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Kapitel 9

Penulis: Celeste
Dennoch nickte sie höflich: „Ja.“

„Tss, und du sollst ihn verlassen haben?“

Valentina lächelte: „Seit wann ist Herr Richter so klatschsüchtig?“

Sie war nicht hergekommen, um über ihren Klatsch zu reden. Ihre Hauptaufgabe heute war es, sich an Sebastian ranzumachen, um von seinem Einfluss zu profitieren.

Sebastians Auftrag war mehrere Millionen wert. Wenn sie ihn bekam, würde ihre kleine Firma endlich aufatmen können, ganz zu schweigen von den zukünftigen Marktchancen.

Max verstand ihre Absicht und eilte herbei, um zu vermitteln: „Herr Richter schuldet noch drei Gläser. Komm, komm…“

Während er sprach, stand er auf, zog Lukas weg und zwinkerte Valentina vielsagend zu, um sich zu rühmen.

Valentina zwinkerte ihm als Antwort zu und ging dann mit einem Glas in der Hand zu Sebastian.

Gerade als sie etwas sagen wollte, hakte sich das Mädchen neben Sebastian plötzlich bei ihm ein: „Herr Keller, mir ist ein bisschen unwohl. Könnten Sie mich ein bisschen streicheln?“

Während sie sprach, musterte das Mädchen Valentina misstrauisch, als wolle diese ihr das Fleisch aus dem Napf stehlen.

Sebastian lachte leise: „Oh? Wo tut es denn weh?“

„Hier? Oder hier?“ Während er sprach, wanderten Sebastians große Hände unruhig über die Taille des Mädchens. Er warf Valentina keinen einzigen Blick zu.

Er verweigerte ihr ganz offensichtlich jeglichen Respekt.

Er neigte den Kopf leicht, seine Stimme klang lässig und doch verführerisch.

Das Mädchen errötete bis über beide Ohren: „Herr Keller, Sie sind aber frech...“

Valentinas Mundwinkel zuckte.

Sie hatte schon so manches erlebt, doch die Szene vor ihr ließ ihr trotzdem die Ohren glühen.

„Hm, Herr Keller, ich bin heute eigentlich gekommen, um mit Ihnen über den Vertrag zu sprechen, den wir neulich besprochen haben.“

Es war zwar unhöflich, jemanden beim Flirten zu stören, doch sie musste es tun. Schließlich ging es um Leben und Tod der Firma. Zwar würde sie selbst ohne die Firma nicht verhungern.

Aber in der Firma warteten über zehn Angestellte auf ihr Gehalt.

Besonders Sophie. Als Valentina damals gesagt hatte, sie wolle eine Firma gründen, hatte Sophie all ihre Ersparnisse zusammengekratzt, um sie zu unterstützen.

Sophie kam aus bescheidenen Verhältnissen. Das Geld hatte sie mühsam zusammengespart.

Also musste Valentina – selbst für sie – ihre Scham überwinden und weitermachen.

Als Sebastian das hörte, blitzte Missmut in seinen Augen auf.

Er richtete sich leicht auf und warf Valentina einen Blick zu. In seinen Augen lag kaum verborgene Gereiztheit darüber, gestört worden zu sein.

Er nahm eine Zigarre aus der Zigarrenkiste auf dem Tisch. Nachdem er sie zugeschnitten hatte, wollte das Mädchen neben ihm sie gerade anzünden, doch Valentina reichte unterwürfig ein Feuerzeug.

Sebastian musterte sie mit einem undurchdringlichen Lächeln, lehnte ihre Unterwürfigkeit aber nicht ab.

Nur das Mädchen neben ihm schien Valentina mit ihren Blicken töten zu wollen.

Er nahm einen Zug, lockerte dann seine Krawatte und entblößte seinen markanten Adamsapfel.

Sebastian hatte ein asketisches Aussehen. Sein Gesicht war markant, seine Züge besonders tief und plastisch. Selbst in der Unterhaltungsbranche wäre er eine absolute Traumfigur für die Kamera.

Doch gerade weil er im Luxus aufgewachsen war, umgab ihn eine aristokratische Aura, die ihn unnahbar wirken ließ.

Valentina sah sein undurchdringliches Lächeln, fasste sich und holte sachlich ihre Präsentationsmappe aus der Tasche: „Schauen Sie doch bitte. Unser gesamtes Team hat in Überstunden viel überarbeitet. Sie werden bestimmt zufrieden sein.“

Sebastian musterte sie, streckte die Hand nicht aus und sagte nach einer Weile: „Bei so viel Gerede muss dir doch der Mund trocken sein, oder?“

„Also, trink erst mal ein paar Gläser und zeig deine Aufrichtigkeit.“

Valentina stockte. Bevor sie etwas sagen konnte, drang Sebastians kühle Stimme erneut in ihre Ohren: „Wieso? Du kommst an so einen Ort, um Geschäfte zu machen, und hast nicht mal diesen Anstand?“

Valentina presste die Lippen zusammen. Auch wenn sie denselben Kreisen angehörten – das Vermögen der Familie Sommer konnte mit dem der Familie Keller nicht mithalten.

Dieser Kerl Sebastian gab ihr wirklich… überhaupt kein Gesicht.

Sie lächelte, doch das Lächeln erreichte ihre Augen nicht: „Wie Sie wünschen. Wie viele Gläser?“

Ihre Haltung war äußerst demütig. Wenn sie lächelte, sah sie wunderschön aus, als würden sogar die Lichter um sie herum heller strahlen.

Sebastian hatte schon viele Frauen gesehen, doch ihr Lächeln ließ ihn für einen Moment innehalten.

Sein Adamsapfel bewegte sich leicht, seine Stimme wurde verführerischer: „Das hängt von deiner Aufrichtigkeit ab.“

Das hieß: keine Obergrenze.

Valentina lächelte. Sie war kein naives Mädchen und hatte durchaus Vertrauen in ihre Trinkfestigkeit.

Also zeigte sie keine Schwäche. Gerade als sie aufstand, um sich ein Glas zu holen, bewegte sich das Mädchen neben Sebastian zuerst.

Sie lächelte Valentina an: „Frau Sommer muss sich nicht selbst bemühen. Ich schenke Ihnen ein.“

Valentina spürte, dass sie nichts Gutes im Schilde führte, doch vor Sebastian konnte sie ihr nicht ins Gesicht sagen. Also ließ sie es geschehen.

Wer hätte gedacht, dass das Mädchen gnadenlos sein würde. Sie holte sieben oder acht große Gläser aus dem Schrank im Separee und stellte sie nebeneinander auf.

Dann nahm sie die Whiskyflasche vom Tisch und füllte die Gläser.

Valentina: „…“

Max bemerkte endlich, dass etwas nicht stimmte, und eilte herbei, um zu vermitteln.

Doch Valentina hielt ihn zurück. Sie lächelte Max zu: „Macht nichts. Hauptsache, Herr Keller ist heute zufrieden.“

Ihr Gesicht lächelte, doch während sie das sagte, klang ihre Stimme zähneknirschend.

Max hörte es, und Sebastian natürlich auch.

Seine schmalen Augen betrachteten Valentina mit Interesse, in seinen Pupillen lag eine undurchsichtige Emotion.

„Frau Sommer sollte sich nicht gezwungen fühlen.“

Valentina sagte nichts. Ihre schlanken Finger griffen nach einem Glas und sie trank es auf ex.

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