登入SOPHDonnerstagmorgen.Damian küsste mich sanft. „Schreib mir, wenn du etwas brauchst.“ Er verschwand den Flur entlang in sein Büro. Ich lehnte mich auf dem Sofa im Wohnzimmer zurück und lächelte die Decke an.Es war die unglaublichste Woche überhaupt; mit jedem Tag fühlte sich alles ein Stück realer an.Das hier passierte wirklich; wir passierten wirklich.Ich scrollte durch mein Handy, während ich meinen Kaffee trank.„Das reicht!“, schrie er plötzlich. „Das ist der verdammte letzte Tropfen auf den heißen Stein.“ Ich hörte, wie seine Bürotür aufflog, und er stürmte heraus. „Wir fahren“, verkündete er.„Willst du zu mir nach Hause?“„Nein. Wir fliegen nach Berlin.“Meine Miene verfinsterte sich. „Was?“„Die Kinder haben ab morgen Schulferien, und ich habe nächste Woche einfach zu viel um die Ohren. Solange das mit dem Internet nicht geklärt ist, kann ich von hier aus nicht arbeiten. Ich werde nächste Woche einen Techniker kommen lassen.“„Die Kids und ich warten einfach hier, bis du
SOPH„Ahem…“ Ich räusperte mich. „Ich will euren kleinen Moment hier ja nur ungern stören.“Schuldbewusst fuhren sie auseinander.„Entschuldigung“, stammelte Jan. „Ich muss wieder an die Arbeit.“ Er wollte gerade zur Haustür hinausgehen, hielt dann jedoch auf halbem Weg inne, drehte um und verschwand durch die Hintertür.Selina starrte ihm hinterher, als hätte sie gerade ein Gespenst gesehen.„Was war das denn bitte?“, flüsterte ich.„Das war bizarr.“ Sie sah mich an. „Oder?“ „Hast du ganz vergessen, dass du verheiratet bist?“„Scheiße, für eine Sekunde lang tatsächlich.“ Sie presste die Hände an ihre Schläfen. „Gott im Himmel, der Typ ist verboten heiß.“ Sie schüttelte den Kopf und versuchte, sich wieder zu fangen. „Ich hatte noch nie so eine körperliche Reaktion auf jemanden.“Ich ** riss** die Augen auf. „Verheiratet“, formten meine Lippen lautlos.„Ich weiß, ich weiß.“ Sie nahm mich in den Arm. „Aber wie geht’s dir überhaupt?“ „Ich habe dir so viel zu erzählen“, flüsterte ich aufg
SOPHKurz nach neun bogen wir in seine Einfahrt ein, und er half mir aus dem Wagen. Während er meine Hand hielt, humpelte ich ins Haus. Jan goss gerade den Garten, als wir an ihm vorbeigingen.„Guten Morgen!“, rief er.„Nicht wirklich“, brummte Damian im Vorbeigehen.„Lief der Schulmorgen etwa nicht so glatt, Big Daddy?“ Jans Augen funkelten schelmisch.„Verpiss dich“, gab Damian zurück.Oh ... Jan war ein echter Sprücheklopfer. Diese Dynamik zwischen den beiden war mir völlig neu.Aber sie gefiel mir.„Ich bin den ganzen Tag in Meetings“, sagte Damian zu ihm. „Kannst du Sophie heute bitte wieder unter die Arme greifen?“„Klar doch.“„Und ...“„Ich weiß, Hände weg.“ Jan schnitt ihm das Wort ab.Damian zog die Lippen kraus, und ich musste lachen. Jan zwinkerte mir frech zu.Ich humpelte hinein; Damian quartierte mich auf der Couch ein und reichte mir die Fernbedienung. „Schreib mir, wenn du was brauchst.“ Er küsste mich sanft, seine Lippen verweilten auf meinen.„Okay“, hauchte ich an
SOPHEr lächelte, und seine Lippen berührten flüchtig die meinen.Wumm. Die Tür flog auf, und wir fuhren erschrocken auseinander.„Warum schlaft ihr zusammen?“, wollte Emil wissen.Damian rollte sich auf den Rücken und versteckte sein Gesicht hinter dem Kissen. „Mama brauchte Hilfe mit ihrem Handgelenk.“„Oh.“ Er setzte sich an die Bettkante, beugte sich vor und drückte mich eine ganze Weile lang.Damian ** riss** die Augen auf – ein eindeutiges „Sieh zu, dass du ihn loswirst“-Signal.„Komm schon.“ Ich stand auf und nahm Emils Hand. „Lass uns Frühstück machen.“Ich belastete meinen Fuß und verzug das Gesicht. „Ich vergesse ständig diesen blöden Knöchel.“ Ich hüpfte ins Badezimmer. „Zieh dich schon mal an, Emil, ich bin gleich unten.“„Okay.“Er verschwand, und Damian stürmte förmlich ins Bad, nahm mich in den Arm und drückte mich gegen das Waschbecken. Er küsste mich sanft; seine Lippen verweilten auf meinen, während wir diesen Moment genossen.„Der Tag fängt verdammt gut an“, flüster
SOPH„Gute Nacht. Ich hab dich lieb.“„Hab dich auch lieb, Mama.“Ich küsste die Kinder, und Damian verschwand mit ihnen, um sie ins Bett zu bringen. Ich hüpfte ins Badezimmer und setzte mich auf die Toilette. Langsam hatte ich den Dreh mit diesem Einbein-Gehopse raus. Ich brauchte dringend eine Dusche, aber ...Damian tauchte mit einer Plastiktüte und Isolierband auf. „Lass uns deinen Gips einpacken, damit du duschen kannst.“Ich stieß einen schweren Seufzer aus. „Ich komme mir vor wie eine einzige Last.“Er half mir beim Aufstehen, stülpte die Tüte über meinen Arm und überlegte einen Moment. „Du musst dich zuerst ausziehen.“„Das ist irgendwie unangenehm.“„Warum?“„Weil du mir beim Duschen helfen musst und ...“„Ich hab dich schon nackt gesehen, falls du dich erinnerst.“„Ich weiß, aber in diesem Kontext ist es einfach seltsam.“ Ohne das berauschende Pochen der Erregung zwischen uns fühlte sich das alles ein wenig zu ... schutzlos und intim an.„Arme hoch.“Ich hob die Arme, und Da
SOPHVier Stunden später lag ich auf der Couch und zappte mich durch das Fernsehprogramm, während ich Damian dabei zuhörte, wie er via Zoom die Welt regierte. Er war fordernd und herrisch, streitlustig und jähzornig. Ich kam zu dem Schluss, dass er sich bei der Arbeit kein Stück verändert hatte, seit ich meine Stelle als seine persönliche Assistentin aufgegeben hatte.Immer noch das größte Arschloch Berlins.Eigenartig.Zu den Kindern ist er so sanftmütig ... und mittlerweile sogar zu mir.Eine Nachricht ploppte auf meinem Display auf.Musst du mal ins Bad?Ich antwortete.Nur, wenn du gerade Zeit hast.Ich hörte, wie er sein Meeting beendete, kurz darauf tauchte er auf. „Alles okay?“„Mhm.“ Ich lächelte.„Badezimmer?“„Mhm.“ Er hob mich hoch, trug mich den Flur entlang und setzte mich auf die Toilette.„Weißt du, ich dachte eigentlich, du hättest dich verändert“, sagte ich zu ihm.„Wie meinst du das?“„Du bist bei der Arbeit immer noch so wütend.“„Ich bin durchsetzungsstark, das ist
DAMIANIch bog punkt drei auf den Schulparkplatz ein. Gerade noch rechtzeitig; die Glocke hatte noch nicht geläutet.Ich stieg aus und schritt auf das Tor zu; ich wollte unbedingt da sein, wenn sie herauskamen. Ich hatte früher Feierabend gemacht, weil es mir heute wichtig war, sie selbst abzuholen
SOPHIch wartete in meinem Wagen in der Schlange vor der Schule; wenigstens war ich heute früh genug dran, um überhaupt einen Platz in der Kolonne zu ergattern. An manchen Tagen muss ich meilenweit entfernt parken und bin gezwungen, zu Fuß zu gehen.Ich habe das Gefühl, mein Kopf explodiert jeden M
SOPHIch saß in dem blitzblanken Haus und beobachtete die Uhr.Es war ein seltsamer Tag gewesen: kein Absetzen an der Schule, kein Abholen, kein Abendessen, das gekocht werden musste, keine Kinder, auf die ich aufpassen musste. Nur ich… und all diese schreckliche Freizeit. Ich war spazieren gewesen
SOPHIch nippte an meinem Tee, während ich die Fernbedienung in Richtung Fernseher hielt, um umzuschalten. Eigentlich hätte ich wohl längst ins Bett gehen sollen – es war bereits nach 22 Uhr –, aber ich war noch nicht im Geringsten müde.Plötzlich hörte ich Schritte auf der Treppe und dann ein leis







