LOGINSOPHDrei Stunden später.Wir haben geredet und gelacht, wir haben gegessen und Champagner getrunken. Wir lagen auf der Decke, haben zum Mond hinaufgestarrt und die Sterne beobachtet, wie sie ihren Zauber auf uns herabstahlen.„Es war die perfekte Nacht.“ Ich lächle mein gutaussehendes Date an.„Wir sollten tanzen.“ Er steht auf und hält mir seine Hand hin.Ich lasse mir Zeit beim Aufstehen.„Wir haben einen straffen Zeitplan, beeil dich.“Ich kichere und stehe auf. „Dieser Zeitplan von dir.“ Er nimmt mich in seine Arme, und das Lied „Turning Page“ von Sleeping At Last beginnt.„Oh, dieses Lied“, flüstere ich zu ihm auf. „Das ist … so traumhaft …“Wie in der perfekten Szene aus dem perfekten Film tanzen wir unter dem Mond am See.Ich bin gerade dabei, mich wieder ganz neu in ihn zu verlieben … falls das physisch überhaupt noch möglich ist.„Soph“, flüstert er.„Ja.“ Ich lächle ihn an.„Es wäre ein Privileg, dich mein nennen zu dürfen … für immer.“ Mein Herz setzt aus, während meine Au
SOPHMeine Augen füllen sich mit Tränen. Er hat es wirklich drauf.„Na gut.“ Ich stelle mich auf die Zehenspitzen, um seine vollen Lippen zu küssen. „Du hast gewonnen.“„Ich habe gewonnen?“„Das ist das Romantischste, was jemals jemand zu mir gesagt hat.“„Bisher“, grinst er auf mich herab.„Du hast mir ja versprochen, dass du dein Bestes geben wirst.“„Mal sehen, wie ich mich schlage.“ Er nimmt mich bei der Hand und führt mich den Steg hinunter. Die Picknickdecke ist gepolstert, überall liegen Kissen verstreut und ein riesiger Weidenkorb steht bereit. Er hilft mir beim Hinsetzen, streift seine Schuhe ab, setzt sich neben mich und scrollt durch etwas auf seinem Handy. „Ich habe eine Playlist für dich erstellt.“„Häh?“Er hält mir sein Handy hin und zeigt mir den Spotify-Bildschirm.A-Game Date Songs für SophIch breche in Gelächter aus. „Ist das dein Ernst?“Er zieht die Augenbrauen hoch. „Du wolltest Kitsch, und ich liefere.“ Er drückt auf Play. „You Were Always on My Mind“ von Willi
SOPHDamians Handy piept wegen einer SMS, er nimmt es in die Hand und liest sie. „Sie fahren jetzt in die Tiefgarage. Gehen wir.“„Darf ich denn noch Zeit mit Selina verbringen?“, frage ich mit gerunzelter Stirn.„Fünf Minuten. Das Flugzeug hatte Verspätung, und wir müssen planmäßig los.“ Er zieht den Reißverschluss seiner Tasche zu. „Leni und Emil!“, ruft er.„Ja?“, ruft Emil zurück.Damian verzieht die Oberlippe. „Wenn ich euch rufe … schreit bitte nicht ‚Ja‘ zurück“, ruft er.„Ja, na ja … ich gucke fern. Was willst du, Papa?“ Damian tut so, als würde er die Luft erwürgen.Ich kichere; die Frechheit der Kinder fängt an, an seinen Nerven zu zerren. Der Reiz, ein frischgebackener Vater zu sein, lässt langsam nach.„Kommt sofort hierher!“, rufe ich strenger.„Ugh“, höre ich Emil stöhnen; er und Leni schleppen sich schließlich in unser Schlafzimmer.„Ihr zwei benehmt euch dieses Wochenende bitte für Selina“, sagt Damian.„Ja.“„Und geht ins Bett, wenn sie es euch sagt – keine ‚Wir-dürfe
SOPHMittwochabend.Der Kellner tritt an unseren Tisch. „Darf ich Ihre Bestellung aufnehmen, bitte?“Damian hat das Kochen satt, und unter uns gesagt: Wir haben sein Kochen satt ... also sind wir zum Essen ausgegangen, sobald er von der Arbeit nach Hause kam.„Was möchtest du, Emil?“, fragt er.„Pasta.“„Wir nehmen zweimal die Spaghetti Bolognese, bitte, und für mich das Steak.“ Er sieht zu mir herüber. „Schatz?“„Für mich den Salat, bitte.“ Ich lächle.„Vielen Dank“, sagt Damian. Der Kellner verschwindet, und die Zwillinge beginnen, sich zu kabbeln.Damian öffnet sein Handy, ruft Netflix auf und startet einen Film. Er lehnt das Handy gegen die Salz- und Pfefferstreuer, und sie werden sofort ruhig, als sie anfangen zuzuschauen. Ich lächle, und Damian nimmt meine Hand in seine und küsst sie sanft.„Hallo“, sagt eine Frauenstimme.Wir blicken auf und sehen Juliane über uns stehen.Oh Mist.Damians Gesichtszüge entgleisen. „Juliane.“„Ich wollte eigentlich morgen zu dir kommen, aber ich
DAMIANZwanzig Minuten später biegen wir in die Tiefgarage ein. Jan bringt den Wagen zum Stehen, ich steige aus und beuge mich noch einmal vor, um meine Aktentasche zu greifen.„Papi!“, quiekt es durch die Garage. „Papi!“Ich blicke auf und sehe die Zwillinge auf mich zugaloppieren, so aufgeregt, mich zu sehen, dass sie mir direkt in die Arme springen. Ich hebe beide gleichzeitig hoch, und ihre kleinen Hände schlingen sich um meinen Hals.Oh …Ich bekomme einen Kloß im Hals.Ich werfe einen Blick hinüber und sehe, dass Jan und die Jungs ebenfalls das breiteste Lächeln im Gesicht haben.Und dann sehe ich sie – meine Liebe.Sie steht am Fahrstuhl. Wie lange hat sie wohl schon hier unten mit ihnen gewartet, um mir diesen überraschenden Empfang zu bereiten?Mit den Zwillingen auf dem Arm gehe ich auf sie zu und küsse sie sanft; meine Lippen verweilen einen Moment länger auf ihren. „Du wirst dein blaues Wunder erleben“, flüstere ich.Sie kichert, während sie den Knopf für den Fahrstuhl drü
DAMIANIch habe so viel Arbeit vor mir, dass es eigentlich gar nicht mehr lustig ist, und trotzdem sitze ich hier in meinem Büro, trommle mit den Fingern auf den Schreibtisch und starre ins Leere. Ein Date … ein Date …Mein „A-Game“-Date.Wo zum Teufel führe ich Soph zu unserem ersten Date aus?Ich will auch kein Drei-Stunden-Date; ich will eine ganze Nacht mit ihr allein … im „Ich-blas-ihr-den-Verstand-weg“-Stil.Aber wer soll dann babysitten? Ich weiß, dass sie die Kinder nicht einfach bei jedem lässt. Vielleicht Jan … hm, das wird ihr nicht gefallen.Ich meine, ich könnte Carina oder einen meiner Brüder fragen, aber ich habe sie einander noch nicht einmal vorgestellt, weil ich zuerst die Sache mit Mutter klären wollte … nicht, dass es da jetzt noch irgendetwas zu klären gäbe.Nein, das Familientreffen will ich richtig aufziehen: Ich lade sie alle zu uns nach Hause zum Abendessen ein und gebe mir wirklich Mühe, zum ersten Mal alle zusammenzubringen.Vielleicht rufe ich Selina an und
SOPHEs war ein aussichtsloser Kampf, die Augenlider offen zu halten.Die Schmerzmittel wirkten zwar wunderbar, aber ich fühlte mich völlig weggetreten. Damian saß auf dem Stuhl in der Ecke; er war mir nicht von der Seite gewichen. Und so sehr ich ihn auch bat, nach Hause zu gehen, war ich doch fro
SOPHIch werfe einen letzten Blick in den Spiegel. Meine Haare fallen in Locken über meine Schultern, ich trage ein hübsches cremefarbenes Kleid, dazu braune Riemchensandalen mit Absatz und die passende Tasche.Heute Abend ist Schulfest, und ich habe mir Mühe gegeben, mich schick zu machen, um mein
SOPHDas Geräusch ihrer Rufe hallt durch die Stille, Flügel schlagen gegen das Wasser, während sie abheben. Ein Vogel im Flug ist etwas Wunderschönes.Ich sitze auf der hinteren Veranda und starre über den See. Mein Leben ist ein Trümmerhaufen… und in einer Zeit, in der ich eigentlich panisch sein
SOPHMonate späterIch lese die Nachricht von Selina.Ich muss dich sehen.Dringend.Können wir heute Mittag essen?Häh?Ich schreibe ihr zurück.Was ist los?Ich warte auf ihre Antwort.Nichts ist los, aber ich muss dich sehen.Herrje, ich frage mich, ob sie Streit mit Scott hat. Ich antworte.Ich







