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Kapitel 13 – Blut und Wein

last update Data de publicação: 2026-10-10 13:40:27

Dominik

Ich habe immer darauf bestanden, dass mein Zuhause widerspiegelt, wer ich bin. Jetzt ist eine neue Variable hinzugekommen, und der Puls unseres gemeinsamen Lebens muss seinen Rhythmus erst finden.

In der Abenddämmerung ist meine Villa bereit für ihren ersten Auftritt mit meiner Frau an meiner Seite.

Poliertes Kristall, entzündete Kerzen, der lange Tisch mit reinweißem Leinen gedeckt. Die Gläser sind aus so makellosem Kristall, dass sie schon klingen, wenn man sie anhaucht.

Doch ich sehe
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  • Unheilige Ehe   Kapitel 14 – Abrechnung im Wein

    EveIch stehe mitten in unserem Zimmer. Die Stille des Hauses drückt gegen meine Trommelfelle. Dominiks Hitze hängt noch an meiner Hüfte, wo seine Hand mich beansprucht hat. Diese eingebildete Wärme ist eine brutale Erinnerung daran, dass er mich für sein Eigentum hält.Jeder Seufzer, jedes Zucken, jeder Genuss gehört mir. Ich sehe alles und darf alles unterbrechen. Wie zum Teufel kommt er dazu, mir zu befehlen, baden zu gehen?Die Wut in mir ist nicht mehr heiß. Sie ist kalt und kristallklar. Geschärft von der Demütigung, dabei zusehen zu müssen, wie dieser Bastard einem Mann die Hand verletzt, nur weil er mich angesehen hat. Er hält mich für eine Trophäe, deren Wert sich daran bemisst, wie viel Gewalt er anderen antut.Ich brauche eine Pause von dem unablässigen Lärm in meinem Kopf.Ich stürme aus dem Schlafzimmer und wieder nach unten. Biege in Richtung Küchentrakt ab, meine Stilettoabsätze schlagen einen harten Rhythmus auf den Marmorboden.Ich will nicht baden. Ich will nicht nac

  • Unheilige Ehe   Kapitel 13 – Blut und Wein

    DominikIch habe immer darauf bestanden, dass mein Zuhause widerspiegelt, wer ich bin. Jetzt ist eine neue Variable hinzugekommen, und der Puls unseres gemeinsamen Lebens muss seinen Rhythmus erst finden.In der Abenddämmerung ist meine Villa bereit für ihren ersten Auftritt mit meiner Frau an meiner Seite.Poliertes Kristall, entzündete Kerzen, der lange Tisch mit reinweißem Leinen gedeckt. Die Gläser sind aus so makellosem Kristall, dass sie schon klingen, wenn man sie anhaucht.Doch ich sehe nicht auf die Gedecke. Ich sehe Eve an. Anders geht es nicht.Heute Abend trägt sie kein Kleid. Stattdessen habe ich einen anthrazitfarbenen Jumpsuit gewählt. Ein messerscharfer Schnitt, ein tiefer V-Ausschnitt und ein Satin-Obigürtel, der um ihre Taille geknotet ist. Gefährlich hohe schwarze Stilettos machen sie fast so groß wie mich.Ihr Haar ist auf eine Seite gelegt. Die Locken locker hochgebunden, damit die lange Linie ihres Halses frei bleibt. Keine Diamanten. Nur eine schmale goldene Arm

  • Unheilige Ehe   Kapitel 12 – Ausbruch aus dem goldenen Käfig

    EveDas Haus hat einen Herzschlag, wenn man genau hinhört.Regelmäßig stampfen die Stiefel der Wachen an meiner Tür vorbei. Lucianas Schritte sind schneller und leichter, begleitet vom leisen Klirren des Geschirrs auf einem Tablett. Enzos Gang ist unverwechselbar. Schwerer und langsamer als der der anderen. Ich habe sie alle gelernt. Jeder Laut hat sich wie eine Karte in mich eingeprägt. Jede Lücke ist eine mögliche Chance.Heute Morgen beschließe ich, es zu riskieren, nachdem ich tagelang mit mir gerungen habe.Ich bin diese unheilige Ehe eingegangen, um das Leben meines Vaters zu retten. Und dazu bin ich immer noch entschlossen. Aber als ich zugestimmt habe, mich Dominik Grimaldi auszuliefern, habe ich den Preis nicht ganz begriffen.Wie vollständig seine Welt mich verschlingen würde. Wie meine eigenen Bedürfnisse und Wünsche restlos in dem untergehen würden, was er will.Sobald ich außer Sichtweite des Hauses bin, werde ich jemanden anhalten und um ein Handy bitten. Dad sagen, dass

  • Unheilige Ehe   Kapitel 11 – Der Morgen danach

    DominikAls die Dämmerung den Raum in blasses Licht taucht, liegt sie steif neben mir. Ihr ganzer Körper ist gespannt wie eine Bogensehne. Sie kehrt mir den Rücken zu, die Schultern eingezogen, als könnte sie sich vor der Erinnerung an letzte Nacht verstecken.Sie glaubt, sie hätte etwas gewonnen, weil sie mich ausgehalten hat, ohne zu zerbrechen. Ihr Schweigen, ihre hartnäckige Weigerung zu betteln, seien ein Sieg gewesen.Sie irrt sich.Der Triumph gehört ganz allein mir.Ich habe sie frustriert zurückgelassen. Zitternd. Nass und wütend auf sich selbst. Jede Sekunde, die sie vor Verlangen zitternd neben mir lag, jeder scharfe Atemzug, den sie zu unterdrücken versuchte, gehörte mir. Sie ist ein in die Enge getriebenes Tier, das die Zähne fletscht. Und das weckt in mir nur den Wunsch, meine noch tiefer in sie zu schlagen.Und sie wird niemals Erleichterung finden dürfen, ohne zu mir zu kommen und darum zu bitten.Als ich aufstehe, versucht sie sich wegzudrehen und tiefer in den Laken

  • Unheilige Ehe   Kapitel 10 – Die Hochzeitsnacht

    EveDer Lärm der Hochzeitsfeier klingt mir noch in den Ohren, verstummt aber schlagartig, als wir in die Auffahrt einbiegen.Kein Geplauder über Champagnergläsern, keine anschwellende Orchestermusik. Die Villa empfängt uns mit einer Stille, die so vollkommen ist, dass sie inszeniert wirkt. Als hätten die Wände den Befehl bekommen, den Atem anzuhalten.Mein Puls stolpert gegen meine Rippen. Ich richte mich auf und verberge jedes verräterische Zeichen, so gut ich kann. Vor ihm Angst zu zeigen fühlt sich an wie Blut im Wasser, während ringsum Haie kreisen.Am Fuß der Marmorstufen zögert Dominik nicht. Er beugt sich vor, nimmt mich auf die Arme und hebt mich mühelos vom Boden. Mein erschrockenes Keuchen bleibt mir im Hals stecken. Um seinen Mund spielt diese leise, kalte Belustigung, die ich schon viel zu gut kenne.„Willkommen zu Hause, Mrs. Grimaldi“, murmelt er und trägt mich über die Schwelle.Die Worte legen sich wie Fesseln auf meine Haut. Schwerer noch als der Ring, der schon an me

  • Unheilige Ehe   Kapitel 9 – Die Zeremonie der Macht

    DominikHochzeiten sollen Feste sein. Meine ist ein Bühnenstück, und ich führe Regie.Das Gewölbe der Kathedrale ragt hoch über uns auf. Die Rippenbögen lenken den Blick zu Heiligen aus Stein, während die Buntglasfenster farbiges Licht über den Mittelgang bluten lassen.Jede Bank ist besetzt. Der riesige Innenraum quillt über von Männern und Frauen, die wissen, wie man lächelt, während man einen Mord plant.Blumen ergießen sich über jeden Sims und jede Säule, so üppig, dass der Marmor sich unter ihrem Gewicht zu biegen scheint. Kerzen brennen in eisernen Wandhaltern. Ihr Schein ringt mit dem Sonnenlicht aus den Rosettenfenstern und vergoldet die Szene in gebrochenem Glanz.Selbst der Priester trägt die Zufriedenheit eines Mannes im Gesicht, der für seine plötzliche Flexibilität gut bezahlt wurde. Seine Stimme ist weich von der großzügigen Spende, die eine so kurzfristige Zeremonie erst möglich gemacht hat.Die Heiligkeit dieses Ortes lässt sich so leicht beugen wie Männer. Die Ironie

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