تسجيل الدخولMondgebundene Herzen Als Lily in die alte Hütte ihrer Großmutter im dichten Wald zurückkehrt, sucht sie eigentlich nur Ruhe und Frieden. Doch schon in der ersten Nacht begegnet sie ihm – Jake, dem mächtigen Alpha des Nachtrudels. Ein Blick genügt, und ein uraltes Schicksalsband erwacht zwischen der rebellischen Fotografin und dem gefährlichen Werwolf. Jake ist besitzergreifend, dominant und bereit, alles zu tun, um seine Gefährtin zu beschützen. Lily hingegen will sich niemandem unterwerfen – schon gar nicht einem Mann, der halb Wolf ist. Zwischen verbotener Leidenschaft, gefährlichen Rudelkriegen und dunklen Geheimnissen der Vergangenheit entbrennt eine Liebe, die beide Welten erschüttern könnte. Wird Lily ihr Herz dem Alpha schenken – oder flieht sie vor dem Schicksal, das der Mond für sie bestimmt hat?
عرض المزيدDer Tag vor dem erwarteten Angriff war der längste in Lilys Leben.Sie wachte vor Sonnenaufgang auf, allein im Bett. Jakes Seite war kalt, was bedeutete, dass er schon vor Stunden aufgestanden war. Sie fand ihn auf dem Trainingsplatz, umgeben von Kriegern, seine nackte Brust schweißbedeckt, obwohl die Luft frostig war. Er trainierte mit einer Intensität, die sie noch nie an ihm gesehen hatte — als könnte er den kommenden Kampf allein durch schiere Willenskraft gewinnen.Sie brachte ihm warmes Brot und Tee. Er aß im Stehen, seine goldenen Augen ständig in Bewegung, scannten die Baumgrenze, den Himmel, die Gesichter seiner Krieger.„Du hast nicht geschlafen", sagte Lily.„Ich schlafe, wenn das vorbei ist."„Jake..."Er hielt inne und sah sie an. Die Härte in seinem Gesicht schmolz, als er sie betrachtete — ihren runden Bauch, die dunklen Ringe unter ihren Augen, die Art, wie sie ihre Hand auf seinen Arm legte. „Es tut mir leid", sagte er leise. „Ich bin nicht... ich bin nicht der Eheman
Der November kam mit eisigem Wind und den ersten Schneeflocken.Lily war jetzt im siebten Monat. Ihr Bauch war groß und rund, eine schwere, warme Last, die sie mit Stolz trug. Das Baby trat jetzt so heftig, dass Jake es sogar von der anderen Seite des Raumes sehen konnte — kleine Bewegungen unter dem Stoff ihres Kleides, die ihn jedes Mal zum Lächeln brachten.Der Schutzkreis hielt. Jeden Morgen ging Lily zur Grenze und prüfte ihn. Das silberne Licht pulsierte noch immer stark und gleichmäßig, eine unsichtbare Mauer, die das gesamte Dorf umschloss. Der Orden war da draußen — sie hatten die Lagerfeuer in der Ferne gesehen, die Rauchsäulen, die über den Bäumen aufstiegen —, aber er kam nicht durch.Trotzdem bereiteten sie sich vor.Jake trainierte die Krieger jetzt hart. Jeden Tag, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Männer und Frauen, jung und alt, alle lernten neue Formationen, neue Strategien. Viktor durchforstete die alten Chroniken nach Informationen über den Orden — ihre Schwäc
Der Morgen graute kalt und neblig.Lily stand am östlichen Waldrand, eingehüllt in einen dicken Wollmantel, den Jake ihr um die Schultern gelegt hatte. Ihr Atem bildete kleine Wolken in der frostigen Luft. Neben ihr standen Jake, Kian, Lena und vier weitere Krieger, alle in Wolfsform oder mit gezogenen Waffen. Die Spannung war mit Händen zu greifen.„Bist du sicher, dass du das schaffst?", fragte Jake zum dritten Mal.„Ja." Lilys Stimme war fester, als sie sich fühlte. Sie hielt das silberne Buch in einer Hand, die andere lag auf ihrem Bauch. Das Baby trat, als wollte es ihr Mut zusprechen. „Ich muss nur dem Grenzverlauf folgen und an jedem Eckpunkt den Segen sprechen. Viktor hat die Punkte gestern Abend noch mit Kian markiert."„Dann lass uns anfangen." Jake nickte Lena zu, die sofort in Wolfform wechselte und im Unterholz verschwand. Kian folgte ihr in die entgegengesetzte Richtung. Die anderen Krieger bezogen Position.Lily trat an den ersten Markierungspunkt — eine alte Eiche mit
Der Angriff kam nicht mit Feuer und Schwert. Er kam mit Schweigen.Lena, die Jägerin mit dem kupferfarbenen Haar, war die Erste, die es bemerkte. Sie war auf ihrer morgendlichen Patrouille am östlichen Waldrand, als sie die Spuren fand — Fußabdrücke, zu viele für eine Jagdgruppe, und alle von Stiefeln, nicht von Wölfen. Daneben lag ein einzelnes Symbol, kunstvoll in die Rinde einer alten Eiche geritzt: ein Kreis aus Asche, der einen brennenden Wolf umschloss.Sie rannte den ganzen Weg zurück ins Dorf.„Alpha!", keuchte sie, als sie Jake auf dem Trainingsplatz fand. „Sie sind hier. Der Orden. Sie haben das Zeichen hinterlassen."Jake erstarrte mitten in einer Schwertübung. Das Holzschwert in seiner Hand fiel zu Boden. „Bist du sicher?"„Ich habe es selbst gesehen."Innerhalb einer Stunde hatte Jake das gesamte Rudel versammelt. Die Stimmung in der großen Halle war angespannt, die Luft schwer von unausgesprochener Angst. Lily saß neben Jake, ihre Hand fest in seiner. Sie trug den silber





