MasukFünf Jahre lang war Zoe Engel die heimliche Geliebte von Leo Brandt. Sie glaubte, folgsam und hingebungsvoll zu sein, würde sein Herz erwärmen. Doch am Ende wurde sie einfach von ihm verlassen. Von Natur aus sanftmütig, machte sie keine Szene, verlangte nicht einmal einen Cent von ihm. So verließ sie leise seine Welt. Doch – Gerade als sie einen anderen Mann heiraten wollte, presste er sie plötzlich wie ein Wahnsinniger gegen die Wand und küsste sie. Zoe verstand nicht, was das soll, Herr Brandt?
Lihat lebih banyakHanna wollte Zoe daran hindern, den Koffer zu schließen, doch Zoe schob ihre Hand beiseite.„Zoe, warum bist du nur so stur?“, seufzte Hanna resigniert.Nachdem Zoe den Koffer verriegelt hatte, drehte sie sich um, schlang den Arm um Hanna und schmiegte sich mit kindlicher Vertrautheit an sie:„Du hast dich immer um mich gekümmert, und ich konnte dir nie etwas zurückgeben. Sieh es einfach als den aufrichtigen Wunsch deiner kleinen Schwester an.“Hanna war immer noch nicht einverstanden. Zoe lebte selbst in schwierigen Verhältnissen – wie konnte sie nur ihr Geld annehmen?Doch Zoe bestand darauf. Schließlich nahm Hanna die Karte widerstrebend an – in dem stillen Entschluss, sie vor ihrem Auszug heimlich zurückzulegen.Dieses mühsam ersparte Geld konnte sie einfach nicht behalten.Später lagen sie gemeinsam in einem Zimmer, in einem Bett, so wie in ihrer Jugend.Mit Gesichtsmasken träumten sie – wie einst – von der Zukunft.Hanna sprach über Zoes Zukunft und meinte, die Trennung von Leo s
Zoe spürte Hannas Sorge und versuchte schnell, sie zu beruhigen: „Ich wollte nur vor deiner Hochzeit ein bisschen abnehmen.“Hanna runzelte die Stirn. „Du bist ja nur noch Haut und Knochen! Was für eine Diät? Hör mir zu: Von jetzt an isst du zu jeder Mahlzeit drei Scheiben Brot!“Ben kicherte ungläubig. „Drei Scheiben Brot pro Mahlzeit? Dann wird Zoe ja bald aussehen wie ein…“Hanna schnaubte. „Egal, wie sie aussieht, meine Zoe ist immer wunderschön.“Ben nickte ergeben. „Ja, ja, deine Zoe ist immer wunderschön. Und jetzt kommst du mit mir zum Termin fürs Schminken?“Bens Einwurf ließ Hanna ihre Ermahnung vorerst vergessen, und stattdessen zog sie Zoe in den Schminkraum.Nachdem sie in der Boutique das Hochzeitsschminken getestet und im Hotel den Ablauf der Zeremonie durchgesprochen hatten, gingen Ben, Hanna und Zoe noch gemeinsam essen, bevor Ben die beiden nach Hause brachte.Wieder zu Hause begann Hanna nach einer kurzen Pause, ihre Sachen zu packen. Ben hatte bereits eine gemeinsa
Noch rund zehn Tage bis zum Neunten des nächsten Monats.Jeden Tag ging Zoe in verschiedene Krankenhäuser, um Medikamente zu besorgen, und sammelte dabei systematisch schlaffördernden Präparate.Als sie die Tabletten verstaut hatte, fiel ihr Blick auf die Schachtel auf dem Tisch.Erst jetzt fiel ihr ein, dass sie das Abendkleid und die Kette Timo noch immer nicht zurückgegeben hatte. Schnell griff sie zum Handy und bestellte einen Kurier.Auch wenn sie Timo das Fürchten lehren wollte – was ihr nicht gehörte, würde sie definitiv zurückgeben.Der Kurier war schnell da. Nachdem die Sachen weg waren, spürte sie eine gewisse Erleichterung.Als Timo Kleid und Kette in Händen hielt, durchzuckte ihn eine eigenartige Aufregung.Zoe war wirklich anders. Jede andere hätte die Luxusstücke längst zu Geld gemacht – doch sie schickte sie zurück!Es wurde nicht leicht sein, sie für sich zu gewinnen. Aber egal - sobald sie ihm das Projekt gesichert hatte, würde er sie sich gefügig machen!Kurz
Im tiefen, benommenen Schlaf liegend, begann ihr Telefon plötzlich unablässig zu vibrieren.Sie öffnete ihre müden Augen und rappelte sich mühsam hoch, um den Anruf entgegenzunehmen.„Schatz.“Timos Stimme drang aus dem Hörer. „Ich habe gehört, du hattest gestern hohes Fieber. Wie geht’s dir jetzt?“Bei seinem Ton kam ihr fast verloren geglaubter Lebenswille noch einmal zurück.Sie fand Timo seltsam – der Mann, der sie immer nur benutzen wollte, kümmerte sich auf einmal um ihren Gesundheitszustand?Erst die SMS, jetzt der Anruf... Sollte er etwa wissen, dass sie bald sterben würde, und sie deshalb gehen lassen?Ihre Gedanken wirbelten durcheinander, doch ihr Gesicht blieb ausdruckslos. „Es geht mir besser“, antwortete sie gleichgültig.„Gut, dass es dir besser geht.“Timo warf die Floskel nur hin, um dann sofort zur Sache zu kommen: „Als du mich vorhin angerufen hast – hast du die Sache erledigt?“Zoe wusste es: Timo lag nichts an ihrer Gesundheit. Das hier war sein wahres An





