LOGIN„Reed, ich hoffe, du kannst mich hören.“Aria hielt Reeds Hand sanft fest. Ihre Finger zitterten, während Tränen über ihre Wangen liefen.„Die Drillinge und ich vermissen dich so sehr. Bitte bleib nicht zu lange in diesem Schlaf. Komm zu uns zurück.“Es war eine Woche her, seit Reed die Kugel abgefangen hatte, die für sie bestimmt gewesen war, und eine Woche, seit er ins Krankenhaus gebracht worden war.Eine Woche, seit Aria jeden Tag neben seinem reglosen Körper gesessen und verzweifelt darauf gewartet hatte, dass er die Augen öffnete.Die Ärzte hatten die Kugel entfernen können, doch sie war gefährlich nahe an seinem Herzen gewesen. Obwohl Reed unglaublich viel Glück gehabt hatte, die Schießerei zu überleben, hatte das Trauma dazu geführt, dass er ins Koma gefallen war, und er war noch immer nicht aufgewacht.Aria wischte sich die Tränen von den Wangen und betrachtete sein blasses, schlafendes Gesicht.Der Arzt hatte ihr gesagt, dass vertraute Stimmen und die Anwesenheit geliebter M
Aria stockte der Atem und Reeds Augen wurden augenblicklich eiskalt.„Freya …“Seine Stimme war nicht länger sanft.„Wage es nicht.“Freya ging auf ihn zu und tätschelte sanft seine Schulter. Ein bösartiges Lächeln spielte auf ihren Lippen.„Jetzt werde nicht gleich so bedrohlich. Du musst dich einfach entscheiden, ob du sie lebend oder tot sehen willst.“Sie legte spöttisch den Kopf schief.„Oh, diese armen kleinen Babys. Wegen der Entscheidung ihres Vaters werden sie ohne ihre Mutter aufwachsen.“Arias Augen wurden sofort kalt.„Wage es nicht, mit diesem dreckigen Mund über meine Babys zu sprechen.“Ihre Stimme zitterte vor Wut.„Niemand wird sterben und Reed wird deinen Forderungen nicht nachgeben.“Freya zuckte mit den Schultern.„Na gut.“Ihr Lächeln wurde breiter.„Dann gib mir nicht die Schuld für das, was als Nächstes passiert.“Sie drehte sich zu ihren Männern um.„Beim Zählen bis drei drückt ihr ab.“Arias Herz hämmerte in ihrer Brust.Reed stand vollkommen still, seine Fäus
Arias Augen füllten sich mit Tränen, als sie an den Tag zurückdachte, an dem sie in den Wehen gelegen hatte.Sie erinnerte sich daran, wie gebrochen sie sich gefühlt hatte, als Reed nicht erschienen war, obwohl er ihr versprochen hatte, bei ihr zu sein, wenn ihre Babys geboren wurden.Doch nun kannte sie die Wahrheit. Reed hatte sie nicht verlassen.Er hatte nicht einmal gewusst, was geschah. Er war für eine Sünde bestraft worden, die er niemals begangen hatte.Fast eineinhalb Monate lang hatte er seine Kinder nicht richtig sehen oder in den Armen halten können, und Freya war der Grund dafür, dass ihre Familie auseinandergerissen worden war.Als Freya die Traurigkeit auf Arias Gesicht sah, brach sie plötzlich in Gelächter aus.„Ich war so glücklich, als ich zusehen konnte, wie du und Reed euch voneinander entfernt habt“, sagte sie, während ihre Augen vor Genugtuung funkelten. „Aber als ich herausfand, dass Reed Beweise sammelte, um seine Unschuld zu beweisen, konnte ich nicht stillsit
Reed hatte Leo und die Hacker vorbereitet, und sie hatten Mrs. Lucy bis zu dem Ort zurückverfolgt, an dem sie sich befunden hatte, während Bella mit den Drillingen und der Haushälterin Clara in Reeds Penthouse geblieben war.Reed hatte jede Möglichkeit durchdacht, wer Aria entführt haben könnte.Die Hacker hatten sich sofort an die Arbeit gemacht und waren gerade dabei, Arias Aufenthaltsort zu verfolgen, als Reeds Handy plötzlich vibrierte und eine unbekannte Nummer auf dem Bildschirm erschien.Reeds Herz setzte einen Schlag aus. Jeder Instinkt sagte ihm, dass dieser Anruf etwas mit Aria zu tun hatte.Reed hob eine Hand und bedeutete allen schweigend, aufzuhören zu reden. Sofort wurde es totenstill im Raum. Selbst das Tippen auf den Tastaturen verstummte.„Hallo, Reed!“Die vertraute weibliche Stimme, die Reed nur allzu gut erkannte, ertönte mit einem leisen Lachen am anderen Ende.„Freya, wie kannst du es wagen!“, presste Reed zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor, während sich s
Mrs. Lucys Augen flogen plötzlich auf. Ein leises Zischen entwich ihren Lippen, während ein dumpfer Schmerz an der Seite ihres Halses pochte.Alles, was geschehen war, kam ihr wieder in den Sinn, und ihre Augen weiteten sich.Aria!Der falsche Taxifahrer hatte Aria entführt!Mrs. Lucy sprang trotz des Schwindels, der die Welt um sie herum schwanken ließ, auf die Füße. Ihre panischen Augen suchten die verlassene Straße ab, doch das Taxi war längst verschwunden.„Nein …“, flüsterte sie, während sich Panik in ihrer Brust ausbreitete.Er hatte nur so getan, als wäre er der Fahrer, den sie bestellt hatten.Verzweifelt sah sie sich um. Sie befanden sich mitten im Nirgendwo.Ihr Handy lag noch im Taxi, und sie hatte keine Ahnung, wie viel Zeit vergangen war oder wohin der Entführer Aria gebracht hatte.„Ich muss Hilfe finden …“Mrs. Lucy ignorierte die Schmerzen in ihrem Nacken und stolperte auf die Füße. Sie wäre beinahe wieder gestürzt, als der Schwindel ihre Sicht verschwimmen ließ, doch
Bang!Reeds Großvater schlug mit seinem Gehstock auf den Marmorboden, während er ins Penthouse marschierte.„Du Bengel wirst noch mein Ende sein!“Die Haushälterin Clara war sichtlich geschockt, als sie zur Tür eilte, um den alten Mann zu begrüßen.Auch Reed sah überrascht auf. Für einen Moment war er völlig perplex. Der alte Mann hatte ihm nicht gesagt, dass er kommen würde.Er musste ihn wieder heimlich beobachtet haben.„Was machst du hier, alter Mann?“, fragte Reed sofort und knöpfte seine Jacke zu.Heute war der letzte Tag, also der siebte Tag, an dem er Aria versprochen hatte, ihr Beweise zu bringen.Ein Lächeln erschien auf seinen Lippen, als er auf den USB-Stick in seiner Hand blickte.Aria würde heute die Wahrheit erfahren. Sie würde erfahren, wie sehr er sie liebte und dass er sie und die Drillinge niemals verlassen hatte.Der alte Mann ging zu Reed und schlug ihn mit dem Gehstock.„Reed, siehst du mich überhaupt noch als deinen Großvater? Wie kannst du angesichts all dessen







