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HALLO PRINZESSIN!

Author: The Ink
last update publish date: 2026-08-11 16:29:01

Kapitel 2.

Kira saß da, unter dem heftigen Prasseln des Regens, unfähig sich zu bewegen, zu sprechen oder irgendetwas anderes zu tun, außer den Mann vor sich anzustarren.

Man sollte meinen, Kira sei wahrscheinlich erschrocken oder verängstigt von der Tatsache, dass dieser verdammt gut aussehende Mann hier gerade zwei verdammten Männern eine Kugel durch den Schädel gejagt hatte und dabei so entspannt aussah – aber sie starrte eigentlich nur darauf, wie heiß er aussah.

Die Art, wie seine breiten Schultern den teuren zweiteiligen Nadelstreifen-Anzug spannten… Auf die Art, wie seine nackte Brust unter dem verruchten Blazer schimmerte, der seine Bizepse und schwieligen Arme umschloss.

Kiras Augen bewegten sich gegen ihren Willen und zwangen sie dazu, die Schärfe seiner Kieferlinie, die Härte seiner markanten Brauen und das Hervortreten seines Kehlkopfs zu bemerken.

Ein Kloß bildete sich in ihrem Hals, aber sie schluckte ihn sanft herunter, während sie die Züge seines Gesichts mit ihren zarten Reh-Augen nachzeichnete.

Er sah heiß aus, dachte sie bei sich. Heißer als vor 6 Jahren, als sie ihn das letzte Mal gesehen hatte.

Ihre Augen wanderten zu seinem Nasenrücken, zu seinen herzwinkligen Lippen, bevor sie schließlich zu der Hand wanderten, die die Waffe hielt. Lange, dicke, geschickte Finger. Ihr Magen zog sich zusammen, und das ungeschminkte Bild, wie die Finger ihres Ex-Freundes in Adoras Fotze hinein- und herausglitten, füllte ihren Kopf.

Würden Damians Finger ihre Fotze auch so ausfüllen? Der Gedanke war wild und dreckig, und das war alles, was nötig war, um sie blinzeln zu lassen und schlagartig in die Realität zurückzuholen.

Aber Damian? Er war immer noch in seiner Welt. Seine Kieferlinie war scharf und sein Ausdruck kalt. Aber seine Augen? Sie bewegten sich lautlos unter dem Schutz seiner dunklen Sonnenbrille und starrten jeden Zentimeter von ihr an, als wollte er seinen Blick in ihre Haut einbrennen.

Als er sie das letzte Mal gesehen hatte, war sie so winzig wie eine Ameise gewesen, an der es nicht einmal etwas zu bewundern gab. Aber jetzt? Jetzt war sie erwachsen, mit einem absolut umwerfenden Körper. Sie trug wahrscheinlich immer noch Größe 34, aber die Brüste unter dem durchnässten weißen Oberteil enthüllten mehr, als er am ersten Tag, an dem er sie nach 6 Jahren wiedersah, sehen wollte.

Damians Kiefer spannte sich an. Er wusste, dass er aufhören sollte hinzusehen, aber seine Augen wanderten verräterisch zu ihren Oberschenkeln hinab.

Verdammt! Selbst in ihrem Faltenrock konnte er ihre fleischigen Oberschenkel der Größe 36 sehen und die vollkommen makellose Haut, die die Spuren seines Anspruchs noch lange tragen würde, bevor sie verschwanden.

*Fokus.* Eine Stimme in seinem Kopf herrschte ihn an, und Damian blinzelte sanft, während er sich vom Auto abstieß.

„Hallo, kleiner Vogel“, rief Damian in seinem gewohnt tiefen, männlichen Tonfall, bevor er die Waffe in seine Gesäßtasche schob.

Kiras Wimpern flatterten und sie blinzelte sofort zurück, fortgetragen vom Klang seiner Stimme.

„Hallo…“, brachte sie eine zitternde Antwort zustande, während sie ihn immer noch anstarrte.

Damian bemerkte die Röte auf ihren Wangen und die leichte Öffnung zwischen ihren Oberschenkeln, aber er atmete tief ein und drehte sich dann um.

„Steig ins Auto, kleiner Vogel. Ich habe keine Zeit zu verlieren“, befahl er in seinem gewohnt autoritären Tonfall, während er auf den Fahrersitz zuging. Seine Stimme klang jetzt noch tiefer und autoritärer als beim ersten Mal, als er gesprochen hatte.

Kiras Mund zuckte und sie machte einen kleinen, verärgerten Schmollmund. „Ich bin kein kleiner Vogel“, fluchte sie laut genug, dass er es hören konnte, während sie ihn im Stillen schalt.

Ewig hatte er sie schon „kleiner Vogel“ genannt, als ob ihr eigentlicher Name gar nicht existierte.

Damian gab keine Antwort auf ihre Worte. Er ging einfach zurück zum Auto, stieg ein und schlug die Tür zu.

Kira starrte ihn in völligem Schock an, aber worüber war sie überhaupt überrascht? Damian war schon immer kalt gewesen, mit wenig bis gar keinem Gewissen. Aber nach 6 Jahren hätte sie erwartet, dass er weniger düster war. Ihr zumindest den Regenschirm zu reichen oder ihr sogar aufzuhelfen. Seit seiner College-Zeit ging das Gerücht um, er sei schwul, da er kaum mit Frauen interagierte, und dennoch hatte er es geschafft, zu College-Zeiten für ein Viertel aller gebrochenen Herzen zu sorgen. Ungeachtet der Gerüchte um ihn war er ihr gegenüber nie ganz kalt gewesen. Er schenkte ihr immer noch dieses steife Lächeln, das sie sich wünschen ließ, er hätte gar nicht erst gelächelt.

Damians Griff um das Lenkrad verengte sich, dann neigte er den Kopf leicht, um durch das Fenster auf Kira zu starren, die immer noch auf dem Boden saß.

„Steigst du ein oder bleibst du da sitzen und trauerst um ihren Tod?“

Kira unterdrückte den Drang, die Augen darüber zu rollen, wie nervtötend autoritär er klang. 6 Jahre, und er war immer noch ein kalter Freak.

Sie drückte ihre Handfläche auf den Boden und versuchte erneut aufzustehen, aber ihre Knie gaben nach und sie krachte erneut auf den Boden.

Damian starrte sie mit einer Frustration an, die sich in seinem Gesichtsausdruck kaum zeigte.

Widerwillig stieg er aus dem Auto, schlug die Tür hart zu und ging dann zu ihr hinüber.

„Sehr schwach“, fluchte er unter seinem Atem, aber sie hörte ihn trotzdem.

„Das nennt man nicht Schwäche, Damian, das nennt man Verletzung!“

Damian rollte mit den Augen, schob eine seiner Hände unter ihre Oberschenkel und eine an ihren Rücken, bevor er sie im Brautstil auf die Arme nahm.

Kiras Atem stockte und ihre Kehle zog sich zusammen, als wäre sie zugeschnürt worden.

Ihre Hand legte sich langsam um seinen Nacken und sie starrte ihn an, als wäre sie ein kleines Baby, das von einem bezaubernden Prinzen gerettet wurde.

Damian bewegte sich voller Anmut, seine Kiefermuskeln zuckten leicht, während sie ihn unverwandt anstarrte.

Als er am Beifahrersitz ankam, setzte er sie vorsichtig hinein und streifte dabei unbewusst mit der Hand die Wölbung ihres Hinterns.

Kira zuckte sanft zusammen; diese Stelle kribbelte, als ein feines Gefühl durch sie hindurchglitt.

Damian sagte nichts zu ihr. Er ging einfach um das Auto herum, stieg ein und schaltete die Heizung ein.

„Sicherheitsgurt“, befahl er und trat aufs Gaspedal.

„Oh…“, formte Kira mit dem Mund und griff nach dem Gurt.

Schon bald war das Auto auf der Straße, und Kira saß einfach da, endlich in der Lage, an ihren Bruder zu denken. Wo war er? Ging es ihm gut? War ihm etwas zugestoßen? Warum war er sie nicht retten gekommen? Warum hatte er stattdessen Damian geschickt?

„Wo bringst du mich hin?“, fragte sie leise, aber Damian würdigte sie keines Blickes.

„Du hast einfach nicht aufgehört, eine Quasselstrippe zu sein.“

„Das nennt man eine Frage, Damian. Ich wollte nur wissen, wohin ich gebracht werde.“

Damian sagte nichts zu ihr. Er umklammerte nur das Lenkrad fester und brauste davon.

Kira zuckte im Auto zusammen, aber es lag nicht an der Geschwindigkeit seiner Fahrt. Wenn überhaupt, fuhr er besser als ihr Bruder, der nicht einmal bei der Mafia war. Ihr war einfach nur warm.

„Dein Auto ist heiß“, murmelte sie und fächerte sich mit der Hand Luft zu.

„Wenn hier irgendetwas heiß ist, dann ist es mein Körper. Aber wenn dir die Wärme nicht passt, kann ich dich auch zurück in den Regen werfen.“

Kiras Atem stockte und sie saß mit offenem Mund wie erstarrt auf dem Sitz.

Hatte Damian das wirklich gerade gesagt? Sie neigte den Kopf leicht, um ihn anzustarren, aber wie üblich war sein Blick auf die Straße gerichtet, die Nase gerade, die Kieferlinie scharf. Soweit sie sich an ihn erinnerte, hatte er früher kaum mehr als zwei Worte herausgebracht.

*Was für eine komplexe Persönlichkeit*, dachte sie bei sich, bevor sie einen Seufzer ausstieß und sich zurück in den Sitz gleiten ließ.

Damian beobachtete sie aus den Augenwinkeln. Der Anblick ihrer leicht abgezeichneten Brustwarzen erregte seine Aufmerksamkeit, aber er blickte sofort wieder weg.

Die Fahrt dorthin, wo auch immer sie hinfuhren, dauerte etwas mehr als 25 Minuten. Als sie ankamen, hielt Damian in der Garage an, griff nach einem längst vergessenen Mantel von sich vom Rücksitz und warf ihn auf ihren Schoß.

„Hier. Zieh ihn an.“

Kira starrte auf den Mantel, dann hoch zu ihm. „Musst du denn so fies sein?“

„Wirf ihn weg, wenn du ihn nicht anziehst“, antwortete er kalt, stieg dann aus und öffnete ihr die Tür.

Kira schlüpfte in den riesigen Mantel und hielt den Saum hoch, damit er nicht über den Boden streifte. Der Mantel war so groß, dass sie sich beinahe darin verschluckt fühlte.

Als sie aus dem Auto stieg, strich die kühle Luft des Krankenhauses über ihre Haut und sie schauderte auf eine Weise, die Damian gerne sehen würde, wenn sie sich unter ihm wand.

„Warum sind wir im Krankenhaus?“, fragte Kira mit runzelnder Stirn und sah sich um.

Damian schlug zuerst die Tür zu und sagte dann: „Ist es dir lieber, wenn ich dich mit deinen verletzten Beinen herumlaufen lasse?“

Kira starrte auf ihr Bein, das einen leichten Kratzer abbekommen hatte, und verengte überrascht die Brauen. Sie hatte es bis jetzt, wo er es ansprach, nicht einmal bemerkt. Alles, was sie gespürt hatte, war der scharfe Schmerz ihres verdrehten Knöchels und ihrer müden Beine.

„Oh“, formte sie mit dem Mund und umklammerte den Mantel tollpatschig.

Damian ging voraus und sie folgte ihm, während sie ihn in Gedanken beschimpfte. *'Woher soll ich denn wissen, dass du so aufmerksam bist, wenn du die ganze Zeit nur finster blickst?'*

Als sie das Krankenhaus betraten, verneigten sich die Angestellten sanft vor ihm, als wäre er ihr Herrscher – was Kira sich fragen ließ, warum sie einem Mann Respekt zollten, der ohne Reue Leben auslöschte, die sie zu retten versuchten.

Schon bald kamen sie vor einer Tür an und Damian klopfte nicht. Er drehte einfach am Knauf und sie traten in das wunderschöne Büro ein. Doch im selben Moment, als sie es taten, stockte Kira der Atem und ihre Beine froren beim Anblick vor ihr ein.

Alex Thorne stand da mit einer stattlichen Größe von 1,95 Metern und strahlte die ruhigste Aura aus, die sie je gesehen hatte. Er war in einen makellosen weißen Arztkittel gekleidet, mit einer zarten rechteckigen Brille auf dem Nasenrücken, während seine linke Hand das Stethoskop um seinen Nacken hielt. Sein perfektes, mittellanges Vokuhila-Haar fiel in dichten, welligen Schichten seinen Nacken hinab, und die kürzeren Partien rahmten seine Schläfen ein.

Er verschrieb gerade einem Patienten einige Medikamente, aber nun, da er sich umgedreht hatte, versteifte sich Kiras Körper und ihre Augen blieben an der Schönheit kleben, die sie seit 6 Jahren nicht mehr gesehen hatte.

Obwohl sie alle dieselben markanten Züge teilten, konnte sie den Unterschied immer erkennen.

Und dieser Mann im blütenweißen Arztkittel war kein Anderer als Alex Thorne von den Blackwood-Brüdern. Derjenige, dessen sanftes Lächeln sie immer zum Kichern gebracht hatte, während sie im Geist die Gedanken daran wiederholte, wie sich seine Lippen wohl auf ihren anfühlen würden.

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