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Kapitel 4

Author: Queen
last update publish date: 2026-07-29 17:02:47

„Wie kannst du es wagen? Weißt du, wer ich bin? Ich bin der Manager dieses Clubs. Wie kannst du es wagen, mich so zu behandeln?“

Der Manager brüllte laut, während er sich den verletzten Ellbogen rieb, ohne den Mann vor ihm anzusehen.

Aria blieb regungslos stehen und zitterte vor Angst. Doch als sie erkannte, dass sie gerettet worden war, konnte sie nicht anders, als den imposanten Mann vor ihr anzustarren.

Er war sehr groß. Sein perfekt gestyltes schwarzes Haar betonte seine attraktiven Gesichtszüge.

Er trug ein weißes Hemd, dessen Ärmel bis zu den Unterarmen hochgekrempelt waren, wodurch seine kräftigen Muskeln und die komplizierten Tattoos darauf sichtbar wurden.

Dazu trug er eine schwarze Hose und schwarze italienische Schuhe.

Als er bemerkte, dass Aria ihn ansah, schenkte er ihr ein beruhigendes Lächeln, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder dem Manager zuwandte.

Sein Gesicht war eiskalt und völlig emotionslos, als er dem Manager gegenüberstand.

„Eine Ratte wie du glaubt, wegen meiner Abwesenheit mächtig zu sein. Wie kannst du es wagen, dich in meinem Club so gegenüber einer Frau zu verhalten, und dann auch noch in meinem eigenen Büro? Hast du vergessen, wo dein Platz ist?“

Der Manager begann zu zittern und machte sich vor Angst fast in die Hose, als er die Stimme des großen Bosses hörte.

Reed war äußerst wütend. Er hatte den Club seinem Sohn überlassen, weil er dachte, dieser würde kompetente Leute einstellen, doch offenbar hatte er sich geirrt.

Der Manager hatte eindeutig gegen eine der wichtigsten Regeln des Hotels verstoßen. Und Reed vermutete, dass dies nicht das erste Mal war, da der Manager sogar gewagt hatte, eine solche Tat in seinem eigenen Büro zu begehen.

Reed packte den Manager am Kragen und hob ihn in die Luft.

Aria schnappte nach Luft und hielt sich die Hände vor den Mund. Sie konnte nicht glauben, dass eine einzige Person einen erwachsenen, übergewichtigen Mann hochheben konnte.

Der Manager hing in der Luft, während Reed ihn mit nur einer Hand festhielt.

„Verzeihen Sie mir, Sir. Es ist nicht so, wie Sie denken. Sie ist meine Freundin und wir hatten hier nur unseren Spaß, Sir. Ich habe beschlossen, die Gelegenheit zu nutzen, da Sie nicht da waren. Bitte verzeihen Sie mir.“

Reed ließ ein tiefes Lachen hören.

„Das Alter hat dich nicht klüger gemacht. Du willst mir also erzählen, dass dieses Mädchen, das geschrien hat, während du dich ihr aufgezwungen hast, deine Freundin ist?“

Aria blieb still stehen. Die prickelnde Wirkung, die noch immer durch ihren Körper zog, verwirrte ihren Verstand, sodass sie nicht mehr klar denken konnte.

Alles, woran sie denken konnte, war der unglaublich attraktive Adamsapfel des Mannes, der sich beim Sprechen bewegte, und wie perfekt seine Frisur zu ihm passte.

Reed wandte sich Aria zu.

„Hey, Kleine! Bist du seine Freundin?“

Aria hob den Blick zu ihm. Ihre Augen waren leer, ihre Lider halb geschlossen, als würde sie versuchen, seine Worte zu verarbeiten, bevor sie schließlich den Kopf schüttelte.

„Nein, er ist der Manager und ich bin Kellnerin.“

Aria sah wieder zu Reed auf, ihre Augen waren voller Tränen.

„Ich habe mit meinem Freund Schluss gemacht.“

Reeds Augen füllten sich mit Sorge, als er diese plötzliche Veränderung ihrer Gefühle bemerkte.

Er erkannte nun, dass sie an ihrer Sprechweise betrunken war. Sie hatte sich offensichtlich gerade von ihrem Freund getrennt und schien zutiefst verletzt zu sein. Sie arbeitete also in seinem Club?

Der Manager hing weiterhin in der Luft und atmete schwer, während Reed ihn am Kragen festhielt.

„Sir, sie redet Unsinn, weil sie betrunken ist. Sie ist eine Schlampe!“

Reed verlor völlig die Beherrschung, als er hörte, wie der Manager so über Aria sprach.

Er biss die Zähne zusammen, bevor er den Manager gegen die Wand schleuderte und ihm einen heftigen Schlag in den Bauch versetzte.

Zwei Männer in schwarzen Anzügen erschienen im Raum und verbeugten sich vor Reed.

Reed übergab ihnen den Manager, und sie führten ihn sofort weg.

Erst dann richtete Reed seine ganze Aufmerksamkeit auf Aria.

Er ging langsam auf sie zu und kniete sich vor sie. Sein Blick wurde unendlich warm und freundlich.

„Geht es dir gut?“

Seine Stimme war voller Sorge, während er Aria betrachtete.

Nun konnte er sie endlich aus der Nähe sehen: Ihre Augen waren von einem durchdringenden Blau und schienen jeden zu fesseln, der sie zu lange ansah.

Ihr langes blondes Haar fiel elegant über ihre Schultern.

Sie hatte eine wunderschöne Figur und helle Haut.

Mit ihren geröteten, tränengefüllten Augen wirkte sie gleichzeitig unschuldig und unglaublich verführerisch.

Reed räusperte sich sofort und verfluchte sich innerlich dafür, solche Gedanken gehabt zu haben.

„Geht es dir gut?“, fragte er erneut, da er keine Antwort bekommen hatte.

„Wie alt bist du?“

Arias rote Lippen waren leicht geschürzt, und eine ihrer Augenbrauen war gehoben.

Reed runzelte überrascht die Stirn über diese unerwartete Frage, bevor sich sein Gesichtsausdruck zu einem leichten Lächeln entspannte.

„Ich finde es äußerst unhöflich, seinem Retter eine solche Frage zu stellen. Übrigens, ich bin zweiundvierzig Jahre alt. Warum fragst du mich das?“

Aria riss überrascht die Augen auf, als hätte sie gerade etwas Unglaubliches gehört.

„Aber du siehst so jung aus und bist so gut in Form! Wenn du mir dein Alter nicht gesagt hättest, hätte ich es niemals erraten.“

Reed lachte, weil er sie wirklich süß fand.

„Ich nehme das als Kompliment. Aber du solltest dich jetzt ausruhen und diesen Ort verlassen. Macht es dir etwas aus, wenn ich dir helfe?“

Aria streckte ihre Hände nach ihm aus.

Er hielt diese Geste für eine Bitte um Hilfe und half ihr aufzustehen. Doch kaum stand sie, sackte sie gegen ihn, während ihr Duft sofort seine Sinne erfüllte.

Unter der Wirkung des Aphrodisiakums schmerzte ihr ganzer Körper und ihr Atem ging schwer.

Reed kannte diese Symptome gut. Er vermutete, dass der Manager wahrscheinlich ein Aphrodisiakum in ihr Getränk gegeben hatte.

Aria, deren Körper unter der Wirkung dieses Aphrodisiakums brannte, verlor keine Sekunde. Sie schmiegte sich an ihn und flüsterte ihm mit sinnlicher Stimme ins Ohr:

„Mein Ex-Freund hat gesagt, dass ich als Jungfrau sterben würde, aber ich möchte ihm das Gegenteil beweisen. Hilfst du mir, ihm zu zeigen, dass er falsch liegt?“

Seine Stimme war extrem tief und sinnlich, als er ihr antwortete und ihren Körper an seinem spürte.

„Bist du dir sicher? Ich hoffe, du sagst das nicht nur wegen des Alkohols.“

„Nein... bitte.“

Seine Stimme blieb genauso tief, als er antwortete:

„Natürlich. Dann lass mich dir zeigen, was du wirklich verdienst. Ich hoffe nur, dass du es nicht bereuen wirst.“

Er zögerte keinen Moment und beugte sich vor, um sie zu küssen.

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Comments (1)
goodnovel comment avatar
Helga Lummer
So eine Geschichte mit viel Gefühl in vielerlei Hinsicht. Einfach hinreißend genau so mag ich es
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