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Kapitel 98 – Selbstbestimmung

مؤلف: Quinn Montclair
last update تاريخ النشر: 2026-10-31 13:09:51

Eve

Die Leine ist lockerer geworden.

Durchgeschnitten ist sie nicht. Dominik Grimaldi kappt keine Verbindungen. Er verstärkt sie mit Stahlseilen und nennt das Freiheit. Aber das Würgehalsband ist weg.

Ich stehe mitten in meinem Büro und packe eine schmale Aktentasche aus Leder.

„Du nimmst Enzo mit“, sagt Dominik von der Tür aus.

Er trägt kein Jackett. Die Ärmel seines weißen Hemds sind bis zu den Ellbogen hochgekrempelt und geben den Blick auf Muskeln und Adern frei. Er lehnt entspannt am Rahme
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  • Unheilige Ehe   Kapitel 98 – Selbstbestimmung

    EveDie Leine ist lockerer geworden.Durchgeschnitten ist sie nicht. Dominik Grimaldi kappt keine Verbindungen. Er verstärkt sie mit Stahlseilen und nennt das Freiheit. Aber das Würgehalsband ist weg.Ich stehe mitten in meinem Büro und packe eine schmale Aktentasche aus Leder.„Du nimmst Enzo mit“, sagt Dominik von der Tür aus.Er trägt kein Jackett. Die Ärmel seines weißen Hemds sind bis zu den Ellbogen hochgekrempelt und geben den Blick auf Muskeln und Adern frei. Er lehnt entspannt am Rahmen der Glastür, aber seine Augen verfolgen jede meiner Bewegungen wie ein Radarsystem.„Tue ich“, bestätige ich und lasse das Schloss zuschnappen. „Er kennt die Abläufe und redet nicht viel. Das schätze ich an ihm.“„Er ist loyal“, knurrt Dominik. „Er würde eine Kugel für dich abfangen.“„Hoffen wir, dass er das nicht muss.“Ich nehme die Tasche und gehe auf ihn zu.Seit dem Vorfall im Pierre vor einem Monat ist Dominik mein Schatten. Er ist überall. Fährt mich zur Arbeit. Sitzt in meinen Besprec

  • Unheilige Ehe   Kapitel 97 – Die Rückeroberung

    EveIch bin so aufgeregt und nervös wie eine Jungfrau in ihrer Hochzeitsnacht.Eigentlich ist es ziemlich lächerlich.Dominik kennt jeden Zentimeter meines Körpers. Er hat jeden Teil von mir gefickt, geleckt und gebissen, bis an die Grenzen seiner beträchtlichen Fähigkeiten.Aber es ist das erste Mal seit jener Nacht, und ich habe furchtbare Angst, meine Behauptung zu widerlegen, dass ich bereit bin. Dass mein Körper mir gehört.Denn was, wenn das nicht stimmt? Was, wenn dieser Bastard Larry Weeks mir das genommen hat? Meine Liebe dazu, von meinem gefährlichen Mann hart gefickt zu werden. Das ist inzwischen ein so großer Teil von mir, und ich will nicht darauf verzichten.Ich will Dominik nicht bitten, sich zurückzuhalten und sanft zu sein. Ich will, dass er an meinen Haaren zieht, seine Zähne in meinen Hals schlägt und mich mit seiner Zunge und seinem Schwanz zugrunde richtet, wie er es immer getan hat.Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden.Als wir ins Schlafzimmer kommen, schal

  • Unheilige Ehe   Kapitel 96 – Nachbeben

    DominikEs ist sieben Tage her, dass ich das Blut eines anderen Mannes von meiner Frau gewaschen habe.Sieben Tage Schweigen an der Stelle, an der früher unsere hitzigen Streitereien waren.Sieben Nächte, in denen sie sich an mich klammert wie eine Ranke, die einen Baum erwürgt. Ihr kleiner Körper rollt sich an meinem zusammen, als wollte sie unsere Brustkörbe miteinander verschmelzen.Und sieben Tage Enthaltsamkeit.Ich bin ein disziplinierter Mann. Ich habe Folter ertragen, Hunger und die wahnsinnig machende Langeweile, in meinen jüngeren Jahren wochenlang Feinde zu beschatten.Aber mir Eve zu verweigern, während sie neben mir liegt, warm und weich und nach allem riecht, was ich begehre, stellt meine Selbstbeherrschung auf eine Probe, die mich zunehmend um den Verstand bringt.Mein Körper ist zum Zerreißen gespannt. In meinem Schritt herrscht ein ständiger, schmerzhafter Druck. Ich bin es gewohnt, sie mir zu nehmen, wann immer ich will. Bin die Gewalt unserer Leidenschaft gewohnt, d

  • Unheilige Ehe   Kapitel 95 – Das Glashaus

    EveDer Wecker wird noch lange nicht klingeln. Aber ich bin seit Stunden wach, liege vollkommen still und lausche dem Rhythmus von Dominiks Atem neben mir.Jedes Mal, wenn ich die Augen schließe, sehe ich das goldene Metall aufblitzen. Spüre, wie leicht die Haut nachgibt. Höre das nasse Gurgeln eines Mannes, der in seinem eigenen Blut ertrinkt.Ich setze mich auf, und mein Körper protestiert sofort. Ein Stöhnen steigt in meiner Kehle auf, aber ich schlucke es hinunter.Ich fühle mich, als hätte man mich eine Treppe hinuntergeworfen. Mein Kiefer pocht dumpf und widerlich. Mein Bauch fühlt sich gespannt und wund an. Ein tiefer Schmerz, der bis in meinen unteren Rücken ausstrahlt.Ich schiebe die Beine aus dem Bett und erschauere, als meine Füße den Boden berühren.„Wo willst du hin?“Dominiks Stimme ist rau vom Schlaf und in der Stille erschreckend laut.Ich drehe mich um. Er stützt sich auf einen Ellbogen, das Laken liegt um seine Taille. Im schwachen Licht sind seine Augen wachsam. Er

  • Unheilige Ehe   Kapitel 94 – Die Abrechnung

    DominikMeine Hände zittern.Ich starre sie an und umklammere das Lederlenkrad des Maybach, bis meine Knöchel knochenweiß werden.Diese Hände haben Glocks gehalten. Kampfmesser. Die Kehlen von Männern, die doppelt so groß sind wie ich. Sie haben Todesurteile und Milliardenverträge unterschrieben, ohne zu zucken. Sind ruhig geblieben, während ich meine eigenen Wunden genäht habe.Aber heute Nacht zittern sie.Ein feines, kaum sichtbares Beben läuft durch die Muskeln meiner Unterarme. Verrät einen Schock, der mein ganzes System erfasst und den ich nicht mehr gespürt habe, seit ich als Kind am Sarg meiner Mutter stand.Enzo räumt den Tatort mit einem meiner Spezialteams auf. Er weiß, wie man Spuren beseitigt. Aber ich brauche etwas zu tun, also rufe ich ihn über die Kurzwahl an.„Die Aufnahmen“, sage ich, als er abnimmt. Meine Stimme klingt fremd. Sie schrammt wie Kies durch meine Kehle. „Die Hotelserver.“„Schon erledigt, Boss“, erwidert Enzo. „Ich habe einen Hacker vor Ort. Die Aufnahm

  • Unheilige Ehe   Kapitel 93 – Blutrotes Schweigen

    EveBlut ist warm.Nicht kalt wie Wasser oder klebrig wie Sirup. Es ist warm und dick und irgendwie lebendig.Larry Weeks ist nicht würdevoll gestorben. Er hat gegurgelt. Sich gewunden. Nach der Luft gegriffen, als könnte er sich vom Abgrund zurückziehen. Aber jetzt ist er endlich still.Er liegt zusammengesunken an den Beinen eines zusammengeklappten Banketttischs. Sein Kopf hängt in einem unnatürlichen Winkel. Seine Augen stehen weit offen und starren mit dauerhafter, eingefrorener Überraschung auf die Leuchtstoffröhre über ihm.Meine goldene Haarnadel steckt tief in seiner Kehle. Der filigrane Kopf fängt das Licht. Ein Funkeln teuren Schmucks zwischen all dem Blut.Ich mag diese Haarnadel wirklich. Wahrscheinlich darf ich sie aber nicht behalten. Sie ist ein Beweisstück. Dominik wird sie zusammen mit der Leiche entsorgen wollen. Für den Fall, dass irgendwelche Spuren daran haften. Etwas, das zu mir zurückführen würde.Ich starre Larry weiter an. Warte auf den Schrei. Darauf, dass d

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