로그인Dies ist die Fortsetzung von „Vielleicht ist es Schicksal“. Nach einer unvergesslichen Silvesternacht scheint das Glück endlich auf der Seite von Katy und Lia zu sein. Lia schwebt nach ihrer Verlobung mit Flynn auf Wolke sieben, während das Leben langsam wieder in seinen gewohnten Rhythmus zurückfindet. Doch das neue Jahr bringt nicht nur Hoffnung und Glück mit sich. Alte Freundschaften geraten ins Wanken, Konflikte brechen auf und Entscheidungen müssen getroffen werden, die niemand erwartet hat. Während Lia ihre gemeinsame Zukunft mit Flynn plant, wird Katy mit Veränderungen konfrontiert, die ihr Leben völlig auf den Kopf stellen. Zwischen Liebe, Herzschmerz, Verlust, Neuanfängen und zerbrochenen Freundschaften müssen die beiden Schwestern lernen, dass das Leben selten den Weg geht, den man sich vorgestellt hat. Manchmal bedeutet Liebe festzuhalten. Und manchmal bedeutet Liebe loszulassen. Die emotionale Fortsetzung von „Vielleicht ist es Schicksal“ – eine Geschichte über Familie, Freundschaft, zweite Chancen und die Frage, ob das Schicksal wirklich schon alle Antworten kennt. ❤️
더 보기Der Morgen kam leise.
Nicht abrupt, nicht grell – eher wie ein langsames Zurückgleiten in die Realität, während die Nacht noch irgendwo zwischen Erinnerungen und Müdigkeit festhing.
Draußen im Garten stand noch der große Party-Pavillon.
Der Ort, an dem sie gefeiert hatten.
Die Lichterketten hingen schlaff im Tageslicht, Ballons waren nur noch halb aufgeblasen, und zwischen den Wegen lagen vereinzelt Luftschlangen. Alles wirkte ein bisschen erschöpft – als hätte die Nacht selbst beschlossen, nicht einfach zu verschwinden.
Aber der Garten war aufgeräumt.
Derek hatte dafür gesorgt.
Gläser weg, Müll verschwunden, Tische sauber, alles ordentlich verstaut. Die Mädchen mussten sich am nächsten Morgen um nichts kümmern. Keine Reste, kein Chaos – nur die leise Erinnerung an eine Nacht, die zu groß gewesen war, um sie komplett festzuhalten.
Im Haus war es noch ruhig.
Bis sich Schritte bewegten.
Katy war die Erste, die wirklich wach wurde.
Sie zog sich leise an, warf sich eine Jacke über und schnappte sich Giotto, der sofort aufmerksam wurde, als würde er genau wissen, dass der Tag begonnen hatte.
„Komm schon, Großer“, murmelte sie leise.
Draußen war die Luft kalt, aber klar.
Sie gingen eine kleine Runde durch den Garten, vorbei am Pavillon, der jetzt so friedlich wirkte, als hätte er nie voller Musik, Lachen und Stimmen gestanden. Nur die Spuren der Nacht lagen noch in der Luft.
Als sie zurückkam, blieb Katy kurz im Wohnzimmer stehen.
Sie sah den Kamin.
Zögerte nicht lange.
Ein paar Holzscheite, ein Funke – und langsam begann das Feuer zu knistern. Wärme breitete sich aus, ruhig und gleichmäßig.
Katy atmete tief durch, als würde sie damit den Tag festhalten.
Dann ging sie in die Küche.
Und begann automatisch den Tisch zu decken.
Teller, Tassen, Besteck.
Kaffee.
Tee.
Für alle.
Der Duft der Kaffeemaschine füllte bereits den Raum, und für einen Moment war es einfach nur still.
Dann Schritte auf der Treppe.
„Du bist ja schon wach…“
Katy drehte sich um.
Lia stand in der Tür.
Barfuß.
Zerzauste Haare.
Und ein viel zu großer Hoodie von Flynn, der sie komplett einhüllte. Sie hielt die Ärmel leicht fest, als würde sie sich darin ein kleines Stück von der Nacht bewahren wollen.
Und dann dieses Gesicht.
Dieses ruhige, warme Strahlen, das noch gar nicht ganz in den Alltag zurückgekehrt war.
Katy blieb einen Moment stehen.
Und dann lächelte sie.
„Oh mein Gott… du siehst aus wie ein Happy-Emo-Sonnenaufgang.“
Lia lachte leise und trat in die Küche.
„Ich fühle mich auch so.“
Katy griff sofort nach einer Tasse und stellte sie ihr hin.
„Setz dich. Sofort. Und dann erzählst du mir alles nochmal.“
Lia setzte sich, nahm die Tasse mit beiden Händen und atmete kurz durch, als müsste sie sich erst wieder im echten Leben verankern.
Katy setzte sich ihr gegenüber – und sah sie einfach an.
Einen Moment lang sagte sie nichts.
Dann lehnte sie sich leicht nach vorne.
„Okay… nein, stopp.“
Lia hob den Blick.
Katy grinste leicht, aber ihre Augen waren voller etwas Weichem.
„Ich weiß, ich war dabei. Ich hab alles gesehen. Ich hab es gehört. Ich stand direkt daneben.“
Kurze Pause.
„Aber ich will es nochmal hören.“
Lia blinzelte.
„Was genau?“
Katy zuckte mit den Schultern, fast ein bisschen verlegen über sich selbst.
„Alles. Den Moment. Wie er gefragt hat. Wie er dich angeschaut hat. Wie du reagiert hast.“
Sie lachte leise.
„Ich weiß nicht… es fühlt sich anders an, wenn du es nochmal sagst. Als würde es dadurch realer werden.“
Lia sah sie einen Moment lang an.
Dann wurde ihr Blick weicher.
„Du bist unmöglich.“
„Ich weiß.“
Lia schüttelte leicht den Kopf, aber sie lächelte dabei.
Dann hob sie langsam ihre Hand.
Der Ring fing das Morgenlicht ein.
Katy hielt den Atem kurz an.
„Okay… jetzt nochmal.“
Lia lachte leise.
„Flynn war so nervös. Ich dachte wirklich kurz, er kippt mir einfach um.“
Katy nickte sofort.
„Ja, das hab ich gesehen.“
„Er hat angefangen zu reden, sich verheddert, komplett den Faden verloren…“ Lia schmunzelte. „Und dann hat er einfach gefragt.“
Ihr Blick wurde weich, fast unbewusst.
„Und ich hab Ja gesagt.“
Katy lehnte sich zurück, sichtlich zufrieden.
„Ich wusste es. Ich hab euch gestern angeschaut und dachte nur: ja. Genau so.“
Lia spielte mit dem Ring, noch immer ein bisschen wie in einem Zwischenzustand aus Traum und Realität.
„Es fühlt sich noch nicht echt an.“
„Wird es gleich“, murmelte Katy und nahm einen Schluck Kaffee, „wenn die Jungs runterkommen.“
Kaum hatte sie es gesagt, hörte man oben Bewegung.
Schritte.
Türknallen.
Ein Fluchen.
Und dann Stimmen – viel zu viele für einen ruhigen Morgen.
Lia seufzte leise.
„Oh nein.“
Katy nickte.
„Oh ja.“
Flynn kam gerade die letzten Stufen in Richtung Küche herunter, noch mit diesem warmen Nachgefühl der Nacht im Körper, als er Lia sah. Sie stand dort am Tisch, barfuß, in seinem Hoodie, die Haare noch leicht zerzaust, und trotzdem wirkte sie, als würde sie den ganzen Raum ausleuchten.
Sein erster Impuls war einfach nur zu ihr zu gehen.
Zu ihr. Arm um sie. Kurz dieses „Wir sind wirklich hier angekommen“-Gefühl festhalten.
Er setzte einen Schritt vor.
„Lia…“, begann er leise, fast schon ein bisschen verlegen glücklich.
Doch bevor er auch nur in ihre Nähe kam, ging die Küchentür erneut auf – zu schnell, zu laut für diesen ruhigen Morgen.
Chris und Taylor kamen herein.
Noch halb verschlafen, aber eindeutig schon wach genug, um Chaos zu machen.
„Ohhh, guten Morgen!“, rief Taylor in die Runde und fuhr sich durch die Haare.
Chris dagegen blieb keine Sekunde stehen.
Sein Blick fiel auf Lia – und das war’s.
„Nein. Warte. Stopp.“ Chris zeigte sofort auf sie, als hätte er gerade etwas völlig Unglaubliches entdeckt. „Das ist nicht fair, so darf man nicht aussehen nach einer Nacht wie dieser.“
Taylor grinste breit. „Ich wollte gerade sagen… das ist illegal glücklich.“
Flynn hob automatisch die Hand, als wolle er sich bemerkbar machen. „Ich bin übrigens auch noch hier—“
Zu spät.
Chris war schon unterwegs.
„LIAAAA!“, rief er und beschleunigte seine Schritte quer durch die Küche.
Taylor folgte direkt hinterher, wich Flynn locker aus, als wäre er ein Hindernis im Flur, und schloss sich Chris an.
Bevor Flynn überhaupt reagieren konnte, waren beide schon bei Lia angekommen und umarmten sie gleichzeitig, stürmisch und herzlich, fast so, als hätten sie sie seit Jahren nicht gesehen.
„Ich kann nicht glauben, dass du es wirklich gesagt hast!“, lachte Chris und drückte sie fest.
„Zeig den Ring nochmal! Ich hab gestern nur halb geguckt!“, verlangte Taylor sofort und griff nach ihrer Hand.
Flynn blieb einen Moment stehen, blinzelte langsam und atmete dann hörbar aus.
„Ich wollte eigentlich genau das hier machen…“, murmelte er trocken.
Lia sah über die Schulter zu ihm, lächelte entschuldigend und hob kurz ihre freie Hand in seine Richtung – ein stilles „Warte kurz“.
Und Flynn wusste: Dieser Morgen gehörte gerade erstmal allen anderen.
Mister Bruce und die anderen standen bereits vor dem Restaurant, als Flynn und Lia aus dem Auto stiegen. Die warme Beleuchtung aus dem Inneren fiel auf den Gehweg, und für einen Moment mischte sich die kühle Abendluft mit dem Duft von Essen und Stimmen aus dem Lokal. Kaum hatte Lia den ersten Schritt gemacht, kam Taylor direkt auf sie zu. „Lia!“ Bevor sie reagieren konnte, hatte er sie schon fest in die Arme gezogen. „Hey“, lachte sie überrascht. Er ließ sie wieder los, blieb aber dicht bei ihr stehen und senkte verschwörerisch die Stimme. „Ich muss später unbedingt mit dir reden.“ Lia zog leicht die Augenbrauen hoch. „Worum geht’s?“ Taylor grinste nur breit. „Später.“ „Taylor—“ „Später“, wiederholte er, jetzt schon rückwärts gehend in Richtung Eingang. „Das ist unfair!“ „Ich weiß!“ Und damit war er schon verschwunden im Restaurant. Lia blinzelte ihm hinterher und wandte sich dann irritiert zu Flynn. „Was war das?“ Flynn zuckte mit den Schultern. „Taylor ist immer
Der Weg zurück zum Haus verlief ruhiger als der Weg in den Wald. Giotto lief diesmal etwas gemächlicher neben ihnen her, als hätte er seinen Energie-Ausbruch für den Tag bereits erfolgreich abgeschlossen. Trotzdem blieb er immer wieder stehen, drehte sich zu ihnen um und wartete, bis sie auf seiner Höhe waren. „Er kontrolliert uns“, murmelte Flynn. „Er stellt sicher, dass wir nicht verloren gehen“, korrigierte Lia. Flynn zog sie ein Stück näher an sich. „Oder er schaut nach, ob wir noch genauso nervig sind wie vorher.“ „Und?“ Flynn sah sie kurz an. „Leider ja.“ Lia lachte und stieß ihn leicht mit der Schulter an. Der Schnee knirschte leise unter ihren Schritten, während das Haus langsam zwischen den Bäumen auftauchte. Mit jedem Schritt wurde es vertrauter. Wärmer. Realer. Als sie die Einfahrt erreichten, blieb Giotto kurz stehen, als würde er prüfen, ob das Ziel wirklich richtig war – und sprintete dann plötzlich wieder los, direkt Richtung Tür. „Natürlich“, seufzte Fly
„Bald bist du Miss Davenport.“ Lia spürte noch den Kuss auf ihren Lippen, als sie leise auflachte. „Du hast wirklich Spaß daran, das zu sagen, oder?“ Flynn grinste breit. „Vielleicht ein bisschen.“ „Ein bisschen?“ „Okay… sehr.“ Sie schüttelte den Kopf, konnte ihr Lächeln aber nicht verstecken. „Du bist unmöglich.“ „Und trotzdem heiratest du mich.“ „Leider.“ „Leider?“ Flynn legte dramatisch eine Hand auf seine Brust. „Das war jetzt verletzend.“ „Du wirst es überleben.“ „Ich weiß nicht.“ „Doch.“ „Vielleicht brauche ich mal eine Therapie.“ „Flynn!“ Sie stieß ihn spielerisch an, er fing ihre Hand sofort ab und zog sie wieder näher zu sich. Giotto nutzte den Moment und schoss wie ein kleiner Blitz über die Lichtung. „Der hat mehr Energie als wir alle zusammen“, murmelte Lia. „Das sagt die Frau, die vermutlich schon eine Hochzeitsplanung im Kopf hat.“ Lia erstarrte. Flynn grinste sofort. „Du hast eine, oder?“ „Nein.“ „Lia.“ „Nein.“ „Du hast eine.“ „Vielleicht n
Für eine ganze Weile genossen sie einfach die Wärme des Wassers. Mal unterhielten sich alle gemeinsam, dann bildeten sich wieder kleinere Grüppchen. Derek diskutierte mit Brian über irgendeinen Film, den sie beide gesehen hatten, während Taylor versuchte zu erklären, warum seine Lieblingsmannschaft die kommende Saison definitiv gewinnen würde. „Das hast du letztes Jahr auch gesagt“, bemerkte Brian. „Und das Jahr davor“, ergänzte Derek. „Irgendwann werde ich recht haben.“ „Das ist keine Strategie. Das ist Hoffnung.“ Taylor schüttelte den Kopf. „Ihr habt einfach keine Vision.“ Nicht weit entfernt saßen Milo und Katy immer noch zusammen im Wasser. Während die anderen herumalberten, genossen sie einen der seltenen ruhigen Momente. „Ich habe fast vergessen, wie schön so ein freier Tag sein kann“, sagte Katy leise. Milo nickte. „Geht mir genauso.“ Er sah kurz zu den anderen hinüber. Chris versuchte mittlerweile, Eric davon zu überzeugen, noch einmal die Außenrutschen zu testen,





