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ORIANA (Sie ist zurück. Gebrochen, aber wiederauferstanden.)
ORIANA (Sie ist zurück. Gebrochen, aber wiederauferstanden.)
Penulis: M. J. Elara

KAPITEL 1 DIE EHEFRAU, DIE SIE ZERSTÖRTEN

Penulis: M. J. Elara
last update Tanggal publikasi: 2026-06-25 04:38:45

Der scharfe Klang einer Ohrfeige hallte durch die ganze Halle.

Oriana Valez taumelte zurück, ihre zitternden Finger klammerten sich an die Tischkante, bevor sie ganz zu Boden gehen konnte.

Ihre Wange brannte, doch der Schmerz in ihrer Brust tat weit mehr weh als der Handabdruck von Mrs. Vivienne, der sich auf ihrer blassen Haut abzeichnete.

„Du nutzloses Mädchen!"

Mrs. Vivienne zischte, ihre Augen brannten vor Abscheu.

„Kannst du nicht einmal richtig Tee einschenken?"

Orianas Schwiegermutter, Mrs. Vivienne Moretti, war eine bedeutende Milliardärin, die hart gearbeitet und ihre beiden einzigen Söhne, Mateo und Adrian, großgezogen hatte.

Mateo war der Ältere, während Adrian der Jüngere war und Orianas Ehemann. Er war gutaussehender und wurde von den Menschen leichter bewundert als Mateo.

Mrs. Vivienne Moretti war einflussreich und in der Stadt hoch angesehen, obwohl sie Witwe war.

Sie hasste Oriana dafür, dass sie den Platz ihrer auserwählten Schwiegertochter eingenommen hatte: Livia Stone, Adrians Ex.

Sie sann darauf, ihr das Leben zur Hölle zu machen.

Das zersplitterte Porzellan lag zu Orianas Füßen, der Tee breitete sich auf den teuren weißen Fliesen aus wie verschüttetes Blut.

„E-es tut mir leid, Mrs. Vivienne."

flüsterte Oriana hastig und senkte den Blick. Eine weitere Ohrfeige traf sie, bevor sie den Satz beenden konnte.

„Du wagst es, mir zu widersprechen?" schrie die ältere Frau. Oriana biss sich so fest auf die Lippe, dass sie Blut schmeckte.

Drei Jahre. Drei Jahre Ehe in die mächtige Familie Moretti hinein, und das war aus ihrem Leben geworden.

Adrian, Orianas Ehemann, hielt sich seit einiger Zeit von seiner Familie fern — wegen seiner Arbeit, aber auch wegen seiner Mutter und seiner Ex, Livia Stone. Sie nutzten Oriana zu ihrem eigenen Vorteil aus, um sie zu sabotieren, da sie machtlos und schwach war. Sie misshandelten sie und rissen sich alles unter den Nagel, was sie besaß.

Nicht eine Ehefrau. Nicht eine Schwiegertochter.

Nicht einmal ein menschliches Wesen — nur eine Dienerin, dachte sie bei sich.

Ein Spielzeug, das sie mit Freude zerdrückten.

Hinter Mrs. Vivienne stand Livia Stone, die Frau, die Adrian Moretti eigentlich hätte heiraten sollen.

Livia Stone war die berühmte Tochter eines Milliardärs und Unternehmers, die mit beiden Brüdern zusammen gewesen war, Adrian aber mehr geliebt hatte. Adrian wiederum bewunderte sie über alle Maßen.

Später, als Adrian sich entschied, Oriana zu heiraten, weil er sie liebte, wurde sie zu Adrians Ex.

Sie war schön. Elegant. Und grausam!

Livia verschränkte die Arme vor der Brust, ein zufriedenes Lächeln spielte auf ihren glänzenden roten Lippen, während sie zusah, wie Oriana auf dem Boden kniete.

„Was für ein erbärmlicher Anblick", sagte Livia angewidert. „Adrian hat wirklich einen furchtbaren Geschmack."

Orianas Finger krallten sich um die zerbrochenen Teetassenscherben, während sich Demütigung durch ihre Adern fraß.

Adrian.

Ihr Ehemann. Der Mann, den sie mit ganzer Seele geliebt hatte. Der Mann, für den sie alles geopfert hatte. Nicht ein einziges Mal —

Mrs. Vivienne schrie. „Worauf wartest du noch? Räum das auf." Oriana sank sofort auf die Knie.

Die zerbrochenen Splitter schnitten in ihre Finger, während sie sie vorsichtig aufsammelte. Kleine Wunden öffneten ihre Haut, Blut vermischte sich mit den restlichen Scherben.

Livia bemerkte es und lachte leise.

„Oh je", spottete sie. „Schau dir ihre Hände an. Wie eine armselige Straßenratte."

Mrs. Vivienne sprach barsch: „Genau das ist sie." Oriana senkte den Kopf noch weiter und ertrug schweigend jede Beleidigung.

Sie hatte längst gelernt, dass Widersprechen alles nur schlimmer machte. Die Bediensteten der Villa gingen vorbei und taten so, als bemerkten sie nichts. Manche bemitleideten sie.

Andere genossen das Schauspiel.

Niemand half ihr. Niemand hatte es je getan.

Nachdem sie das zerbrochene Teeservice weggeräumt hatte, stand Oriana zitternd auf.

Mrs. Vivienne warf ihr einen Haufen Kleidung zu. „Wasch das mit der Hand."

Oriana starrte auf den Berg Designerkleider und Anzüge.

„Es gibt eine Waschmaschine." „Habe ich nach deiner Meinung gefragt?" fauchte Mrs. Vivienne.

Oriana senkte sofort wieder den Kopf.

„Ja, gnädige Frau."

Livia trat näher, ihr Parfüm erstickend süß und elegant.

„Weißt du", sagte Livia und fuhr mit einem lackierten Fingernagel über Orianas Wange, „wenn Adrian mich geheiratet hätte, wäre diese Familie niemals zu so einem Witz geworden."

Oriana zwang sich, nicht zu reagieren.

Doch Livia lächelte trotzdem wissend.

Denn sie wusste es. Alle wussten es.

Adrian liebte sie immer noch.

Und Oriana war nichts weiter als ein Ersatz. Ein Fehler. Eine Last.

Livia beugte sich näher. „Sag mir, Oriana, wie fühlt es sich an, das Bett mit einem Mann zu teilen, der es jeden einzelnen Tag bereut, dich geheiratet zu haben?"

Die Worte durchbohrten ihr Herz.

Mrs. Moretti lachte kalt. „Das Bett teilen? Adrian sieht sie doch kaum an."

Livia lächelte triumphierend.

Oriana schluckte schmerzhaft. Es stimmte. Seit Monaten kam Adrian kaum noch nach Hause. Und wenn er es tat, behandelte er sie wie Luft.

Plötzlich öffnete sich die Eingangstür.

Das Geräusch teurer Schuhe hallte durch die Villa.

Adrian war zurückgekehrt.

Orianas Herz schlug instinktiv schneller, so erbärmlich das bei allem war, was geschah — sie hasste sich selbst dafür, ihn immer noch zu lieben.

Adrian betrat die Halle, gekleidet in einen schwarzen Maßanzug, seine scharfen Gesichtszüge kalt und undurchschaubar. Macht strahlte mühelos von ihm aus.

Die Bediensteten verneigten sich sofort.

Mrs. Viviennes Gesicht wurde augenblicklich weich.

„Adrian", sagte sie warm.

Livias Lächeln wurde strahlender. Nur Oriana erstarrte.

Adrians eisiger Blick glitt durch den Raum, bis er schließlich auf ihrer knienden Gestalt neben dem Wassereimer landete.

Für einen kurzen Moment erschien etwas Undeutbares in seinen Augen.

Dann verschwand es. Abscheu trat an seine Stelle. „Was macht sie hier?" fragte er kalt.

Orianas Brust zog sich zusammen. Mrs. Vivienne seufzte dramatisch. „Deine Frau hat wieder mein Teeservice zerbrochen. Ehrlich, Adrian, ich weiß nicht, warum du eine so nutzlose Frau weiterhin erträgst."

Adrian lockerte langsam seine Krawatte. „Ich habe dich gewarnt, diese Familie nicht zu blamieren", sagte er ohne jede Regung.

Oriana starrte ihn ungläubig an.

Das war alles? Keine Sorge, keine Verteidigung, nichts.

„Ich habe gesagt, es tut mir leid", flüsterte sie.

Adrians Miene verdüsterte sich sofort. „Widersprichst du mir jetzt auch noch?" Ihre Lippen öffneten sich hilflos.

Livia trat neben Adrian und schob ihren Arm durch seinen, als gehöre sie ganz selbstverständlich dorthin. Und Adrian hielt sie nicht auf. Oriana spürte, wie etwas in ihr zerbrach.

Mrs. Vivienne bemerkte den Schmerz auf ihrem Gesicht und lächelte grausam.

„Eigentlich", sagte sie nachdenklich, „habe ich mir überlegt, wie Oriana endlich nützlich werden könnte."

Adrian wirkte uninteressiert. Er starrte nur und verließ die Szene.

Livia warf Oriana einen boshaften Blick zu. Mrs. Vivienne näherte sich langsam Oriana. „Du verschwendest gerne das Geld dieser Familie, nicht wahr?"

sagte sie. „Isst unser Essen. Wohnst in dieser Villa."

Oriana runzelte leicht die Stirn. „Mrs. Vivienne, ich —"

„Schweig!" Die ältere Frau packte gewaltsam ihr Haar. Oriana schrie vor Schmerz auf. „Ab heute Nacht", flüsterte Mrs. Vivienne, „wirst du dir deinen Lebensunterhalt verdienen."

Angst kroch in Orianas Brust hoch.

„Was meinen Sie damit?" Livia lächelte finster. Mrs. Vivienne ließ ihr Haar los und zog ein kleines schwarzes Kleid aus einer Einkaufstasche in der Nähe. Das Kleid war freizügig. Viel zu freizügig.

Orianas Gesicht verlor alle Farbe.

Mrs. Vivienne warf ihr das Kleid zu. „Du wirst heute Nacht Gäste unterhalten."

Oriana starrte sie entsetzt an. „Das mache ich nicht!"

Die Ohrfeige diesmal schleuderte sie zu Boden. „Du darfst nicht ablehnen!" brüllte Mrs. Vivienne.

Endlich entkamen ihr Tränen. Livia lachte leise. „Wie erbärmlich."

Mrs. Vivienne ging auf Oriana zu und hielt ihre Wangen fest. „Du solltest dich geehrt fühlen", sagte sie.

„Wenigstens könnten Männer noch etwas mit dir anfangen." Orianas Körper zitterte vor Angst. Das konnte nicht wahr sein. Das konnte nicht ihr Leben sein.

Niemand würde sie retten. Niemandem war es wichtig. Mrs. Vivienne wandte sich den Bediensteten zu.

„Bereitet sie vor." Zwei Zofen traten sofort vor. Oriana wich panisch zurück.

„Nein! Bitte!"

Sie packten trotzdem ihre Arme, und Tränen liefen über ihr Gesicht, während sie sie zur Treppe schleiften.

Und kurz bevor sie oben verschwand, hörte sie Livias sanfte Stimme hinter sich.

„Sorgt dafür, dass sie teuer aussieht", sagte Livia lächelnd. „Die Männer, die heute Nacht kommen, werden gut dafür bezahlen."

Orianas Herz setzte aus.

Männer? Welche Männer?

Doch bevor sie fragen konnte, flüsterte ihr eine der Zofen zitternd ins Ohr:

„Gnadige Frau, die Gäste, die heute Nacht kommen, sind gefährliche Männer aus der Unterwelt."

Oriana erstarrte.

Dann öffnete sich langsam erneut die Tür der Villa.

Und der erste Mann trat ein.

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