LOGINRileys Sicht
Ich konnte nicht stillsitzen. Mein Bein wippte unruhig unter dem Schreibtisch, während ich unaufhörlich auf meiner Tastatur herumtippte, aber meine Gedanken waren alles andere als bei der Arbeit. Die Ereignisse der letzten Nacht spielten sich in meinem Kopf ab. Die Begegnung mit Jaxon – meinem Chef – in diesem schicken Restaurant, die schreckliche Erkenntnis, dass wir schon seit Wochen über diese App gechattet hatten … Und die Dinge, die ich gesagt hatte. Ich schämte mich furchtbar, nur beim Gedanken daran. Sluttycumbottom12. Ich wollte mich am liebsten im Büro vergraben, nur bei der Erinnerung an diese demütigenden Gespräche. Aber was war schlimmer als die Scham? Die Angst, dass Jaxon mich feuern würde. Wie ich aus dem Restaurant gestürmt war und ihn dabei auch noch beleidigt hatte … wen wollte ich eigentlich veräppeln? Wir sprachen schließlich von Jaxon – er konnte es gar nicht leiden, wenn man ihn respektlos behandelte. Und jetzt war ich mir sicher, dass ich noch vor dem Mittagessen meinen Job verlieren würde. Mein Herz raste bei dem Gedanken. Ich brauchte diesen Job. Die Miete zahlte sich ja nicht von selbst, und meine Rechnungen stapelten sich so hoch wie die Wolkenkratzer rund um unser Büro. Jedes Mal, wenn sich die Aufzugtür öffnete, zuckte ich zusammen und erwartete, dass Jaxon aussteigen und Befehle brüllen würde, oder – noch schlimmer – mich in sein Büro rufen würde, um mich offiziell zu kündigen. „Entspann dich, Riley“, sagte Chloe und warf mir einen besorgten Blick über den Schreibtisch hinweg zu. „Du bist den ganzen Morgen schon so nervös. Alles okay?“ Ich zwang mir ein Lächeln ab. „Ja, nur … müde.“ Sie hob eine Augenbraue, hakte aber nicht weiter nach. Gott sei Dank! Wenn sie nur wüsste, warum ich so nervös bin. Gerade als ich ausatmete und versuchte, mich zu beruhigen, ertönte das Geräusch, vor dem ich mich den ganzen Morgen gefürchtet hatte – die Aufzugtüren glitten auf. Für einen Moment schien das Büro zu erstarren, als Jaxon hereinkam. Seine Präsenz füllte den Raum mühelos aus. Alle richteten sich sofort auf und begrüßten ihn mit dem üblichen Chor von „Guten Morgen, Mr. Steele“. Er nickte kurz, seine Augen musterten den Raum wie die eines Raubtiers, das sein Revier absucht. Dann blieb sein Blick an mir hängen. Ich hielt den Atem an. Ein selbstgefälliges Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus, und zu meinem Entsetzen zwinkerte Jaxon mir zu. Mir drehte sich der Magen um. Was zum Teufel? Bevor ich überhaupt begreifen konnte, was gerade passiert war, hob er die Hand und bedeutete mir, ihm in sein Büro zu folgen. „Scheiße“, flüsterte ich. „Viel Glück“, murmelte Chloe mitfühlend, da sie die Angst in meinem Gesicht sah. Ich hörte sie kaum noch, als ich aufstand, meine Beine wie Wackelpudding, und mich auf den Weg zu Jaxons Büro machte. Jeder Schritt fühlte sich schwerer an als der vorherige. Als ich endlich die Tür erreichte, klopfte ich leise, aber er war bereits drinnen und saß wie ein König auf seinem Thron. „Komm herein, Riley“, rief er mit sanfter, aber unheimlicher Stimme. Ich trat ein und schloss die Tür hinter mir. Er lehnte sich in seinem Stuhl zurück, seine stechend blauen Augen fixierten mich wie ein Falke, der zum Angriff bereit war. „Ich weiß, was Sie sagen wollen“, begann ich schnell mit zitternder Stimme. „Aber bevor Sie eine Entscheidung treffen, möchte ich mich für gestern Abend entschuldigen. Ich habe mich danebenbenommen, und ich – ich wollte Sie nicht respektlos behandeln. Ich brauche diesen Job wirklich dringend, Mr. Steele, also bitte – feuern Sie mich nicht.“ Ich hörte die Verzweiflung in meiner Stimme und hasste es. Aber ich hatte zu große Angst, um mich darum zu kümmern. Jaxon sagte einen Moment lang nichts, starrte mich nur an, dieses widerwärtige Grinsen immer noch auf seinen Lippen. Dann lachte er. Ein leises, höhnisches Lachen, das mir eine Gänsehaut bescherte. „Glauben Sie, ich werde Sie feuern, Riley?“, fragte er, stand von seinem Stuhl auf und ging langsam um seinen Schreibtisch herum, um den Abstand zwischen uns zu verringern. „Glauben Sie wirklich, dass es nur darum geht?“ Ich blinzelte verwirrt. Was meinte er damit? Er würde mich nicht feuern? Erleichterung überkam mich, doch sie wich schnell einem düsteren Gefühl, als Jaxon direkt vor mir stehen blieb und mich mit demselben Raubtierblick in den Augen überragte. „Nein“, sagte er leise, seine Stimme klang bedrohlich. „Ich werde dich nicht feuern. Das wäre zu einfach. Außerdem“, fügte er mit einem Grinsen hinzu, „hast du mich die letzten Wochen gut unterhalten.“ Mir stockte der Atem. Ihn unterhalten? War das alles nur ein perfides Spiel für ihn? „Aber“, fuhr Jaxon fort und beugte sich so nah zu mir, dass ich die Hitze seines Körpers spüren konnte, „wenn du deinen Job behalten willst, musst du dich beweisen.“ Ich schluckte schwer. „W-Was meinst du damit?“ Jaxons Grinsen wurde breiter, und er kam noch näher. Seine Lippen streiften beinahe mein Ohr, als er sprach. „Du wirst mein Haustier, Riley.“ Ich erstarrte. Mein Herz hämmerte. Haustier? Ich wich einen Schritt zurück, aber Jaxon ließ mich nicht weit kommen. Er packte meinen Arm und hielt mich fest. Sein Griff war fest, aber nicht schmerzhaft. Nur eine Erinnerung daran, dass er die Kontrolle hatte. „Du wirst tun, was ich sage, wann immer ich es sage“, flüsterte er mit finsterer Belustigung in der Stimme. „Und wenn nicht …“ Er ließ meinen Arm los, trat zurück, verschränkte die Arme vor der Brust und fixierte mich mit einem kalten, berechnenden Blick. „Dann werde ich dich feuern. Und ich werde dafür sorgen, dass dich niemand mehr in dieser Stadt einstellt. Du landest auf der Straße. Dein Leben ist vorbei.“ Mir schwirrte der Kopf. Das durfte nicht wahr sein. Jaxon wollte, dass ich sein… Haustier werde? Was zum Teufel sollte das bedeuten? Mein Kopf war voller Fragen, aber keine einzige war angesichts des Ultimatums, das er mir gerade gestellt hatte, von Bedeutung. Ich brauchte diesen Job. Ich durfte ihn nicht verlieren. Aber sein Haustier werden? Allein der Gedanke daran machte mich krank. Aber welche Wahl hatte ich? Jaxons Blick war unnachgiebig, sein Gesichtsausdruck finster und erwartungsvoll. Er ließ mir keine Zeit zum Nachdenken. „Du hast fünf Sekunden, um dich zu entscheiden“, sagte er kühl. „Fünf…“ Ich erstarrte, mein Kopf war wie leergefegt. „Vier…“ Meine Hände zitterten. Das war nicht real. Das konnte nicht real sein. „Drei …“ Ich öffnete den Mund, aber kein Wort kam heraus. „Zwei …“ Mein Herz hämmerte in meiner Brust, mein Puls dröhnte in meinen Ohren. Was sollte ich tun? „Eins …“ Und dann, in der letzten Sekunde, traf ich eine Entscheidung.Rileys SichtIn dem Moment, in dem Jaxon den Boden erreichte, zerbrach meine ganze Welt.Ich flehte ihn an, nicht ins Licht zu gehen, aber als ich neben ihm kniete, konnte ich spüren, wie sein Leben langsam entwässerte."Jaxon, bitte verlass mich nicht!" Ich schrie, hielt seinen Kopf und versuchte, ihn wach zu halten.Sein Hemd war blutgetränkt, der rote Fleck breitete sich schnell über seine Brust aus.Meine Hände zitterten, als ich auf die Wunde drückte, verzweifelt, die Blutung zu stoppen.Seine Augen flatterten für einen Moment auf, glasig vor Schmerz, und er schenkte mir das schwächste Lächeln.„Riley...“„Trau dich nicht“, sagte ich mit gebrochener Stimme. „Wage es nicht, mich zu verlassen, Jaxon. Bleib bei mir.“Sein Atem stockte, flach und rau, als Blut aus seinem Mundwinkel tropfte.Ich drückte härter auf die Wunde, meine Hände waren mit seinem Blut glatt. Das warme, klebrige Gefühl ließ meinen Magen rühren, aber ich konnte es mir nicht leisten, jetzt daran zu denken.Arthur
Jaxons SichtDie Welt schien auf ihrer Achse zu kippen, als mein Vater die Waffe aus seiner Jacke zog.Seit wann hat mein Vater eine Waffe bei sich?Das war völlig neu für mich und ich versuchte mein Bestes, um schnell zu verarbeiten, was genau ich stsriiat war: der Lauf einer geladenen Waffe.Als ich aufwuchs, betrachtete ich meinen Vater immer als einen Mann der Macht, Kontrolle und Manipulation. Er brauchte keine Waffen - seine Worte allein hatten die Schärfe von Klingen.Aber da war er, mit einer Waffe in der Hand, sein Gesicht verdrehte sich vor Wut, und das kalte Metall glitzerte unter dem schwachen Licht."Lass die Waffe fallen, Papa", sagte ich, meine Stimme war ruhig, trotz des Sturms der Emotionen, der in mir tobte. "Das bist nicht du. So machen wir die Dinge nicht.“Sein Griff um die Waffe wurde fester, seine Knöchel waren weiß.„Belehre mich nicht, Jaxon. Du hast keine Ahnung, wozu ich fähig bin.“Rileys Stimme zitterte hinter mir.„Arthur, bitte... leg die Waffe ab. Du mu
Rileys SichtDie Luft im Raum war erstickend, dicht vor Spannung und dem unbestreitbaren Geruch von Gefahr.Meine Brust zog sich zusammen, als ich mich umsah, die vier Wachen umgaben uns wie Wölfe, die ihre Beute umkreisten.Meine Hände zitterten, und meine Beine fühlten sich an, als könnten sie jeden Moment aufgeben.Ich hatte an einem Tag genug Prüfungen erlebt und war bereits zu müde, um überhaupt eine weitere Konfrontation fortzusetzen.Ich griff instinktiv nach der Rückseite von Jaxons Hemd, während ich mich näher zu ihm lehnte und die einschüchternden Blicke der Leibwächter spürte, die uns mit ihren riesigen, muskulösen Körpern umgaben."Mach dir keine Sorgen, Riley. Ich habe dich. Ich werde dich beschützen", hörte ich Jaxon sagen, trotz der großen Spannung, unter der er stand.Ich sah Jaxon an, als er vor mir stand, seine breiten Schultern quadratisch und sein Kopf hochgehalten.Sein Körper war eine solide Mauer des Trotzes und der Entschlossenheit, die mich vor den bedrohliche
Jaxons SichtDie kalte Nachtluft fühlte sich scharf auf meiner Haut an, als ich mein Auto weit weg vom Haus parkte und in die Schatten trat.Ich behielt meine Augen auf der Straße vor mir, um sicherzugehen, dass ich einen sicheren Abstand zu dem Ort hatte, an dem Riley von meinem Vater festgehalten wurde.Ich überprüfte mein Telefon noch einmal, um sicherzustellen, dass der Tracker, der signalisierte, dass Riley immer noch vorne war, immer noch funktionierte, obwohl er ziemlich weit von der Stadt entfernt war.Ich habe Chloe eine SMS geschickt, sie auf dem Laufenden gehalten, wo ich hingekommen bin, und ihr gesagt, sie solle in Bereitschaft sein, weil ich das Gefühl hatte, dass ich sie brauchen könnte.Ich konnte nicht sagen, wie diese Rettungsaktion ablaufen könnte, und ich wollte nicht das Risiko eingehen, Rileys Leben in mehr Gefahr zu bringen, als es ohnehin schon war.Das sichere Haus stand in der Ferne, umgeben von hohen Bäumen und einer unheimlichen Stille, die sich schwer in d
Rileys SichtIch lag auf dem Bett, starrte an die Decke, meine Finger streiften den abgenutzten Stoff der Decke unter mir.Meine Gedanken rührten sich, als ich versuchte, zusammenzufassen, wo ich war und warum Arthur Steele einen Ort wie diesen haben würde.Arthur schien nicht der Typ zu sein, der sich an geheimen Orten versteckt. Er war ein Mann, der jeden Raum, den er betrat, beherrschte, ein Meistermanipulator, der Menschen und Situationen mit rücksichtsloser Effizienz kontrollierte.Warum also einen Ort wie diesen haben? Und was noch wichtiger ist, warum bringen Sie mich hierher?Ich rieb mir die Schläfen, die Stille des Raumes verstärkte die Fragen in meinem Kopf.Meine Gedanken wanderten in eine Spirale und verlagerten sich zu Jaxon.Hat er nach mir gesucht? Wusste er, wo ich war?Der Gedanke, dass er da draußen sein könnte und nach mir sucht, gab mir einen kleinen Hoffnungsschimer.Mein Gedankengang wurde durch das abrupte Geräusch der sich öffnenden Tür unterbrochen.Ich setzt
Rileys SichtDas Auto schüttelte mich, als es über einen unebenen Straßenstreifen raste, und ich zuckte zusammen, als meine Schulter hart gegen die Tür stieß.Die beiden Männer auf den Vordersitzen - die Wachen, die Arthur Steele geschickt hatte, um mich wegzuschleppen - hatten kein Wort gesagt, seit ich ins Auto gestoßen wurde.Ihr Schweigen war ohrenbetäubend, und es erfüllte meine Brust mit einem Schrecken, der so schwer war, dass es sich anfühlte, als könnte ich kaum atmen."Wohin bringst du mich?" Fragte ich, meine Stimme zitterte trotz meiner Bemühungen, gelassen zu klingen.Der Fahrer antwortete nicht einmal und der Mann auf dem Beifahrersitz starrte einfach geradeaus, als hätte ich nicht gesprochen."Hallo?" Ich habe es noch einmal versucht, diesmal lauter. „Ich habe dir eine Frage gestellt! Wohin gehen wir?"Immer noch keine Antwort.Ein Kloß stieg in meinem Hals auf, aber ich schluckte ihn herunter. Panik würde mir jetzt nicht helfen. Ich habe einen anderen Ansatz ausprobier







