Share

Kapitel 5

Penulis: Genesis
last update Tanggal publikasi: 2026-05-26 04:18:20

Mir wurde plötzlich bewusst, dass ich den Fremden viel zu lange angestarrt hatte. Ich warf Debby einen kurzen Blick zu und nickte leicht, damit sie gehen konnte. Sie verschwand leise, ohne ein Wort.

„Hi“, sagte ich, doch meine Stimme klang unsicher und schwach.

„Hi“, erwiderte er und schenkte mir ein Lächeln.

Was zum Teufel. Er lächelte tatsächlich.

„Ich war hier schon mal“, fuhr er fort, immer noch mit diesem unbeschwerten Lächeln. „Aber es schien niemand da zu sein.“

Er hielt mir den Flyer hin und sprach weiter, ruhig und mit warmer Stimme.

„Wir haben gerade ein neues Fitnessstudio in der Nähe eröffnet. Hochwertige Geräte, Personal Trainer, verschiedene Kurse – das volle Programm. Wir verteilen Rabattgutscheine an die Leute in der Gegend. Der erste Monat ist zum halben Preis, und–“

Fitnessstudio.

Allein das Wort traf mich wie ein Faustschlag. Den Rest dessen, was er sagte, bekam ich kaum noch mit. Alles stürzte wieder auf mich ein: Ethan, der vorhin im Schlafzimmer auf meinen Bauch und meine Taille gezeigt und mir gesagt hatte, ich müsse mich „reparieren“. Als wäre mein Körper etwas Defektes, das geflickt werden musste.

In genau diesem schwindeligen Moment fügte sich ein schrecklicher Gedanke zusammen: Ein muskulöser Fremder, der genau an diesem Morgen vor meiner Tür steht und mir einen Flyer für ein Gym in die Hand drückt.

Hatte Ethan ihn geschickt?

Ich glaubte tatsächlich, er könnte den Typen geschickt haben.

Meine Brust zog sich schmerzhaft zusammen. Mein Atem wurde zittrig. Die Demütigung überrollte mich so schnell, dass es sich anfühlte wie eine weitere Ohrfeige.

Natürlich würde er so etwas tun. Ethan hielt das wahrscheinlich für besonders schlau – einen durchtrainierten Typen vor meine Tür zu schicken, um mir seine Worte noch einmal richtig reinzudrücken und mich noch mehr zu erniedrigen. Genau die Art von „hilfreicher“ Beleidigung, die ihm einfallen würde.

Die Scham brannte heiß in mir.

„Ach ja, und ich bin Roman, übrigens“, fügte er hinzu.

Ich blinzelte, riss mich aus meinen Gedanken, und die Worte purzelten heraus, bevor ich sie aufhalten konnte.

„Hat Ethan Sie geschickt?“

Roman hielt inne und sah ehrlich verwirrt aus. „Wer ist Ethan?“

Eine einzelne Träne löste sich aus meinem linken Auge, bevor ich sie zurückhalten konnte. Ich wusste nicht einmal, warum sie so schnell kam, aber ich wusste genau, was sie ausgelöst hatte – Ethans Stimme, die in meinem Kopf widerhallte, seine grausamen Worte, die immer wieder in mich einstachen.

Meine Kehle schnürte sich zu. „Bitte… gehen Sie einfach“, flüsterte ich. Ich drehte mich hastig weg, verzweifelt darauf bedacht, zu entkommen, bevor ich vor ihm völlig zusammenbrach.

Doch seine Hand griff sanft nach meinem Arm.

Ich erstarrte.

Nicht weil es wehtat. Sondern weil die Berührung warm, fest und bewusst war. Sie jagte Funken durch jeden Nerv in meinem Körper. Sein Griff war nicht grob oder gewaltsam – nur stark genug, um mich dort zu halten.

Langsam drehte ich mich wieder zu ihm um.

Seine Augen verengten sich leicht, während er mein Gesicht musterte. Dann sprach er erneut, seine Stimme jetzt tiefer und intensiver:

„Sie weinen?“

Die Art, wie er es sagte… verdammt.

Seine Finger lagen noch immer auf meinem Arm, als er noch einmal fragte.

„Hat Ihnen jemand wehgetan?“

Scheiße… Seine Stimme war rauer geworden, dunkler, mit einer Schärfe, die ich nicht genau benennen konnte.

Was zur Hölle. Mein ganzer Körper reagierte auf diesen Ton auf eine Weise, die ich mir nicht erklären konnte. Und sein Blick… Gott, wie konnte jemand so schnell umschalten? Er sah nicht mehr aus wie der lockere Typ, der Flyer verteilte. In diesem Moment wirkte er wie pure Beschützerinstinkt vermischt mit etwas Wildem. Diese Intensität jagte mir einen so starken Schauer über den Rücken, dass ich zwei schnelle Atemzüge brauchte, um mich zu fangen.

„Bitte gehen Sie einfach“, sagte ich leise und unsicher und versuchte, mich loszumachen.

Er rührte sich nicht. Seine Hand blieb auf meinem Arm liegen – mit dieser soliden Kraft, die nicht gewalttätig, aber schwer zu durchbrechen war. Ich hasste, wie intensiv er mich ansah, deshalb senkte ich den Kopf und wich seinem Blick aus.

„Schauen Sie mich an“, sagte er.

Zwei einfache Worte, die sich wie ein Befehl anfühlten, dem ich nicht widerstehen konnte.

Ich hob langsam den Blick und bereute es sofort. Aus der Nähe war er noch überwältigender. Sturmgraue Augen, die fast schwarz wirkten, die Pupillen geweitet vor etwas Rohem und Hungrigem. Diese Narbe, die durch seine Augenbraue schnitt… und der Bartschatten an seinem markanten Kiefer sah rau genug aus, um Spuren zu hinterlassen.

Früher hatte ich Dark Romance und Erotikbücher gelesen, bevor die Ehe diesen Teil von mir getötet hatte. Vor Roman zu stehen fühlte sich an, als wäre einer dieser gefährlichen Männer direkt aus den Seiten heraus in mein Haus gestiegen.

„Fuck“, flüsterte ich.

Er trat näher. Gleichzeitig wich ich zurück, bis mein Rücken langsam gegen den Türrahmen stieß und mir der Atem stockte.

„Sagen Sie mir, wer Sie zum Weinen gebracht hat“, sagte er. Die Art, wie seine Stimme tief und langsam wurde, ließ meine Knie weich werden. Ich musste mich fester am Rahmen festhalten, sonst wäre ich direkt auf den Boden gesackt.

„Warum? Ich kenne Sie doch gar nicht“, brachte ich hervor und versuchte, scharf zu klingen.

Er blinzelte nicht einmal. Er lächelte nur leicht, seine Stimme wurde noch leiser, fast gefährlich.

„Dann stehen Sie nicht da wie ein verlorenes Lämmchen… denn das halte ich nicht aus.“ Die Worte kamen als tiefes Knurren heraus.

Er hält es nicht aus? Meinte er das ernst?

Er bemerkte, wie ich zusammenzuckte, und der Mundwinkel hob sich, als würde er die Wirkung genießen, die er auf mich hatte.

Die Art, wie er mich ansah, ließ meinen Bauch sich zusammenziehen. Irgendetwas an dieser Stimme machte mich verrückt. Seine andere Hand hob sich langsam genug, dass ich hätte ausweichen können, aber ich tat es nicht. Als seine Fingerknöchel über die nasse Spur auf meiner Wange strichen, explodierte Hitze in mir wie ein Streichholz auf Stein und schoss direkt durch meine Brust.

„Es ist mir scheißegal, wer Ethan ist“, knurrte er, „aber–“

„Aria, reiß dich zusammen“, schrie ich mich innerlich an und drückte gegen seine Brust, bevor er den Satz beenden konnte. Nicht fest genug, um ihn wirklich wegzuschieben, aber genug, um die Nähe zu durchbrechen, die meinen Kopf zum Rotieren brachte. Ich schob ihn weg wegen der Hitze, die von ihm ausging, und wegen der Gedanken, die mein Körper hatte – Gedanken, die ich mir über einen vollkommen Fremden an meiner Haustür nicht erlauben durfte.

Er blieb genau dort stehen, atmete ruhig und beobachtete mich, als versuchte er, mich zu verstehen.

Dieser Blick fuhr über meine Haut, bis ich mir albern vorkam, ihn überhaupt berührt zu haben.

„Entschuldigung“, sagte ich schnell. „Ich wollte Sie nicht schubsen. Ich kann nur… ich kann es nicht ertragen, wenn jemand so nah steht. Sie sind ein Fremder und…“

Er musterte mich einen Moment lang, die Augen ruhig und unergründlich. Dann nickte er, als würde er mehr verstehen, als mir lieb war.

„Ich bin ein Fremder, und Sie kennen mich nicht“, beendete Roman den Satz für mich.

Er hatte recht.

„Ja“, flüsterte ich. „So etwas in der Art.“

Und ich hasste, wie sehr ein Teil von mir wollte, dass er wieder näher trat.

Er griff in seine hintere Hosentasche, zog eine schlichte schwarze Karte heraus und drückte sie mir in die Hand. Seine Finger schlossen sich langsam und bewusst um meine.

„Morgen. Um acht Uhr. Erudite Gym. Sie können morgens oder abends kommen… 8 Uhr oder 20 Uhr“, murmelte er.

Sein Blick wanderte langsam und besitzergreifend über meinen Körper, als würde er sich bereits vorstellen, wie ich ohne Kleidung aussah.

Dann trat er zurück.

Ein Schritt. Dann noch einer.

In dem Moment, als er sich umdrehte und ging, wich die Luft aus meinen Lungen. Mir war nicht bewusst gewesen, dass ich den Atem angehalten hatte, bis ich das laute Aufheulen seines Motorrads hörte.

Er schaute nicht einmal zurück. Nicht ein einziges Mal. Er verschwand einfach die Straße hinunter.

Und aus irgendeinem dummen Grund ärgerte mich das mehr als alles andere.

Ich rutschte an der geschlossenen Tür hinunter, bis ich auf dem Marmorboden saß, die Beine zitternd, die Oberschenkel fest zusammengepresst, die schwarze Karte noch immer fest umklammert.

-----

Nach mehreren Minuten saß ich immer noch dort.

Gott steh mir bei…

Ich weiß nicht, wie lange ich auf dem Boden blieb.

Minuten. Vielleicht eine ganze Stunde.

Die Fliesen fühlten sich kalt an meinen Oberschenkeln an, aber der Rest meines Körpers stand in Flammen. Mein Slip war komplett durchnässt. Eigentlich ruiniert. Und das nur wegen seiner Worte und der Art, wie sein Daumen über meine Wange gestrichen hatte.

Ich hasste ihn. Nein – ich wollte ihn.

Beide Gefühle trafen mich gleichzeitig so stark, dass mir die Zähne wehtaten.

Irgendwann schleppte ich mich auf zitternden Beinen nach oben, die schwarze Karte noch immer in der Hand. Ich legte sie auf den Badezimmertresen und zog mich aus, um zu duschen. Das heiße Wasser prasselte auf mich herab, während ich die Augen schloss und versuchte, die ganze Begegnung abzuwaschen.

Es funktionierte nicht.

Jedes Mal, wenn ich blinzelte, sah ich diese sturmgrauen Augen und die Narbe durch seine Braue. Ich hörte wieder dieses tiefe Knurren:

„Sobald ich anfange, höre ich nicht mehr auf. Und ich bin bereits am Verhungern.“

Meine Knie drohten nachzugeben.

Ich schlug so hart gegen die Fliesenwand, dass meine Handfläche brannte.

„Reiß dich zusammen, Aria. Du bist verheiratet. Du hast eine Tochter. Du fällst auseinander, und irgendein tätowierter Fitness-Typ hat dir gerade vor deiner eigenen Haustür komplett den Kopf verdreht.“

Ich stieg aus der Dusche, wickelte mich in ein Handtuch und versuchte, normal zu wirken.

Ich hatte drei Online-Meetings mit meinen Filialleitern – neue Bestände, Lieferantenprobleme und Urlaubsdekorationspläne. Ich zog einen übergroßen Pullover und Leggings an, band meine nassen Haare zu einem unordentlichen Dutt und öffnete meinen Laptop auf dem Sofa.

Claras Gesicht erschien zuerst. Das Meeting begann, und sie tauchte sofort in Zahlen, Gewinnmargen und beschädigte Lieferungen ein. Ich nickte an den richtigen Stellen, doch mein Blick wanderte immer wieder zu dieser schwarzen Karte, die ich wie eine Verrückte mit nach unten genommen hatte.

Erudite Gym

Roman Kane – Inhaber

Adresse, Telefonnummer und ein kleines silbernes Logo, das wie eine zerbrochene Krone aussah.

Clara fragte mich etwas zweimal. Ich blinzelte. „Entschuldigung, kannst du das wiederholen?“

Sie sah mich besorgt an. „Ma’am, ist alles in Ordnung? Sie sehen etwas erhitzt aus.“

„Mir geht’s gut“, log ich und fächelte mir Luft zu, obwohl die Klimaanlage auf Hochtouren lief.

Meeting zwei. Meeting drei. Dasselbe Spiel. Mein Körper war anwesend, aber mein Verstand war woanders – er spielte immer wieder durch, wie sein Daumen sich auf meine Haut gedrückt hatte, als gehörte ihm dieser Puls bereits.

Um 14:17 Uhr summte mein Handy auf der Arbeitsplatte.

Honey: (Na klar, das war Ethan.)

Hey. Ich hole Mila heute von der Schule ab. Wir gehen Eis essen und in den Park, damit du dich ausruhen kannst. Liebe dich.

Ich starrte auf die Nachricht, bis die Worte verschwammen.

Liebe dich.

Dieselben Worte, die er mir sagte, während er hinter meinem Rücken mit seiner Studienfreundin schlief. Und jetzt benutzte er sie als Ausrede, um meine Tochter abzuholen und mit seiner Geliebten glückliche Familie zu spielen.

Ich lachte. Es klang hässlich und gebrochen.

Bevor ich mich zurückhalten konnte, tippte ich zurück.

Ich:

Lustig. Immer den Vater des Jahres spielen?

Die drei Punkte erschienen. Verschwanden. Erschienen wieder.

Ethan: Aria, fang nicht so an. Ich tue nur etwas Nettes.

Ich hätte das Handy fast durch den Raum geschleudert.

Nett.

Eine weitere Nachricht kam.

Ethan: Sienna kommt auch mit. Mila hat nach ihr gefragt. Mach daraus nichts Komisches.

Meine Sicht wurde rot.

Ich antwortete nicht. Ich konnte nicht. Meine Hände zitterten zu stark.

Mein Verstand sprang zurück zur letzten Nacht um ein Uhr – Ethans iPad-Hintergrundbild, auf dem er, Mila und Sienna lachend in der Sonne saßen, ihr Arm um meine Tochter, seiner um ihre Taille. Und jetzt taten sie es schon wieder.

Allein der Gedanke ließ etwas Wildes und Wütendes in meiner Brust zerreißen.

Ich wischte aus dem Chat und öffnete eine neue Nachricht. Mein Daumen schwebte über der Tastatur… dann tippte ich die Nummer von der schwarzen Karte ein, bevor ich es mir ausreden konnte.

Ich (14:29 Uhr):

Was passiert, wenn ich heute Abend komme?

Ich drückte sofort auf Senden und fühlte mich sofort, als müsste ich mich übergeben.

Die Antwort kam keine zehn Sekunden später.

Unbekannt (Roman):

Du weißt genau, was passiert, Prinzessin.

Die Tür schließt um 20:15.

Komm nicht zu spät.

Oder doch.

Mir entwich ein zittriger Atemzug.

Ich starrte auf den Bildschirm, bis er schwarz wurde.

Dann stand ich auf, ging wie eine Besessene zu meinem Kleiderschrank, schob die Bügel zur Seite und zog das engste schwarze Kleid heraus, das ich besaß – das eine, das ich vor zwei Jahren gekauft hatte, in der Hoffnung, Ethan würde mich endlich wieder wahrnehmen.

Er hatte es nie getan.

Heute Abend würde es jemand anderes tun.

Ich war fertig damit, die verständnisvolle Ehefrau zu sein.

Fertig damit, sanft, leise und entschuldigend zu sein.

Heute Abend um acht Uhr würde ich das Erudite Gym betreten.

Und ich würde zulassen, dass Roman Kane mich auf jede Weise zerstörte, die meinem Mann nie wichtig gewesen war.

Ethan wollte, dass ich repariert werde?

Gut.

Ich würde zurückkommen – komplett zerbrochen. Aber auf eine ganz neue Art.

Lanjutkan membaca buku ini secara gratis
Pindai kode untuk mengunduh Aplikasi

Bab terbaru

  • SCHAU ZU, WIE ICH MICH REPARIERE, BETRÜGER!!   Kapitel 174

    LUCAS’ SICHT„Du grinst wie ein Vollidiot, Falcone. Ehrlich gesagt ist das ziemlich unheimlich“, bemerkte Asher, während er beiläufig mit seiner Waffe spielte.Ich machte mir nicht einmal die Mühe, ihm zu antworten. Meine Aufmerksamkeit galt weiterhin dem gestohlenen Foto von Havannah, das auf meinem Handy angezeigt wurde.Ich hatte das Bild heimlich aufgenommen, während wir mit ihren Barbiepuppen spielten. Ich konnte einfach nicht anders. Meine Tochter war viel zu niedlich.Sie war wunderschön, genau wie ihre Mutter.Jedes Mal, wenn ich ihr Foto betrachtete, konnte ich nicht aufhören zu lächeln. Ich hatte bereits so viel von ihrem Leben verpasst, und jetzt, da ich endlich die Gelegenheit hatte, Zeit mit ihr zu verbringen, wollte ich jeden noch so kleinen Moment in Ehren halten.„Wie sieht der Plan aus? Wir verschwenden hier verdammt noch mal unsere Zeit, wenn wir einfach nur herumsitzen“, beschwerte sich Raven DeLuca und neigte ungeduldig den Kopf.Er hatte es immer eilig. Ehrlich ge

  • SCHAU ZU, WIE ICH MICH REPARIERE, BETRÜGER!!   Kapitel 173

    „Man könnte es so ausdrücken… Es ist ein Symbol für die zivilisierte Beziehung, die wir als Vannas Eltern aufrechterhalten werden.“Ich lächelte über seine Antwort, bevor ich meinen Blick wieder zum Himmel wandte. Ich hoffte aufrichtig, dass wir endlich neu anfangen und unsere schmerzhafte Vergangenheit hinter uns lassen konnten. Von jetzt an würden wir uns auf eine Sache konzentrieren: die besten Eltern zu werden, die wir für Vanna sein konnten.Ich war wirklich glücklich, dass wir endlich alles zwischen uns geklärt hatten. Wenigstens konnten wir voranschreiten, ohne dass die Fehler der Vergangenheit uns noch weiter im Weg standen.⸻ICH WACHTE mit geschwollenen Augen vom Weinen auf. Ich hatte die vorherige Nacht in Tränen verbracht, während ich an Aiden und alles dachte, was er getan hatte. Selbst jetzt konnte ich immer noch nicht glauben, dass er dazu fähig war, mich so zu behandeln.Meine Gefühle ihm gegenüber waren zu einer verwirrenden Mischung aus Enttäuschung, Traurigkeit und

  • SCHAU ZU, WIE ICH MICH REPARIERE, BETRÜGER!!   Kapitel 172

    Cherry drehte sich zu mir um und gab mir eine vielsagende Geste, mit der sie mir wortlos klarmachte, dass ich ihr später besser alles erklären sollte.Ich verdrehte lediglich die Augen und nickte, um ihr zu zeigen, dass ich verstanden hatte.„Kleine Vanna, du kannst jetzt in dein Zimmer gehen. Du kannst allein duschen, oder? Die Erwachsenen müssen etwas besprechen, also kommen wir später zu dir“, sagte Cherry zu ihr, nachdem Vanna aufgegessen hatte.„Ja, Tita. Ich liebe dich“, antwortete Vanna, bevor sie sich vorbeugte und ihrer Tante einen Kuss auf die Wange gab.Cherry kniff ihr spielerisch in die Wange und war völlig entzückt von dem kleinen Mädchen.„Ich liebe dich auch, mein Schatz. Du bist einfach unglaublich niedlich!“Anschließend ging Vanna auch zu Cashiel und Clyde, um sich von ihnen zu verabschieden. Cashiel küsste sie auf die Wange und zog sie in eine Umarmung, während Clyde seiner Nichte einen Kuss auf die Stirn gab und ihr sanft in die Wange kniff.Nachdem sie sich von a

  • SCHAU ZU, WIE ICH MICH REPARIERE, BETRÜGER!!   Kapitel 171

    „Das kann doch nicht dein Ernst sein, Cres! Du machst wegen dieser Fotos mit mir Schluss?!“, fuhr Aiden mich an und deutete wütend auf die über den Boden verstreuten Fotografien.„Egal, wie oft ich es dir erkläre, Aiden, du scheinst es einfach nicht zu verstehen! Verschwinde endlich, ja? Ich mache Schluss mit dir, also geh bitte einfach!“Ich gab ihm keine Gelegenheit, darauf zu antworten. Stattdessen ging ich sofort hinein, schloss das Tor hinter mir und verriegelte es sorgfältig. Ich konnte ihn noch immer klopfen und meinen Namen rufen hören, entschied mich jedoch, ihn zu ignorieren. Mit schweren Schritten ging ich ins Haus und spürte, wie sehr mich alles belastete, was geschehen war.Ich wollte nicht in einer Beziehung bleiben, in der ich mich gefangen fühlte, besonders dann nicht, wenn sie mir längst kein Glück mehr brachte. Ich hatte meine Lektion bereits gelernt und war nicht bereit, mich noch einmal demselben Schmerz auszusetzen.„Mami!“Ich blieb sofort stehen, als ich Vannas

  • SCHAU ZU, WIE ICH MICH REPARIERE, BETRÜGER!!   Kapitel 170

    Meine Haare stellten sich mir zu Berge, als ich auf all die Dinge vor mir blickte. Cad zeigte mir noch mehrere weitere Sachen, und jede einzelne schockierte mich mehr als die vorherige. Bedeutete das etwa, dass Aiden mich von Anfang an bereits gefunden hatte? Wenn dem so war, warum hatte er sich dann erst in diesem Jahr dazu entschlossen, sich mir zu zeigen?„Vielleicht hat er auf die perfekte Gelegenheit gewartet. Menschen wie er sind keine gewöhnlichen Leute, Crescent. Ich hatte vor, ihm die ärztliche Zulassung entziehen zu lassen, aber wie sich herausstellt, kommt er auch ohne sie bestens zurecht. Er stammt aus einer unglaublich wohlhabenden Familie. Ihr Name ist in der Unterwelt weithin bekannt. Er ist mächtig, aber nun ja, nicht so mächtig wie ich … Er kann sich ebenfalls an illegalen Aktivitäten beteiligen.“Ich konnte mich nicht einmal dazu bringen, seinem Prahlen Beachtung zu schenken. Mein Blick blieb auf die Dinge gerichtet, die er mir weiterhin zeigte, während ich kaum in d

  • SCHAU ZU, WIE ICH MICH REPARIERE, BETRÜGER!!   Kapitel 169

    „Baby … Bitte hör Mami zu, hm?“ Ich nahm Vannas Hände in meine und sah ihr ins Gesicht. Sie sah Luca wirklich unglaublich ähnlich.„Warum, Mami?“„Baby … Luca ist dein Papa. Ich weiß, dass das, was er getan hat, falsch war, aber das bedeutet nicht, dass er ein schlechter Mensch ist. Er war gestern Abend einfach nur wütend. Bitte gib ihm eine Chance, hm, mein Schatz?“, fragte ich sanft und streichelte dabei zärtlich ihre Wange.„Wenn er kein schlechter Mensch ist, warum hat er dann Daddy Aiden das angetan?“, fragte sie und drückte ihren rosa Teddybären noch fester an ihre Brust.„Das habe ich dir doch bereits gesagt, Baby. Er war gestern Abend einfach nur wütend. Er und Aiden hatten ein Missverständnis, aber glaub mir, wenn ich dir sage, dass dein Papa Luca dich wirklich liebt. Er ist ein guter Mensch, und er wird auch ein guter Vater für dich sein. Du musst ihm nur eine Chance geben. Bitte sag keine verletzenden Dinge zu ihm, denn damit verletzt du seine Gefühle. Du möchtest doch kein

  • SCHAU ZU, WIE ICH MICH REPARIERE, BETRÜGER!!   Kapitel 1

    ARIAEs war kurz nach ein Uhr morgens, als ich auf den kalten Küchenfliesen saß, Ethans iPad auf dem Schoß, und auf ein Video starrte, das ich mir in meinem ganzen Leben nie hätte ansehen wollen.Mila war schon früher auf dem Sofa eingeschlafen, ihre Lieblings-Einhorn-Tasse noch fest in der Hand. I

  • SCHAU ZU, WIE ICH MICH REPARIERE, BETRÜGER!!   Kapitel 4

    „Ich meine…“ Ethan wedelte abfällig mit der Hand in meine Richtung, als wollte er etwas Unwichtiges wegwischen. „Du solltest dich vielleicht mehr auf dich selbst konzentrieren. Das würde… die Dinge vielleicht klären.“Ich starrte ihn völlig fassungslos an. „Was genau klären?“Er zögerte einen Momen

  • SCHAU ZU, WIE ICH MICH REPARIERE, BETRÜGER!!   Kapitel 3

    Ethan blieb mitten in der Türöffnung stehen, als könnte er bereits spüren, dass etwas Schweres auf ihn zukam. Langsam drehte er sich um, die Stirn gerunzelt, und wartete darauf, dass ich sprach.Meine Kehle zog sich schmerzhaft zusammen. Alles, was ich mir in der Nacht im Kopf zurechtgelegt hatte,

  • SCHAU ZU, WIE ICH MICH REPARIERE, BETRÜGER!!   Kapitel 2

    Ich schlüpfte leise in Milas Zimmer und kletterte vorsichtig in ihr kleines Bett, darauf bedacht, sie nicht zu wecken. Sie hatte sich unter ihrer weichen Decke zusammengerollt, den rosa Teddybären fest an sich gedrückt, und atmete langsam und friedlich.Ich saß in der Dunkelheit und betrachtete ihr

Bab Lainnya
Jelajahi dan baca novel bagus secara gratis
Akses gratis ke berbagai novel bagus di aplikasi GoodNovel. Unduh buku yang kamu suka dan baca di mana saja & kapan saja.
Baca buku gratis di Aplikasi
Pindai kode untuk membaca di Aplikasi
DMCA.com Protection Status