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KAPITEL 3

Author: Jaywrites
last update publish date: 2026-08-21 18:54:33

Ravens POV

Nachdem ich Elena endlich dazu gebracht hatte, die Scheidungspapiere zu unterschreiben, ging ich nach unten, um noch schnell einen Espresso zu trinken, bevor ich direkt zu dem luxuriösen Boutique-Hotel zurückfuhr, in dem ich Tracy und meinen kleinen Sohn zurückgelassen hatte.

Es war nicht leicht, Elena endgültig loszulassen, aber ich hatte keine andere Wahl, denn Tracy war zurück und hatte unmissverständlich klargemacht, dass sie ihre Sachen packen und dauerhaft zurück nach Chicago ziehen würde, wenn ich mich nicht sofort von Elena scheiden ließ.

Tracy und ich waren schon lange vor Elenas Auftauchen in meinem Leben offiziell verlobt gewesen, doch wir mussten die Hochzeit absagen, weil ihre wohlhabenden Eltern darauf bestanden hatten, dass sie nach Chicago zog, um die Leitung ihres Familienunternehmens zu übernehmen.

Damals hatten Tracy und ich bereits mit kleineren Beziehungsproblemen zu kämpfen, und wir waren uns beide einig, dass eine Fernbeziehung niemals funktionieren würde. Also beschlossen wir, uns zu trennen.

Ich war völlig überrumpelt, als ich Tracy vor ein paar Tagen zufällig beim Mittagessen in einem Bistro in der Innenstadt traf. Noch schockierter war ich, als sie mir gestand, dass sie bereits schwanger gewesen war, als sie ihre Sachen für Chicago gepackt hatte.

Vor fünf Tagen hatte ich meiner Mutter die Nachricht von Tracys Rückkehr überbracht. Sie war über ihre Rückkehr absolut begeistert, vor allem, weil sie erfahren hatte, dass sie all die Jahre einen Enkel gehabt hatte, von dem sie nichts wusste.

Meine Mutter hatte mich massiv unter Druck gesetzt, mich sofort von Elena scheiden zu lassen. Ich hatte mehrere Tage gezögert, weil ich Elena wirklich nicht das Herz brechen wollte, doch schließlich zwang ich mich dazu, weil ich einfach nicht in sie verliebt war.

Während unserer vierjährigen Ehe hatte ich meine Gefühle stets unter Kontrolle gehalten und mir nie erlaubt, mich wirklich in Elena zu verlieben, einfach weil ich insgeheim immer an der Hoffnung festgehalten hatte, dass Tracy eines Tages zu mir zurückfinden würde.

Elena war eine wundervolle, liebevolle Frau, aber die wahre Liebe meines Lebens war endlich zurück, und ich konnte sie nicht einfach wieder gehen lassen. Ich schickte meiner Mutter schnell eine Nachricht, um ihr mitzuteilen, dass Elena die Papiere unterschrieben hatte, bevor ich aus der Einfahrt fuhr und mich auf den Weg zum Hotel machte.

Gerade als ich in den Innenhof des Hotels fuhr, leuchtete mein Handy auf und zeigte eine eingehende Nachricht an. Ich parkte den Wagen und entsperrte den Bildschirm, um eine Nachricht von meiner persönlichen Assistentin zu lesen.

[Planen Sie, heute ins Hauptquartier zu kommen, Sir?]

Seit einigen Tagen war ich nicht mehr im Büro gewesen, weil ich jeden wachen Moment damit verbringen wollte, meinen Sohn kennenzulernen. Ich hatte nicht einmal gewusst, dass er existierte, und ich wollte eine echte Bindung zu ihm aufbauen.

[Ich werde heute überhaupt nicht ins Büro kommen.]

Ich tippte schnell eine Antwort, bevor ich aus dem Wagen stieg.

„Hast du ihr die Scheidungspapiere erfolgreich übergeben?“, fragte Tracy in dem Moment, in dem ich die luxuriöse Suite betrat. Ich war an diesem Morgen früh aufgebrochen, um die Angelegenheit mit Elena endgültig zu klären.

„Ja, es ist endgültig erledigt“, antwortete ich und beobachtete, wie sich ein triumphierendes Lächeln auf ihren roten Lippen ausbreitete. „Jetzt gehöre ich ganz dir“, sagte ich und zog ihre Taille eng an mich.

„Und wann genau wird sie das Anwesen verlassen?“, fragte Tracy und zog sich leicht zurück, um mir in die Augen zu sehen.

„Verderb jetzt nicht die Stimmung“, seufzte ich leise. „Ich habe ihr gesagt, dass sie vollständig ausgezogen sein soll, bevor ich heute Abend zurückkomme.“

„Leo und ich ziehen heute ins Anwesen ein, richtig?“, hakte Tracy nach, und ich nickte zustimmend. Sie hatte schon vor Tagen darauf gedrängt, einzuziehen, aber ich konnte es nicht riskieren, dass beide Frauen unter demselben Dach lebten.

Ich hatte Elena ausdrücklich angewiesen, das Anwesen zu verlassen, weil ich wollte, dass Tracy und mein Sohn endlich in ihr rechtmäßiges Zuhause bei mir einziehen konnten. Außerdem war ich es leid, ständig in einer Hotelsuite zu leben.

„Komm her“, murmelte ich und zog sie wieder in meine Arme. „Ich habe dich so sehr vermisst“, sagte ich und zwinkerte ihr spielerisch zu. Tracy begann etwas zu sagen, doch ich legte meine Lippen auf ihre, um sie zum Schweigen zu bringen.

Mein Blick glitt verlangend über ihren Körper, und ich konnte keinen Augenblick länger warten. Ich wollte all die Jahre, die wir verloren hatten, wieder wettmachen.

Ich hob sie hoch, woraufhin sie sofort ihre Beine fest um meine Taille schlang. Ich trug sie zum weichen Samtsofa und legte sie vorsichtig darauf.

„Leo macht dort drüben gerade ein Nickerchen“, flüsterte sie kaum hörbar. Sie deutete auf die gegenüberliegende Seite der großen Suite, wo unser Sohn schlief.

„Ich verspreche, ich werde leise sein.“

Ich kniete mich direkt vor sie und schenkte ihr ein verführerisches Lächeln, während ich begann, ihr Kleid aufzuknöpfen. Nachdem sie sich ausgezogen hatte, zog ich mein eigenes Hemd aus und begann, sanfte Küsse auf ihre weiche Haut zu verteilen, woraufhin sie leise aufstöhnte.

Als ich sanft über ihre Haut strich und ihre Oberschenkel küsste, entfuhr ihr ein leises Keuchen.

Plötzlich klingelte mein Handy laut und zerstörte den intimen Moment vollkommen. Ich stöhnte genervt auf und versuchte, das Klingeln zu ignorieren. „Ich lasse es einfach klingeln“, murmelte ich, doch Tracy legte sanft eine Hand auf meine nackte Brust.

„Du solltest wahrscheinlich rangehen“, schlug sie leise vor.

Seufzend stand ich auf und zog mein Handy aus der Hosentasche. Es war unsere leitende Haushälterin. Warum zum Teufel rief sie auf meiner privaten Nummer an?

„Madam Elena ist gerade völlig ohnmächtig geworden, Sir. Sie müssen so schnell wie möglich zum Anwesen zurückkommen“, sagte Martha. Ihre Stimme zitterte vor purer Panik und Dringlichkeit.

Elena sollte eigentlich ihre Sachen packen und mein Haus verlassen. War das nur ein dramatischer, verzweifelter Versuch, mich dazu zu bringen, meine Entscheidung zu bereuen?

„Sag Arthur einfach, er soll sie ins medizinische Zentrum bringen.“

Es interessierte mich nicht, herauszufinden, warum sie angeblich ohnmächtig geworden war, denn ich hatte keine Zeit, mich auf ihre verzweifelten Spielchen einzulassen. Arthur war einer meiner zuverlässigsten persönlichen Fahrer, und ich wusste, dass er sich perfekt um die Situation kümmern würde.

Damit beendete ich das Gespräch und drehte mich um, um wieder neben Tracy zu treten, als ich leise Schritte hörte, die sich dem Raum näherten.

Tracy strich hastig ihr Kleid glatt, und ich ging auf Leo zu, bis wir uns in der Mitte des Raumes trafen. „Na sieh mal einer an, wer sich endlich dazu entschlossen hat aufzuwachen“, sagte ich warmherzig und fuhr ihm sanft durch sein braunes Haar.

Leo hatte noch immer Schwierigkeiten, sich an die Realität zu gewöhnen, dass ich nun sein Vater war. In meiner Gegenwart fühlte er sich noch nicht völlig wohl. Ich machte mir ein wenig Sorgen deswegen, aber Tracy versicherte mir immer wieder, dass er sich mit der Zeit an mich gewöhnen würde.

„Kann ich bitte etwas zu essen bekommen?“, fragte er seine Mutter und ging einfach an mir vorbei, ohne mich auch nur anzusehen. Sie nahm seine Hand und führte ihn nach unten ins Hauptrestaurant des Hotels, während ich allein in der ruhigen Suite zurückblieb.

Ich erkundigte mich kurz bei meiner Chefsekretärin, um sicherzustellen, dass in der Firma alles reibungslos lief. Danach rief ich meinen persönlichen Buchhalter an und wies ihn an, eine beträchtliche Geldsumme auf Elenas persönliches Bankkonto zu überweisen, genau wie ich es ihr versprochen hatte.

Zwanzig Minuten später leuchtete mein Handy erneut auf. Meine Mutter rief an.

„Du musst sofort ins Krankenhaus kommen.“ Die panische Stimme meiner Mutter hallte aus dem Lautsprecher, sobald ich den Anruf annahm.

„Wovon redest du?“, fragte ich völlig verwirrt. „Warum um alles in der Welt muss ich ins Krankenhaus?“

„Es geht um Elena. Die behandelnden Ärzte verlangen, direkt mit dir zu sprechen“, erklärte meine Mutter hastig. „Ich bin bereits im Auto und auf dem Weg dorthin.“ Bevor ich noch etwas fragen konnte, war die Verbindung bereits unterbrochen.

Ich war völlig verwirrt, denn als ich Elena an diesem Morgen gesehen hatte, war sie körperlich vollkommen gesund gewesen. Ich konnte mir keinen logischen Grund vorstellen, warum sie plötzlich dringend medizinische Hilfe benötigen sollte.

Ich zog mich schnell in einen frischen Anzug um und wartete, bis Tracy und Leo ins Zimmer zurückkehrten, bevor ich ihr mitteilte, dass ich kurz ins Krankenhaus fahren musste.

Tracy bestand sofort darauf, mich zu begleiten.

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