LOGINEleanor Montgomery erhält völlig überraschend ein Angebot für einen Ehevertrag von ihrem Vorgesetzten – Archibald Richter (Archie). Welcher Teufel ihn geritten hat, sie mitzuschleifen und einfach als seine Freundin auszugeben, weiß sie nicht. Doch durch seine Verrücktheit gerät Eleanor in eine äußerst verfahrene Lage. Da sie sich jedoch verzweifelt aus den Fängen ihres Vaters befreien will, willigt sie schließlich in das Angebot ihres Chefs ein. Ein Jahr soll der Vertrag laufen. Wird diese Frist Eleanor die ersehnte Freiheit bringen – oder verstrickt sie sich nur noch tiefer in einer Beziehung, die sie so nie gewollt hat?
View MoreDas Morgenlicht, das durch die Vorhangspalten drang, weckte Eleanor aus ihrem tiefen Schlaf.Sie blinzelte und wandte den Kopf zur Seite des Bettes neben sich, die durch ein großes Seitenkissen getrennt war.Leer.Archie war nicht mehr da. Nur die leichten Falten auf dem Bettlaken zeugten davon, dass er schon viel früher aufgestanden war.Da sie nicht wusste, wo Archie sich aufhielt, beschloss Eleanor, rasch aus dem Bett zu steigen und ins Badezimmer zu gehen, um sich frisch zu machen.Wenig später.Eleanor war mit dem Duschen fertig.Sie trat in den begehbaren Kleiderschrank. Ihre Hand streckte sich bereits aus, um nach ihrem alten Hemd zu greifen, das in der äußersten Ecke hing.Doch Eleanors Bewegung stockte abrupt, als ihr die Erinnerung an Archies Gesichtsausdruck von gestern Abend durch den Kopf ging.Anstatt den Mann erneut dazu zu bringen, ihr einen missbilligenden, einschüchternden Blick zuzuwerfen, wandte Eleanor ihre Hand schließlich ab.Sie wählte eines der neuen Business-
Die Atmosphäre in dem riesigen Speisesaal war von Stille erfüllt.Das einzige Geräusch war das leise Klappern von Besteck auf Porzellantellern.Eleanor kaute langsam auf ihrer Nahrung, doch ihre Augen wanderten immer wieder zu dem Mann hinüber, der ihr direkt gegenüberlass.Archie schnitt den Braten auf seinem Teller mit präzisen, gleichmäßigen Bewegungen, nahm zwei Bissen zu sich und legte Messer und Gabel schließlich wieder an den Rand des Tellers.Er lehnte sich in der Stuhllehne zurück, griff nach einem Glas Wasser und nahm einen kleinen Schluck.Das war alles. Sein Teller sah noch immer nahezu unangetastet aus.Eleanors Stirn legte sich in leichte Falten.Die Neugier, die schon am Mittag in ihr aufgetaucht war, regte sich erneut in ihrem Verstand.Das Essen, das von den Bediensteten des Hauses serviert wurde, war köstlich – warum also hörte Archie jedes Mal nach nur zwei Bissen auf zu essen?Eleanor legte ihren Löffel für einen Moment ab und fasste sich schließlich ein Herz, um d
Die Stille im Exekutiv-Fahrstuhl war so dicht, dass man sie beinahe greifen konnte; nur das leise Summen der Kabine war zu hören, die hinab in die Tiefgarage glitt.Eleanor stand wie erstarrt in der hinteren Ecke. Sie presste ihre Arbeitstasche fest an sich, als könnte der Gegenstand ihr als Schutzschild gegen die einschüchternde Aura dienen, die von Archies Rücken ausging.Archie stand aufrecht vor ihr und blickte starr auf die Fahrstuhltür, ohne sich auch nur ein einziges Mal umzudrehen.Als sich die Tür auf der Sonderparkfläche des Vorstands öffnete, trat Archie als Erster heraus.Seine Schritte waren so lang und zügig, dass Eleanor hinter ihm fast im Laufschritt unterwegs sein musste, um nicht den Anschluss zu verlieren.Eine luxuriöse schwarze Limousine wartete bereits mit leise schnurrendem Motor.Archies privater Chauffeur eilte herbei und öffnete die hintere Tür, sobald er seinen Chef herannahen sah. Er war angewiesen worden, dort zu warten, anstatt vor der Haupthalle zu stehe
Eleanor rang den Wischmopp zum x-ten Mal aus.Der Plastikeimer vor ihr war bereits mit trübem Seifenwasser gefüllt. Ihr Rücken und beide Arme schmerzten unglaublich nach all den Stunden, die sie damit verbracht hatte, den Toilettenboden zu schrubben und jeden Winkel der Planungsabteilung zu fegen.Sie warf einen Blick aus dem großen Glasfenster. Der Stadthimmel hatte sich bereits in tiefste Dunkelheit gehüllt, aus der nur noch das Funkeln der Lichter der Wolkenkratzer hervorstach.Im Bürobereich der Planungsabteilung herrschte vollkommene Stille. Alle Mitarbeiter, einschließlich Abigail, waren bereits seit fünf Uhr nachmittags im Feierabend.Nur Eleanor war zurückgeblieben, allein unter dem gedämpften Licht des Flurs, das man absichtlich brennen gelassen hatte.Eleanor seufzte tief und versuchte, die Müdigkeit zu vertreiben, die ihren Körper immer mehr zusetzte.Sie bewegte den Mopp erneut, entschlossen, die letzte Reihe des Korridorbodens fertigzustellen, um endlich nach Hause gehen











