로그인Eileens Perspektive
Mein Flug war für 17:00 Uhr angesetzt, und es blieben nur noch 30 Minuten bis zum Abflug.
Ich konnte spüren, wie Angst durch mich hindurchschoss. Ich konnte mein ganzes Nervensystem vibrieren fühlen.
Es war keine Unsicherheit darüber, ob ich das Richtige tat oder ob ich wirklich gehen wollte. Es war die nackte Angst vor etwas ganz anderem.
Die Angst vor einem Neuanfang. Die bange Frage, ob ich wirklich bereit war – bereit, ein alleinerziehender Elternteil zu sein, ganz allein auf mich gestellt, und bereit, mich meinen tiefsten Ängsten zu stellen.
Je mehr ich darüber nachdachte, desto größer und erdrückender wurde diese lähmende Angst in mir.
„Achtung, Passagiere auf Flug 247 nach New York. Das Boarding hat nun begonnen. Bitte begeben Sie sich zu Gate 12.“
Mein Herz setzte bei dem Ton einen Schlag aus, bei der Gewissheit, dass es nun wirklich passierte.
Ich verließ Deutschland für immer. Oder zumindest war es das, was ich mir selbst mühsam einredete und zu glauben zwang.
Meine Augen waren fest nach draußen gerichtet. Mein Sitz war direkt am Fenster, und ich sah, wie mein ganzes Leben vor mir heraufzog. Ein bitterer Rückblick in meinem Kopf.
Meine Kindheit.
Ich spürte, wie sich Tränen in meinen Augen sammelten.
Ich hatte die traumatischste Kindheit überhaupt. Die verstoßene, ungeliebte Tochter eines reichen Politikers zu sein, war das Schlimmste, was einem Menschen jemals passieren konnte.
Meine Mutter hatte versucht, mich mit den wenigen Einkünften aus ihrem Putzjob mühsam großzuziehen. Wir hatten zumindest ein anständiges Leben, bis sie eines Tages an ihrem Arbeitsplatz einfach bewusstlos zusammenbrach.
Ich war erst 17 Jahre alt, als ich nach der Schule zu ihrer Arbeitsstelle kam und mir gesagt wurde, dass sie in den frühen Morgenstunden halbtot ins Krankenhaus eingeliefert worden war.
Ich ahnte nicht, dass mein dunkles Schicksal genau in diesem Moment seinen Lauf nehmen sollte.
Bei ihr wurde Herzkrebs diagnostiziert, und sie brauchte sofort ein neues Spenderorgan.
Während wir absolut alles aufbrauchten, was wir besaßen – all ihre mühsam ersparten Rücklagen für ihre lebenserhaltenden Medikamente –, begann ich zu arbeiten. Ich schuftete Tag und Nacht, um für uns zu sorgen und einen Weg zu finden, das Geld für ihre lebensrettende Transplantation aufzutreiben.
Je mehr ich sparte, desto mehr dringende, unaufschiebbare Rechnungen tauchten auf, die wir bezahlen mussten. Es fühlte sich an, als würde ich völlig umsonst kämpfen.
Je mehr ich schuftete, desto ärmer und mittelloser wurden wir.
Ich war mehrmals verzweifelt zu meinem Vater gerannt, und das einzige Mal, dass er zustimmte, uns zu helfen, verlangte er eine grausame Gegenleistung von mir.
Er forderte mich auf, Lucas zu heiraten. Ich wusste nicht, warum. Ich wusste nicht, warum er eine Ehe mit dieser Familie wollte, aber alles, was ich wusste, war, dass es nur um schmutzige Geschäfte und Geldangelegenheiten gehen musste.
Er sagte, wenn ich Lucas heirate, würde er die Rechnungen meiner Mutter übernehmen und sie in das beste Spezialkrankenhaus nach Indien schicken. Und dann passierte all das.
Als ich dachte, ich hätte endlich ein Tor zum Überleben meiner Mutter durchschritten, landete ich stattdessen genau hier…
Tränen rollten mir aus den Augen.
Ich konnte sie nicht mehr zurückhalten. In dem Moment, als ich dachte, ich sei fertig damit, Tränen zu vergießen, wurde ich schmerzhaft eines Besseren belehrt.
Ich brach völlig in mir zusammen, während mein Brustkorb heftig bebte und mein Herz voller Schmerz blutete.
War ich mir überhaupt sicher? War ich mir wegen dieses unschuldigen Babys in meinem Bauch überhaupt sicher? Wusste ich überhaupt, was es wirklich bedeutete, eine Mutter zu sein? Was sollte ich ihr jemals über ihren Vater erzählen?
Ich spürte eine scharfe, stechende Migräne in meinem Kopf und legte meine Hand auf die Stirn. Meine Augen waren fest geschlossen, während die Tränen unaufhörlich weiterrollten.
Doch dann nahm ich plötzlich einen Duft wahr.
Ein starkes, maskulines Parfüm.
Meine Wimpern und Lider lösten sich langsam voneinander, und meine Augen öffneten sich tränenverschmiert.
Direkt vor mir befand sich ein weißes, strahlend sauberes Taschentuch.
Ich ließ meinen Blick langsam zur Seite gleiten und sah, dass er mich aufmerksam anstarrte.
Ein junger Mann von gemischter Herkunft, dessen Gesicht von einem sanften, mitfühlenden Lächeln erhellt wurde.
Er deutete mit den Augen auf seine ausgestreckte, wartende Hand. Ich blickte zurück auf das Taschentuch und nahm es langsam an.
Und als ich es tat, trafen meine Augen auf den fett geschriebenen Satz: „Alles wird gut werden.“
Er saß in seinem Büro, bequem in seinem Drehstuhl zurückgelehnt, während sein Blick auf den Papieren ruhte, die über seinen Schreibtisch verteilt lagen. Seine Finger blätterten langsam durch die Akte.Die ruhige Atmosphäre des Raumes wurde nur durch das leise Ticken der Uhr und das gelegentliche Rascheln von Papier unterbrochen.Das gedämpfte Licht warf sanfte Schatten an die Wände, während die großen Fenster mit Blick auf die Stadt von schweren Vorhängen bedeckt waren. Dadurch wirkte der Raum abgeschirmt und kontrolliert – passend zu seiner strengen Ausstrahlung.Ein Klopfen ertönte an der Tür, doch sein Blick blieb auf die Papiere gerichtet.Die Tür öffnete sich langsam mit einem leisen Knarren, und einer seiner Männer trat ein.„Guten Tag, Chairman. Wir haben ein kleines Problem“, sagte Drew, während er hereinkam.Whitmore hob langsam den Kopf. Sein Blick wanderte von der Akte in seinen Händen zu Drew, der vor ihm stand.„Der Skandal um Ihre Tochter verursacht uns große Probleme. D
Eileens POVDer Raum wurde unerträglich still, nachdem die Tür hinter ihm ins Schloss gefallen war.Ich blieb sitzen, mein Körper vollkommen reglos, während ich auf die geschlossene Tür starrte. Fast erwartete ich, dass sie sich wieder öffnen würde, fast erwartete ich, dass er zurückkommen und noch etwas sagen würde, doch nichts geschah.Nur Stille.Langsam senkte ich den Blick auf meine Hände und bemerkte, wie fest sich meine Finger um meine Knie gekrallt hatten. Sie zitterten.Ich hatte nicht einmal bemerkt, wie stark mein ganzer Körper bebte.Zitternd atmete ich aus und lehnte mich gegen den Stuhl zurück. Ich schloss die Augen, während sich alles, was geschehen war, in meinem Kopf wiederholte.Drei Jahre.Drei ganze Jahre.Es fühlte sich unmöglich an, dass so viel Zeit vergangen war, seit dem Tag, an dem mein gesamtes Leben auseinandergebrochen war.Ich erinnerte mich daran, wie ich an jenem Altar gestanden hatte, in dem Hochzeitskleid, von dem ich einst geglaubt hatte, dass es der
Eileens POVIch saß steif auf dem Stuhl, die Hände fest über meinen Knien verschränkt, während ich auf den Boden starrte und versuchte, den Sturm in meinem Inneren zu beruhigen. Da öffnete sich die Tür langsam mit einem leisen Knarren, und das Geräusch näher kommender Schritte jagte sofort einen Schauer durch meinen Körper.Ich kannte diesen Geruch.Ich würde ihn niemals vergessen können.Derselbe Geruch, den ich vor drei Jahren wahrgenommen hatte. Derselbe Geruch, der einst mein Trost gewesen war, derselbe Geruch, der mir einst das Gefühl von Sicherheit gegeben hatte. Und jetzt reichte allein seine Nähe aus, um jeden Muskel in meinem Körper anzuspannen, während ich verzweifelt versuchte, mich zusammenzuhalten.Seine Schritte hallten langsam und bedächtig durch den Raum. Jeder einzelne brachte ihn näher, bis sie schließlich direkt vor mir verstummten und seine ruhige Stimme die Stille durchschnitt.„Hast du dich entschieden?“Langsam hob ich den Kopf. Meine Augen trafen auf seine, und
Robins POVIch stand vor dem Spiegel, während die Stylisten um mich herumgingen, die Revers meines Anzugs zurechtrückten und den Stoff über meinen Schultern glattstrichen. Sie machten die letzten Handgriffe an meinem Erscheinungsbild, doch meine Aufmerksamkeit galt ihnen längst nicht mehr. Mein Blick war auf mein Spiegelbild gerichtet, bis Josh hinter mir auftauchte, ein Telefon fest in der Hand. Die Unruhe in seinem Gesicht fiel mir sofort auf.„Konntest du sie erreichen?“, fragte ich und begegnete seinem Blick im Spiegel.Er schüttelte leicht den Kopf, bevor er seinen Blick hob. „Niemand geht ans Telefon.“Eine Falte bildete sich zwischen meinen Augenbrauen, als ich mich leicht zu ihm umdrehte. „Was meinst du mit, niemand geht ans Telefon?“„Ich habe fast jeden angerufen, den ich am Veranstaltungsort kenne“, sagte er und trat vorsichtig einen Schritt näher. Seine Stimme klang besorgt. „Das Veranstaltungsteam, das Sicherheitspersonal, einige der Gäste, jeden, den ich erreichen konnt
Felicias POV(Rückblende)Ich konnte das Grinsen nicht aus meinem Gesicht verbannen, während ich mir das Video immer wieder ansah.„Guter Anfang“, grinste ich, als die Reaktionen auf das Video von Sekunde zu Sekunde zunahmen.Ich hätte nicht stolzer auf mich sein können, während ich mich daran ergötzte, die hasserfüllten Kommentare zu lesen.Ich konnte meine Gefühle nicht länger kontrollieren und kicherte laut auf, als ein weiterer Kommentar auftauchte.„Warte nur, Ryan. Warte ab und sieh zu, wie ich das Vermächtnis zerstöre, das du dir über Jahre aufgebaut hast“, spottete ich.„Anna.“ Ich hörte Alexas Stimme hinter mir.„Ja“, antwortete ich und drückte den Power-Knopf meines neuen Handys.„Was sehe ich da gerade online?“, fragte sie mit einem schockierten Gesichtsausdruck.„Wie gut ist es?“, lächelte ich und richtete meinen Blick auf sie, während ich auf ihre Antwort wartete.„Du musst das löschen“, sagte sie und versuchte, nach meinem Handy zu greifen.„Was?!“, rief ich aus und stre
Felicia's POV(Rückblende)„Babe, wovon redet sie?“, fragte sie ihn und sah ihn dabei an.„Lass uns reingehen“, sagte er, während Schuld in seiner Stimme mitschwang.„Lass mich die Ehre übernehmen, es dir zu erzählen, damit du nicht im Dunkeln tappst“, sagte ich mit einem Lächeln und ging auf sie zu. Doch bevor ich etwas sagen konnte, spürte ich einen Griff um meine Arme. Max packte meine Hände und versuchte, mich aus ihrer Gegenwart zu ziehen, aber ich biss in seine Hand.„Ich trage den Erben der Familie in mir, und jeder sollte mich mit Respekt behandeln“, erklärte ich.„Was?!“, rief sie aus, während ihr Blick zu Robins wanderte, der sprachlos war und offensichtlich weder in der Lage war, sich zu verteidigen, noch die Tatsache zu leugnen.„Sprich mit mir!“, schrie sie und schlug gegen seine Brust.Er packte ihre Hände und zog sie mit sich.„Du hast gestern mit ihm geschlafen, also behauptest du jetzt, schwanger zu sein?“, fragte Max.„Du unterschätzt die Menschen ständig. Du glaubst
Lukas’ SichtIch saß an der Bar, während das gedimmte, bernsteinfarbene Licht über mir lange Schatten auf den kalten Marmortresen und die leere Villa um mich herum warf.Die Stille war laut heute Nacht.Zu laut, fast schon erstickend.Ein fast leeres Glas stand vor mir, während die Flasche daneben
Eileens SichtIch sah zu, wie sie sie aus dem Zimmer schoben; sie war in weiße Tücher gehüllt.Meine Augen waren bereits müde – müde vom Vergießen von Tränen.Ich stand einfach nur neben der Tür, mein Blick folgte ihnen, als sie sie in die Lobby und dann in Richtung Ausgang schoben.Ich stand still
Eileen POVMeine Füße prallten gegen den Boden des Krankenhauses, meine Zehen berührten kaum den Boden, während ich in Richtung des Krankenzimmers meiner Mutter rannte.Das Krankenhaus wirkte ganz normal. Krankenschwestern liefen an mir vorbei, Menschen unterhielten sich leise, manche Patienten saß
Eileen.Ich wurde aus dem Whitmore-Anwesen geworfen, als wäre ich nichts.Mein Körper schlug auf dem harten Asphalt auf, scharfer Kies schnitt in meine Handflächen, als die eisernen Tore hinter mir zuschlugen.Einen Moment lang blieb ich am Boden liegen, Tränen strömten über mein Gesicht, während d







