Share

Kapitel 7

Author: R. Skye
last update publish date: 2026-06-08 23:59:32

Aus Marens Sicht

„Sie sollten wahrscheinlich einen Schritt zurücktreten, Mr. Voss, bevor jemand durch dieses Fenster sieht und ein weiteres Kapitel zu den Gerüchten hinzufügt.“

Meine Stimme klang klein, sogar in meinen eigenen Ohren, und durchbrach die schwere Stille auf dem Balkon. Dorians Hand blieb noch einen Herzschlag, zwei Herzschläge auf meinem Gesicht, sein Daumen regungslos auf meiner Haut. Die intensive Hitze seiner Handfläche schien mich am Boden zu verankern, während meine innere Welt völlig außer Kontrolle geriet.

„Lass sie sehen“, sagte Dorian. Seine Stimme war ein tiefes, stetiges Grollen, das direkt durch meine Brust vibrierte. Er zog sich nicht sofort zurück. Stattdessen suchte sein Blick meinen mit einer erschreckend bewussten Langsamkeit, bevor seine Hand wieder an seine Seite fiel. „Geh rein, Maren. Schlaf etwas. Morgen brauchst du deine volle Aufmerksamkeit.“

Ich widersprach nicht. Ich drehte mich um und zog mich ins Penthouse zurück, die Haut auf meiner Wange kribbelte noch dort, wo seine Haut sie berührt hatte. Die emotionale Spannung zwischen uns war zu einem lebendigen, atmenden Wesen im Raum geworden, unmöglich zu ignorieren, unmöglich wegzuschieben.

Am nächsten Morgen weckte mich der Geruch von brutzelndem Speck und frischen Croissants. Ich setzte mich auf dem ausklappbaren Sofa auf, rieb mir den Schlaf aus den Augen und entdeckte ein silbernes Room-Service-Tablett auf dem Esstisch. Dorian war bereits verschwunden, seine Aktentasche und Jacke fehlten in der Suite.

Ich ging zum Tisch und hob den silbernen Deckel an. Ein leiser Atemzug entwich meinen Lippen. Ein Teller mit Rührei aus Eiweiß, in Scheiben geschnittener Avocado, an den Rändern leicht angebranntem Sauerteigbrot und eine Schüssel mit frischen Himbeeren warteten auf mich.

Er hatte das Frühstück genau nach meinen Vorlieben bestellen lassen, ohne mich auch nur einmal zu fragen.

Ich nahm ein Stück Toast und mein Verstand wanderte zurück zu der kalten, unnachgiebigen Fassade, die er dem Vorstand zeigte. War Dorian wirklich so distanziert, wie er wirkte, oder verbarg sich unter diesem maßgeschneiderten Anzug ein tief kalkulierender, heftig beschützender Mann? Die Erkenntnis ließ mich völlig unruhig zurück. Er bemerkte die winzigen Details, die Rafe während unserer gesamten Beziehung komplett ignoriert hatte.

„Die nördlichen Schifffahrtsrouten sind vollständig in unsere Tracking-Software integriert, Mr. Voss“, sagte Kaden und deutete auf die digitalen Bildschirme, während wir durch die Investorenausstellungshalle gingen.

Ich folgte einen Schritt hinter Dorian, mein Tablet fest gegen meine Rippen gepresst. Der Morgen war in einem Wirbel aus Firmenführungen und Präsentationen vergangen, aber die Atmosphäre im Resort hatte sich drastisch verändert. Als wir an Reihen von Konkurrenzmanagern und regionalen Leitern vorbeigingen, begannen die leisen Flüstereien.

„Ist das sie?“, flüsterte eine weibliche Führungskraft einer Konkurrenzfirma ihrer Kollegin zu, als wir vorbeikamen. „Die von dem Foto aus dem Konferenzraum?“

„Schau, wie nah sie bei ihm steht“, antwortete die andere, ohne sich die Mühe zu machen, ihr Grinsen zu verstecken. „Sie ist nach der Trennung sicher schnell die Karriereleiter hochgeklettert.“

Die Flüstereien trafen mich wie körperliche Schläge. Ich hielt das Kinn hoch und starrte geradeaus, aber meine Hände zitterten. Jemand hatte das private Foto von Dorian und mir aus dem Konferenzraum absichtlich in die öffentlichen Unternehmenskreise geleakt. Die Gerüchte verbreiteten sich wie ein Lauffeuer durch den Gipfel, und jedes Mitglied des Personals, an dem wir vorbeikamen, musterte mich mit verurteilenden Blicken. Alle glaubten, ich würde mit dem CEO schlafen.

Mein Handy vibrierte heftig in der Jackentasche. Ich zog es heraus und sah Kadens Namen auf dem Display aufleuchten. Ich trat von der Hauptgruppe weg und duckte mich in eine ruhige Nische in der Nähe des Notausgangs.

„Maren, bist du bei meinem Vater?“, fragte Kaden mit hektischer Stimme, die seine sonst so professionelle Ruhe abstreifte.

„Ich bin nur ein paar Schritte von ihm entfernt auf dem Ausstellungsgelände“, flüsterte ich, mein Herzschlag schoss in die Höhe. „Kaden, was passiert hier? Alle starren mich an.“

„Ein Konkurrenzmanager vom Vanguard-Pack hat das Forum-Foto gerade über die großen Medienkanäle verbreitet“, warnte Kaden, sein Atem ging stoßweise durch den Hörer. „Die öffentlichen Klatschseiten greifen es jetzt auf. Es geht in zehn Minuten live auf den Unternehmens-Gossip-Seiten. Maren, du musst dich vorbereiten. Rafe wird das sehen, und er wird völlig durchdrehen.“

„Er weiß bereits, dass ich für Dorian arbeite“, sagte ich, Panik krallte sich in meine Kehle.

„Zu wissen, dass du dort arbeitest, ist etwas anderes, als ein hochauflösendes Foto von seinem Vater zu sehen, der sich über dich in einem geschlossenen Büro beugt“, sagte Kaden düster. „Bleib einfach in Dorians Nähe. Handle das nicht allein.“

Ich beendete das Gespräch, mein Atem stockte, als mein Handy sofort wieder vibrierte.

Rafe.

Ich lehnte ab und blockierte die Nummer sofort. Zwei Sekunden später blinkte eine unbekannte Nummer. Ich lehnte wieder ab. Er rief wiederholt von verschiedenen Wegwerfnummern an, verzweifelt darauf bedacht, die Mauer zu durchbrechen, die ich errichtet hatte. Schließlich kam eine Textnachricht von einer nicht gespeicherten Nummer durch.

> **Unbekannt:** *Meinst du das ernst, Maren? Du verfährst meinen Vater, nur um mich öffentlich zu demütigen? Du bist eine widerliche, verzweifelte Schlampe. Du konntest mich nicht halten, also hast du es auf den Mann abgesehen, der den Thron besitzt? Alle lachen über mich wegen dir.*

Ein kalter Schweiß brach mir auf der Stirn aus. Bevor ich die Nachricht löschen konnte, erschien eine weitere Nachricht von meiner Schwester Jade.

> **Jade:** *Wow, Maren. Und ich dachte, du wärst die unschuldige, gebrochene gewesen. Sieht so aus, als hättest du nur auf ein Upgrade gewartet. Weiß Dorian, dass du Gebrauchtware bist?*

Das Gift in ihren Worten fühlte sich an wie ein brutaler Schlag in den Magen. Ich ertrank in meinen eigenen Gedanken, starrte so intensiv auf den blinkenden Bildschirm, dass ich nicht einmal bemerkte, dass die Firmenführung angehalten hatte. Dorian hatte die Investoren verlassen und stand jetzt direkt vor mir in der Nische.

„Maren“, sagte er, seine Stimme sank in diesen tiefen, befehlsgewohnten Ton. „Die Zusammenfassungsblätter für den Chen-Vertrag.“

„Hier, Mr. Voss“, brachte ich heraus, meine Finger zitterten, als ich versuchte, mein Handy zu sperren.

Aber ich war nicht schnell genug.

Meine Hand rutschte, und der Bildschirm kippte direkt auf ihn zu. Jades spöttische Nachricht und Rafes wütende Anschuldigung waren in klarer, heller Schrift direkt vor seinen Augen zu sehen.

Dorians Blick fiel auf den Bildschirm. Er las die Worte. Ich sah genau den Moment, in dem seine Augen auf den Namen seines Sohnes und die widerlichen Bezeichnungen trafen, mit denen sie mich belegt hatten.

Die Luft in der Nische wurde augenblicklich eiskalt. Dorian zuckte nicht zusammen. Er schrie nicht. Seine Reaktion war erschreckend ruhig, sein Gesicht wurde zu einer Maske aus purem Marmor. Die stille Autorität, die von ihm ausging, war lauter als jedes Geschrei. Er streckte langsam die Hand aus, nahm mir das Tablet ab und reichte es einem vorbeigehenden Junior-Mitarbeiter.

„Bringen Sie die Investoren in den zweiten Speisesaal“, ordnete Dorian dem Mitarbeiter an, seine Stimme glatt, ruhig und völlig emotionslos. „Ms. Cole und ich haben eine dringende unternehmerische Angelegenheit zu klären. Wir stoßen gleich zu Ihnen.“

Der Mitarbeiter nickte schnell und eilte davon, sodass wir vollkommen allein im Flur zurückblieben.

Dorian richtete seine volle Aufmerksamkeit wieder auf mich. Er trat näher, sein Schatten verdeckte komplett das helle Licht der Ausstellungshalle. Die pure Macht, die von seiner Gestalt ausging, ließ meinen Atem mit einem Ruck aussetzen. Er sah mich weder mitleidig noch wütend an; seine Augen waren dunkel, fokussiert und vollkommen besitzergreifend.

„Das machen sie schon, seit du das Anwesen verlassen hast, nicht wahr?“, fragte Dorian leise.

„Es spielt keine Rolle“, flüsterte ich und drückte meinen Rücken gegen die Wand, versuchte die Tränen zu unterdrücken, die drohten hervorzubrechen. „Sie sind nur wütend. Rafe will mir wehtun, und Jade will sicherstellen, dass ich unten bleibe. Ich komme mit der Arbeit klar, Mr. Voss. Ich kann die Nachrichten ignorieren.“

„Ich frage nicht, ob du mit der Arbeit klarkommst, Maren“, sagte Dorian. Er streckte die Hand aus und legte sie auf die Wand direkt neben meinem Kopf, sodass ich in seinem Raum gefangen war. Der Duft von Zedernholz und schwerem Rauch hüllte mich komplett ein und schnitt mich vom Rest der Welt ab. Er beugte sich leicht vor, sein Blick bohrte sich in meinen mit einer heftigen, absoluten Gewissheit, die totale Unterwerfung forderte.

„Willst du, dass ich sie aufhöre?“, fragte er.

Die Frage hing in der eisigen Luft zwischen uns, ein plötzlicher, schwerer Wendepunkt, der alles vollkommen veränderte. Wenn ich ja sagte, wusste ich, dass er nicht nur ein paar Nummern blockieren würde; er würde sie komplett zerstören.

Ich starrte zu ihm auf, meine Lippen leicht geöffnet, die Antwort blieb mir im Hals stecken, während die Welt um uns herum vollkommen verstummte.

Continue to read this book for free
Scan code to download App

Latest chapter

  • Unter Seiner Autorität   KAPITEL 78

    Marens Perspektive„Darüber reden wir nicht im Auto“, sagte Dorian und drehte den Zündschlüssel mit einer heftigen Bewegung.Der Motor erwachte mit einem tiefen Brummen zum Leben, doch die Atmosphäre im Wagen blieb eisig. Ich starrte durch die Windschutzscheibe geradeaus und beobachtete, wie sich die schweren Eisentore des Ahnenarchivs hinter uns schlossen.„Gut“, erwiderte ich und lehnte den Kopf gegen die Rückenlehne. „Dann reden wir nicht darüber.“Die Erkenntnis, dass der Gründungsrat vor zweihundert Jahren gezielt die Blutlinie der Voss ausgewählt hatte, lastete wie Blei zwischen uns. Es war keine gewaltsame Explosion. Kein offener Streit, bei dem die Stimmen lauter wurden und sich gegenseitige Vorwürfe durch den Raum jagten. Es war etwas, mit dem viel schwieriger umzugehen war: eine ungewohnte, prickelnde Anspannung, ausgelöst durch die plötzliche Erkenntnis, dass unsere gesamte gemeinsame Geschichte bereits beobachtet worden war, bevor wir überhaupt unseren ersten Atemzug getan

  • Unter Seiner Autorität   KAPITEL 77

    Marens Perspektive„Steig sofort ins Auto, Maren“, sagte Dorian und riss den ausgedruckten Grundbucheintrag von der Kücheninsel.Sein Ton war eiskalt und unerbittlich, frei von jedem Zögern. Ohne ein Wort zu sagen, nahm ich meine Jacke von der Rückenlehne des Hockers. Bex stand wie erstarrt an der Arbeitsfläche, das Tablet noch immer in den Händen, und beobachtete, wie Dorian mit langen, wütenden Schritten an ihr vorbei in Richtung Garage ging.Ein Knotenpunkt des ursprünglichen Paktes auf dem Anwesen der Voss-Familie stellte sämtliche Annahmen infrage, von denen wir in diesem Krieg bisher ausgegangen waren. Die Familie Voss hatte dieses Territorium nachweislich seit drei Generationen regiert. Doch der Netzwerkknoten war bereits vor zweihundert Jahren in den Stein gemeißelt worden.Damit blieben nur zwei mögliche Erklärungen. Entweder hatte die Familie Voss unwissentlich ein Grundstück erworben, auf dem sich bereits ein uralter Anker befand, oder der Gründungsrat hatte den Knotenpunkt

  • Unter Seiner Autorität   KAPITEL 76

    Marens Perspektive„Mach sofort ein Foto von dieser Gravur, bevor wir diesen Keller verlassen“, befahl Dorian. Seine Stimme hallte von den feuchten Betonwänden wider.Kaden zog augenblicklich sein Handy hervor und machte drei gestochen scharfe, hochauflösende Aufnahmen des Symbols, das hinter den Holzkisten in die Wand gemeißelt war.„Ich muss Elder Sable diese Zeichen unverzüglich zeigen“, sagte ich und ging rückwärts auf die metallene Brandschutztür zu. „Meine Wölfin hat genau in dem Moment reagiert, als ich diese Gravur gesehen habe. Sie ist keine bloße Dekoration.“„Wir fahren direkt zurück zum Anwesen“, sagte Dorian und wandte sich an Petra. „Pack deine wichtigsten Sachen. Der vorläufige Verwalter trifft bei Tagesanbruch ein, aber du kommst mit uns, um deine offizielle Aussage zu machen.“„Ja, Alpha-König“, antwortete Petra ohne zu zögern. Die Erleichterung war jeder Linie seines müden Gesichts anzusehen.Eine Stunde später standen wir in Elder Sables privatem Arbeitszimmer. Das

  • Unter Seiner Autorität   KAPITEL 75

    Marens Perspektive„Die Adresse gehört zu einem registrierten Stadt-Rudel namens Ashfen-Kollektiv“, sagte Dorian und drehte das leuchtende Tablet auf seinem Schreibtisch zu mir.Ich zog einen Stuhl heran und beugte mich näher zum Bildschirm. „Wie groß ist das Rudel?“„Vierzehn Mitglieder“, antwortete Dorian und deutete auf den entsprechenden Eintrag. „Es ist seit sechs Jahren offiziell im städtischen Register eingetragen. Keine dokumentierten Streitigkeiten über Gebietsgrenzen. Keine formellen Beschwerden beim Bezirksgericht. Allerdings gab es seit vollen achtzehn Monaten keinerlei registrierten Kontakt zwischen der Rudelführung und dem Büro des Alpha-Königs.“„Das ist ungewöhnlich“, sagte ich und blickte vom Bildschirm auf. „Kleine Stadtrudel reichen normalerweise vierteljährlich Verwaltungsberichte ein, um ihre kommunalen Steuerbefreiungen und ihren Gebietsschutz aufrechtzuerhalten.“„Ja“, stimmte Dorian zu und legte die Hände auf die polierte Tischkante. „Sie reichen regelmäßig Sta

  • Unter Seiner Autorität   KAPITEL 74

    Marens Perspektive„Leg sofort deine Gabel hin, Maren. Was ist los?“, fragte Dorian. Seine Stimme durchschnitt die Stille am Küchentisch.Langsam legte ich meine silberne Gabel auf den Keramikteller. Mein Puls schien plötzlich auszusetzen. Der Geschmack der warmen Eier in meinem Mund verschwand vollständig.Die Wahrnehmungsveränderung, vor der Vesna mich vor vier Tagen gewarnt hatte, war gerade eingetreten – ohne auch nur den Hauch einer Vorwarnung.„Ich spüre etwas“, flüsterte ich und presste eine Hand flach auf die kühle Granitplatte des Tisches.„Wo?“, fragte Dorian und stellte seine Kaffeetasse ab. Seine Aufmerksamkeit war sofort hellwach. „Ist ein Eindringling in der Nähe unserer nördlichen Mauer?“„Nein“, antwortete ich und schüttelte den Kopf. „Es ist kein Angriff auf uns. Es ist ein Rudel weit draußen im südlichen Bezirk. Es ist gerade ganz am äußersten Rand meiner Wahrnehmungsreichweite aufgetaucht.“„Wie fühlt es sich an?“, hakte er nach. Seine dunklen Augen suchten mein Ges

  • Unter Seiner Autorität   KAPITEL 73

    Marens Perspektive„Alles, was wir bisher nur durch Schlussfolgerungen rekonstruieren konnten, steht hier ausdrücklich geschrieben“, sagte Elder Sable.Sie saß am langen Holztisch im privaten Arbeitszimmer. Das erste Stück des uralten Pergaments lag ausgebreitet vor ihr, unter ihren zitternden Händen. Zehn ununterbrochene Minuten lang hatte sie vollkommen geschwiegen, bevor sie schließlich ein einziges Wort hervorbrachte. Ihre Augen glitten über die verblasste Tinte, während wir anderen in absoluter Stille warteten.„Jede Schutzbestimmung“, fuhr Elder Sable fort und blickte zu den vier Mitgliedern des Gründungsrats auf. „Jeder biologische Mechanismus, jede verfassungsrechtliche Absicherung. Die heutige Charta ist keine Verfälschung des ursprünglichen Pakts. Sie ist ein vollständiger Ersatz. Jemand hat die gesamte rechtliche Grundlage aktiv neu geschrieben.“„Wann genau fand diese Ersetzung statt?“, fragte Dorian. Er beugte sich neben mir über den Tisch, während seine dunklen Augen unv

  • Unter Seiner Autorität   Kapitel 1

    Aus Marens Sicht„Mädchen, du hast deinen Boss letzte Woche beim Firmenessen buchstäblich mit den Augen gefickt. Lüg mich nicht an.“Ich wechselte das Telefon ans andere Ohr und wischte weiter den Küchentresen ab. „Ich habe niemanden mit den Augen gefickt, Bex. Ich habe professionellen Augenkontakt

  • Unter Seiner Autorität   Kapitel 6

    Aus Marens Sicht„Ich kann in der Lobby schlafen, Mr. Voss. Oder ich lasse mir einfach ein Feldbett vom Housekeeping bringen und stelle es neben die Haustür.“Ich hatte nicht einmal meinen Mantel ausgezogen, während ich mitten im riesigen Penthouse-Suite stand. Der Raum war lächerlich groß, mit hoh

  • Unter Seiner Autorität   Kapitel 3

    Aus Marens Sicht„Bleib genau da, wo du bist.“Ich blieb. Nicht weil ich mich entschieden hätte, sondern weil irgendwo zwischen seinem Näherkommen und diesen Worten, die gegen meinen Mund landeten, mein Körper bereits für mich entschieden hatte.Er berührte mich immer noch nicht. Das war das Proble

  • Unter Seiner Autorität   Kapitel 2

    Aus Marens Sicht„Fräulein, der Taxameter läuft noch.“„Behalten Sie das Wechselgeld!“ Ich schob einen Schein durch die Trennwand und sprang hinaus, bevor das Taxi ganz zum Stehen gekommen war, und verdrehte mir beinahe den Knöchel auf dem Bordstein. Das Voss Industries Gebäude stand vor mir, ganz

More Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status