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Kapitel 11

Author: Celeste
Sebastian zog eine Augenbraue hoch und sah sie an: „Hmm?“

Valentina: „Geben Sie mir eine, danke.“

Sie brauchte eine Zigarette, um sich zu beruhigen, denn ihr ganzer Körper zitterte unkontrolliert.

Sebastian schwieg einen Moment, musterte sie mit einem interessierten Blick, dann drehte er sich um und holte ihr eine Zigarette aus dem Auto.

„Ruft Frau Sommer nicht zuerst den Rettungsdienst für Herrn Berg?“

Valentinas Finger stockten kurz. Sie zündete die Zigarette an, nahm einen tiefen Zug, um ihre Gefühle zu beruhigen, bevor sie ihr Handy herausholte und den Notruf wählte.

Sebastian war bereits verschwunden, als der Rettungswagen eintraf.

Beim Gehen hatte er noch einen Scheck über 500.000 Euro dagelassen. Als Entschädigung, wie er sagte.

Nachdem sie sich beruhigt hatte, dachte Valentina, dass Sebastian doch nicht so tumb sein konnte. Der Parkplatz war so groß, und er war ausgerechnet gegen Adrians Auto gefahren.

So ein Zufall gab es doch nicht auf der Welt.

Aber wenn sie an Sebastians lässige Art dachte, schien es doch wieder ein Zufall zu sein.

Sie konnte es sich nicht erklären. Also ließ sie es bleiben.

Nadines wegen brachte sie Adrian trotzdem ins Krankenhaus. Adrian redete den ganzen Weg über unflätig und beschimpfte Sebastian und Valentina, es sei absichtlich gewesen.

Er schrie auch, dass er Sebastian verklagen würde.

Valentina warf ihm einen verächtlichen Blick zu: „Wenn du jetzt nicht den Mund hältst, lasse ich den Arzt dich sofort aus dem Krankenwagen werfen. Dann kannst du zu Fuß ins Krankenhaus gehen.“

Egal ob Sebastian es absichtlich getan hatte oder nicht, Valentina fand, dass Adrian es verdient hatte. Ihr Geschäft über mehrere Hunderttausend Euro war gescheitert, und sie wusste noch nicht einmal, wo sie sich einen neuen Kunden suchen sollte.

Wäre es früher gewesen, hätte Adrian gewettet, dass Valentina so etwas nicht tun würde.

Aber jetzt war er sich nicht mehr sicher. Also schloss er verbittert den Mund, starrte Valentina aber weiterhin hasserfüllt an, als wolle er sie bei lebendigem Leib verschlingen.

Im Krankenhaus wurde Adrians Bein eingegipst, und Nadine kam eilig herbei.

„Ach herrje, was ist denn passiert!“

Valentina presste ihre Lippen zusammen, warf Adrian einen Blick zu und sagte zu Nadine: „Sie sollten ihn lieber selbst fragen.“

Adrian verschluckte sich an seinen Worten. So schamlos er auch war, es war ihm peinlich zuzugeben, dass er versucht hatte, Valentina zu vergewaltigen, als Sebastian ihn rammte. Also stammelte er: „Ein... ein Autounfall.“

Nadine runzelte die Stirn: „Wer ist gegen dich gefahren? Deine Mutter wird das für dich klären!“

Adrian verzog das Gesicht: „Sebastian Keller.“

Nadine verstummte. Eine ganze Weile konnte sie nichts sagen.

Schließlich wusste sie genau, welche Stellung die Familie Keller in der Hauptstadt hatte. Das konnten sie sich nicht leisten anzulegen.

Nach langem Zögern sagte sie leise: „Na und wenn es Sebastian Keller war? Er ist trotzdem gegen dich gefahren. Morgen lasse ich deinen Vater hingehen und Gerechtigkeit für dich fordern.“

Valentina sah zu, wie Mutter und Sohn miteinander redeten, bis sie endlich fertig waren. Dann holte sie den Scheck aus ihrer Tasche, den Sebastian hinterlassen hatte.

„Tante Nadine, das ist die Entschädigung, die Sebastian vorhin dagelassen hat. Er sagte, falls noch Unzufriedenheit besteht, können Sie sich an seinen Anwalt wenden.“

Nadine verstummte vollends. Eine Ohrfeige klatschte auf Adrians Gesicht: „Kannst du denn nicht mal ordentlich Auto fahren?“

Adrian schmerzte die Ohrfeige heftig, aber er presste die Lippen zusammen und wollte nicht mehr sagen.

Valentina hatte keine Lust, noch mehr Zeit zu verschwenden. Leise sagte sie zu Nadine: „Dann gehe ich jetzt.“

Erst jetzt bemerkte Nadine, dass Valentinas Kleid zerrissen war. Auf ihrem Gesicht zeigte sich Mitgefühl: „Was ist dir denn passiert? Schnell, geh nach Hause.“

Valentina nickte und verließ das Krankenhaus.

All die chaotischen Dinge machten sie unglaublich gereizt. Als sie nach Hause kam, war es stockdunkel. Alle schliefen bereits. In dem riesigen Haus spürte sie nicht das Geringste von einem Zuhause.

Sie tastete sich in ihr eigenes Zimmer, duschte und legte sich ins Bett. Kraftlos seufzte sie.

Am nächsten Tag war Wochenende.

Als sie früh aufstand, sah sie die dreiköpfige Familie am Esstisch sitzen.

Harmonisch und fröhlich, als wäre sie eine Fremde.

Sie biss sich auf die Unterlippe und ging absichtlich mit lauten Schritten die Treppe hinunter. Die Personen am Esstisch blickten zu ihr auf.

Lena drehte sich zu ihr um. Auf ihrem Gesicht lag ein entschuldigendes Lächeln.

„Valentina, tut mir leid. Ich wusste nicht, dass du zurückgekommen bist, deshalb habe ich dich nicht zum Essen gerufen.“

Dann stand sie unterwürfig wie eine Dienstmagd auf und sagte: „Ich hole dir sofort Schüssel und Besteck.“

Als Herr Sommer das sah, runzelte er die Stirn: „Du gehst nirgendwo hin. Wir essen gerade in Ruhe. Kann sie sich etwa nicht selbst bedienen? Muss sie von dir bedient werden?“

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