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Kapitel 21

Author: Shirley
„Köpfe runter!“, brüllte Stephen und drückte mich auf den Sitz.

Der Fahrer riss das Lenkrad herum, und die Reifen quietschten auf dem nassen Asphalt. Motorräder preschten an uns vorbei und überschütteten den Wagen mit Dauerfeuer.

„Wie viele?“, fragte ich.

„Mindestens ein Dutzend“, sagte Stephen und zog seine Pistole. „Profis.“

Unsere Begleitfahrzeuge erwiderten das Feuer. Die Nacht erfüllte sich mit einem Inferno aus Schüssen, heulenden Motoren und kreischenden Reifen.

„Durchbrechen!“, brüllte Stephen den Fahrer an.

Der Wagen beschleunigte, doch die Angreifer kamen näher. Kugeln hagelten auf die Karosserie. Die Heckscheibe zersprang, ließ Glassplitter auf uns niederregnen.

Plötzlich raste ein Laster aus einer Seitenstraße und rammte uns frontal.

„Festhalten!“

Die Welt wirbelte. Ein ohrenbetäubendes Kreischen von verbogenem Metall. Ein Moment der Schwerelosigkeit. Dann der Aufprall. Der Wagen überschlug sich, ehe er mit einer gewaltigen Fontäne im Wasser aufschlug. Eiskaltes Flussw
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    Stephens Blick verfing sich in meinem. Er gab ein einziges, unheimlich ruhiges Nicken. „Wie du wünschst.“Alessio versuchte erneut anzugreifen, doch ich gab ihm keine Chance.Hinter mir hörte ich ihn zischen: „Ich werde dich zurückholen, Blair. Du gehörst mir.“Im Auto bekam ich keine Luft. Stephens Duft hing immer noch an meiner Haut, und Alessios Stimme hallte wie ein Fluch in meinem Schädel wider. Ich starrte aus dem Fenster und flüsterte: „Stephen, ich brauche eine Weile allein.“Er widersprach nicht. Er öffnete einfach die Tür und ging. Er wusste, wann er Wache stehen musste und wann er mir Raum geben sollte.Ich saß lange da, während meine Finger auf dem Ledersitz zitterten, bevor ich dem Fahrer befahl, mich nach Hause zu bringen.„Vater, ich möchte meine Identität öffentlich machen.“Luciano stellte seinen Whisky ab, und sein Blick wurde scharf. „Bist du dir sicher? Sobald du es tust, gibt es kein Zurück mehr.“Ich stand in seinem Arbeitszimmer. Sonnenlicht fiel durch di

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    Am nächsten Nachmittag fand die internationale Kunstauktion in Mailand statt. Eigentlich war ich gekommen, um eine Skizze von da Vinci zu erwerben, doch als ich sie sah, war das bedeutungslos.Und sie war nicht allein.Sie hing am Arm eines Mannes – einer mit einer silbernen Maske.Es war Stephen Falcone. Dieses eiskalte Arschloch, das alle fürchteten. Und er hatte sie.Sie trug ein elegantes weißes Kostüm, ihre Haare zu einer kunstvollen Frisur hochgesteckt. Ein völlig anderes Gesicht, doch ich wusste, dass sie es war.„Meine Damen und Herren, das nächste Los ist…“Ich hörte kein Wort des Auktionators. Ich starrte sie nur an.Sie spürte meinen Blick und drehte den Kopf zu mir. Unsere Blicke trafen sich, ein kaltes Lächeln umspielte ihre Lippen.Ich stand auf und trat auf sie zu. „Blair.“„Mein Name ist Blair“, erwiderte sie kühl. „Aber ich kenne Sie nicht.“Bevor ich ein weiteres Wort sagen konnte, ertönte das Auktionsglöckchen. Stephen hob sein Preisschild, schleuderte Millio

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    Ein korpulenter alter Mann näherte sich uns. Ich erkannte ihn als den Paten der Torrino-Familie aus Boston.„Luciano, das ist eine ziemliche… Überraschung“, sagte er mit einem Lächeln, das seine Augen nicht erreichte. „Aber wir alle waren unter dem Eindruck, Ihre Tochter sei tot.“„Der Schein kann trügen“, sagte Luciano. Sein Tonfall war gefährlich seidig.„Natürlich, natürlich“, sagte Torrino. „Es ist nur… sie kommt mir irgendwie bekannt vor.“Ich trat vor. „Ich würde Ihnen raten, nicht über Angelegenheiten der Falcone-Familie zu spekulieren“, sagte ich. Meine Stimme war süß wie Gift. „Würden Sie nicht zustimmen?“ Sein Lächeln erstarrte auf seinem Gesicht.Am nächsten Morgen versammelte sich der Familienrat im unterirdischen Konferenzraum der Burg.Um den langen Tisch herum saßen die verschiedenen Capos der Falcone-Familie. Alte Männer mit runzligen Gesichtern und scharfen Blicken musterten mich voller Argwohn.„Also“, begann ein Capo namens Enzo verächtlich, „das ist unsere neue

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    (Blairs Perspektive)In dem Moment, als ich abdrückte, durchzuckte mich ein Strom. Doch meine Hand war ruhig, ohne ein einziges Zittern.Ich lächelte zufrieden, als ich mich gelassen aus meinem Scharfschützennest zurückzog. Hätte ich Sophia endgültig ausschalten wollen, hätte ich eine Kugel in ihren Kopf gejagt. Doch ihre Zeit war noch nicht gekommen. Der Tod wäre zu einfach gewesen.Ich wollte nur, dass sie in Qualen lebte, dass sie alles spürte, was ich einst gefühlt hatte.Zu sehen, wie Sophia sich auf ihrer eigenen Hochzeit blutend an den Bauch krallte, fühlte sich an, als würde endlich Gerechtigkeit herrschen.„Auge um Auge“, murmelte ich. „Jetzt weißt du, wie es sich anfühlt.“Kamerablitze zuckten, Gäste schrien, die Welt versank im Chaos. Und ich? Ich spürte eine Zufriedenheit, wie ich sie nie gekannt hatte.Meine Identität, mein Gesicht, alles um mich herum hatte sich geändert. Die Person, die ich jetzt war, war aus der Asche neu entstanden, völlig neu.Ich glitt in ein

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