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Ich versuche, dieses ungute Gefühl wegen Elias und die ungewöhnliche Art, wie ich empfinde, beiseitezuschieben. Aber komischerweise kehrt dieses Gefühl immer wieder zu mir zurück und gräbt sich in mich hinein.
Ich wachte auf und spürte seine Hand, die besitzergreifend über meine Hüften strich, als würde er immer noch prüfen, ob ich noch da war und immer noch ihm gehörte, obwohl er noch schlief.
„Bleib heute zu Hause“, murmelte er, seine Lippen streiften mein Ohr. „Die Arbeit kann warten.“
Ich drehte mich von ihm weg und zwang mich zu einem Lächeln. „Deadlines, Elias. Du weißt, wie das ist.“
Er stützte sich auf, seine frecklige Brust war nackt, und er hatte immer noch dieses Golden-Boy-Grinsen, das wie ein helles Licht aufblitzte. Er ist einunddreißig und immer noch unantastbar. Er ist gebräunt, groß, mit Augen, die einem die Welt versprechen – aber nur, wenn man den Regeln folgt. Seinen Regeln.
„Na gut“, sagte er, während sein Daumen mein Schlüsselbein nachzeichnete. „Aber zieh das blaue Kleid an. Das, das ich für dich ausgesucht habe.“ Er küsste meine Stirn, ein Stempel des Besitzanspruchs. Ich nickte und schluckte den Protest hinunter.
Kontrolle, verpackt in Zuneigung – das war Elias. Er war aufmerksam bis zur Übertreibung, änderte ständig meinen Terminkalender, legte ein Veto gegen Freunde ein, die „nicht passten“. Ich redete mir ein, das sei Liebe. Schutz.
Nachdem meine letzte Beziehung mich zerschmettert und Narben hinterlassen hatte, die niemand sah, schien Elias Stabilität zu sein. Nach unzähligen Therapiesitzungen hatte sich Elias wie eine Rettung angefühlt.
Gegen Mittag fühlte sich mein Körper fremd an, mir war übel. Ich hatte starke Krämpfe. Mein Bauch verdrehte sich wie ein Messer. Mein Zyklus kam und ging wie seine Launen.
Ich fühlte mich müde. Ich saß an meinem Schreibtisch. Marketing-Strategin in einer Medical-Tech-Firma – eine Ecke des Büros, die ich mir mit schlaflosen Nächten verdient hatte – und starrte auf den Laptop-Bildschirm, bis die Zahlen verschwammen.
Ich brauche einen Arzt.
Nicht irgendeinen Arzt. Sondern jemanden, der gut und diskret ist.
St. Lucia Hospital blitzte in meiner Suche auf: Top-Gynäkologie-Abteilung, Midtown, Termine am selben Tag, wenn man wusste, wie man fragen musste. Ich wusste es. Ich buchte unter meinem Mädchennamen.
Kein Elias. Keine Fragen.
Ich redete mir ein, es ginge nur um meine Gesundheit.
Aber ich hatte dieses unangenehme, kalte Gefühl, als würde ich ein Verbrechen planen.
Der Rest des Tages zog sich hin.
Elias schrieb mir:
Vermisse dich.
Vergiss das Dinner morgen nicht. Wichtige Leute.
Zieh das blaue Kleid an.
Ich tippte „natürlich“ und löschte es. Dann tippte ich stattdessen „okay“.
Mein Handgelenk pochte unter dem Ärmel, der blasse gelbe Schatten des Streits von letzter Woche. „Du hörst nicht zu“, hatte er gesagt und mich zu fest gepackt. „Ich versuche nur, dich zu schützen.“ Die Worte hallten immer noch in meinen Ohren nach.
Doch in jener Nacht, nachdem der Streit abgeklungen und die Wohnung in eine schwere Stille gefallen war, schmolz seine Wut zu etwas Hungrigerem und Roherem.
Er zog mich näher an sich, sein Atem kam flach und heiß gegen meinen Hals, seine Finger zeichneten den Bluterguss an meinem Handgelenk nach, als würde er seine eigene Reue auf meinem Körper kartieren.
„Lass mich dir zeigen“, flüsterte er, seine Stimme klang wie ein Stöhnen. Ich hätte ihn wegstoßen sollen, ich hätte die roten Flaggen sehen sollen, die wie Banner wehten.
Aber die Hitze zwischen uns, die Hitze und das Verlangen zwischen meinen Beinen, war wie eine Droge, die mich zu ihm hinzog.
Seine Hände glitten unter mein Shirt, besitzergreifend, als würde er mich beanspruchen, und ich ließ ihn. Wir krachten auf die Couch, unsere Kleider fielen von unseren Körpern.
Sein Körper drückte sich in meinen, als er sich über mich legte, mein Rücken auf der Couch.
Und dann drang er in mich ein und füllte mich ganz aus. Haut an Haut bewegte er sich, als wollte er den Streit auslöschen, jeder Stoß eine stille Entschuldigung, jedes Keuchen eine Bitte um Vergebung.
Ich wölbte mich ihm entgegen und stöhnte auf bittersüße Weise, meine Nägel gruben sich in seinen Rücken, der Schmerz in meinem Handgelenk vergessen in dem Rausch von allem.
Er stöhnte meinen Namen, tief und gebrochen, und vergrub sein Gesicht in meinem Haar, als wir gemeinsam zum Höhepunkt kamen, ineinander verschlungen und atemlos. Für einen Moment fühlte es sich echt an.
Doch der Morgen kam, und der Bluterguss war immer noch da. Und er auch, der mich mit diesen stürmischen Augen ansah, als könnte eine Nacht alles überschreiben.
Ich schaltete mein Handy aus und schnitt die Welt aus meiner Brust.
In jener Nacht stand ich vor dem Spiegel in einer schwarzen Spitze, die er nicht ausgesucht hatte. Zierlich. Straff. Mit meinen brünetten Wellen, die lose über meinen Rücken fielen. Meine dunkelblauen Augen waren scharf, als ich mein Spiegelbild betrachtete. Habe ich erwähnt, dass ich auch Zahnlücken habe? Ich sah aus wie eine Frau mit einem Geheimnis.
Am nächsten Morgen log ich Elias an. Dass ich ein „frühes Meeting“ hätte. Und „Kundenfrühstück“.
Er küsste mich zum Abschied, seine Hand verweilte auf meinem Hintern. „Denk an das blaue Kleid heute Abend“, erinnerte er mich.
Ich lächelte.
Ich sagte nichts.
Das St. Lucia Hospital erhob sich vor mir. Es hatte Glaswände und eine schöne Lobby. Es glänzte wie eine Kathedrale, die für die Reichen gebaut worden war.
Ich übergab dem Parkwächter meine Schlüssel, holte tief Luft und glättete mein Kleid. Meine Absätze klackten leise auf dem Marmorboden, als ich die Lobby betrat.
Die Lobby roch nach Geld und Desinfektionsmittel. Überall war es kühl, sauber und ein bisschen zu perfekt.
Ich nannte der Frau am Empfang meinen Namen und wartete. Während ich spürte, wie sich das Gewicht der stillen Gelassenheit in mir legte.
Zwanzig Minuten.
Dreißig.
Meine Oberschenkel pressten sich unter meinem Rock zusammen. Waren es Nerven? Oder etwas anderes, wie Vorfreude.
Wie am Rand eines Beckens zu stehen und zu wissen, dass das Wasser brennen würde.
Eine Krankenschwester erschien. „Ms. Wren? Hier entlang.“
Sie führte mich einen Korridor entlang, wir passierten geschlossene Türen und gedämpfte Stimmen.
Wir erreichten Untersuchungsraum 4, dann führte sie mich hinein.
Drinnen war der Raum weiß. Steril. Das Papierblatt knisterte unter mir, als ich mich setzte.
Ich faltete die Hände im Schoß. Dann faltete ich sie wieder auseinander.
Der Kittel war dünn. Zu dünn.
Ich band ihn trotzdem fest zu.
Die Krankenschwester nahm meine Werte. Mein Blutdruck war hoch.
„Der Doktor kommt gleich“, sagte sie und ging dann.
Die Tür klickte zu.
Stille drückte herein.
Ich zählte die Deckenfliesen.
Eins. Zwei. Drei. Vier…..
Meine Haut kribbelte.
Ich stellte mir behandschuhte Hände vor. Eine Stimme, die Fragen stellte, die ich nicht beantworten wollte.
Warum bist du wirklich hier, Isola?
Ich rückte mich zurecht. Das Papier riss leicht unter meinem Oberschenkel.
Mein Atem ging flach.
Nicht aus Angst.
Nicht ganz.
Ich hörte Schritte, die sich im Gang näherten.
Langsam. Bedächtig.
Ein Schatten glitt unter der Tür hidurch.
Die Klinke drehte sich.
Ich sah auf.
Und die Tür öffnete sich.
Das Feuer war zu einem Nest aus Glut heruntergebrannt, das sich in Purpur und Gold verwandelte, und war das einzige Licht, das im Raum übrig blieb. Es machte unsere Haut warm; ich konnte Alarics Schatten sehen, während er mich gegen die Kabinentür drückte. Seine Lippen folgten dem Puls an meinem Hals, meine Lippen öffneten sich. Seine Zunge strich über meinen Nacken, biss hinein und hinterließ einen Knutschfleck. Er küsste mich langsam, jeder Kuss fühlte sich an wie Vergebung für alles, was der Tag uns zu nehmen versucht hatte. Wir sprachen nicht. Wir brauchten es auch überhaupt nicht. Mein Hoodie glitt von meinen Schultern; sein Hemd folgte, die Knöpfe verstreuten sich wie winzige Funken. Mein Rücken traf das kühle Holz der Tür, und dann waren seine Hände überall, seine schwieligen Handflächen glitten unter meine Rippen hinauf, seine Daumen strichen an den Unterseiten meiner Brüste entlang, bis ich wimmerte. Seine Jeans wurden entfernt und achtlos fortgetreten, all unsere
Um 8:03 Uhr morgens landete das Gerücht in meinem Posteingang, eine firmenweite BCC mit dem Titel „Integrität in der Führung – Eine Erinnerung“. In dem Moment, als ich es sah, sank mein Herz.Unter all dem üblichen HR-Gerede steckte eine Zeile, die härter traf als der Rest:„Aktuelle Berichte über unprofessionelles Verhalten, an dem ein Senior-Stratege und externes medizinisches Personal beteiligt sind, sind zu unserer Kenntnis gelangt.“Mein Name stand nicht in der E-Mail. Das musste er auch nicht. Aber ich wusste, dass das Gerücht von mir sprach.Bis 8:17 Uhr war der Slack-Kanal bereits explodiert.Hast du die E-Mail gesehen?Rate mal, wer Doktor gespielt hat?Hoffentlich hat sie die Belege behalten.Ich starrte auf meinen Bildschirm, der Kaffee, den ich vor wenigen Augenblicken getrunken hatte, gerann in meinem Magen. Elias. Nur er konnte den Klatsch des Vorstands so schnell zu einer Waffe machen.Dieser Elias ist einfach eine Waffe, die gegen mich geschmiedet wurde. Es sind noch k
Morningssonnenlicht schlich sich durch die Vorhänge, blass und hell. Ich lag bequem auf Alaric, seine Arme um mich geschlungen.Mein Körper fühlte sich immer noch warm an, empfindlich, ein wenig zittrig von der letzten Nacht, der Dusche, dem Teppich, der Art, wie er sich verlangsamt und mein Gesicht gehalten hatte, als er meinen Namen sagte, dem leidenschaftlichen Sex.Es fühlte sich einfach real an. Und das erschreckte mich mehr als alles andere.„Ich muss gehen“, flüsterte ich, obwohl ich mich nicht bewegte und immer noch bequem auf seiner Brust lag.Er hielt sanft mein Handgelenk, sein Daumen strich über die Prellung dort, und dann drückte er einen langsamen Kuss darauf.Sein Mund blieb eine Sekunde zu lange, als wolle er nicht loslassen.„Mariel wartet“, sagte ich leise.„Schreib mir, wenn du ankommst. Wenn du in Sicherheit bist.“Und etwas in meiner Brust erblühte, weil er es ernst meinte.Ich stand träge von seiner Brust auf, putzte mir die Zähne mit der Ersatzzahnbürste im Bade
Er drehte mich mit einem Knurren auf den Bauch, das mir Schauer über den Rücken jagte. Meine Wange lag auf dem weichen Kissen, die Bettlaken um uns verschlungen. Seine starken Hände hielten meine Hüften und spreizten meine Schenkel weit. Ich fühlte mich entblößt und verwundbar und schmerzhaft bereit. Sein Schwanz stieß an meinen Eingang, dick und hart, bevor er mich von hinten in einem langsamen, süßen Stoß eindrang. Er füllte mich vollständig, dehnte mich bis an den Rand von Schmerz und Lust, seine Körperhitze passte zu meiner. Ich stöhnte in das Kissen, der Laut gedämpft, als er begann, tief in mich zu stoßen. Jeder Stoß traf diese süße perfekte Stelle in mir. Eine seiner Hände war in meinem Haar geballt und zog meinen Kopf gerade so weit zurück, dass sich meine Wirbelsäule wölbte. Während seine andere Hand sich herumschlang, um meinen Kitzler in engen, neckenden Kreisen zu reiben. Der Winkel war gut, und jeder Stoß sandte Funken durch meinen Kern. „Du fühlst d
An jenem Abend, als Mariel von der Arbeit zurückkam, fühlte sich die Wohnung wieder fast normal an. Wir kochten Pasta, saßen im Schneidersitz auf der Couch und redeten über alles, von ihrem unmöglichen Chef bis zu dem neuen Praktikanten, der keine Berichte ablegen konnte. Es waren die kleinen Siege, die den Tag erträglich machten. Eine Zeit lang war es leicht, den Rest zu vergessen. Und leicht zu lachen. Doch als ich aufstand, um zu gehen, bewegte sich Mariel, bevor ich die Tür erreichte, und blockierte sie mit verschränkten Armen vor der Brust und scharfen Augen. „Du gehst schon wieder?“ fragte sie. „Es ist ein Kundendinner“, log ich und richtete den Saum meines Kleides. Es ist schwarze Seide und schlicht, bemüht, wie Kontrolle auszusehen. Kein Anhänger, keine Spur von ihm. Mariels Blick wanderte zu meinem Handgelenk. Der Bluterguss war zu Gelb und Violett verblasst, stach aber immer noch, wenn ich ihn berührte. Ich zog den Ärmel herunter und richtete mich zurecht.
Ich bin spät aufgewacht, die Wohnung war still, abgesehen vom Summen von Mariels Kühlschrank. Der Bluterguss hatte sich über Nacht verdunkelt, violett und hässlich, der sich an meinem Handgelenk wie eine Art hässliches Stammeszeichen ausbreitete.Ich stand vor ihrem Badezimmerspiegel, das Eis längst geschmolzen, und starrte nur auf mein Handgelenk.Es sah nicht mehr nach meiner Haut aus.Als ich ausatmete, hatte ich bereits den Termin unter einem falschen Namen gebucht, W. Daniels, um 14 Uhr, für eine routinemäßige Nachuntersuchung. Kein Elias. Keine Fragen.Mariel war bereits zur Arbeit gegangen. Ich hinterließ eine Notiz auf der Theke: Besorgungen. Zurück bis fünf. Meine Handschrift zitterte, aber ich machte mir nicht die Mühe, sie zu korrigieren.Die U-Bahn war voll, als ich ankam, aber die Menge spürte ich kaum. Mit hochgezogener Kapuze und gesenktem Kopf.Jedes Quietschen der Schienen klang wie das Schlagen meines Herzens.Das St.-Lucia-Krankenhaus erhob sich vor mir, hoch und gr







