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Krankenhaus

Author: Katy
last update publish date: 2026-08-14 01:38:39

Julian packte mich schneller, als ich es für möglich gehalten hatte, in sein Auto gesetzt.

„Wir fahren ungefähr zwanzig Minuten bis zum Krankenhaus. Hältst du das aus?“

Er sah mich besorgt an.

„Als ob ich eine andere Wahl hätte.“

Er schüttelte grinsend den Kopf und stieg auf der Fahrerseite ein.

„Du könntest auch einfach zugeben, dass du ein bisschen Angst hast.“

„Hab ich nicht.“

„Natürlich nicht.“

„Julian.“

„Prinzessin.“

Ich verdrehte die Augen und lehnte meinen Kopf gegen die Kopfst
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  • Sehe ich dich je wieder?    Du bist dran zu gehen

    Sara kam auf mich zu. Wollte sie jetzt wirklich beweisen, dass sie nicht klein beigeben würde? Scheint so. Aber diesmal würde ich nicht zurückweichen. Nicht einen Schritt. Ich hatte so lange zugelassen, dass andere Menschen über mich bestimmten. Dass sie mir sagten, was ich fühlen durfte. Was ich falsch gemacht hatte. Und vor allem, wer ich angeblich war. Aber nein. Ich ließ es nicht mehr zu. Nie wieder würde ich zulassen, dass jemand so auf mir herumtrampelte. Das schwor ich mir genau in diesem Moment. Ich sah Sara direkt an. „Weißt du, Sara …“ Meine Stimme war erstaunlich ruhig. Viel ruhiger, als ich mich eigentlich fühlte. „Ich hab lange darüber nachgedacht, warum du einem Typen, den du willst, mehr glaubst als deiner besten Freundin. Einer Freundin, die du jahrelang hattest.“ Sara sagte nichts. Also redete ich weiter. „Warum du eine Freundschaft einfach so wegwirfst.“ Ich schluckte. Das tat noch immer weh. Vielleicht würde es das auch immer ein bisschen tun.

  • Sehe ich dich je wieder?    Zeitlupe

    Um mich herum passierte alles ganz schnell. Trotzdem fühlte ich mich, als wäre ich in einer Zeitlupe gefangen. Ich hörte, wie Mia direkt neben mir war und Sara die verschiedensten Sachen verbal an den Kopf warf. Aber ich hörte kein einziges Wort. Es kam einfach nichts bei mir an. Ich nahm Saras Anwesenheit hinter mir viel zu stark wahr. Alles in mir wollte eigentlich nur weg. Doch mein Körper schien noch nicht verstanden zu haben, dass ich mich bewegen sollte. Der Flucht Reflex in mir versage. Zum Glück bin ich kein Kaninchen. Markus fummelte irgendwie an mir herum. Ich glaube, er versuchte mit ein paar Servietten, meine Haare wieder trocken zu bekommen. „Alles okay?“ Ich wusste nicht einmal, ob er das gerade wirklich gesagt hatte oder ob ich es mir nur eingebildet hatte. Ich wollte antworten. Irgendwas. Aber bevor ich überhaupt dazu kam, rutschte plötzlich ein Eiswürfel in meinen BH. „AH!“ Die Kälte ließ mich sofort aufschrecken. Ich sprang regelrecht auf. Okay.

  • Sehe ich dich je wieder?    Du bist zu weit gegangen

    Zu meiner Überraschung war Mia heute wirklich privat in der Bar. Das war auch der Grund, weshalb wir es schafften, uns wirklich durchgehend zu unterhalten. Ansonsten hätte sie wahrscheinlich alle paar Minuten aufstehen müssen, um Leute zu bedienen. Gerade war sie auch weg. Allerdings nur, um für uns eine neue Runde Getränke zu holen. Ich lehnte mich zurück und ließ meinen Blick kurz durch die Bar schweifen. Es fühlte sich tatsächlich anders an als beim letzten Mal. Vielleicht lag es daran, dass ich diesmal nicht mit dem Gefühl hier saß, dass jeder mich beobachtete. Oder vielleicht lag es einfach daran, dass ich wusste, dass ich nicht alleine war. Obwohl, wenn ich das ganze vergleiche denke ich immer nur an den Abend mit Sara. Wenn ich an Julian dachte, dann war unser nicht Date garnicht hier. Ihn trennte ich von diesem unguten Gefühl sofort. „Ahhhh, ich hasse manche Menschen!“ Mia kam zurück und setzte sich so schwungvoll neben mich, dass eines der Getränke

  • Sehe ich dich je wieder?    Mehr antworten

    „Joooooo, du bist hier!“ Schneller, als ich mich überhaupt umsehen konnte, hing Mia schon um mich. Sie hatte mich einfach in eine Umarmung gezogen. „Nachdem die letzte Nacht Sara hier war, bin ich mehr als froh, dass du heute hier bist. Endlich jemand, mit dem man sich wirklich unterhalten kann.“ Ich musste lachen. „So schlimm war sie also?“ Mia ließ mich wieder los und sah mich an, als hätte ich gerade etwas völlig Absurdes gefragt. „Katy. Du hast keine Ahnung.“ „Ich glaube, ich will es auch gar nicht wissen.“ „Doch.“ „Nein.“ „Doch.“ Sie grinste. „Aber später. Ich hab dir so viel zu erzählen.“ Ich schüttelte lachend den Kopf. „Na toll. Jetzt bin ich neugierig.“ „Das war der Plan.“ Ich sah mich kurz um. Es war seltsam, wieder hier zu sein. Eigentlich hatte ich mir geschworen, erstmal nicht mehr herzukommen. Und jetzt stand ich hier. Ausgerechnet heute. Ausgerechnet nachdem Markus mich eingeladen hatte. Und ausgerechnet nachdem ich mir den ganzen Tag eingeredet h

  • Sehe ich dich je wieder?    Sie hat recht

    Ich starrte an die Decke. Dieser Tag war wirklich ein einziges Durcheinander. Als mein Handy schon wieder klingelte, dachte ich sofort, es wäre Julian. Aber nein. Weder er. Noch Sara. Zum Glück. Es war Mia. Ich öffnete die Nachricht. Girl warum zur Hölle sagt Markus mir, ich soll dich heute Abend auf die Liste setzen? Was hab ich verpasst? Okay. Gute Frage. Die stellte ich mir gerade nämlich selbst. Ich tippte zurück. Er hat was? Die Antwort kam schneller, als ich erwartet hatte. Ja. Du hast schon richtig gelesen. Er hat gesagt, ihr seid jetzt cool und er will dich heute Abend bei seinem Auftritt dabei haben. Ich legte mein Handy auf meine Brust. Ich hätte es wirklich nicht für möglich gehalten, dass dieser Tag noch verrückter werden konnte. Erst das Gespräch mit Markus. Dann Sara. Dann Julian. Und jetzt sollte ich auch noch wieder in die Bar? Ausgerechnet in die Bar. Den Ort, an dem das Ganze mit Sara eskaliert war. Den Ort, an dem ich eigentlich beschlossen

  • Sehe ich dich je wieder?    Geruch

    Ich hatte es geschafft, das Wohnzimmer wieder vom Müll zu befreien und auch die Küche direkt aufzuräumen.Das Fenster im Wohnzimmer hatte ich erstmal komplett aufgemacht.Frische Luft.Genau das brauchte ich gerade.Ich blieb kurz davor stehen und atmete tief durch.Wie konnte es eigentlich sein, dass ich den Geruch von Julian so sehr mochte, dass ich manchmal gar nicht genug davon bekommen konnte, aber bei Markus gerade eher das Gefühl hatte, dass ich mich übergeben müsste?Das lag nicht daran, dass Markus komisch roch.Kein bisschen.Er trug Parfum und war generell gepflegt.Vor allem abends roch er öfter nach Schnaps und Zigaretten.Das mochte ich eher weniger. Aber gerade hatte er wirklich angenehm gerochen.Und trotzdem konnte ich es nicht leiden.Ich wollte diesen Geruch einfach loswerden.Ich schüttelte leicht den Kopf.Was dachte ich da eigentlich?Ich hatte gerade ernsthaft angefangen, mir Gedanken darüber zu machen, wie zwei Menschen rochen.Als wäre das irgendwie wichtig.

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