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Meine Vertragsehe mit dem CEO
Meine Vertragsehe mit dem CEO
Author: Noona Aurora

Kapitel 1: Der Anspruch

Author: Noona Aurora
last update publish date: 2026-09-07 10:52:25

 

„Darf ich vorstellen? Das ist Eleanor Montgomery, meine Verlobte. Die Frau, die ich liebe und heiraten werde.“

Eleanor Montgomerys Augen weiteten sich vor Entsetzen. Panisch starrte sie ihren Vorgesetzten an – Archibald Richter. Archie war erst einunddreißig und stand als CEO bereits an der Spitze von Richter Company, einem multinationalen Konzern von enormem Einfluss auf die Geschäftswelt des Landes.

Was sollte das bedeuten? Warum stellte er sie als seine zukünftige Frau vor?

Eleanor spürte, wie sich die Finger an ihrer Taille leicht zusammenzogen. Sie versuchte verzweifelt zu begreifen, was hier vor sich ging. Wie zur Hölle war sie in diese Lage geraten?

Eigentlich war sie in dieses Restaurant gekommen, um ihren Verlobten Julian Blackwood zu treffen. Stattdessen hatte sie ihn auf frischer Tat ertappt – beim Fremdgehen mit Paula Hazelwood, der Erbin der einflussreichen Hazelwood-Familie. Der anschließende Streit hatte damit geendet, dass Julian die Verlobung kurzerhand und einseitig auflöste.

Voller Wut und Enttäuschung hatte Eleanor die beiden zurückgelassen – nur um direkt in Archie zu laufen. Ohne Vorwarnung hatte er ihr Handgelenk ergriffen und gesagt: „Komm mit.“

Eleanor hatte das Ganze noch gar nicht verarbeitet, als ihr schlagartig klar wurde: Archie benutzte sie als Schutzschild.

Die Frau, die ihnen gegenüberstand, war vor Zorn tiefrot angelaufen. Archies Geständnis hatte sie völlig aus der Fassung gebracht.

Archie hatte Eleanor gerade als seine zukünftige Frau ausgegeben.

Ihr Chef war vollkommen verrückt geworden!

„Archie, das ist doch wohl ein schlechter Scherz?“, stieß Greta Lindemann hervor. Sie war die Frau, die ihm durch eine arrangierte Hochzeit versprochen werden sollte. Ruckartig stand sie auf und fixierte ihn. Sie dachte nicht im Traum daran, ihm diese Ausflucht abzukaufen.

„Wie du siehst, meine ich es ernst. Ich werde nur Eleanor heiraten.“ Archies Stimme war kühl, bestimmt und duldete keinen Widerspruch.

Greta lachte spöttisch auf. „Sie da?“ Ihr Zeigefinger deutete auf Eleanor, während ihr Blick von oben bis unten über sie hinweggleitete. „Mach dich nicht lächerlich, Archie! Sie entspricht nicht mal im Ansatz deinem Geschmack.“ Erneut verzog sie spöttisch die Lippen. „Nur ich passe zu dir. Schick dieses Weibstück weg, und ich vergesse, was du gerade gesagt hast.“

Archies Augen verengten sich gefährlich. „Mein Geschmack? Du musst meinen Geschmack nicht kennen, um zu entscheiden, wen ich heirate. Und du hast absolut kein Recht, dich in diese Arrangement-Frage einzumischen.“

Eleanor schwieg, gefangen in einem Drama, dessen Ausmaß sie kaum überblickte.

Der leichte Druck seiner Hand an ihrer Taille fühlte sich an wie ein Fessel – er sperrte sie in diesem Schauspiel ein und schnitt ihr jeden Fluchtweg ab.

Greta verschränkte die Arme vor der Brust. Mit erhobenem Kinn warf sie Eleanor einen vernichtenden Blick zu. Sie dachte gar nicht daran, Archies Erklärung zu akzeptieren.

„Archie, sieh sie dir doch an“, sagte Greta mit leiser, aber von Verachtung getränkter Stimme. „Glaubst du wirklich, ich weiß nicht, was für Frauen sich an dich heranmachen? Sieh dir ihr Äußeres an. Ihre Kleidung, ihre Haltung – sie wagt es nicht einmal, mir in die Augen zu sehen.“

Eleanor blinzelte überrascht. An ihrer Seite ballten sich ihre Hände zu Fäusten, während Gretas herablassender Blick auf ihr ruhte.

„Wie viel hast du ihr bezahlt, damit sie mitkommt?“, fragte Greta mit einem süffisanten, spöttischen Lächeln. „Deine Taktik ist billig, Archie. Eine arrangierte Ehe unserer Familien abzuwehren, indem du eine bezahlte Frau von der Straße abschleppst? Wirklich lächerlich. Hättest du dir nicht wenigstens jemand mit etwas mehr Klasse suchen können? Jemand, der mir zumindest das Wasser reichen kann?“

Eine Augenbraue Archies schoss nach oben. Sein Blick wurde eiskalt.

„Eine bezahlte Frau?“, wiederholte er mit leiser Stimme – doch der Unterton klang gefährlicher als jeder Brüllaffe.

„Ja, natürlich! Als ob ich dir abkaufen würde, dass sie dein Typ ist. Das ist absolut unmöglich.“ Greta schüttelte spöttisch den Kopf.

In Archies Augen blitzte etwas auf. Er drehte sich leicht zur Seite und wandte sich Eleanor vollkommen zu. Der gewohnte, eisige Blick seiner dunklen Augen wurde plötzlich weich und nahm einen Glanz an, den sie nicht deuten konnte.

Seine Hand glitt von ihrer Taille nach oben. Seine langen Finger wanderten langsam über ihren Rücken, legten sich warm in ihren Nacken und vergriffen sich sanft in ihrem Haar.

Eleanor stockte der Atem. Die Berührung war warm, ließ aber keinen Raum für Protest.

„Ich muss keine Frau bezahlen, die die totale Kontrolle über mein Herz hat, Greta“, raunte Archie leise. Sein Blick brannte sich auf Eleanors Lippen fest, die vor Überraschung leicht geöffnet waren.

Bevor Eleanor begreifen konnte, was geschah, raubte er ihr den Atem: Archie legte seine Lippen auf ihre.

Für einen Moment schien die Zeit stillzustehen. Eleanor sah seine dichten Wimpern, als er die Augen schloss, ehe sie den sanften, aber unmissverständlichen Druck auf ihren Lippen spürte. Es war keine hastige Berührung – es war ein Anspruch. Voller Entschlossenheit und ohne jeden Zweifel.

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