MasukGerade als ich nach einem Sturz kurz vor einer Fehlgeburt stand, veranstaltete mein Ehemann – der mächtigste Don New Yorks – eine prunkvolle Geburtstagsgala für seine Jugendfreundin Camilla. Ich rief ihn an und flehte um Hilfe, doch er hielt alles für einen billigen Trick und legte kalt auf. Als seine Ehefrau trug ich den ehrenvollen Titel der Donna. Trotzdem wusste niemand, dass ich nicht einmal tausend Dollar auftreiben konnte. Denn um mich zu einer „würdigen“ Donna zu erziehen, hatte er Camilla die vollständige Kontrolle über mein Leben und meine Finanzen übertragen. In meiner Verzweiflung bat ich jeden um Hilfe, der mir überhaupt zuhörte. Doch als ich das Geld endlich zusammenhatte, war der Herzschlag meines Kindes für immer verstummt. Nachdem ich in diesem Krankenhausbett aufgewacht war, schleppte ich mich in sein Penthouse zurück, um meine Sachen zu packen. Dort stieß ich auf den Auktionsbeleg für Camillas Geburtstagsgeschenk. Eine Villa in Beverly Hills für zehn Millionen Dollar – dazu unzählige maßgefertigte Schmuckstücke. In diesem Moment drang seine tiefe, raue Stimme aus dem benachbarten Arbeitszimmer. Er telefonierte mit seinen Unterbossen. „Boss, hat Scarlett Sie im Krankenhaus wirklich wegen tausend Dollar angefleht?“ Cassius höhnte. „Scarlett ist meine Donna. Meine Männer bewachen sie rund um die Uhr. Wie sollte ihr überhaupt etwas geschehen? Sie führt nur einen billigen Trick auf, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Camilla hat recht. In letzter Zeit habe ich Scarlett zu sehr verwöhnt. Wenn Camilla nicht streng mit ihr ist, wie soll ein Waisenkind jemals den Respekt der Famiglia verdienen? Später wird sie meine guten Absichten verstehen.“ Tränen liefen mir über das Gesicht. Zum Teufel mit seinen Regeln. Zum Teufel mit seiner Donna. In dem Augenblick, als der Arzt den Todeszeitpunkt meines Kindes feststellte, beschloss ich, aus seinem Leben zu verschwinden – und niemals zurückzukehren.
Lihat lebih banyakSterling lachte ruhig und leise.In seinem Lachen lag kalter Spott.Er warf einen Blick auf die Ringschachtel in Cassius’ Hand und sprach tonlos.„Herr Gallo, soweit ich mich erinnere, waren Sie im vergangenen Monat bei der Herbstauktion von Sotheby’s in New York. Sie stiegen aus dem Gebot für diesen Aurora-Saphir aus, damit Sie Camilla die Villa in Beverly Hills kaufen konnten.“Leicht strich Sterling über die leuchtende Kette an meinem Hals.„Ich frage mich, Herr Gallo: War Ihnen Ihre Frau einfach gleichgültig, oder hielten Sie sie nicht einmal für einige Millionen wert?“Cassius starrte auf die Kette. Sein Gesicht wurde geisterhaft bleich.Bei der Auktion hatte sein selbstsüchtiger Instinkt ihm gesagt, es wäre Verschwendung, mehrere Millionen für einen Saphir für mich auszugeben.Er hatte geglaubt, mit einem glänzenden Erbstück der Donna könne er meine Vergebung kaufen.Nun war er selbst zur Pointe geworden. Der Saphir, auf den er verzichtet hatte, funkelte direkt an meinem
Am folgenden Abend stand ich vor einem gewaltigen, bodentiefen Spiegel.Das maßgefertigte schwarze Seidenkleid schmiegte sich perfekt an meine Kurven.Um meinen Hals leuchtete die Kette mit dem Aurora-Saphir.Es fühlte sich an, als würde dieses Licht tatsächlich die Dunkelheit der vergangenen fünf Jahre durchbrechen.Ich nahm meine Schlüssel und fuhr allein zum Anwesen in den Hamptons.Ich wollte früher ankommen und Sterling überraschen.Mein Herz raste vor einer lange vermissten, erwartungsvollen Aufregung.Doch gerade als mein Wagen auf die private Zufahrt bog, schoss seitlich eine Gestalt hervor.Mit ausgebreiteten Armen stellte sie sich direkt vor das Auto.Ich trat heftig auf die Bremse. Die Reifen quietschten auf dem Kopfsteinpflaster.Sobald ich dieses Gesicht erkannte, drehte sich mein Magen um. Sämtliche Alarmglocken meines Körpers schrillten.Es war Cassius.Der einst unbesiegbare Mafia-Don von New York wirkte vollkommen wahnsinnig.Er war deutlich dünner geworde
SCARLETTS PERSPEKTIVEWeniger als fünfzehn Minuten später stand ein heißes Wagyu-Käsesandwich vor mir.Der kräftige Duft weckte augenblicklich meinen längst verstummten Appetit.Ich nahm die Gabel und wollte ein drittes Stück abschneiden, als eine große, warme Hand sich sanft über meine legte.Sterling zog die silberne Gabel mühelos fort.„Für den Moment reicht es, Scarlett.“ Seine dunklen Augen hielten meinen Blick fest. Sein Ton war sanft, aber bestimmt. „Essen Sie langsam. Ihr Magen ist solch reichhaltige Nahrung nicht mehr gewohnt.“Ich hielt inne. Tatsächlich fühlte ich mich bereits ein wenig satt.Lächelnd sah ich zu ihm auf.„Können Sie etwa Gedanken lesen? Woher wissen Sie so genau, wann ich satt bin?“Sterling lächelte nicht. Er lehnte sich an das alte Holzgeländer der Veranda und sah vollkommen ernst aus.„Das ist kein Gedankenlesen.“ Seine dunklen Augen ruhten fest auf meinem Gesicht. „Ihr Herz ist schön und aufrichtig. Jede Ihrer Empfindungen steht offen in Ihrem
SCARLETTS PERSPEKTIVEAn diesem Nachmittag nahm ich mir endlich Zeit für die Nachuntersuchung nach der Operation in der heruntergekommenen Gemeinschaftsklinik.Im Wartezimmer blätterte ich gedankenlos durch eine alte Zeitschrift und betrachtete die verblichenen Gesundheitsplakate.„Als Nächstes: Miss Scarlett.“ Die Krankenschwester rief meinen Namen auf.Gerade als ich aufstand, öffneten sich die Schiebetüren der Klinik.Ein großer Mann trat mit langen Schritten ein.Er trug einen perfekt geschnittenen dunklen Anzug und strahlte eine ruhige, machtvolle Autorität aus.Seine tiefen graublauen Augen suchten aufmerksam nach jemandem.Als sein Blick auf mich fiel, blitzte Erleichterung darin auf.„Sie sind Herr Sterling?“ Überrascht stand ich auf.Er nickte. Seine Stimme war tief und sanft.„Entschuldigen Sie, dass ich unangekündigt erscheine. Aber ich konnte Sie diese Untersuchung nicht allein durchstehen lassen.“Ohne ein weiteres Wort übernahm er die Kontrolle.Ich sah, wie





