LOGINDer Fremde sah mich an, als wollte er mich augenblicklich verschlingen, und zum ersten Mal, seit ich diese Albtraum-Wohnung betreten hatte, ließ der erdrückende Schmerz in meiner Brust etwas nach – verdrängt von einem heißen, rücksichtslosen Gefühl.
Mein Herz hämmerte so heftig, dass ich sicher war, er könne es über das ferne Raunen der Party im Stockwerk darunter hören. Ich stand wie erstarrt im Türrahmen; der Dampf kräuselte sich wie ein lebendiges Wesen um mich herum und trug seinen Duft mit sich – Sandelholz, Moschus und pure, männliche Hitze.
Aus der Nähe wirkte er noch überwältigender. Groß, kräftig gebaut, jeder Zentimeter seines Körpers wie gemeißelt, als gehöre er zu einer verbotenen Skulptur; Wassertropfen glänzten noch auf seiner Haut und zeichneten die Konturen seiner Bauchmuskeln und seines Unterkörpers nach, wo sein Glied schwer und bereits halb hart zwischen seinen Schenkeln hing.
Die Last des Abends drückte wieder auf mich, als ich an Marks grausames Grinsen, Sarahs zufriedenes Stöhnen und den zertrümmerten Kuchen auf dem Boden dachte. Ich war völlig am Ende hierhergekommen, in der Überzeugung, ich sei das Problem, doch im Blick dieses Fremden lagen weder Mitleid noch Enttäuschung. Er verriet ein rohes Verlangen, das meinen Puls in die Höhe trieb – aus Gründen, die ich nicht allzu genau hinterfragen wollte.
Er legte den Kopf schief, und seine sturmgrauen Augen wanderten langsam und anerkennend über mich hinweg, wie die eines Raubtiers, das seine Beute taxiert.
“Du bist spät dran,” wiederholte er mit einer tiefen, grollenden Stimme, die eine Welle von Hitze tief in meinen Bauch sandte. „Aber verdammt, die Fotos sind dir nicht gerecht geworden.”
Ich öffnete den Mund, um ihn zu korrigieren – um zu sagen, dass ich nicht diejenige war, die er erwartete, sondern nur die untröstliche Tochter auf der Suche nach einer Toilette –, doch die Worte blieben mir im Hals stecken, während Marks Stimme noch immer in meinem Kopf nachhallte.
Die Art, wie er mich ansah, veranlasste mich dazu, einzutreten und die Tür lautlos hinter mir ins Schloss fallen zu lassen.
Ein langsames, gefährliches Lächeln umspielte seine Lippen. „Braves Mädchen“, sagte er, überbrückte die Distanz mit zwei Schritten und baute sich vor mir auf. Eine große Hand legte sich an mein Kinn, und sein Daumen strich über meine Unterlippe, um eine einzelne Träne wegzuwischen, von deren Existenz ich gar nichts gewusst hatte. Seine Berührung war fest und bestimmend – ganz anders als Marks zögerliches, egoistisches Grapschen. „Eine harte Nacht?“, murmelte er, und sein Blick verdunkelte sich, während er mein Gesicht musterte. „Egal, du bist jetzt hier. Was auch immer dich gebrochen hat – ich werde dafür sorgen, dass du es vergisst.”
Bevor ich lange darüber nachdenken konnte, beugte er sich vor und küsste mich. Es war kein sanfter Kuss, sondern einer, der Besitzanspruch erhob. Sein Mund war heiß und fordernd; seine Zunge drang ein, um mich zu kosten, als gehörte ich ihm bereits. Ich holte keuchend Luft in den Kuss hinein, und er nutzte das sofort aus, vertiefte ihn, bis meine Knie nachgaben. Instinktiv hob ich die Hände und drückte sie gegen seine harte Brust; seine Haut war noch feucht und brannte unter meinen Handflächen.
Er stöhnte leise – ein Laut, der durch mich hindurchbebte – und drängte mich zurück, bis meine Hüften gegen die Marmorarbeitsplatte stießen. Der kalte Stein bildete einen scharfen Kontrast zu der Hitze seines Körpers, als er sich fest an mich presste. Ich spürte nun, wie er hart und prall gegen meinen Bauch drückte.
“Sag mir, was du willst,” hauchte er gegen meine Lippen und knabberte an meiner Unterlippe. Eine Hand glitt an meiner Seite hinab und umfasste besitzergreifend meine Taille, während die andere die Kurve meines Halses nachzeichnete und Schauer über meinen Rücken jagte.
Anstatt mit Worten zu antworten, erwiderte ich seinen Kuss mit mehr Nachdruck. Meine Finger verfingen sich in seinem nassen Haar und zogen ihn näher zu mir. Er stieß ein zufriedenes Knurren aus, hob mich mühelos auf die Arbeitsplatte und trat zwischen meine Oberschenkel; durch diese Bewegung rutschte mein Kleid hoch und gab den Blick auf meinen schwarzen Spitzen-Slip frei. Die kühle Luft auf meiner Haut verstärkte jede Empfindung.
"Wunderschön", knurrte er, unterbrach den Kuss und ließ seinen Mund an meinem Hals hinab wandern. Er saugte sich an der empfindlichen Stelle direkt unter meinem Ohr fest und wanderte dann tiefer; seine Zähne streiften mein Schlüsselbein, während seine Hände überall waren – sie glitten unter den Saum meines Kleides, umfassten meine Oberschenkel und wanderten weiter nach oben. Als seine Finger die feuchte Spitze zwischen meinen Beinen berührten, zuckte ich zusammen, und ein leises Wimmern entwich meinen Lippen.
“Schon feucht für mich?” Er wich gerade weit genug zurück, um mir in die Augen zu sehen – ein verruchtes Funkeln lag in seinem Blick.
“Das gefällt mir.”
Er fragte nicht um Erlaubnis; zwei kräftige Finger schoben die Spitze beiseite und ließen mich spüren, wie er mich streichelte, meine Schamlippen auseinander teilte und mit verheerender Präzision Kreise um meinen Kitzler zog. Ein scharfes Stöhnen entwich mir – laut und voller Verlangen, ganz anders als das stille Ertragen, das ich Mark jahrelang vorgespielt hatte. Meine Hüften bäumten sich unwillkürlich auf; seine Berührungen waren voller Selbstsicherheit, und er konzentrierte sich ganz auf mein Lustempfinden, als hätte er alle Zeit der Welt, um herauszufinden, was mich völlig aus der Fassung brachte.
“Genau so,” lobte er mit rauer Stimme. „Lass mich hören, wie es dir gefällt.” Er küsste mich erneut und schluckte meine Laute hinunter, während er erst einen, dann einen zweiten Finger in mich gleiten ließ und sie genau richtig krümmte. Das Gefühl der Dehnung und des Drucks, gepaart mit seiner Gewissheit, wie er mich berühren musste, überwältigte mich. Die Lust stieg rasch und intensiv in mir auf und ballte sich tief in meinem Inneren zusammen.
Ich griff nach ihm und umschloss seinen nun vollkommen harten Schwanz. Er fühlte sich an wie massiver, samtweicher Stahl und pulsierte in meinem Griff. Zunächst strich ich vorsichtig über ihn, dann immer selbstbewusster, während er in meinen Mund hineinstöhnte und in meine Faust stieß. Die Kraft, die ich spürte, als ihm der Atem stockte, als Ich drückte etwas fester zu, was mich mutiger machte. Ausnahmsweise grübelte ich nicht zu viel nach und machte mir keine Sorgen, etwas falsch zu machen.
“Verdammt, deine Hände fühlen sich gut an,” murmelte er. Er bewegte seine Finger schneller; sein Daumen bearbeitete meine Klitoris in engen Kreisen, und meine Oberschenkel bebten. Ich war schon peinlich nah am Höhepunkt.
Er schien es zu spüren und zog die Finger heraus – was mich mit einem schmerzlichen Gefühl der Leere zurückließ –, um sie dann an den Mund zu führen und mich mit einem leisen, anerkennenden Brummen zu kosten. Dann packte er den Ausschnitt meines Kleides und zog ihn nach unten, sodass meine Brüste frei lagen. Die kühle Luft traf auf meine Brustwarzen, die sich augenblicklich zusammenzogen.
Er beugte den Kopf und nahm eine meiner Brüste in den Mund; er saugte kräftig daran, während seine Hand wieder zwischen meine Beine wanderte. Die doppelte Empfindung – die feuchte Wärme an meiner Brust und seine geschickten Finger, die meine Muschi bearbeiteten – ließ mich wimmern und mich gegen seine Hand reiben, als hätte ich jegliche Kontrolle verloren.
Ich streichelte ihn schneller und drehte mein Handgelenk an seiner Eichel so, wie es ihm hoffentlich gefiel; seine Hüften zuckten.
“Vorsichtig, Süße. Wenn du so weitermachst, beuge ich dich direkt hier über die Theke.”
Diese Worte lösten eine neue Welle der Erregung in mir aus; ein Teil von mir wollte genau das: hart und schnell genommen werden, um jede grausame Erinnerung von heute Abend auszulöschen. Doch der leichtsinnige, neugierige Teil von mir wollte all das auskosten und spüren, was mir bisher verwehrt geblieben war.
Er wechselte zur anderen Brust, biss sanft hinein und beruhigte sie dann mit seiner Zunge. Seine Finger krümmten sich wieder in meinem Inneren und trafen einen Punkt, der Sterne vor meinen Augen aufleuchten ließ.
“Bitte,”keuchte ich, ohne überhaupt zu wissen, worum ich eigentlich flehte.
Er hob den Kopf; seine Augen brannten vor Verlangen. Seine freie Hand vergrub sich in meinem Haar und legte meinen Kopf in den Nacken, sodass ich seinem Blick standhalten musste.
“Bitte was?” fragte er mit dunkler Stimme. “Sag es mir.”
Die Fahrt in der Limousine zum Grand Carlton war ein erstickender Albtraum.Damien saß mir im luxuriösen Lederinterieur gegenüber und goss sich einen Scotch in ein Kristallglas ein, während draußen hinter den getönten Scheiben die Lichter der Stadt verschwammen. Er wirkte wie ein Mann, der den Krieg bereits gewonnen hatte; mit einem arroganten Grinsen, bei dem sich mir der Magen umdrehte, ließ er die goldene Flüssigkeit im Glas kreisen.„Einen Drink?“, bot er geschmeidig an und machte eine Geste mit der Karaffe.„Eher würde ich ersticken“, zischte ich; meine Knöchel traten weiß hervor, so fest umklammerte ich den Rand des Ledersitzes.Mein Herz hämmerte so heftig gegen meine Rippen, dass ich kaum richtig Luft holen konnte. Hannah lebt. Die Tante, die mich einst voller echter Zärtlichkeit gehalten hatte, bevor sie vor zweiundzwanzig Jahren aus meinem Leben verschwand, war nicht bei einem Unfall ums Leben gekommen. Sie war entführt, versteckt und in einem goldenen Käfig mit Medikamenten
Das widerliche Klicken schwerer Stahlhandschellen, die sich um Harrisons kräftige Handgelenke schlossen, hallte wie ein Schuss vom Mahagonischreibtisch wider.„Nimm deine verdammten Hände von mir“, knurrte Harrison; seine Stimme sank in eine so dunkle, tödliche Tonlage, dass sie eine physische Schockwelle direkt durch mein Rückgrat jagte.Selbst als drei kräftige Beamte seine breiten Schultern auf den Schreibtisch drückten, wirkte er nicht besiegt – er sah aus wie ein Raubtier im Käfig, das nur auf den richtigen Moment wartete, um ihnen die Kehle herauszureißen. Sein Blick bohrte sich in meinen – pechschwarz und lodernd vor roher, erschreckend besitzergreifender Wut.„Harrison!“, schrie ich und stürmte ohne nachzudenken vorwärts, die Hände nach ihm ausgestreckt.Bevor ich die Distanz überbrücken konnte, legte der Gerichtsdiener einen schweren Arm quer über meine Brust und stieß mich mit solcher Wucht zurück, dass meine Absätze auf dem polierten Marmorboden wegrutschten.„Bleiben Sie z
Die Luft im Privatbüro wurde augenblicklich eisig.Der Name Hannah hing wie ein körperlicher Schlag zwischen uns – schwer und erstickend, sodass mir der Atem stockte. Ich holte hastig Luft und stützte mich am Mahagonischreibtisch ab; meine Beine zitterten noch immer von Harrisons Berührung.Harrison drehte sich langsam um; von seiner massiven Gestalt ging eine beängstigende, tödliche Energie aus. Seine sturmgrauen Augen fixierten Caleb, und sein Kiefer war so fest zusammengepresst, dass sich der Muskel unter seiner gebräunten Haut abzeichnete.„Sag diesen Namen noch einmal“, schnurrte Harrison, und seine Stimme sank in eine so dunkle Tonlage, dass sich mir die Nackenhaare aufstellten.„Es ist Hannahs Akte, Boss“, sagte Caleb knapp und hielt ihm das verschlüsselte Tablet hin.„Vor zweiundzwanzig Jahren, kurz vor ihrem tödlichen Autounfall, zahlte Diana einem Gerichtsbeamten ein Vermögen, damit er einen offiziellen genetischen Datensatz unter Hannahs Namen unter Verschluss nahm. Als Dam
Bevor Harrison auch nur ein Wort sagen konnte, spiegelte sich in den riesigen Glasfenstern seines Büros ein plötzlicher Blitz aus blendendem Licht wider, der von der dreißig Stockwerke tiefer gelegenen Straße heraufdrang.Draußen wimmelte es vor dem Haupteingang von Voss Developments bereits von Übertragungswagen, Nachrichtenhelikoptern und schreienden Menschenmengen.Der Albtraum hatte nicht nur begonnen – Daniel Vrit hatte gerade den totalen Krieg erklärt, und die ganze Welt sah zu.Die Geräusche der Übertragungswagen draußen erinnerten an einen Hornissenschwarm; ihre rot und blau blinkenden Lichter huschten über die hohen Fenster von Harrisons Büro.„… Eilmeldung … Durchgesickerte Gerichtsdokumente deuten auf eine skandalöse Inzest-Affäre zwischen dem Wirtschaftsmagnaten Harrison Voss und seiner Stieftochter hin …“Harrison sah weder zum Fenster noch auf den schreienden Fernsehbildschirm, der in seine Wand eingelassen war.Er bewegte sich wie ein entfesseltes Raubtier; er ließ das
Der Konferenzraum wirkte wie eine Hinrichtungsstätte.Damiens wahnsinniges, hysterisches Lachen durchbrach die schwere Stille wie Glas, das Funken über den Marmorboden sprühen ließ. Neben ihm strich meine Mutter langsam ihren weißen Pelzmantel glatt; ein triumphierendes, kaltes Grinsen verzog ihre geschminkten Lippen, während sie bedächtig an ihrer Teetasse nippte.„Ich hab’s euch doch gesagt!“, schrie Damien und beugte sich über den Tisch; seine blutunterlaufenen Augen glänzten vor reinem, dämonischem Triumph. „Er ist ein Monster! Seht ihn euch an! Der große Harrison Voss – ertappt dabei, wie er sein eigenes Fleisch und Blut misshandelt! Vorstandsmitglieder, seht euch die Schande in seinem Gesicht an!“Harrison zuckte nicht mit der Wimper. Er blinzelte nicht einmal. Doch jeder Muskel unter seinem Anzug spannte sich zu hartem Eisen an. Der Sturm in seinen Augen verdunkelte sich zu einem pechschwarzen Abgrund – ein Blick von rohem, unverfälschtem Tod.Mein Herz hämmerte so heftig gegen
„Dann ruf die Polizei, Dad – denn ich werde absolut gar nichts absagen.“Damiens Stimme überschlug sich, scharf und außer Kontrolle, und durchbrach die verängstigte Stille des Sitzungssaals.Er wich nicht zurück. Stattdessen schlug er mit der Faust auf den Mahagonitisch, sodass die Wassergläser auf dem Holz klirrten. Seine dunklen Augen – Harrison auf unheimliche Weise ähnlich, doch ohne dessen unerbittliche Härte – spiegelten die Verzweiflung eines Mannes wider, der wusste, dass er in die Enge getrieben war.„Glaubst du, ein USB-Stick macht mir Angst?!“, fuhr Damien die Vorstandsmitglieder an, die bereits in ihren Sesseln zurückwichen. „Seht ihn euch an! Er bedroht seinen eigenen Sohn, um seine Geliebte zu schützen! Dieser Stick ist eine Fälschung, von seinem privaten Sicherheitsdienst fabriziert, um zu vertuschen, was er in jenem Schlafzimmer im Penthouse getrieben hat!“Diana erhob sich geschmeidig neben ihm und zog ihren weißen Pelzmantel enger um die Schultern. Ihr Gesicht war b







