschleift, dorthin, wo der Rat seine „persönlichen Angelegenheiten“ regelte.Ich war an eine kalte Steinwand gekettet, meine Handgelenke wund von den schweren Eisenringen. Das mitternachtsblaue Seidenkleid war zerrissen, ein trauriger Überrest der Frau, die vor wenigen Stunden noch geglaubt hatte, sie könne das System besiegen.Die Tür quietschte in den Angeln. Das Licht einer einzigen nackten Glühbirne flackerte auf.Es war nicht Ian. Es war Caleb.Er wirkte in der kargen Beleuchtung wie eine Statue aus Granit. Er trug keine Jacke mehr, sein weißes Hemd war an den Ärmeln hochgekrempelt, die obersten Knöpfe offen. Er starrte mich lange an, ohne ein Wor
**Lauren**Die nächsten 48 Stunden waren eine Übung in vollendeter Heuchelei. Ich bewegte mich durch das South Schloss wie ein Geist, der gelernt hatte, das perfekte Lächeln zu tragen. Ich war die gehorsame Lady. Ich saß bei den Mahlzeiten zwischen Caleb und Dante, ich ließ zu, dass Caleb seine Hand auf meinen Oberschenkel legte, während er über Strategien für die Kampfspiele sprach, und ich ertrug Ians kalte Blicke, die mich ständig daran erinnerten, was im Keller des Lagerhauses lauerte.Doch in meinem Kopf war ich bereits Meilen entfernt.*Project Icarus.* Ich hatte den Namen in Blakes Arbeitszimmer aufgeschnappt, als ich ihm „behilflich“ sein wollte, ein paar Akten zu ordnen. Blake war der Einzige, der mir Zugang zum inneren Zirkel der Verwaltung gewähren konnte, ohne sofort Verdacht zu schöpfen. Er hielt mich für harmlos, solange ich keine Fragen stellte.Am Sonntagabend suchte ich ihn auf.„Blake?“, fragte ich leise, nachdem ich an seine Tür geklopft hatte.Er saß wie immer vor
Kapitel 22**Lauren**Die Rückfahrt vom Lagerhaus war ein einziger Albtraum in Zeitlupe. Ian fuhr einhändig, die andere Hand ruhte lässig auf dem Schalthebel, als hätte er mich gerade nur zu einem netten Abendessen ausgeführt. Das Bild der Frau hinter dem Glas war in meine Netzhaut eingebrannt. Jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, sah ich das kalte Blinken des Messers und die totale, lähmende Hoffnungslosigkeit in ihren Augen.Ich war nicht mehr traurig. Ich war nicht einmal mehr nur voller Angst. In mir war etwas gestorben – das letzte bisschen Naivität, das geglaubt hatte, Dante oder Blake seien „anders“. Sie waren alle Teil dieser Maschine. Der eine ölte die Zahnräder mit Zärtlichkeit, der andere mit Gewalt, aber das Ziel war dasselbe: Mich zu zermalmen, bis nichts mehr von Lauren übrig war.Als wir das Schloss erreichten, stieg ich wortlos aus. Ich ignorierte Ians Versuch, mir die Hand auf die Schulter zu legen. Ich rannte förmlich in mein Zimmer, schloss die Tür ab und brach au
Kapitel 19**Lauren**Die Morgensonne stach mir wie ein Messer in die Augen, als ich am Freitag erwachte. Ich lag immer noch in Dantes Bett, eingeklemmt zwischen ihm und Ian. Es war ein absurdes Bild: Zwei der gefährlichsten Männer des Campus schliefen friedlich, ihre Züge im Schlaf fast schon unschuldig, während mein Körper sich anfühlte, als wäre er von einem Güterzug überrollt worden.Vorsichtig wand ich mich aus der Umklammerung. Jeder Muskel schrie auf. Ich sammelte meine zerknitterte Unterwäsche und das Lederkleid vom Boden auf. Als ich an Dantes Schreibtisch vorbeiging, leuchtete sein Tablet auf.Ich konnte nicht widerstehen. Mit zitternden Fingern tippte ich auf den Bildschirm. Er war nicht gesperrt. Das Dashboard der South Side öffnete sich. * **Lady Lauren – Punktestand: 312** * *Eintrag Dante: +200 (Extrem kooperatives Verhalten / Belohnung)* * *Eintrag Ian: +12 (Special Interaction)*Ein bitteres Lächeln stahl sich auf meine Lippen. 312 Punkte. Ich war mehr als über der







