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Kapitel 9 – Die Zeremonie der Macht

Penulis: Quinn Montclair
last update Tanggal publikasi: 2026-10-09 13:41:55

Dominik

Hochzeiten sollen Feste sein. Meine ist ein Bühnenstück, und ich führe Regie.

Das Gewölbe der Kathedrale ragt hoch über uns auf. Die Rippenbögen lenken den Blick zu Heiligen aus Stein, während die Buntglasfenster farbiges Licht über den Mittelgang bluten lassen.

Jede Bank ist besetzt. Der riesige Innenraum quillt über von Männern und Frauen, die wissen, wie man lächelt, während man einen Mord plant.

Blumen ergießen sich über jeden Sims und jede Säule, so üppig, dass der Marmor sich unter ihrem Gewicht zu biegen scheint. Kerzen brennen in eisernen Wandhaltern. Ihr Schein ringt mit dem Sonnenlicht aus den Rosettenfenstern und vergoldet die Szene in gebrochenem Glanz.

Selbst der Priester trägt die Zufriedenheit eines Mannes im Gesicht, der für seine plötzliche Flexibilität gut bezahlt wurde. Seine Stimme ist weich von der großzügigen Spende, die eine so kurzfristige Zeremonie erst möglich gemacht hat.

Die Heiligkeit dieses Ortes lässt sich so leicht beugen wie Männer. Die Ironie daran bringt mich beinahe zum Lachen. An nichts wurde gespart. Die Botschaft steht in jedem Detail: Dominik Grimaldi hat nur das Allerbeste.

Die Musik schwillt an, als der Organist den Hochzeitsmarsch spielt. Die Türen schwingen weit auf.

George Larson erscheint zuerst. Er reicht der Tochter die Hand, die er faktisch in die Sklaverei verkauft hat.

Er schwitzt durch seinen Kragen. Zittert vor Anstrengung, während er neben ihr geht, ohne jemandem in die Augen zu sehen. Er sieht aus wie ein entlarvter Betrüger. Genau das ist er.

Eve stellt ihn vollkommen in den Schatten.

Eigentlich wird ihr selbst das nicht gerecht. Heute stellt sie die Sonne in den Schatten.

Das weiße Seidenkleid schmiegt sich an ihre Taille und fließt von dort bis zum Boden. Die Schleppe fängt das Licht wie Wasser ein und gleitet in flüssigen Wellen hinter ihr her. Ihr Brautstrauß ist ein wunderschönes Arrangement aus Orchideen und Rosen. Sie hält ihn zu fest, ihre Knöchel sind blass, aber ihr Schritt gerät nicht ins Stocken.

Ihr Haar fällt offen um ihre Schultern, dunkle Locken glänzen. Ihr Mund verweigert hartnäckig jedes Lächeln. Die Lippen sind zu einer Linie gepresst, die von Pflicht spricht, nicht von Hingabe. Und ihre haselnussbraunen Augen, von grünem Feuer erhellt, weigern sich stur, mich zu suchen.

Sie sieht geradeaus und meidet meinen Blick ganz bewusst. Mein Schwanz pocht hart gegen meine Hose, eine unmittelbare Reaktion auf ihr Gift. Es amüsiert mich, dass sie nicht weiß, wie sehr sie mein Verlangen damit nur steigert.

Ihr Vater sieht aus, als würde er jeden Moment zusammenbrechen. Sie dagegen hält das Kinn hoch. Ihre Wut strahlt wie Hitze vom Asphalt. Sie hat alles zu verlieren und hält sich trotzdem wie eine Kriegerin. George ist der Schuldige, aber er zerfällt.

Sie ist vollkommen unschuldig, und doch schreitet sie über den weinroten Teppich wie eine Königin, die gleich ihren Thron besteigt.

Dieser Gegensatz lässt mein Blut pulsieren.

Ich registriere jede noch so kleine Regung, während sie durch den Mittelgang kommt. Das Zittern ihres Griffs um den Strauß. Das kurze Stocken ihres Atems, wenn ihr Blick fast auf meinen trifft. Den Puls, der in ihrem Hals flattert und ihre Angst vor heute Nacht verrät. Vor dem Moment, wenn die Türen zugehen und sie mit mir allein ist.

Sie fürchtet mich. Trotzdem brennt sie mit gerechtem Zorn für das Leben ihres Vaters und hält sich wie Stahl. Tief in meinem Bauch sammelt sich eine räuberische Hitze. Sie ahnt nicht, dass ihre Wut das wirksamste Vorspiel ist.

Sie geht langsam genug, dass ich jede Bewegung des Stoffs über ihren Hüften beobachten kann. Ich weiß genau, was sie unter dem Kleid trägt. Das Korsett, die Strumpfhalter, die Spitze.

Während sie sich bewegt, stelle ich es mir vor. Wie es sich in ihre Taille drückt, wenn sie einatmet. Wie Stäbe und Seide ihre Brüste nach oben schieben. Wie weich sich ihre Oberschenkel anfühlen werden, wenn ich die Strümpfe ihre Beine hinunterrolle. Wie durchnässt dieses winzige Spitzendreieck sein wird, wenn ich endlich so weit bin.

Als sie mich erreicht, habe ich sie in Gedanken schon ein Dutzend Mal ausgepackt. Langsam und erbarmungslos, bis sie unter meinen Händen nach Luft ringt.

Am Altar räuspert sich der Priester und stellt die alte Frage: „Wer gibt diese Frau diesem Mann zur Ehe?“

George räuspert sich und krächzt: „Ich … ich.“ Seine Stimme zittert, Schweiß läuft an seiner Schläfe hinab.

Fast lache ich. Meine Braut wird bei seinen Worten ein wenig steifer, aber ihr Kopf bleibt erhoben.

Dieser zitternde Dieb glaubt, er würde sie mir geben. Er hat mir gar nichts gegeben. Ich habe sie mir genommen. Er atmet nur noch, weil sie das Rückgrat hatte, sich selbst als Gegenleistung anzubieten.

Als ich ihre Hand aus seiner übernehme, sind ihre Finger warm und trocken. Ihr Puls hämmert jedoch brutal.

Sie weigert sich immer noch, mich anzusehen, und mein spöttisches Lächeln wird breiter. Selbst hier versucht sie, Teile von sich vor mir zurückzuhalten. Sie begreift nicht, wie sehr mich das nährt.

Der Priester redet eintönig über Liebe, Glauben und ewige Bindungen. Ich höre nichts davon. Ich beobachte nur Eve und sauge die Wut auf, die von ihr ausstrahlt. Sie hat kein Lächeln für mich, keine Sanftheit. Und trotzdem ist sie großartig.

Als ich gefragt werde, antworte ich ohne Zögern. „Ja, ich will.“

Meine Stimme schneidet wie Glas durch die Kathedrale.

Die Gelübde gehen weiter. Der Priester spricht die Worte, auf denen ich bestanden habe. Relikte einer älteren Zeit. Lieben, ehren und gehorchen. Nicht liebevoll umsorgen. Das ist etwas für schwache Männer. Gehorsam ist etwas für mich.

Ihre Lippen verziehen sich, als sie es wiederholt, aber sie sagt es. Gehorchen. Das Gift in ihrer Stimme macht es nur süßer. Ich sehe, wie sich ihre Kehle bewegt, als sie das Wort herauszwingt. Ich will meine Hand um diesen schlanken Hals legen und ihr zeigen, wie Gehorsam in der Praxis aussieht.

Als sie an der Reihe ist, spuckt sie die Worte aus, als wären sie Gift, das sie nicht länger im Mund behalten kann. „Ja, ich will.“

Der Hass in ihrem Ton fließt direkt in meine Adern. Ich höre Trotz, der sich als Kapitulation tarnt. Sie glaubt, sie würde mir durch die Art, wie sie es sagt, Widerstand leisten. Dabei nährt sie nur das Feuer, das sie verzehren wird.

Ich schiebe ihr den Ring über den Finger. Gold, schwer, bewusst protzig. An ihrer Hand sieht er obszön und perfekt aus. Sie starrt ihn finster an wie ein Brandzeichen. Das stellt mich zufrieden. Genau das ist er.

Schließlich spricht der Priester den Satz, auf den ich gewartet habe. „Sie dürfen die Braut küssen.“

Ich nehme ihr Kinn, kippe ihr Gesicht nach oben und lege meinen Mund auf ihren. Es ist nicht sanft. Nicht zärtlich. Es ist Besitz. Meine Zunge drängt sich zwischen ihre Lippen, markiert mein Gebiet. Ich nehme mir, was mir gehört, vor jedem Mann, der dachte, er könnte mich auf die Probe stellen.

Sie wehrt sich. Dann beißt sie mich.

Ihre Zähne graben sich in meine Unterlippe, fest genug, um die Haut zu durchdringen. Der Schmerz kommt sofort, heiß. Blut füllt meinen Mund, metallisch und voll. Für jeden anderen sieht es wie Leidenschaft aus. Für mich ist es perfekt. Ihr Trotz zeichnet sich auf meiner Haut ab und lässt meinen Schwanz gegen die Enge meiner Hose pochen.

Sie will mir wehtun. Sie will kämpfen. Es bewirkt nur, dass ich sie mit Haut und Haaren verschlingen will.

Als ich mich schließlich löse, zerbricht Applaus die Stille. Klatschen, Jubel und höfliche Ausrufe der Freude hallen durch die Kathedrale. Die Gäste lächeln und nicken, als hätten sie gerade erlebt, wie eine perfekte Liebesgeschichte mit einem Kuss besiegelt wurde.

Idioten.

Was sie tatsächlich gesehen haben, ist ein Krieg, der im selben Herzschlag erklärt und gewonnen wurde.

Eves Blick könnte die Wände entzünden. Mein spöttisches Lächeln kommt langsam und bewusst. Keiner scheint den Sturm zu sehen, der sich zwischen uns zusammenbraut.

Ich drücke ihre Hand, als wir uns den Gästen zuwenden. Mein Griff ist eisenhart, fordert sie heraus, sich zu lösen. Für alle anderen sieht es wie Hingabe aus. Für uns ist es ein Kampf.

Unter all dem Theater windet sich ein Gedanke durch mich. Heiß und brennend.

Heute Nacht.

Heute Nacht schließe ich die Türen und schäle die Seide von ihrem Körper, Schicht für Schicht. Ich packe sie aus wie ein Geschenk, das ich mit Blut gekauft habe. Ich ziehe meine Handflächen über ihre nackten Oberschenkel und sehe zu, wie ihre Wut in atemlose Laute zerbricht.

Ich versenke mich in ihr und bringe sie dort zum Gehorsam, wo es am meisten zählt.

Sie glaubt, sie könne gegen mich kämpfen. Sie glaubt, ihre Wut würde sie schützen. Aber ich weiß es besser. Ihr Körper wird nicht lügen.

Meine. Das Wort schlägt wie ein Puls hinter meinen Zähnen. Gebunden durch Gelübde und Blut.

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