Share

Kapitel 3

Penulis: Crystal
last update Tanggal publikasi: 2026-08-07 18:40:05

Lorenzos Sicht

Der Regen beginnt in Strömen zu fallen und verwandelt die Lichter der Stadt hinter den getönten Scheiben meines Maybachs in rote und goldene Streifen.

Ich sitze im geräumigen, nach Leder duftenden Fond, während meine Finger einen langsamen, hypnotischen Takt auf der Armlehne trommeln.

Im dämmrigen Licht der Kabine steigt der Rauch meiner handgedrehten Zigarre zur Decke auf und füllt den Raum mit einem reichen, schweren Aroma.

„Sie ist also... wirklich eine Vance“, sage ich. Meine Stimme ist leise, aber von Autorität erfüllt.

Vom Beifahrersitz dreht sich mein persönlicher Assistent Viktor leicht um; sein Gesicht wird vom Leuchten seines Tablets erhellt.

„Das DNA-Profil stimmt überein, Don Lorenzo“, antwortet Viktor präzise. „Sie ist Nadia Vance. Frederick Vances einziges lebendes Kind. Sie hat den Brand von vor fünf Jahren überlebt. Ihre Tante Rosalind hat zusammen mit ihrem Ehemann Lucas die Vormundschaft übernommen. Sie hielten sie versteckt und ließen sie als Dienstmädchen in ihrem Haus arbeiten, während sie das Vermögen ihrer Familie aufbrauchten, um ihren eigenen verschwenderischen Lebensstil zu finanzieren.“

Eine kalte, dunkle Genugtuung nistet sich tief in meiner Brust ein.

Frederick Vance ist der Mann, der den Verrat inszenierte, der zum Tod meiner kleinen Schwester führte. Fünf lange Jahre lang glaubte ich, das Feuer hätte mich meiner Rache beraubt und mich das Romano-Imperium mit einem faden Sieg regieren lassen.

Doch das Schicksal ist, wie es scheint, eine grausame, schöne Sache. Die Blutlinie der Vances lebt.

Nadia Vance lebt.

Und ihr törichter Onkel hat sich eine riesige Summe Bargeld von meinen Tarnfirmen geliehen, um sein überflüssiges Geschäftsimperium über Wasser zu halten. Er ist mit dem Kredit in Verzug geraten. Er hat keine Möglichkeit, mich zurückzubezahlen.

„Sie ist der Preis für alles, was ihre Familie mir genommen hat“, murmle ich und blicke auf das Überwachungsfoto hinab, das Viktor auf dem Bildschirm aufgerufen hat.

Es zeigt sie beim Verlassen der Bar, ihren dunklen Pony leicht zur Seite getrennt, sodass die blasse Narbe auf ihrer Stirn zu sehen ist.

Sie ist wunderschön – zerbrechlich, zart, mit einer stillen Stärke in den Augen, die mich fasziniert. Ihren Willen zu brechen, wird nicht nur ein Akt der Rache sein. Es wird ein exquisites Vergnügen sein.

Ich nehme mein Telefon, tippe auf einen ungespeicherten Kontakt und sende mit einem dunklen Grinsen auf den Lippen eine kurze Nachricht. Ich lasse das Telefon auf den Sitz fallen und richte meinen Blick wieder auf das Foto auf dem Tablet-Bildschirm.

„Lei è mia“, flüstere ich auf Italienisch. Sie gehört mir.

„Bereite die Männer vor. Wir werden dem Anwesen der Bennetts morgen einen Besuch abstatten. Es ist Zeit, einzufordern, was mir zusteht.“

—

Nadias Sicht

Der nächste Abend in der Bar vergeht wie im Flug aus Lärm und Erschöpfung. Ich bin länger geblieben, um für eine Kollegin einzuspringen, die sich krankgemeldet hatte, da ich verzweifelt nach dem Geld für die Überstunden war.

Die merkwürdige Nachricht von dem unbekannten Kontakt aus der letzten Nacht geht mir immer noch durch den Kopf. Es war eine falsche Nummer, sage ich mir selbst.

Als ich die Haustür des Bennett-Anwesens aufschließe, zeigt die Uhr auf meinem Telefon 21:30 Uhr an. Im Haus herrscht eine unheimliche Stille. Der große Kronleuchter in der Eingangshalle ist zu einem niedrigen, bernsteinfarbenen Leuchten gedimmt.

Ich steige die Treppe hinauf, während meine Muskeln bei jedem Schritt schmerzen. Alles, was ich will, ist ins Bett zu kriechen und zwölf Stunden lang zu schlafen. Ich drücke meine Zimmertür auf und trete ein, erstarre aber augenblicklich.

Die kleine Lampe auf meinem Nachttisch ist eingeschaltet. Auf der Kante meines Bettes sitzt Alex – die Beine ausgestreckt, mit einem widerlichen, arroganten Grinsen im Gesicht.

„Was machst du in meinem Zimmer, Alex?“, fordere ich zu wissen; meine Stimme zittert trotz all meiner Bemühungen, standhaft zu klingen. Ich behalte meine Hand auf der Türklinke hinter mir, um mir den Fluchtweg offenzuhalten. „Raus hier. Sofort.“

„Ach, komm schon, Nadia“, schnurrt er, gleitet von der Matratze und macht langsame, bedachte Schritte auf mich zu. Der schwere Geruch von billigem Whiskey schlägt mir in Wellen entgegen.

„Du hast mich in letzter Zeit ignoriert, warum nur?“

„Du ekelst mich an“, spucke ich aus; mein Herz beginnt gefährlich gegen meine Brust zu hämmern. „Und du hast kein Recht, hier drinnen zu sein. Geh, oder ich schreie.“

„Schreien? Nach wem? Nach meinen Eltern?“, er lacht – ein trockenes, spöttisches Geräusch. „Sie scheren sich nicht um dich, Nadia. Du bist nur ein Streuner, den sie aus Mitleid aufgenommen haben. Du solltest uns dankbar sein. Eigentlich... denke ich, es ist an der Zeit, dass du anfängst, echte Dankbarkeit zu zeigen.“

Er schnellt mit einer plötzlichen, erschreckenden Geschwindigkeit nach vorne.

Bevor ich die Türklinke drehen kann, knallen seine schweren Hände auf beiden Seiten meines Kopfes gegen die Holztür und schließen mich ein.

Sein Gesicht ist nur Zentimeter von meinem entfernt; sein heißer, stinkender, von Alkohol durchtränkter Atem streift meine Haut.

„Lass mich los!“, kreische ich, presse meine Handfläche gegen seine Brust und versuche, seinen schweren Körper wegzudrücken.

„Komm schon, Nadia. Sei einfach still und lass mich ein bisschen Spaß haben“, murmelt er; seine Augen sind dunkel vor einer ekelerregenden Absicht. Er greift nach dem Kragen meines Hemdes und zieht rau daran.

Der Stoff reißt mit einem lauten, gewaltsamen Geräusch und legt die Haut meines Schlüsselbeins und meiner Schulter frei.

Eine Welle reiner Panik überrollt mich. Mit aller Kraft, die ich im Körper habe, ziehe ich mein Knie mit explosiver Gewalt nach oben und treffe ihn direkt zwischen den Beinen.

Alex stößt einen erstickten Schrei aus und bricht augenblicklich auf die Knie. Seine Hand klammert sich an seinen Schritt, während sich sein Gesicht vor Schmerz verzerrt.

Bevor er sich erholen kann, greife ich in meine Schultertasche, ziehe die kleine Dose Pfefferspray heraus, die ich für meine Nachhausewege aufbewahre, und entfessle einen dicken, brennenden Strahl direkt in seine Augen.

„Argh! Du dumme, verrückte Schlampe!“, schreit Alex und krallt sich ins Gesicht, als das Mittel seine Wirkung entfaltet.

Ich verschwende keine einzige Sekunde. Ich greife nach seinem Kragen, zere seinen stöhnenden Körper aus meinem Zimmer und stoße ihn auf den teppichbelegten Flur.

Ich schlage die Tür zu, drehe den Schlüssel um und schiebe den schweren Holzstuhl von meinem Schreibtisch unter die Türklinke.

Ich weiche von der Tür zurück, während mir stumme Tränen der Wut und Angst über die Wangen laufen. Das ist nicht das erste Mal gewesen. Das geht schon lange so.

Seine Eltern wissen es, aber sie haben nichts dagegen unternommen und zugelassen, dass ich deswegen eine schreckliche Phobie entwickelte.

Ich blicke hinab auf mein zerrissenes Hemd; mein Körper zittert unkontrollierbar.

Ich kann nicht länger hierbleiben. Es ist nicht sicher. Ich muss dieses Haus verlassen. Ich muss diese Familie verlassen.

Lanjutkan membaca buku ini secara gratis
Pindai kode untuk mengunduh Aplikasi

Bab terbaru

  • Verbotener Anspruch: Die Obsession eines Mafia-Königs   Kapitel 109

    Nadias Sicht In den nächsten Monaten sah ich zu, wie mein Bauch immer größer wurde. Ich habe alle Symptome verfolgt, nie Krankenhausbesuche verpasst und dafür gesorgt, dass ich sehr gut gegessen habe. Es passierte heute früh, als ich pinkeln wollte, und ich bemerkte, dass mir Wasser über die Oberschenkel lief. Ich rief Dr. Dupius an und sie kam vorbei und half mir zu ihrer Klinik. Der Frühlingsregen hatte sich zu einem sanften, rhythmischen Nieselregen gegen das Glas des kleinen Entbindungsraums im Krankenhaus in Nizza aufgeweicht. Die Luft roch schwach nach Lavendel, sterilem Leinen und dem sauberen, scharfen Ozon des Sturms, der über das Mittelmeer rollte. Ich legte mich gegen die erhöhten Krankenhauskissen zurück, erschöpft bis ins Mark meiner Knochen. Meine Haut war feucht vor Schweiß, mein Haar klammerte sich in dunklen, verworrenenen Strähnen an meiner Stirn und meinem Hals. Jeder Muskel in meinem Körper pochte mit einem tiefen, herrlichen Schmerz, aber ich spürte den Schme

  • Verbotener Anspruch: Die Obsession eines Mafia-Königs   Kapitel 108

    Nadias SichtDie Nachmittagssonne tauchte tief am Horizont ab und warf lange Bernsteinstrahlen über die Holzdielen meiner kleinen Wohnung.Ich saß auf der Fensterbank, meine Knie an meine Brust gezogen, und starrte auf das winzige schwarz-weiße Ultraschallfoto, das auf meinem Schoß lag.Das einzelne Bild dieses winzigen, acht Wochen alten Lebens fühlte sich schwerer an als das goldene Armband, schwerer als das Micro-USB-Laufwerk, schwerer als das gesamte Erbe des Vance-Namens.Das Geräusch dieses kleinen Herzschlags hallte immer noch in meinen Ohren wider, lauter als die Wellen, die gegen die Klippen unter meinem Balkon schlagen.Mein Verstand war ein Schlachtfeld, zwei heftige Instinkte zerrissen meine Seele. Der erste Instinkt - der Teil von mir, der Lorenzo mit einer schrecklichen, absoluten Intensität liebte - schrie mich an, nach dem Telefon zu greifen.Ich wusste, was passieren würde, wenn ich den Nachlass anrufen würde. Ich wusste, wie schnell Viktor die Linie verfolgen würde,

  • Verbotener Anspruch: Die Obsession eines Mafia-Königs   Kapitel 107

    Nadias SichtDer Nebel am frühen Morgen hing schwer über den steilen, gepflasterten Gassen von Éze, klammerte sich an die Steinmauern und verwischte die blassgelben Straßenlaternen.Normalerweise liebte ich die ruhige Kälte des Morgenspaziergangs zum Dorfplatz, aber heute fühlte sich jeder Schritt an, als würde ich Blei durch tiefes Wasser ziehen.Eine Welle von kalter Übelkeit rollte plötzlich und heftig durch meinen Magen. Ich blieb kurz neben einem Steinbogen stehen, drückte meine Hand gegen das kühle, feuchte Mauerwerk, schloss meine Augen und atmete langsam, bewusst die salzige Meeresluft ein.Das war nicht nur ein Magenbug. Es war schon seit Wochen nicht mehr so. Zuerst hatte ich versucht, es zu rationalisieren. Ich sagte mir, es sei der Stress, Italien zu verlassen, das Resttrauma der letzten Monate, der plötzliche Adrenalinabfall nach der Flucht vor einem Leben, das auf Blut und Seide basiert.Ich dachte, mein Körper passt sich einfach an die ruhigen, alltäglichen Rhythmen ein

  • Verbotener Anspruch: Die Obsession eines Mafia-Königs   Kapitel 106

    Nadias SichtDer Duft von Salzwasser und warmen, frischen Baguettes trieb durch die hohen, offenen Fenster meiner kleinen Wohnung und vermischte sich mit der frischen Herbstbrise, die vom Mittelmeer wehte.Unter meinem Balkon begannen die engen, gepflasterten Straßen von Éze - eine ruhige, mittelalterliche Küstenstadt, die hoch auf den Klippen Südfrankreichs thront - gerade erst aufzuwachen.Kirchenglocken läuteten leise in der Ferne, ihre klaren Noten hallten über die roten Fliesdächer und die endlose Weite des glitzernden blauen Wassers, das sich bis zum Horizont erstreckte.Ich stand an der kleinen hölzernen Küchentheke, goss heißes Wasser in einen keramischen Tropffilter und beobachtete, wie der Dampf in die ruhige Morgenluft aufstieg.Ich trug einen einfachen, übergroßen cremefarbenen Strickpullover, verblasste Jeans und keine Schuhe. Mein Haar war zu einem lockeren, unordentlichen Knoten zurückgebunden.Es gab keine Seidenroben, keine bewaffneten Wachen, die vor meiner Tür stand

  • Verbotener Anspruch: Die Obsession eines Mafia-Königs   Kapitel 105

    Lorenzos SichtDie Stille in der Master-Suite war nicht nur ruhig; es war eine physische Kraft, kalt und erstickend, die gegen meine Brust drückte, bis ich meine Lungen nicht mehr erweitern konnte.Ich stand in der Tür, der schwere Eichenrahmen stützte mein Gewicht, weil sich meine Beine hohl anfühlten, erschöpft von jedem Tropfen Kraft, den ich besaß.Das Morgenlicht strömte durch die Balkontüren und beleuchtete das Bett. Die Laken waren glatt, unberührt und kalt.Und in der Mitte der weißen Matratze lag ein einzelnes Stück gefaltetes Pergament, das von dem silbernen Schlüssel festgehalten wurde, den ich ihr nur wenige Stunden zuvor in die Hände gelegt hatte.Mein Herz hämmerte schmerzhaft gegen meine Brust, als ich meine Füße zwang, sich über den persischen Teppich zu bewegen. Jeder Schritt fühlte sich an, als würde man durch tiefes Wasser gehen.Ich streckte die Hand aus, meine Finger zitterten - die Hand, die Hinrichtungsbefehle unterzeichnet und Gewehre ohne ein einziges Schüttel

  • Verbotener Anspruch: Die Obsession eines Mafia-Königs   Kapitel 104

    Nadias SichtDas Anwesen war in eine erstickende, schwere Stille gehüllt, als die Nacht über den italienischen Bergen einbrach.Ich saß auf dem Rand des massiven Himmelbettes in der Master-Suite und starrte auf den silbernen Schlüssel und den Reisepass, der auf dem Nachttisch neben mir lag.Unten war das Haus totenstill. Lorenzo hatte sich in den unteren Innenhof zurückgezogen und mir den Raum gegeben, von dem er dachte, dass ich ihn brauchte, und seinen Männern befahl, Abstand zu halten und sein Versprechen völliger Freiheit zu erfüllen.Mein Geist war ein chaotischer, heftiger Sturm. Das unbearbeitete Video spielte sich hinter meinen Augenlidern in einer endlosen, qualenden Schleife ab.Mein Vater blutete auf dem kalten Betonboden und hob die Hände, um ein kleines Mädchen zu schützen. Tante Rosalind, die bei dieser Kälte im Schatten steht,Soziopathische Ablösung, die Leben gegen Geld eintauscht.Und Lorenzo - gebrochen, auf den Knien, um meine Vergebung betteln und mir sein Leben a

Bab Lainnya
Jelajahi dan baca novel bagus secara gratis
Akses gratis ke berbagai novel bagus di aplikasi GoodNovel. Unduh buku yang kamu suka dan baca di mana saja & kapan saja.
Baca buku gratis di Aplikasi
Pindai kode untuk membaca di Aplikasi
DMCA.com Protection Status