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Kapitel 8

Penulis: Celeste
Auf dem Display standen nur zwei Worte von Sebastian.

„Keine Zeit.“

Valentina: „…“

„Valentina, geh doch nachher mit Adrian aus.“

Kaum im Auto, zog Nadine lächelnd Valentina an sich.

Valentina blickte zum Fahrersitz, wo Adrian saß, biss sich kurz auf die Unterlippe und sagte: „Heute Abend habe ich ein Geschäftstreffen. Ein andermal.“

Als Adrian das hörte, verkrampften sich seine Hände am Lenkrad.

Valentina hatte zwar ihre Worte nicht kategorisch formuliert, doch die Bedeutung war klar: eine Absage.

Früher hätte Valentina sich ihm gegenüber nie so verhalten.

Bei diesem Gedanken verdüsterte sich Adrians Miene erneut. Kurz darauf hielt er vor der Villa der Bergs.

Beim Gehen verabschiedete sich Valentina höflich von Nadine, warf Adrian aber vom Anfang bis zum Ende keinen einzigen Blick zu.

Ein Mann, der fremdgegangen ist, ist wie ein Hund, der aus jeder Pfütze trinkt. Es gab keinen Grund, sich weiter mit Adrian abzugeben.

Im Auto überlegte sie kurz und rief dann Max an.

Er nahm schnell ab. Es war schon nach Feierabend, und Max hing vermutlich wieder in irgendeinem Etablissement ab. Im Hintergrund war es laut.

„Hey, Valentina, bist du mir nicht mehr böse?“

Valentina lächelte: „Das hängt davon ab, ob du mir diesen Gefallen tun kannst.“

Max lachte: „Befehlen Sie nur!“

Valentina sagte: „Finde heraus, in welchem Club Sebastian Keller heute Abend ist.“

Max hatte ausgezeichnete Kontakte und kannte jeden Club in der Stadt. Außerdem schien er mit Sebastian gut befreundet zu sein, also würde es leichter sein, herauszufinden, wo er war.

Max schnalzte mit der Zunge: „Sag mal, hast du dich etwa wirklich in Sebastian verguckt?“

„Mit dem legt man sich besser nicht an.“ Als Valentinas Freund konnte Max nicht anders, als sie zu warnen: „Ich habe gehört, dass vor ein paar Tagen eine Frau in sein Bett gestiegen ist. Er hat sie splitternackt aus dem Hotel geworfen.“

Valentina zog eine Augenbraue hoch. Das hatte sie nicht gewusst.

Gleichzeitig dachte sie daran, wie sie damals spontan zu Sebastian gegangen war. Zum Glück war sie nicht rausgeworfen worden.

Sie presste die Lippen zusammen und sagte etwas unbeholfen zu Max: „Was redest du da? Ich suche ihn wegen einer geschäftlichen Angelegenheit.“

Max atmete erleichtert auf: „Na dann ist ja gut. Das übernehme ich. Verlass dich drauf!“

Nach dem Telefonat umklammerte Valentina das Lenkrad fester.

Max' Worte hallten noch in ihren Ohren nach. Damals hatte sie im Affekt gehandelt und Sebastian kontaktiert, weil sie dachte, er sei ein erfahrener Frauenheld.

Wenn er sie rausgeworfen hätte… wäre sie jetzt wohl das Gespött der ganzen Stadt.

Einen Moment lang wusste sie nicht, ob sie Glück oder Pech gehabt hatte.

Immerhin war Sebastian wirklich gefühlskalt.

Max war schnell.

Gerade als sie an einer Ampel wartete, kam seine Nachricht: „Süße, Adresse gefunden! Bin zufällig auch hier. Komm schnell, ich unterstütze dich!“

Ihre Finger flogen über das Display: „Bin unterwegs!“

Nach der Nachricht fuhr sie schnell zurück ins Büro, um die überarbeitete Präsentation zu holen.

Als sie erschöpft an der Adresse ankam, die Max geschickt hatte, brach gerade die Dämmerung herein.

Es war ein exklusiver Privatclub.

Vor dem Eingang stand eine lange Reihe Luxusautos. Ihr kleiner BMW wirkte zwischen all diesen Luxuskarossen ziemlich bescheiden.

Sie parkte, zog im Rückspiegel Lippenstift nach und holte aus dem Kofferraum ihre High Heels, um die flachen Fahrsschuhe auszutauschen. Dann betrat sie auf sieben Zentimeter hohen Absätzen den Club.

Sie hatte eine perfekte Figur, kurvenreich an den richtigen Stellen. Wenn sie in High Heels ging, schwang ihre schmale Taille anmutig.

Ihr pechschwarzes langes Haar fiel locker über ihren Rücken bis zur Taille. Allein die Silhouette von hinten verriet, dass sie eine atemberaubende Schönheit war.

Als sie die Tür zum Separee öffnete, überraschte sie die Anwesenden sichtlich.

Im Raum waren ungefähr sieben oder acht Personen, Männer und Frauen.

Max war auch da und tuschelte gerade mit Sebastian.

Neben Sebastian saß ein Mädchen in einem unschuldigen weißen Kleid. Sie lächelte mit geschlossenen Lippen und saß still neben Sebastian.

Als Valentina eintrat, wandten sich alle ihr zu.

Als Sebastian Valentina sah, warf er ihr nur einen flüchtigen Blick zu und wandte dann gleichgültig den Blick ab.

Valentina dachte spöttisch: „Schau an, wie er sich verstellt. Im Bett war er nicht so kalt.“

Jemand rief: „Oh, die wunderschöne Valentina hat heute ja Zeit für uns?“

„Begleitest du deinen Adrian etwa nicht mehr?“

Alle hier gehörten denselben Kreisen an. Selbst wenn man sich nicht gut kannte, hatte man sich bei verschiedenen Anlässen schon gesehen.

Dass Valentina Adrian hoffnungslos hinterhergelaufen war, wussten alle. Ein Scherz darüber war nichts Neues.

Nur bemerkte der Sprecher nicht, dass Sebastians Miene kalt wurde, nachdem er das gesagt hatte.

Valentina lächelte und sagte nichts.

Max stand jedoch auf, schob das Mädchen neben sich beiseite und rief Valentina zu: „Valentina, komm her und setz dich!“

Valentina setzte sich lächelnd hin, und sofort kamen Leute, um mit ihr zu plaudern und zu flirten.

„Hab gehört, du hast dich von Adrian getrennt?“

Der Sprecher war ein reicher Erbe namens Lukas Richter. Valentina kannte ihn, aber sie waren nicht gut bekannt.

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