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Kapitel 10: Seite Vier

Author: Rosella
last update publish date: 2026-11-03 18:43:11

Ethans Perspektive

Zugestellt. Gelesen. Keine Antwort.

Ich legte das Telefon mit dem Bildschirm nach oben auf meinen Schreibtisch und sah zu, wie der Bildschirm dunkler wurde. Vierzig Sekunden. Sabrina Bennett beantwortete Texte in neun.

Das Eis in meinem Glas war zu Splittern geschmolzen. Draußen tickte der Rasensprenger des Nachbarn über den Rasen, eine Düse verstopft und spuckte seitwärts. Ich zählte seine Schwünge statt der Sekunden.

Dann wählte ich. Sie nahm beim vierten Klingeln ab.

„Wer
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    Ethans PerspektiveZugestellt. Gelesen. Keine Antwort.Ich legte das Telefon mit dem Bildschirm nach oben auf meinen Schreibtisch und sah zu, wie der Bildschirm dunkler wurde. Vierzig Sekunden. Sabrina Bennett beantwortete Texte in neun.Das Eis in meinem Glas war zu Splittern geschmolzen. Draußen tickte der Rasensprenger des Nachbarn über den Rasen, eine Düse verstopft und spuckte seitwärts. Ich zählte seine Schwünge statt der Sekunden.Dann wählte ich. Sie nahm beim vierten Klingeln ab.„Wer ist da?" Sabrina flüsterte.„Jemand, der denkt, dass du im Gästeflügel verschwendet wirst."Eine Tür klickte auf ihrer Seite. Ein Wasserhahn lief, dann stoppte er. „Wie hast du diese Nummer bekommen?"„Seite vier der Hochzeitsgästeliste."„Du standst nicht auf dieser Liste."„Meine Assistentin stand drauf. Sie ist gründlich."Atem. Dann, flach: „Ethan Harrison."„Du kennst meinen Namen."„Jeder kennt ihn. Niemand sagt ihn in diesem Haus."Ich lächelte zum Fenster. Regel eins. Sag nie zuerst, was

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    Mirabels Perspektive„Halt still." Rose sprach um vier Stecknadeln herum. „Du bist schon wieder geschrumpft."„Es ist das Kleid."„Am Dienstag hat es gepasst." Sie steckte Stoff an meiner Hüfte fest und stach eine Nadel hindurch. „Mirabel."„Mama."„Bist du glücklich?"Ich hatte diese Antwort neun Tage lang geübt. Das Telefon lag mit dem Bildschirm nach unten auf meiner Kommode, und ich hatte es seit dem Frühstück elf Mal umgedreht. Die Sicherheitsleute fanden keine Fingerabdrücke auf der Feuerleiter. Keinen Namen hinter der Nummer.„Ja."„Das hast du zur Wand gesagt."„Ich habe es zu dir gesagt."Marcus klopfte mit einem Knöchel an den Türrahmen. Er trug den grauen Anzug, den er für Beerdigungen und die Taufe meines Cousins aufsparte. „Wird die Braut verhört?"„Der Braut geht es gut", sagte ich.„Wenn sie rauswill, fahre ich sie." Er klimperte mit den Schlüsseln in seiner Tasche. „Auto ist warm. Tank ist voll."„Papa, die Hochzeit beginnt in vier Stunden."„Autos sind schnell."Ich l

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    Mirabels Sicht„Fass das Handy nicht an." Delvis stand in meinem Türrahmen, die Hand bereits ausgestreckt. „Gib es mir."Ich hatte einen Wasserkocher in der einen Hand und meine Krankenhausmappe unter den anderen Arm geklemmt. Vier Sekunden. Vielleicht drei.Ich stellte den Wasserkocher auf die Herdplatte. Die Mappe verschwand hinter meinem Rücken im Ofen, und ich schloss die Tür mit meiner Hüfte.„Du bist früh dran", sagte ich.„Du hast sechs Minuten lang nicht aufgemacht." Er durchquerte meine Küche in drei Schritten. „Handy."Ich hielt es ihm hin. Meine Finger wollten sich nicht alle auf einmal öffnen, also musste er es herausziehen.Er las die Nachricht. Dann neigte er den Bildschirm zum Fenster und las sie noch einmal.„Weiß er, was du verheimlichst." Er sagte es tonlos. „Wer ist er?"„Du, schätze ich."„Und was verheimlichst du?"Das Foto stand unter den Worten. Ich am Harrison-Tor, gestern, den Kragen hochgeschlagen, das Gesicht zum Haus gedreht. Ich sah aus wie eine Frau, die

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    „Ab heute ist dies dein Zuhause."Delvis sagte es, während Mirabel neben ihm in der Eingangshalle der Villa stand und den großen Raum um sich herum anstarrte.Die Hochzeit hatte schnell stattgefunden, genau wie geplant, und die Fotografien hatten sich bereits im Internet verbreitet, während die Öffentlichkeit feierte, dass der Milliardärs-CEO sich endlich niederließ.Eleanor und Richard waren mit der Heirat zufrieden gewesen, weil Delvis den notwendigen Schritt unternommen hatte, um das Familienvermögen zu schützen, während Ethan während der gesamten Zeremonie auffällig still geblieben war.Mirabel lächelte, wann immer Kameras in der Nähe waren, und spielte ihre Rolle an Delvis' Seite, aber sobald sie in der Villa ankamen, wurde die Darbietung schwerer aufrechtzuerhalten.Delvis reichte ihr einen Schlüsselsatz und erklärte, dass sie jeden Teil des Hauses nutzen könne, aber er erwartete, dass sie ihn informierte, wann immer sie vorhatte, das Haus zu verlassen.Er sagte ihr auch, dass s

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