تسجيل الدخولSieben Jahre. Zwischen meinem vorherbestimmten Gefährten, Alpha Julian, und mir gab es nur eine einzige Frage: Ja oder Nein. „Ja“ bedeutete, dass er nach Hause kam. „Nein“ bedeutete, dass er zu Chloe ging – seiner Freundin aus Kindertagen. Achtundneunzig Mal. Jedes Mal, wenn ich ihn brauchte, entschied er sich für sie. Heute Abend findet unsere Gefährtenzeremonie statt. Ein einziger Biss in meinen Hals genügt, und unsere Verbindung wird für immer besiegelt. Der Festsaal strahlt im hellen Licht. Älteste und Rudel-Eliten heben ihre Gläser und beglückwünschen mich dazu, den Obersten Alpha endlich für mich gewonnen zu haben. Aber sein Handy hört nicht auf zu vibrieren. Ich weiß, dass Chloe schreibt. Ihre „verletzte innere Wölfin“ gerät angeblich wieder außer Kontrolle. Julian spannt sich an, bereit, jeden Moment davonzustürmen. Ich lege meine Finger auf seine Hand. „Heute ist unsere Gefährtenzeremonie. Musst du wirklich gehen?“ Er umfasst meine Hand, streicht mit dem Daumen sanft über meine Fingerknöchel. „Chloes innere Wölfin ist schwer verletzt. Ohne mich schafft sie es nicht. Ich bin gleich wieder da. Vertrau mir.“ Er vergräbt das Gesicht an meinem Hals, atmet meinen Duft tief ein und sagt: „Du bist meine vorherbestimmte Gefährtin. Meine einzige Luna.“ Dann löst er sich von mir und geht ohne den geringsten Moment des Zögerns zur Tür – genau wie all die Male zuvor. Was er jedoch nicht weiß: In dem Augenblick, in dem er den Saal verlässt, lässt er nicht nur dieses Fest hinter sich, sondern verschwindet für immer aus meinem Leben.
عرض المزيدIch zog meinen Silberdolch. Die Klinge vibrierte vor Kraft. Es gab keine Zeit für Angst – sondern nur noch Raum für entschlossenes Handeln. Ich bewegte mich durch das Chaos, während jeder Hieb präzise und jede Bewegung durchdacht war. Doch sie überrollten uns wie eine Welle rasender Bestien. Sie kannten keinen Schmerz.„Alle Heiler ziehen sich in die Sicherheitszone zurück!“, rief ich mitten im Kampf. „Sperrt den Bereich ab!“ Aber das Gift breitete sich einfach zu schnell aus. Die Wachen verloren die Kontrolle über die Lage.Dann war Julian plötzlich da: Er riss sich von den Wachen los und warf sich – noch immer in seiner menschlichen Gestalt – zwischen mich und einen rasenden Wolf, um mich mit seinem Körper zu decken.„Julian, du Idiot!“ schrie ich, während ich einem Wolf die Kehle durchtrennte. „Verschwinde von hier!“ Er würde sich noch umbringen – wieder so ein rücksichtsloser, selbstmörderischer Akt.„Ich werde nicht noch einmal zulassen, dass du verletzt wirst!“ presste Julian her
Drei Monate später. In der Lobby des Nordrudels fand ein gewaltiger Heiler-Gipfel statt. Unter den Kristallkronleuchtern versammelten sich die Eliten des Rudels und diskutierten über die neuesten medizinischen Durchbrüche.Ich hatte gerade meine Rede beendet. Der Applaus brauste über mich hinweg wie eine Welle der Anerkennung. Zum ersten Mal gehörte dieser Erfolg ganz allein mir. Ich blickte über die Menge hinweg, mein Herz war ruhig und mein Geist war voller Zuversicht, denn dies war mein wahrer Sieg.„Die Forschung von Heilerin Quinn wird unzählige Leben retten.“ Der Präsident der Vereinigung sprach voller Anerkennung. „Dies ist eine Revolution.“Ich lächelte angesichts der Begeisterung. Dann brach am Eingang plötzlich Chaos aus.Eine raue, verzweifelte Stimme durchschnitt den Applaus. „Lasst mich los! Ich habe das Recht, sie zu sehen!“ Es war Julians Stimme, und augenblicklich überkam mich eine kalte Welle des Ärgers – nicht jetzt, dachte ich, nicht hier.Alle drehten sich in d
Julian drängte sich an den Wachen vorbei und sank vor den Glastüren auf die Knie.Der eiskalte Stein drang durch seine Kleidung in seine Haut, aber das liegt ihm nun mal nicht.Mit zitternden Händen hielt er den Mondsteinring hoch – den Luna-Ring. Er selbst hatte ihn vom Harpers Finger gerissen. Danach hatte er ihn Chloe in blinder Wut wieder abgenommen.„Harper! Ich weiß, dass du mich hören kannst!“ Er rief in Richtung des Gebäudes. Seine Stimme bebte im kalten Wind. „Das ist dein Ring! Ich habe ihn dir weggenommen! Ich gebe ihn dir zurück!“Er warf seinen Stolz als Alpha in den Schmutz. Wie ein Bettler kniete er dort und klammerte sich an den letzten, zerbrechlichen Rest Hoffnung.Eine halbe Stunde später trat eine Wache aus dem Gebäude und warf eine kleine Schachtel vor Julians Füße. Julian riss sie hastig auf – und erstarrte, als er den Luna-Ring darin erblickte. Der Mondstein in seiner Mitte war jedoch erloschen und zu einem matten, grauen Stein geworden, dessen Licht einst von ih
Mondlicht fiel durch die bodentiefen Fenster meines neuen Büros. Die dunkelblaue Uniform einer Heilerin des Nordens wirkte wie eine Rüstung. Hier hatte ich mir meinen Rang selbst verdient; mein Ansehen beruhte einzig auf meinen eigenen Fähigkeiten und hatte nichts mehr mit irgendeinem Alpha zu tun.Dies war mein Zufluchtsort, mein eigenes Reich. Die Berichte über die fortschrittlichen Gegengifte auf meinem Schreibtisch waren ein Beweis für mein neues Leben.Drei Monate lang hatte ich mich vollkommen in meine Arbeit gestürzt und alles versucht, um die Leere im Leben ohne Julian zu füllen.Die Trennung dieses giftigen Bindungsvertrags hatte mich verändert. Meine Heilkraft war reiner und stärker als je zuvor. Die erdrückende Last auf meiner Seele war verschwunden. Endlich konnte ich wieder frei atmen. Meine Lebensenergie gehörte wieder mir. Sie war kein Treibstoff mehr für Julians Fehler.„Heilerin Quinn, Ihre neue Formel ist ein Erfolg.“ Meine Assistentin legte die Daten auf meinen Sc





