Share

Geruch

Author: Katy
last update publish date: 2026-08-18 20:00:32

Ich hatte es geschafft, das Wohnzimmer wieder vom Müll zu befreien und auch die Küche direkt aufzuräumen.

Das Fenster im Wohnzimmer hatte ich erstmal komplett aufgemacht.

Frische Luft.

Genau das brauchte ich gerade.

Ich blieb kurz davor stehen und atmete tief durch.

Wie konnte es eigentlich sein, dass ich den Geruch von Julian so sehr mochte, dass ich manchmal gar nicht genug davon bekommen konnte, aber bei Markus gerade eher das Gefühl hatte, dass ich mich übergeben müsste?

Das lag nicht daran
Continue to read this book for free
Scan code to download App
Locked Chapter

Latest chapter

  • Sehe ich dich je wieder?    Geruch

    Ich hatte es geschafft, das Wohnzimmer wieder vom Müll zu befreien und auch die Küche direkt aufzuräumen.Das Fenster im Wohnzimmer hatte ich erstmal komplett aufgemacht.Frische Luft.Genau das brauchte ich gerade.Ich blieb kurz davor stehen und atmete tief durch.Wie konnte es eigentlich sein, dass ich den Geruch von Julian so sehr mochte, dass ich manchmal gar nicht genug davon bekommen konnte, aber bei Markus gerade eher das Gefühl hatte, dass ich mich übergeben müsste?Das lag nicht daran, dass Markus komisch roch.Kein bisschen.Er trug Parfum und war generell gepflegt.Vor allem abends roch er öfter nach Schnaps und Zigaretten.Das mochte ich eher weniger. Aber gerade hatte er wirklich angenehm gerochen.Und trotzdem konnte ich es nicht leiden.Ich wollte diesen Geruch einfach loswerden.Ich schüttelte leicht den Kopf.Was dachte ich da eigentlich?Ich hatte gerade ernsthaft angefangen, mir Gedanken darüber zu machen, wie zwei Menschen rochen.Als wäre das irgendwie wichtig.

  • Sehe ich dich je wieder?    Eine echte Beziehung

    Das Gespräch mit Markus war mehr als nur unerwartet. Nicht nur wegen dem, was gesagt wurde. Sondern vor allem, weil ich überhaupt nicht damit gerechnet hatte. Also wirklich nicht. Niemals. Und dass ich es dann auch noch zugelassen hatte, dass er reinkam und wir stundenlang miteinander redeten. Gestern noch hätte ich definitiv gesagt, dass das niemals passieren würde. Julian hatte sich in der Zwischenzeit auch öfter gemeldet. Zum Antworten war ich allerdings nicht gekommen. Ich dachte viel zu sehr darüber nach, was Markus alles gesagt hatte. Irgendwie hatte ich das Bedürfnis, mit jemandem darüber zu reden. Aber das wäre wahrscheinlich noch keine gute Idee. Immerhin musste ich selbst erst einmal meinen Kopf sortieren. Sara hatte also gar nicht das Leben, das sie überall herum erzählte. Sie stalkte Markus und stellte alles anders dar. Jedem erzählte sie eine andere Geschichte. Immer genau so, wie es gerade passte. Und wenn ich ehrlich war, wusste ich mittlerweile nicht ei

  • Sehe ich dich je wieder?    Nachdenken

    Markus hatte deutlich mehr zum Frühstück bestellt, als ich erwartet hatte. Eigentlich hätte ich nicht einmal gedacht, dass man um diese Uhrzeit noch irgendwo Frühstück bestellen konnte. Es war immerhin fast dreizehn Uhr. Aber offenbar gab es für Markus keine Uhrzeit, zu der Frühstück keine gute Idee war. Ich nahm mir ein Stück von dem Toast und probierte es. Und verdammt. Es war richtig gut. Nicht, dass ich das gerade laut zugeben wollte. Ich hatte zwar Hunger gehabt, aber mein Kopf war viel zu voll, um das Essen wirklich genießen zu können. Trotzdem schaffte ich es irgendwie, ein paar Bissen zu essen. Ich sollte Markus später unbedingt fragen, woher das Essen kam. Das war viel zu gut. „Wo waren wir stehen geblieben?“, fragte Markus schließlich, während er sich etwas Rührei auf die Gabel lud. Ich sah ihn an. „Ähm … gute Frage.“ Ich ließ mich tiefer in die Couch sinken. „Mein Kopf raucht gerade.“ „Meiner auch.“ „Das beruhigt mich irgendwie.“ Er lachte kurz

  • Sehe ich dich je wieder?    Sie ist irre

    Mit dem Kaffee in der Hand schlurfte ich zurück ins Wohnzimmer. Markus saß bereits auf der Couch und hatte sein Handy neben sich auf den Tisch gelegt. Vor ihm stand ein großer Becher Eiskaffee. „Willst du auch was trinken?“ Er hob kurz seinen Becher an. „Nein danke. Ich hab mir einen Eiskaffee mitbestellt.“ Ich nickte und setzte mich neben ihn. Eigentlich war mein Kaffee viel zu heiß, um ihn direkt zu trinken. Trotzdem nahm ich einen viel zu großen Schluck und verbrannte mir beinahe die Zunge. Perfekt. Genau das hatte mir jetzt noch gefehlt. Ich stellte die Tasse auf den Tisch und atmete tief durch. Irgendwie sagte mir das Gefühl in meiner Brust, dass ich besser schnell irgendetwas trinken sollte, bevor dieses Gespräch wirklich anfing. Denn sobald wir anfingen zu reden, würde es vermutlich kein Zurück mehr geben. „Okay“, sagte Markus schließlich. „Willst du anfangen? Vielleicht macht es am meisten Sinn, wenn wir wirklich beim Anfang beginnen.“ Ich sah ihn an und nickte.

  • Sehe ich dich je wieder?    Klingel

    „Ahhhh, warum?“ Ich rollte mich genervt auf die andere Seite. Wer um alles in der Welt wollte jetzt etwas von mir? Nina lebte viel zu weit weg. Julian war im Urlaub. Und sonst klingelte eigentlich niemand bei mir. Es klingelte erneut. Genervt tastete ich nach meinem Handy und tippte kurz auf den Bildschirm, damit die Uhrzeit erschien. 12:53 Uhr. Okay. Dass ich so lange geschlafen hatte, war nach der letzten Nacht eigentlich kein Wunder. Das eigentliche Wunder war, dass ich überhaupt irgendwann eingeschlafen war. Es klingelte ein drittes Mal. „Jaaaaa, ich komme!“ Gezwungenermaßen schlurfte ich aus meinem Bett. Mein Arm tat noch immer weh und mein Kopf fühlte sich an, als hätte ich überhaupt nicht geschlafen. Ich ging zur Tür und drückte auf den Türöffner. „Einen Moment.“ Ich schlurfte zurück zur Wohnungstür und öffnete sie. Fast hätte ich sie direkt wieder zugeschlagen. Denn mit allem hatte ich gerechnet. Mit einem Paketboten. Mit einem Nachbarn. Vielleicht sogar m

  • Sehe ich dich je wieder?    Gelandet

    Viel zu lange zu grübeln machte einen wirklich müde. Als ich auf die Uhr sah, war es bereits 04:13 Uhr. Ich starrte einige Sekunden auf die Zahlen. „Das kann nicht dein Ernst sein.“ Ich hatte tatsächlich die halbe Nacht damit verbracht, über Sara, Julian und alles andere nachzudenken. Das Kühlakku unter meinem Arm war wahrscheinlich schon seit Stunden warm und brachte mittlerweile überhaupt nichts mehr. Mein Handy hatte ich nicht einmal ans Ladekabel gesteckt. Immerhin war der Akku noch nicht ganz leer. Ich setzte mich auf, nahm das Ladekabel vom Nachttisch und steckte es endlich ein. Sofort leuchtete mein Bildschirm auf. Mehrere Nachrichten. Natürlich. Die von Mia öffnete ich zuerst. Du wirst es nicht glauben. Markus hat Sara vor allen Leuten voll die Ansage gemacht. Ich blinzelte. Er hatte was? Mein Kopf war plötzlich wieder hellwach. In meinem Kopf konnte ich mir sofort vorstellen, warum er das getan hatte. Um ihr zu sagen, dass sie keine Beziehung hatten? Oder v

More Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status