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Kapitel 7

Penulis: Ellie Wynters
last update Tanggal publikasi: 2026-03-01 06:12:44

Der Kellner ließ sich auffallend viel Zeit, Honeys Zeichen zu bemerken, und ihr leeres Glas stand spöttisch vor ihr. Währenddessen wurden Grayson und seine mysteriöse Blonde an einem erstklassigen Tisch am Fenster platziert.

„Das reicht“, murmelte Honey und stand auf. „Ich gehe selbst zur Bar.“

„Soll ich mitkommen?“, bot Lauren an.

„Nein, bleib sitzen. Ich bin gleich zurück.“

Honey durchquerte das Restaurant, sich ihres Erscheinungsbildes in dem schwarzen Kleid bewusst, das ihre Kurven umschmeichelte. Ohne ihre Joy-Smith-Persona bewegte sie sich anders, selbstbewusster, ihre natürliche Anmut nicht länger unterdrückt. An der Bar lehnte sie sich vor und fing die Aufmerksamkeit des Barkeepers.

„Einen Gin Tonic und zwei Martinis, bitte.“

Während sie wartete, sah sie nicht zu Graysons Tisch.

Der Barkeeper nickte bei Honeys Bestellung und begann schnell, die Getränke zu mixen. Während sie wartete, spürte sie eine Präsenz neben sich, jemand setzte sich auf den Hocker zu ihrer Rechten. Aus dem Augenwinkel sah sie einen dunklen Anzug und roch teures Sandelholz-Aftershave.

Der Barkeeper blickte auf.

„Scotch, pur“, kam eine tiefe Stimme, die sie sofort erkannte. „Und ein Mineralwasser.“

Honey hielt ihren Blick auf die Hände des Barkeepers gerichtet, während er ihre Getränke vorbereitete, und zwang sich, sich nicht umzudrehen. Von allen Bars in allen Restaurants in New York musste Grayson Taylor genau diese wählen. Sie rückte leicht zur Seite und wandte ihren Körper von ihm ab.

„Ich bezahle die Getränke jetzt“, sagte sie zum Barkeeper und zog ihre Kreditkarte heraus. Kein Grund, sie auf den Tisch schreiben zu lassen.

Der Barkeeper nickte, doch bevor er die Karte nehmen konnte, schnitt Graysons Stimme dazwischen.

„Die Getränke der Dame auf meine Rechnung.“

Honey erstarrte. Er hatte sie doch nicht erkannt, oder? Nein, konnte er nicht. Nicht mit offenen echten Haaren, ohne Brille und in diesem Kleid. Trotzdem würde sie keine Getränke von ihm annehmen.

„Das ist nicht nötig“, sagte sie, ihre Stimme etwas höher als sonst, ohne ihn anzusehen.

„Ich bestehe darauf“, erwiderte Grayson, und sie hörte das Lächeln in seiner Stimme… den Charme, den er einschaltete, wenn er etwas wollte. Nichts wie der knappe geschäftliche Ton, den er im Büro gegenüber Joy Smith benutzte.

Der Barkeeper sah zwischen ihnen hin und her, gefangen in ihrem stillen Schlagabtausch.

Sie würde keine Szene machen. „Ihre Entscheidung“, sagte sie schließlich, nahm ihre Karte zurück und steckte sie wieder in ihre Tasche. „Danke.“

Als der Barkeeper wegging, um die Getränke fertigzustellen, wandte sich Grayson ihr zu. Sie spürte seinen Blick auf ihrem Profil.

„Ich werde normalerweise nicht abgewiesen, wenn ich einer schönen Frau einen Drink anbieten will“, sagte er.

Honey hätte beinahe geschnauft. Schöne Frau? Er würde Schönheit nicht erkennen, selbst wenn sie ihm jeden Monat Finanzberichte präsentierte oder ihn im Vorstandssaal anstarrte.

„Vielleicht sind Sie nicht so unwiderstehlich, wie Sie denken“, erwiderte sie und drehte sich endlich vollständig zu ihm.

Für einen Sekundenbruchteil weiteten sich seine Augen anerkennend, als er sie musterte — das rote Haar, das figurbetonte Kleid, die selbstbewusste Haltung. Kein Funken Wiedererkennen lag in seinem Blick, nur reines männliches Interesse.

Er flirtete mit ihr!

„Ich bin Grayson“, sagte er und streckte die Hand aus.

„Ich weiß, wer Sie sind.“

Grayson musterte sie erneut. „Haben wir uns schon einmal getroffen? Denn es tut mir leid—“

Honey starrte Grayson an, einen Moment lang überrascht über sein völliges Nicht-Erkennen. Es war fast komisch, wie perfekt ihre Joy-Smith-Verkleidung funktionierte. Der Mann, mit dem sie beinahe täglich stritt, konnte diese selbstbewusste Rothaarige nicht mit seiner biederen CFO in Verbindung bringen.

„Nein, wir haben uns nicht getroffen, aber Sie sind Grayson Taylor, der mit Morgan Fairchild verlobt ist?“, fragte sie ruhig. Sie warf einen Blick zu seinem Tisch, an dem die Blonde wartete. „Sie sind mit einer anderen Frau hier und flirten mich an? Das ist wirklich stilvoll.“

Ein Anflug von Ärger huschte über sein Gesicht. Sein Kiefer spannte sich leicht.

„Auch wenn es Sie nichts angeht“, sagte er, seine Stimme wurde härter, „aber meine Verlobung mit Morgan ist vorbei.“ Er deutete zu der Blonden an seinem Tisch. „Und das ist meine Schwester, Emma. Ich betrüge nicht.“

Er nahm seine Getränke und seine Kreditkarte von der Bar und stand auf, überragte sie deutlich. Für einen kurzen Moment hielten sich ihre Blicke.

„Entschuldigen Sie“, sagte er steif, dann drehte er sich um und ging davon, ließ sie mit offenem Mund zurück.

Honey sah ihm nach, wie er zu seinem Tisch zurückkehrte, noch immer verblüfft über den Austausch. Die Blonde, seine Schwester? Sie blickte besorgt zu ihm auf, als er sich setzte. Jetzt, wo Honey genauer hinsah, erkannte sie die familiäre Ähnlichkeit in ihren Profilen. Ihre Haarfarben waren allerdings sehr unterschiedlich.

Der Barkeeper schob ihre Getränke über den Tresen und riss sie aus ihrer Starre. „Ihre Getränke, Ma’am.“

„Danke“, murmelte sie und nahm sie vorsichtig auf. Ihre Wangen brannten vor Verlegenheit, als sie zu ihren Freundinnen zurückging.

Lauren und Maggie beugten sich gespannt vor, als sie ankam.

„Was ist passiert?“, flüsterte Lauren und half Honey, die Getränke zu verteilen. „Ihr schient euch etwas zu sagen zu haben.“

Honey ließ sich auf ihren Stuhl fallen und verarbeitete noch immer die Begegnung. „Ich habe Grayson Taylor gerade beschuldigt, seine Verlobte zu betrügen.“

„Du hast was?“, Maggie verschluckte sich fast an ihrem frischen Martini.

„Er hat mit mir geflirtet — na ja, ich glaube, er hat — und ich dachte… mit allem, was gerade mit Riley passiert…“ Honey schüttelte den Kopf. „Es stellt sich heraus, seine Verlobung ist vorbei, und das ist seine Schwester am Tisch.“

„Oh mein Gott.“ Lauren hielt sich die Hand vor den Mund. „Moment, er ist nicht mehr verlobt? Seit wann? Die Klatschpresse war doch überall mit ihrer Beziehung.“

„Keine Ahnung“, gab Honey zu und warf einen schnellen Blick zu Graysons Tisch. Er sprach nun ernst mit seiner Schwester. „Aber er wirkte ziemlich defensiv deswegen.“

„Na gut, jetzt wissen wir wenigstens, warum er heute Abend nicht mit Morgan hier ist“, sagte Maggie. „Aber er hat dich angeflirtet?“

„Vielleicht auch nicht… vielleicht habe ich zu viel hineingedeutet“, begann Honey, stoppte sich dann. Genau das hatte er getan. „Gott, was muss er jetzt von mir denken?“ Honey vergrub das Gesicht in den Händen, beschämt.

„Wen interessiert’s?“ Lauren zuckte mit den Schultern. „Es ist ja nicht so, als würdest du ihn jemals wiedersehen. Also nicht als Honey jedenfalls.“

Honey hob den Kopf und nahm einen großen Schluck ihres Drinks, fühlte sich seltsam aufgewühlt. Sie hatte ihn so schnell verurteilt, sofort das Schlimmste angenommen. Nach Rileys Verrat hatte sie diese Eigenschaften automatisch auf Grayson projiziert.

„Er hat ‚Ich betrüge nicht‘ gesagt, als wäre es für ihn eine Frage der Ehre“, sagte sie nachdenklich. „Ich frage mich, was zwischen ihm und Morgan passiert ist.“

„Vielleicht hat sie ihn betrogen“, schlug Maggie vor. „Würde seine Reaktion auf deine Anschuldigung erklären.“

„Genug über meinen Chef“, sagte Honey und schob die Begegnung beiseite. „Lasst uns über etwas anderes reden. Irgendetwas anderes.“

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