Mag-log in
Brindas POV
Mein Kopf bewegte sich unruhig von einer Seite zur anderen, während mein Bewusstsein sich langsam durch den Nebel des Schlafes kämpfte.
Plötzlich rissen meine Augen auf, und ich fuhr hoch. Instinktiv klammerte ich mich mit beiden Händen fest an die Bettdecke und zog sie eng an meine Brust.
Dann traf mich die Erkenntnis mit voller Wucht.
Die Erinnerungen an die vergangene Nacht kamen alle auf einmal zurück.
Ich sah mich im Zimmer um, doch ich war allein.
Dann traf mich ein stechender Migräneschmerz. Der Alkohol von letzter Nacht zeigte noch immer seine Wirkung.
Mein Blick wanderte langsam auf die andere Seite des Bettes.
Die Laken waren zerknittert. Die Falten und die leichte Vertiefung zeigten deutlich, dass dort vor nicht allzu langer Zeit jemand gelegen hatte.
„Scheiße“, murmelte ich und sprang auf die Füße, als ein leises Klopfen an der Tür ertönte.
Mein Blick fiel auf meine Kleidung, die verstreut auf dem Boden lag.
Sofort hob ich sie auf, als es erneut an der Tür klopfte, diesmal lauter.
Hastig zog ich mich an. Meine Hände bewegten sich beinahe zu schnell, während ich mich hektisch anzog. Mein Blick huschte durch den Raum, während ich verzweifelt nach meinem Handy suchte.
Ich ließ meinen Blick erneut durch das Zimmer schweifen. Ich wollte nicht gehen, ohne es gefunden zu haben.
Dann entdeckte ich es auf dem Tisch.
Ich eilte dorthin und wollte gerade danach greifen, als ich die Geldscheine bemerkte, die dort lagen.
Dreihundert Dollar.
Meine Augen weiteten sich, und mein Unterbewusstsein ließ meinen Blick zur Seite wandern, als würde mich jemand beobachten. Dann sah ich wieder auf das Geld.
Ich blieb einen Moment lang reglos stehen und überlegte, ob ich das Geld nehmen sollte oder nicht.
Doch die Situation zu Hause holte mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
„Hallo? Kann mich jemand hören?“, ertönte eine Frauenstimme von draußen, während das Klopfen lauter wurde.
Ich schnappte mir das Geld vom Tisch und steckte es in meine Tasche, bevor ich zur Tür ging.
Kaum hatte ich das Schloss entriegelt, wurde die Tür von außen aufgedrückt und hätte beinahe mein Gesicht getroffen. Ich wich hastig zur Seite.
Eine junge Frau Mitte dreißig musterte mich von Kopf bis Fuß und trat mit einem lauten Schnauben herein.
Einen Moment lang stand ich wie erstarrt da und folgte ihr nur mit den Augen, bis die Erkenntnis mich mit voller Wucht traf.
Es war die längste Fahrt nach Hause, die ich je erlebt hatte. Schuldgefühle überrollten mich.
Mein Blick blieb auf das Fenster gerichtet. Ich beobachtete, wie die Gebäude an mir vorbeizogen und die Menschen sich durch den morgendlichen Verkehr drängten, auf dem Weg zu ihren jeweiligen Arbeitsplätzen.
Es war Montagmorgen. Traurigkeit lag in meinem Herzen, als ich mein Handy entsperrte und meine E-Mails aktualisierte.
Nichts.
Keine einzige E-Mail von den sechs Unternehmen, bei denen ich mich beworben hatte.
Ich seufzte, als die Realität mich erneut einholte.
Ich war immer noch arbeitslos und hatte trotzdem im Bett eines Fremden geendet, den ich kaum zwanzig Minuten zuvor in einer Bar kennengelernt hatte. Irgendwie hatte er mich dazu gebracht, ihn in das gebuchte Zimmer zu begleiten, und dann …
„Ma’am, wir sind angekommen“, sagte der Taxifahrer und riss mich aus meinen Gedanken.
„Ja“, antwortete ich, als ich aus meiner Benommenheit erwachte, ihm etwas Geld reichte und aus dem Wagen stieg.
Ich machte mich auf den Weg ins Haus und warf zum ersten Mal, seit ich aufgewacht war, einen Blick auf mein Handy.
„Scheiße“, murmelte ich und schloss die Tür hinter mir.
Es war bereits kurz nach zehn Uhr morgens.
Clara war schon zur Schule gegangen.
Wie konnte ich nur so lange schlafen? Wie war ich überhaupt im Bett eines Fremden gelandet?
Ich presste eine Hand gegen meine Stirn und fuhr mir frustriert mit den Fingern durch die Haare, während mir ein tiefer Seufzer entwich.
Frustriert blieb ich stehen, als mein Blick auf einen Umschlag auf der Kücheninsel fiel.
Ich starrte ihn einen Moment lang an, bevor ich in die Küche ging.
Meine Hand griff hastig danach. Ich brach das Siegel auf und las den Brief.
Meine Augen weiteten sich, als ich die Überschrift sah.
AUFNAHMEANGEBOT DER BEVERLY FASHION SCHOOL
Ich schnappte nach Luft und taumelte einen Schritt zurück. Meine Hand flog vor meinen Mund, während sich meine Augen vor Schock weiteten. Mein Herz hämmerte gegen meine Brust, und für einen Moment konnte ich kaum atmen.
Beverly Fashion School?
Plötzlich erfüllte mich Aufregung. Mein Blick senkte sich und ich las den Brief weiter.
„Hallo, Miss Clara Williams,
Sie wurden aus Hunderten von Schülerinnen und Schülern ausgewählt, die sich an unserer renommierten Schule beworben haben. Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass Ihr Entwurf zu den herausragenden Arbeiten gehört, die wir für würdig befunden haben, Teil unserer Schule zu werden.
Herzlichen Glückwunsch, Miss Clara. Sie wurden an der BEVERLY FASHION SCHOOL aufgenommen.
Alle notwendigen Informationen finden Sie in Ihrem Postfach. Bitte sehen Sie dort nach.“
„Ja!“, schrie ich aufgeregt.
Genau dafür hatten wir gebetet. Ich hatte meiner Schwester jede Nacht dabei zugesehen, wie sie ihre Entwürfe skizzierte. Unzählige Male hatte ich gehört, wie sie davon sprach, eines Tages eine großartige Designerin zu werden.
Alles hatte mit einer Probe-Bewerbung an der höchst angesehenen Modeschule des Landes begonnen. Zuerst waren wir skeptisch gewesen, doch jetzt war es tatsächlich so weit.
Und wie ein Spielverderber schoss mir plötzlich ein Gedanke durch den Kopf.
Sofort nahm ich mein Handy heraus und suchte die Schule bei G****e.
Augenblicklich erschienen die Informationen über den Bewerbungsprozess, die Gebühren und die Anmeldung.
Mir blieb der Mund offen stehen, als ich den Betrag sah.
„Siebentausend Dollar!“, rief ich schockiert aus.
Traurigkeit überkam mich sofort, und meine Knie wurden weich.
Wie um alles in der Welt sollte ich so viel Geld aufbringen?
Ein tiefer Seufzer entwich mir. Das war der Traum meiner Schwester. Sie war meine einzige Familie. Wir hatten für diesen Moment gebetet, und ich konnte diese Chance nicht einfach an uns vorbeiziehen lassen. Ich konnte nicht …
Brumm!
Mein Handy vibrierte, und ich sah darauf.
Eine Benachrichtigung. Eine E-Mail-Benachrichtigung.
Verzweifelt öffnete ich sie. Ungläubig öffneten sich meine Lippen, während sich langsam Tränen in meinen Augen sammelten.
Ein Vorstellungsgespräch?
„Oh Gott“, murmelte ich und schloss die Augen, als Erleichterung mich überflutete.
Ein kleines Lächeln legte sich auf meine Lippen, während Tränen drohten, sich ihren Weg über meine Wangen zu bahnen und mein Herz von Dankbarkeit erfüllt wurde.
Ein Vorstellungsgespräch nach monatelangen Absagen …
Brindas POV(Am nächsten Morgen)„Wir sind da, Ma’am“, informierte mich der Taxifahrer.„Oh.“Ich steckte meine Sachen in meine Tasche, holte einen Geldschein heraus und reichte ihn ihm.Er nahm ihn entgegen, während ich aus dem Wagen stieg.Mein Körper erstarrte augenblicklich.Ich stand vor einem gigantischen Eisentor, dem größten, das ich in meinem ganzen Leben gesehen hatte.Es ragte hoch über mich hinaus. Die dunklen Metallstäbe überragten die Steinmauern, die das Anwesen umgaben.Und dahinter stand in einiger Entfernung eine gewaltige Villa. Ihre Pracht war bereits vom Tor aus zu erkennen.Mehrere hoch aufragende Gebäudeteile erhoben sich über den perfekt geschnittenen Bäumen, während riesige Fenster das Licht der Nachmittagssonne reflektierten.Die hellen Wände glänzten vor dem üppigen Grün, das das Anwesen umgab, während sich breite Balkone entlang der oberen Stockwerke erstreckten.Es sah nicht einmal wie ein Haus aus.Es sah aus wie ein Palast.Ich schluckte schwer und ging
Brindas POVMein Blick senkte sich auf den Umschlag in meinen Händen. Einen Moment lang verweilte er darauf, während sich meine Finger fester um die Ränder schlossen.Ich starrte ihn ausdruckslos an, bevor ich langsam wieder den Blick zur Empfangsdame hob.Sie hatte ihre Aufmerksamkeit bereits wieder ihrem Computer zugewandt. Ihre Finger glitten über die Tastatur, während sie sich mit dem System beschäftigte.Ein verwirrter Ausdruck lag auf meinem Gesicht, als mir ein leiser Seufzer entwich und ich einen Schritt nach vorne machte.„Sie sollten das lieber erst einmal überprüfen, anstatt hier falsche Hoffnungen zu wecken …“, kicherte sie spöttisch.Ihre Worte ließen bei mir eine Alarmglocke läuten, und meine Füße blieben stehen.Langsam drehte ich den Kopf. Mein Blick fiel auf sie, doch sie sah nicht in meine Richtung.Ich sagte kein Wort und verließ das Gebäude.Die Vorfreude wurde immer stärker, als ich am Straßenrand stand und auf ein Taxi wartete, während meine Hände das Siegel des
Brindas POV„Wo haben Sie zuletzt gearbeitet?“, fragte er, während er eine Akte durchblätterte. Ich war mir nicht einmal sicher, ob es meine war.„Ich habe zuvor als Marketingberaterin in einem Medienunternehmen gearbeitet“, antwortete ich schnell, während meine Nervosität langsam nachließ.„Und das war das Letzte, womit Sie Geld verdient haben?“Die Frage traf mich wie eine Kugel. Ich erstarrte und starrte ihn an.Langsam hob er den Kopf, und seine Augen trafen auf meine.Einen Moment lang schien der gesamte Raum in unangenehmes Schweigen zu versinken. Sein Blick blieb fest auf mir gerichtet, während ich mich bemühte, seinem intensiven Blick standzuhalten.Die Luft fühlte sich plötzlich schwerer an. Alles, was ich hörte, war das Ticken der Wanduhr irgendwo hinter mir und mein unregelmäßiger Atem.„I… ich… ähm …“, stammelte ich, während mir die Worte völlig abhandenkamen.Ich hasste es, wie nervös ich plötzlich wurde.Er nahm einen Stift und unterschrieb die vor ihm liegende Akte. Sei
Brindas POVIch eilte aus dem Badezimmer, während noch Wasser von meinem Körper tropfte, und zog hastig meine Kleidung an.Laut der E-Mail war das Vorstellungsgespräch in zwei Stunden.Es war Montagmorgen, und auf den Straßen herrschte bereits reger Verkehr. Die Busse waren überfüllt, Taxis waren kaum zu bekommen, und ich konnte es mir nicht leisten, zu spät zu kommen.Ich schnappte mir meine Tasche und meine AirPods, da ich die Fahrt nutzen wollte, um die Fragen für das Vorstellungsgespräch noch einmal durchzugehen.Ich stürmte aus dem Haus und eilte zur Bushaltestelle. Mein Herz raste bereits.Während ich auf den Bus wartete, kroch Panik in mir hoch. Mein Blick wanderte ständig zu meinem Handybildschirm.Zum fünften Mal durchsuchte ich meine Tasche, vielleicht in der Hoffnung, irgendwo verstecktes Geld zu finden, das zumindest für ein privates Taxi reichen würde.Doch nichts.Dann sah ich einen Bus kommen.Sofort drängte ich mich durch die Menschenmenge und kämpfte mich nach vorne,
Brindas POVMein Kopf bewegte sich unruhig von einer Seite zur anderen, während mein Bewusstsein sich langsam durch den Nebel des Schlafes kämpfte.Plötzlich rissen meine Augen auf, und ich fuhr hoch. Instinktiv klammerte ich mich mit beiden Händen fest an die Bettdecke und zog sie eng an meine Brust.Dann traf mich die Erkenntnis mit voller Wucht.Die Erinnerungen an die vergangene Nacht kamen alle auf einmal zurück.Ich sah mich im Zimmer um, doch ich war allein.Dann traf mich ein stechender Migräneschmerz. Der Alkohol von letzter Nacht zeigte noch immer seine Wirkung.Mein Blick wanderte langsam auf die andere Seite des Bettes.Die Laken waren zerknittert. Die Falten und die leichte Vertiefung zeigten deutlich, dass dort vor nicht allzu langer Zeit jemand gelegen hatte.„Scheiße“, murmelte ich und sprang auf die Füße, als ein leises Klopfen an der Tür ertönte.Mein Blick fiel auf meine Kleidung, die verstreut auf dem Boden lag.Sofort hob ich sie auf, als es erneut an der Tür klop







